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New York Yankees

 
Autor: Philipp Würfel Montag, 28. Januar 2008
 

New York Yankees

1901 - 1912

Die Geschichte der New York Yankees begann am 9. Januar 1903. An diesem Tag erwarben Frank Farrell und Bill Devery die 1901 gegründete und wenig erfolgreiche Organisation der Baltimore Orioles und zogen nach New York um. Zwei Monate später wurde das Team als Mitglied der neu gegründeten American League bestätigt und spielte in einem eiligst erbauten Stadion namens Hiltop Park. Die Adresse lautete 168. Straße und Broadway und da es sich hier um einen der höchsten Punkte von Manhattan handelte, wurde das Team "Highlanders" genannt.

Das erste Spiel bestritten die New York Highlanders in Washington und verloren 3:1 am 22. April 1903, einen Tag später folgte der erste Sieg, ein 7:2 an gleicher Stelle. Das erste Heimspiel, ebenfalls gegen Washington, konnten eine Woche später mit 6:2 gewonnen werden.  

Der Nadelstreifen-Look wurde 1912 übernommen, was zu einem der bekanntesten Designs im Sport avancierte. Ein Jahr später zogen sie in den Polo Grounds um, wo sie sich den Ballpark mit den Giants teilten. Zudem änderten sie den Teamnamen in New York Yankees.

1915 - 1927

Am 29. Januar 1915 wurde die Franchise von Col. Jacob Ruppert und Col. Tillinghast L'Hommedieu für 1,25 Millionen Dollar gekauft. Zwei Jahre später, am 24. April, durften die Yankees ihren ersten No-Hitter bejubeln. George Mogridge schrieb sich beim 2:1 Sieg im Fenway Park in die Geschichtsbücher.

Nachdem sie in den ersten knapp zwanzig Jahren ihres Bestehens vor sich hindümpelten, änderte sich dies schlagartig 1920. Der 3. Januar gilt als eines der denkwürdigsten Daten im Baseball. Die Bronx Bombers kauften Babe Ruth von den Boston Red Sox für 125.000 Dollar.

Schlagartig gehörten die Yankees zu den Topteams der American League. Sie gewannen ihr erstes Pennant 1921. In der World Series verlor man gegen die Giants, die aufgrund des Erfolges des Stadtrivalen nicht mehr wollten, das sie gemeinsam im Polo Grounds spielten. Daraufhin begann der Bau des Yankee-Stadiums, das 1923 vor 74.200 Zuschauern eingeweiht wurde. Kein geringerer als Babe Ruth war es, dem der erste Home Run in dem neuen Ballpark gelang. Dieser wurde fortan auch als "the house that Ruth built" genannt. In der selben Saison durften sie die erste World Series bejubelnd, die sie gegen die Giants in sechs Spielen gewannen.

Nachdem sie ein Jahr zuvor den Cardinals in der World Series in sieben Spielen unterlagen, machten sie es 1927 besser und sicherten sich ihren zweiten Titel nach einem Sweep gegen die Pittsburgh Pirates. Angeführt von Babe Ruth, der mit 60 Home Runs einen neuen Saisonrekord aufstellte, dominierte die Offensive der Yankees die Liga, wie noch kein Team zuvor. Die sogenannte "Murderers Row" gewann 110 Spiele bei nur 44 Niederlagen. Das Starting Lineup um Center Fielder Earle Combs (.356, 231 Hits), Left Fielder Babe Ruth (.356, 60 Home Runs, 164 RBI, 158 Runs) und First Baseman Lou Gehrig (.373, 47 Home Runs, 175 RBI) stellte alles davor da gewesene in den Schatten. Ein Jahr später wiederholten sie den Sweep in der World Series gegen die Cardinals.

1928 - 1941

Am 16. April 1928 führten sie feste Nummern auf den Trikots ein. Vier Jahre später wurden sie ligaweit zum Standard.

Im Sommer 1934 durchbrach Babe Ruth als erster Major Leaguer überhaupt die Marke von 700 Home Runs. Er beendete seine Karriere im Jersey der Boston Braves mit insgesamt 714.

