Texas Rangers
Texas Rangers
1960 - 1973
Der Geburtsort der Texas Rangers ist die Hauptstadt Washington. 1960 bekamen sie dort erneut eine Franchise, nachdem die ursprünglichen Senators kurz vorher nach Minnesota umzogen. Der Name blieb aber in Washington und schmückte aber der Saison 1961 das neue American League Team. Das erste Spiel verloren sie im Griffith Stadium, obwohl Präsident John F. Kennedy den ersten Pitch ausführte. Sie blieben nicht lange dort. Denn nur ein Jahr später zogen sie in das District of Columbia Stadium um, welches 1969 in Robert F. Kennedy Stadium umbenannt wurde. 1962 fand das All-Star-Spiel in Washington statt, das die National League mit 3:1 gewann. Die neue Organisation schaffte es nicht eine schlagkräftige Mannschaft auf die Beine zu stellen. So blieben die großen Erfolge in Amerikas Hauptstadt aus. Stellenweise gelang es ihnen aber doch Schlagzeilen zu produzieren. So brauchten die Senators 1967 22 Innings, bzw. sechs Stunden und 43 Minuten um die Chicago White Sox mit 6:5 bezwingen. Das Spiel endete um 2:43 Uhr nachts.
Ted Williams wurde 1969 als neuer Manager engagiert und führte das Team zu einer sehr guten Bilanz von 86 Siegen bei 76 Niederlagen. Williams wurde zum Manager des Jahres ernannt und Dick Bosman führte die Liga mit einem ERA von 2.19 an. Außerdem wurde erneut ein Allstar-Spiel in Washington ausgetragen. Der Senior Cirquit gewann mit 9:3 im RFK-Stadium. Frank Howard dem schon 1969 48 Home Runs gelangen, führte ein Jahr später die Liga im Home Run (44) und RBI-Ranking (126) an.
Trotz des kleinen Aufschwungs hatte das Team keine Zukunft in Washington. Besitzer Robert E. Short, der die Franchise 1968 erwarb, erhielt nach der Saison 1971 die Erlaubnis nach Arlington, Texas umzuziehen. Gespielt wurde ab sofort im Arlington Stadium, welches bereits 1965 unter dem Namen Turnpike Stadium errichtet wurde und nach dem Umzug auf 35.694 Sitzplätze erweitert wurde. Zudem wurde der Club in Texas Rangers umbenannt. Der Name rührt von der gleichnamigen Elitetruppe her, die damit geehrt werden soll. Auf das erste Spiel mussten die Fans ein wenig warten, denn ein Spielerstreik verschob den Saisonstart 1972 um zwei Wochen. Sie verloren mit 0:1 gegen die California Angels. Einen Tag später gelang ihnen beim 5:1 der erste Erfolg. Doch auch im Südwesten der USA sollte sich der Erfolg nicht einstellen. In der ersten Saison mussten sie 100 Niederlagen hinnehmen. Dies Marke toppten sie 1973 (50-105) sogar noch.
1974 - 1993
Aber 1974 lief es mit einem Schlag besser. Man beendete die Saison mit 84 Siegen auf Rang zwei hinter den Oakland Athletics und die Rangers räumten die Preise ab. Mike Hargrove wurde Rookie of the Year, Jeff Burroughs gewann den MVP-Titel, Billy Martin wählte man zum besten Manager und Ferguson Jenkins musste sich im Cy Young Award Voting nur Catfish Hunter geschlagen geben. Nach drei durchschnittlichen Jahren, verbesserten sich die Rangers 1977 auf 94 Siege, blieben aber dennoch acht Spiele hinter dem Tabellenersten zurück. Insgesamt schafften sie zwischen 1974 und 1980 immer mindestens 76 Siege, konnten aber nie in die Playoffs einziehen. Auch in den achtziger Jahren waren die Rangers nur Durchschnitt. Man kam zweimal bedrohlich nah an die 100 Niederlagen-Marke (98 in 1982 und 99 in 1985). 1986 schaffte man 86 Siege. Ansonsten agierten sie im Niemandsland der Tabelle dazwischen. Natürlich gab es ein paar starke individuelle Leistungen mit denen sie auf sich aufmerksam machten. 1982 schlug Larry Parrish in einer Woche drei Grand Slams. Ein Jahr später erzielten sie zwölf Runs im 15. Inning gegen die Athletics und stellen damit einen Major League Rekord auf. Oddibe McDowell schlug für das erste Cycle in der Klubgeschichte im Juli 1985.
