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Detroit Tigers

 
Autor: Philipp Würfel Montag, 28. Januar 2008
 

Detroit Tigers

1894 - 1909

Die Detroit Tigers wurden 1894 gegründet, als die Western League den Spielbetrieb aufnahm. Diese wurde 1900 in American League umbenannt und erhielt 1901 schließlich den Status einer Major League. Der Name "Tigers" wurde von einer Armee-Einheit übernommen, die diesen Spitznamen besaß. Ihr erstes Heimspiel in der neuen Liga trugen sie am 25. April 1901 im Bennett Park vor 10.000 Zuschauern gegen die Milwaukee Brewers aus. Dabei gewannen sie, trotz eines 4:13 Rückstandes im neunten Inning, mit 14:13. Ihre erste Saison schlossen sie mit einer Bilanz von 74-61 auf Rang drei der acht Teams ab.

Es dauerte bis 1907 (92-58), das sie richtig erfolgreich Baseball spielten. Der 20jährige Ty Cobb führte sie in dieser Saison zum American League Titel. Den konnten sie 1908 (90-63) und 1909 (98-54) jeweils verteidigen. In der World Series war ihnen das Glück nicht hold. Nach den ersten beiden Titeln mussten sie sich jeweils den Chicago Cubs (0-4 (ein Remis), 1-4) beugen, 1909 standen ihnen Honus Wagner und die Pittsburgh Pirates (3-4) im Weg.

Cobb war der große Star der Mannschaft. Er gewann elf Batting Title und einen MVP-Award (1911, .420, 147 Runs, 127 RBI). Er schlug dreimal höher wie .400 (1911, 1912 und 1922) und das obwohl die Pitcher in dieser sogenannten "Deadball"-Ära einen Vorteil hatten. Er beendete seine Karriere mit einem Schlagdurchschnitt von .366 (Nr. 1 in Bestenliste), 4189 Hits (Nr. 2 hinter Pete Rose), 2246 Runs (Nr. 2) und 892 Stolen Bases (Nr. 4). Er wurde 1936 in die Hall of Fame aufgenommen und verstarb 1961. Aufgrund seines rassistischen und aggressiven Verhalten auf und neben dem Spielfeld war er nicht sonderlich beliebt. So wurde er 1912 kurzzeitig von der Ligaleitung suspendiert, nachdem er einen Zuschauer verprügelt hatte.

1912 - 1940

Nach dem American League Titel 1909 verloren sie den Anschluss an die Spitze. Es gab zwar Jahre, in denen sie um Rang eins mitspielten, so landeten sie 1915 mit 100 Siegen auf Rang zwei, doch der große Erfolg blieb aus. Vor allem der Pitching Staff konnte in dieser Zeit mit den starken Leistungen der Offensive um Cobb nicht mithalten. 1912 zogen sie in das Navin Field um, das nach einigen Umbauphasen ab 1961 als Tiger Stadium bekannt war.

1934 wurde Catcher Mickey Cochrane zum Manager ernannt. Zusammen mit Hank Greenberg (.339, 26 Home Runs, 118 Runs, 139 RBI) und Charlies Gehringer (.356, 134 Runs, 127 RBI) führte er die Tigers mit 101 Siegen zur vierten Meisterschaft im Junior Cirquit. In der World Series unterlagen sie den St. Louis Cardinals in sieben Spielen. Eine Saison später machten sie es besser. Sie erreichten mit einer Bilanz von 93-58 erneut die World Series und durchbrachen den Bann. Sie bezwangen die Chicago Cubs in sechs Spielen. Greenberg gewann den MVP-Award (.328, 37 RBI, 121 Runs, 170 RBI).