Zwischen 1936 und 1939 gewannen die Yankees viermal die World Series in Folge. Lou Gehrig stellte mit 2130 Spielen hintereinander einen neuen Rekord auf, den erst Cal Ripken Jr. 1995 brechen konnte. Gehrig litt an einer unheilbaren Krankheit und musste seine Karriere 1939 beenden. Sie ist noch heute unter dem Namen "Lou Gehrig Desease" bekannt. Seine Rückennummer vier wurde noch im selben Jahr retired.   Er begann eine bewegende Rede mit den Worten:  "Today I consider myself the luckiest man on the face oft he earth". Kurze Zeit später wurde er in die Hall of Fame aufgenommen. 1941 starb er im Alter von 37 Jahren.

Ein neuer Star trat für ihn ins Rampenlicht. Joe DiMaggio erzielte im Sommer 1941 in 56 aufeinanderfolgenden Spielen einen Hit und stellte einen Rekord für die Ewigkeit auf.  In jeder seiner 13 Jahre wurde er ins Allstar-Team gewählt. Der Yankee Clipper führte sein Team zu neun World Series Titel zwischen 1936 und 1951. Mit einem Schlagdurchschnitt von .325 und 361 Home Runs beendete er seine Karriere.

1945 - 1961

1945 erwarben Dan Topping, Del Webb und Larry MacPhail die Yankees für 2,8 Mio. $ aus dem Nachlass des verstorbenen Col. Jacob Ruppert. MacPhail wurde zudem neuer Präsident und General Manager.

Am 27. April 1947 wurde in der gesamten MLB der "Babe Ruth Day" gefeiert. Im Juni wurde seine Nummer drei im Monument Park im Yankee Stadium aufgenommen. Ruth hatte dabei seinen letzten öffentlichen Auftritt, bevor er am 26. August im Alter von 53 Jahren an Krebs verstarb.

Casey Stengel trat am 12. Oktober 1948 sein Amt als neuer Manager der Yankees an. In den ersten fünf Jahren seiner Amtszeit von 1949 bis 1953 gewannen sie fünf World Series Titel. Nachdem sie 1955 den Brooklyn Dodgers in der World Series noch unterlegen waren, konnten sie ein Jahr später die Fall Classic gegen den selben Gegner für sich entscheiden. Dabei gelang Don Larsen ein Perfect Game beim 2:0 Sieg in Spiel fünf.  Bis 1962 folgten drei weitere Titel.

Die Saison 1961 brachte neben einer weiteren World Series auch ein Duell um die Home Run Bestmarke. Die beiden Outfielder der Yankees Mickey Mantle und Roger Maris trieben sich gegenseitig an und erinnerten an die Zeiten von Babe Ruth und Lou Gehrig. Maris entschied das Duell für sich und stellte am 1. Oktober mit seinem 61. Home Run einen neuen Rekord auf. Mantle landete mit 54 auf Rang zwei. Das gleiche Ergebnis gab es auch im MVP-Voting.

Center Fielder Mantle stand seinem Vorgänger DiMaggio in nichts nach. Er gewann in seiner Laufbahn, trotz einiger Verletzungen, drei MVP-Awards und lag in den Top 5 in sechs weiteren Jahren. Er beendete seine Karriere 1968 mit insgesamt 536 Home Runs.

1964 - 1994

CBS kaufte 1964 für 11,2 Millionen Dollar das Team. Der Erfolg blieb aber aus. Nach Jahrzehnten der Dominanz versanken die Bronx Bomber im Mittelmaß. Das Yankee-Stadium wurde zwischen 1972 und 1975 umgebaut. Während dieser Zeit trug man die Heimspiele im Shea Stadium des Stadtrivalen Mets aus. 1973 kaufte Milliardär George M. Steinbrenner III die Yankees. Er schlug auf dem Free Agent Markt zu und brachte den Erfolg in die Bronx zurück.  Zur Saison 1976 verpflichteten sie Outfielder und Slugger Reggie Jackson für fünf Jahre. Bereit im selben Jahr sollte sich dieser Wechsel bezahlt machen. Jackson schlug drei Home Runs in den ersten drei At-Bats in Spiel sechs der World Series gegen die Los Angeles Dodgers und führte sein neues Team zum Titel. Als Zugabe erhielt er den Titel "Mr. October".

Zwei Jahre später führte Linkshänder Ron Guidry sein Team mit einer Bilanz von 25-3 und einem ERA von 1.74 doch noch in die Postseason. Die Yankees lagen zwischenzeitlich schon mit 14 Spielen hinter den Boston Red Sox zurück, konnten den Rückstand aber bis zum letzten Spieltag wettmachen. Das anschließende Playoff-Spiel um den Titel in der AL East Division gewannen sie mit 5:4 im Fenway Park, dank eines Home Runs von Bucky Dent. In der World Series bezwangen sie erneut die Dodgers in sechs Spielen.