Die Dekade endete mit der Verpflichtung von Starting Pitcher Nolan Ryan 1988, der mit 41 Jahren ein wenig Glanz nach Texas brachte. In seiner ersten Saison gelang ihm sein 5000. Strikeout in seiner Karriere. Kein anderer Pitcher hat jemals diesen Meilenstein überschritten. Ryan pitchte zudem zwei seiner insgesamt sieben No-Hitter im Rangers-Jersey. Auch seinen 300. Sieg darf er bejubeln. Er beendet seine Karriere im September 1993 und wurde 1999 in die Hall of Fame aufgenommen.
1994 - 2007
Ein halbes Jahr später zogen sie in den neuen Ballpark in Arlington um, indem die Fans zumindest zu Beginn erfolgreicheren Zeiten entgegenblickten. Mit Kenny Rogers wirft 1994 zum ersten Mal ein Ranger ein Perfect Game. Er bezwang die Angels mit 4-0.
1995 gewann die National League das Allstarspiel in Arlington mit 3-2. 1996 schafften sie es zum ersten Mal in die Postseason. Sie gewannen die AL West Division und gewannen auch Spiel eins der ALDS in New York gegen die Yankees. Sie unterlagen in der Serie dennoch mit 1-3. Johnny Oates gewann den Manager of the Year Award und Outfielder Juan Gonzalez, dem 47 Homeruns und 144 RBI gelangen, wurde zum zweiten Mal nach 1996 MVP. 1998 und 1999 entschieden sie ebenfalls die AL West für sich, scheiterten im Oktober aber beide Male in der ersten Runde an den Yankees glatt mit 0-3. Catcher Ivan Rodriguez wurde 1999 zum MVP ernannt.
Mit der Jahrtausendwende verabschiedete sich auch der Erfolg aus Arlington. Shortstop Alex Rodriguez wurde 2000 für zehn Jahre und die Rekordsumme von 252 Millionen Dollar verpflichtet, der 2004 in einem Trade an die Yankees abgegeben wurde. Rodriguez überzeugte zwar mit seinen Leistungen und gewann den MVP-Award 2003, konnte die Rangers in der Tabelle nicht verbessern. Mit seinem Abgang schien es kurzzeitig besser zu werden. Denn die vier Infielder Mark Teixeira, Alfonso Soriano, Michael Young und Hank Blalock führten die Rangers, jeweils mit mindestens 20 Homeruns, 2004 zu einem unglücklichen zweiten Platz in der AL West, nur drei Spiele zurück. Ein Jahr später setzte die Offensivabteilung noch einen drauf. Young gewann den Batting Title in der American League. Außerdem schlugen sie 260 Homeruns und landeten damit auf Rang zwei der ewigen Bestenliste. 152 gelingen im heimischen Stadion, womit sie einen neuen Major League Rekord aufstellten. Dennoch gewannen sie weniger Spiele als ein Jahr zuvor und verschwanden wieder in der Bedeutungslosigkeit, aus der sie bis heute nicht wieder herausgekommen sind.
Namen, Ballparks, Erfolge, Awards ...
Team-Namen:
Washington Senators 1961-1971
Texas Rangers seit 1972
Ballparks:
Griffith Stadium 1961
RFK Stadium 1962-1971 (1962-68 DC Stadium)
Arlington Stadium 1972-1993
Rangers Field seit 1994 (1994-2004 Ballpark in Arlington, 2005-2006 Ameriquest Field)
Manager:
Mickey Vernon 1961-1963
Eddie Yost 1963
Gil Hodges 1963-1967
Jim Lemon 1968
Ted Williams 1969-1972
Whitey Herzog 1973
Del Wilber 1973
Billy Martin 1973-1975
Frank Lucchesi 1975-1977
Eddie Stanky 1977
Connie Ryan 1977
Billy Hunter 1977-1978
Pat Corrales 1978-1980
Don Zimmer 1981-1982
Darrell Johnson 1982
Doug Rader 1983-1985
Bobby Valentine 1985-1992
Toby Harrah 1992
Kevin Kennedy 1993-1994
Johnny Oates 1995-2001
Jerry Narron 2001-2002
Buck Showalter 2003-2006
Ron Washington seit 2007
Erfolge:
World Series Gewinner:
American League Champion:
Division Champion: 1996, 1998, 1999
Hall of Famer:
Nolan Ryan P
Retired Numbers:
26 Johnny Oates
34 Nolan Ryan RHP
42 Jackie Robinson
Awards:
MVP:
1974 Jeff Burroughs OF
1996 Juan Gonzalez OF
1998 Juan Gonzalez OF
1999 Ivan Rodriguez C
2003 Alex Rodriguez SS
Cy Young:
Rookie of the Year:
1974 Mike Hargrove 1B
Manager of the Year:
1996 Johnny Oates
2004 Buck Showalter