Die Tigers blieben auch danach im Kreis der Favoriten. Sie gewannen 1940 erneut die American League (90-64) unterlagen in der World Series aber den Cincinnati Reds (3-4). Greenberg erhielt seine zweite MVP-Trophäe (.340, 41 Home Runs, 129 Runs, 150 RBI) als Trostpreis. Fünf Jahre später zum Ende des zweiten Weltkrieges zogen sie erneut in die World Series ein. Doch anders als 1940, konnten sie dieses Mal das siebte und entscheidende Spiel gegen die Chicago Cubs gewinnen. Stars wir Greenberg waren rechtzeitig aus dem Krieg zurückgekommen und halfen mit den Titel zu holen. Viele Experten schätzen die Wertigkeit nicht besonders hoch ein, da ein Großteil der Stars noch nicht wieder zurückgekehrt war.

1958 - 1974

Trotz einer starken Mannschaft blieb ihnen der erste Platz bis in die 1960er Jahre verwehrt. Dafür gab es mehrere Gründe. Zum einen waren die New York Yankees mit ihren Stars Joe DiMaggio, Yogi Berra und Mickey Mantle in dieser Zeit quasi unschlagbar. Zum anderen weigerte man sich bis 1958 afroamerikanischen Spielern eine Chance zu geben. Sie durchbrachen als 15. von 16 Teams diese Barriere, als sie Ozzie Virgil Sr. verpflichteten.

Nachdem sie 1961 mit 101 Siegen auf Rang zwei in der American League landeten, blieben sie in der Folgezeit an der Spitze dran. Angeführt von Cy Young Award Gewinner und MVP Denny McLain (31-6, ERA 1.96) übernahmen sie 1968 Platz eins mit 103 Siegen und erreichten die World Series gegen die St. Louis Cardinals. Wie schon 1945 ging es über sieben Spiele. Sie gewannen die entscheidende Partie gegen Bob Gibson mit 4:1.

1969 wurde die American League in zwei Divisionen aufgeteilt und Detroit sicherte sich 1972 zum ersten Mal den Divisionstitel in der AL East. In der League Championship Series unterlagen sie den Oakland Athletics (2-3) in fünf Spielen. Al Kaline, dem 1974 sein 3000. Hit gelang, beendete nach der selben Saison seine Karriere und mit den Tigers ging es bergab.

1980 - 2005

1980 übernahm Sparky Anderson den Posten als Manager des Teams. Er führte die Tigers zurück auf die Erfolgsspur. Sie gewannen 1984 104 Spiele und den Titel in der AL East Division. In den Playoffs ließen sie erst den Kansas City Royals (3-0) in der ALCS und später den San Diego Padres (4-1) in der World Series keine Chance. Kirk Gibson schlug im entscheidenden fünften Spiel zwei Home Runs. Er und Allan Trammell waren für 13 der insgesamt 23 RBI in der World Series zuständig.

Nach dem Gewinn der AL East 1987 (98-64) und dem Ausscheiden in der ALCS gegen die Minnesota Twins (1-4), verabschiedeten sich die glorreichen Zeiten aus der Motor City. Sie rutschen in den Tabellenkeller ab. Zwischen 1994 und 2005 mussten sie sich jeweils mit einer negativen Bilanz zufrieden geben. Der Tiefpunkt ist 2003 erreicht, wo sie mit 119 Niederlagen einen neuen Negativrekord in der American League aufstellten. Hauptschuldiger war wohl General Manager Randy Smith, der bei Neuverpflichtungen kein Glück hatte.

Zur Saison 2000 zog man aus dem altehrwürdigen Tiger Stadium aus und in den neuerbauten Comerica Park um. Zudem wurde 2001 mit Dave Dombrowski ein neuer GM verpflichtet, der die Tigers wieder auf die Siegerstraße zurückführen sollte. Dank ein paar guter Drafts und dem richtigen Händchen bei der Verpflichtung von guten Spielern, baute er langsam ein talentiertes Team auf. Die Arbeit wurde 2006 belohnt.