Ein Jahr später trat das Sportliche in den Hintergrund. Catcher und Team-Captain Thurman Munson verunglückte am 2. August 1979 mit seinem Flugzeug und starb. Seine Rückennummer 15 wird seitdem nicht mehr vergeben und der Spind im Clubhouse wurde bis heute unverändert gelassen.

Doch die beiden Titel 1977 und 1978 waren nur ein kurzes Erinnern an die alten Erfolge. Man erreichte 1980 und 1981 noch zweimal die Playoffs, ehe man bis 1995 warten musste, damit man wieder im Oktober Baseball in der Bronx zu sehen bekam. Besitzer Steinbrenner versuchte zwar alles und verpflichtete Stars für viel Geld auf dem Free Agent Markt. Die hatten aber ihre beste Zeit hinter sich.

1995 - 2001

Nachdem ein junges Team 1995 zum ersten Mal wieder die Playoffs über die neu eingeführte Wild Card erreichte, kam der Glanz der alten Zeiten 1996 wieder zurück. Ein Team um die jungen Derek Jeter, Andy Pettitte, Mariano Rivera und Bernie Williams, verstärkt mit Veteranen wie John Wetteland und Paul O'Neill gewann die World Series in sechs Spielen gegen die Atlanta Braves. Es folgten drei weitere Titel zwischen 1998 und 2000 gegen die San Diego Padres, Atlanta Braves und New York Mets. Zudem erreichten sie die World Series 2001 und 2003 gegen die Arizona Diamondbacks und Florida Marlins. Aber nicht nur im Oktober überzeugten sie. Die Zuschauer im Yankee-Stadium bewunderten zwei Perfect Games von David Wells (1998) und David Cone (1999). Als Team stellten sie mit 114 Siegen 1998 einen Rekord auf, der 2001 von den Mariners mit 116 Siegen überboten wurde.

2002 - 2007

Auch 2004 waren sie auf direktem Weg in die World Series. Doch man gab eine 3-0 Führung in der ALCS ausgerechnet gegen den Erzrivalen aus Boston aus der Hand und verlor in sieben Spielen.

Zwischen 2005 und 2007 schieden sie, trotz zum Teil guter Leistungen in der regulären Saison, jeweils in der Division Series aus. Individuell konnten sie hingegen immer überzeugen. Roger Clemens schaffte 2003 seinen 300. Sieg und seinen 4000. Strikeout im Pinestripes-Jersey. Ein Jahr später durchbrachen die Pitcher Mike Mussina und Kevin Brown die Marke von 200 Siegen.  Alex Rodriguez, der zur 2004er Saison zu den Yankees gewechselt war, gewann den MVP-Award 2005 (48 Home Runs, 130 RBI, 124 Runs) und 2007 (54 Home Runs, 156 RBI, 143 Runs).  Zudem gelangen ihm die Home Runs Nummer 400 und 500 als jeweils jüngster Spieler in der Geschichte des Baseballs. Im Winter 2007 setzte er mit einem neuen 10-Jahres-Vertrag mit einem Volumen von 275 Millionen Dollar neue Maßstäbe.  Manager Joe Torre, der seit 1996 Chef im Dugout des Teams war, wurde zur 2008er Saison durch den ehemaligen Catcher Joe Girardi ersetzt.

Namen, Ballparks, Erfolge, Awards ...

Team-Namen:
Baltimore Orioles 1901-1902
New York Highlanders 1903-1912
New York Yankees seit 1913

Ballparks:
Oriole Park 1901-1902
Hilltop Park 1903-1912
Polo Grounds 1913-1922
Yankee Stadium 1923-1973
Shea Stadium 1974-1975
Yankee Stadium seit 1976

Manager:
John McGraw 1901-1902
Wilbert Robinson 1902
Clark Griffith 1903-1908
Kid Elberfeld 1908
George Stallings 1909-1910
Hal Chase 1910-1911
Harry Wolverton 1912
Frank Chance 1913-1914
Roger Peckinpaugh 1914
Bill Donovan 1915-1917
Miller Huggins 1918-1929
Art Fletcher 1929
Bob Shawkey 1930
Joe McCarthy 1931-1946
Bill Dickey 1946
Johnny Neun 1946
Bucky Harris 1947-1948
Casey Stengel 1949-1960
Ralph Houk 1961-1963
Yogi Berra 1964
Johnny Keane 1965-1966
Ralph Houk 1966-1973
Bill Virdon 1974-1975
Billy Martin 1975-1978
Dick Howser 1978
Bob Lemon 1978-1979
Billy Martin 1979
Dick Howser 1980
Gene Michael 1981
Bob Lemon 1981-1982
Gene Michael 1982
Clyde King 1982
Billy Martin 1983
Yogi Berra 1984-1985
Billy Martin 1985
Lou Piniella 1986-1987
Billy Martin 1988
Lou Piniella 1988
Dallas Green 1989
Bucky Dent 1989-1990
Stump Merrill 1990-1991
Buck Showalter 1992-1995
Joe Torre 1996-2007
Joe Girardi seit 2008

Erfolge:
World Series Gewinner: 1923, 1927,1928, 1932, 1936, 1937, 1938, 1939, 1941, 1943, 1947, 1949, 1950, 1951, 1952, 1953, 1956, 1958, 1961, 1962, 1977, 1978, 1996, 1998, 1999, 2000
American League Champion: 1921, 1922, 1923, 1926. 1927, 1928, 1932, 1936, 1937, 1938, 1939, 1941, 1942, 1943, 1947, 1949, 1950, 1951, 1952, 1953, 1955, 1956, 1957, 1958, 1960, 1961, 1962, 1963, 1964, 1976, 1977, 1978, 1981, 1996, 1998, 1999, 2000, 2001, 2003
Division Champion: 1976, 1977, 1978, 1980, 1981, 1996, 1998, 1999, 2000, 2001, 2002, 2003, 2004, 2005, 2006

Hall of Famer:
Yogi Berra C, Earle Combs CF, Joe DiMaggio CF, Bill Dickey C, Whitey Ford P, Lou Gehrig 1B, Lefty Gomez P, Waite Hoyt P, Miller Huggins Mgr., Reggie Jackson RF, Tony Lazzeri 2B, Mickey Mantle CF, Joe McCarthy Mgr., Phil Rizzuto SS, Red Ruffing P, Babe Ruth LF, Casey Stengel Mgr., Herb Pennock P, Catfish Hunter P, Frank Baker 3B, Jack Chresbo P

Retired Numbers:
1 Billy Martin 2B
3 Babe Ruth OF
4 Lou Gehrig 1B
5 Joe DiMaggio OF
7 Mickey Mantle OF
8 Bill Dickey C
8 Yogi Berra C
9 Roger Maris OF
10 Phil Rizzuto SS
15 Thurman Munson C
16 Whitey Ford LHP
23 Don Mattingly 1B
32 Elston Howard C
37 Casey Stengel MGR
42 Jackie Robinson
44 Reggie Jackson OF
49 Ron Guidry LHP

Awards:
MVP:

1923 Babe Ruth OF
1927 Lou Gehrig 1B
1936 Lou Gehrig 1B
1939 Joe DiMaggio OF
1941 Joe DiMaggio OF
1942 Joe Gordon 2B
1943 Spud Chandler RHP
1947 Joe DiMaggio OF
1950 Phil Rizzuto SS
1951 Yogi Berra C
1954 Yogi Berra C
1955 Yogi Berra C
1956 Mickey Mantle OF
1957 Mickey Mantle OF
1960 Roger Maris OF
1961 Roger Maris OF
1962 Mickey Mantle OF
1963 Elston Howard C
1976 Thurman Munson C
1985 Don Mattingly 1B
2005 Alex Rodriguez 3B
2007 Alex Rodriguez 3B

Cy Young:
1958 Bob Turley RHP
1961 Whitey Ford LHP
1977 Sparky Lyle LHRP
1978 Ron Guidry LHP
2001 Roger Clemens RHP

Rookie of the Year:
1951 Gil McDougal 3B
1954 Bob Grim RHP
1957 Tony Kubek SS
1962 Tom Tresh SS
1968 Stan Bahnsen RHP
1970 Thurman Munson C
1981 Dave Righetti RHP
1996 Derek Jeter SS

Manager of the Year:
1994 Buck Showalter
1996 Joe Torre
1998 Joe Torre

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