2006 - 2007

Mit dem neuen Manager Jim Leyland und einem starken Pitching Staff um Altstar Kenny Rogers und den jungen Justin Verlander, sowie Joel Zumaya startete man stark in die Saison und rettete sich am Ende dank der Wild Card in die Playoffs. Dort konnten sie sich gegen die New York Yankees (3-1) und die Oakland Athletics (4-0) durchsetzen. Es war ihr zehnter Titel in der American League. In der World Series mussten sie sich schließlich den St. Louis Cardinals (1-4) geschlagen geben.

Der Kern der Mannschaft konnte in der Folge gehalten werden und sogar verstärkt werden. Aufgrund von Verletzungen sprang 2007 nur der zweite Rang in der Division heraus. Dennoch gehören die Tigers weiterhin zu den favorisierten Teams und sollten in der Zukunft an die erfolgreiche Vergangenheit anknüpfen können.

Namen, Ballpark, Erfolge, Awards ...

Team-Namen:
Detroit Tigers seit 1894

Ballparks:
Bennett Park 1901-1911
Tiger Stadium 1912-1999 (1912-37 Navin Field, 1938-60 Briggs Stadium)
Comerica Park seit 2000

Manager:
George Stallings 1901
Frank Dwyer 1902
Ed Barrow 1903-1904
Bobby Lowe 1904
Hugh Jennings 1907-1920
Ty Cobb 1921-1926
George Moriarty 1927-1928
Bucky Harris 1929-1933
Del Baker 1933
Mickey Cocherane 1934-1938
Del Baker 1938-1942
Steve O'Neill 1943-1948
Red Rolfe 1949-1952
Fred Hutchinson 1952-1954
Bucky Harris 1955-1956
Jack Tighe 1957-1958
Bill Norman 1958-1959
Jimmy Dykes 1959
Billy Hitchcock 1960
Joe Gordon 1960
Bob Scheffing 1961-1963
Chuck Dressen 1963-1966
Frank Staff  1966
Bob Swift 1966
Mayo Smith 1967-1970
Billy Martin 1971-1973
Joe Schultz 1973
Ralph Houk 1974-1978
Les Moss 1978
Dick Tracewski 1979
Sparky Anderson 1979-1995
Buddy Bell 1996-1998
Larry Parish 1998-1999
Phil Garner 2000-2002
Luis Pujols 2002
Alan Trammell 2003-2005
Jim Leyland seit 2006

Erfolge:
World Series Gewinner: 1935, 1945, 1968, 1984
American League Champion: 1907, 1908, 1909, 1934, 1935, 1940, 1945, 1968, 1984, 2006
Division Champion: 1971, 1984, 1987

Hall of Famer:
Ty Cobb CF, Mickey Cochrane C, Sam Crawford RF, Hank Greenberg 1B, Harry Heilmann RF, Hughies Jennings SS, Al Kaline RF, George Kell 3B, Heinie Manush LF, Hal Newhouser P, Charlie Gehringer 2B

Retired Numbers:
2 Charlie Gehringer 2B
5 Hank Greenberg 1B
6 Al Kaline OF
16 Hal Newhouser LHP
23 Willie Horton OF
42 Jackie Robinson

Awards:
MVP:

1911 Ty Cobb OF
1934 Mickey Cocherane C
1935 Hank Greenberg 1B
1937 Charlie Gehringer 2B
1940 Hank Greenberg 1B
1944 Hal Newhouser LHP
1945 Hal Newhouser LHP
1968 Denny McLain RHP
1984 Willie Hernandez LHRP

Cy Young:
1968 Denny McLain RHP
1969 Denny McLain RHP
1984 Willie Hernadez LHRP

Rookie of the Year:
1953 Harvey Kuenn SS
1976 Mark Fidrych RHP
1978 Lou Whitaker 2B
2006 Justin Verlander RHP

Manager of the Year:
1984 Sparky Anderson
1987 Sparky Anderson
2006 Jim Leyland

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