Pittsburgh Pirates
Pittsburgh Pirates
1887 - 1911
Die Pittsburgh Pirates trugen am 30. April 1887 ihr erstes National League Spiel, noch unter dem Namen "Alleghenies", gegen die Chicago White Stockings aus. 10.000 Zuschauer waren im Redreation Park anwesend. Vier Jahre später wurden sie auf ihren jetzigen Namen getauft. Im selben Jahr zogen sie zudem in den Exposition Park um.
Im Jahr 1900 kaufte Barney Dreyfuss Anteile an der Franchise, der 14 Spieler mitbrachte, unter anderem auch Honus Wagner und Fred Clarke. Wagner führt sie ein Jahr später mit einem Schlagdurchschnitt von .353 und 126 RBIs zum ersten National League Titel in der Geschichte der Pirates. Auch in den kommenden beiden Jahren gewannen sie den Senior Cirquit. 1903 spielten sie in der ersten World Series überhaupt, in der sie trotz eines 3-1 Vorsprungs die best-of-nine Serie mit 3-5 gegen die Boston Americans verloren. Es waren die ersten glorreichen Jahre der Franchise.
Auch insgesamt war die Organisation das Vorzeigeprodukt im Baseball. 1906 deckten sie als erstes Team das Infield während einer Regenunterbrechung mit einer Plane ab. Sportlich war es Nicholas Maddux, der mit dem ersten No-Hitter, beim 2:1 Sieg gegen die Dodgers, für neue Maßstäbe sorgte. Drei Jahre später zogen sie in das Forbes Field um, welches der erste Ballpark war, das aus Stahl und Beton erbaut wurde. Im Oktober erreichten sie wieder die World Series, die sie in sieben Spielen gegen die Detroit Tigers gewannen. Rookie Pitcher Babe Adams gelangen dabei drei Siege, inklusive eines Shutouts im entscheidenden Spiel.
Wagner, der erste in einer Reihe legendärer Pirates-Spieler, beendete die 1911er Saison mit einem Schlagdurchschnitt von .334 und gewann seinen achten Batting Title.
1921 - 1955
1921 fand erneut eine Premiere in Pittsburgh statt. Der Radiosender KDKA übertrug zum ersten Mal ein Major League Spiel. Harold Arlin war der Kommentator, der von der Partie zwischen den Pirates und Phillies im Forbes Field berichtete.
1925 gewannen sie den zweiten World Series Titel. Sie brauchen erneut sieben Spiele, um die Serie gegen die Washington Senators um Walter Johnson für sich zu entscheiden.
Nach einer weiteren Finalteilnahme 1927, wo sie glatt in vier Spielen gegen die New York Yankees unterlagen, wurde es für Jahrzehnte still um die Pirates. Sie fielen nur noch durch individuelle Leistungen auf. So wurde Honus Wagner 1936 zusammen mit Ty Cobb, Babe Ruth, Christy Matthewson und Walter Johnson als erste Spieler überhaupt in die Hall of Fame in Cooperstown aufgenommen. Allerdings mussten sie drei Jahre warten, bis die Einführungszeremonie auch wirklich stattfand. First Baseman Gus Suhr stellte 1937 mit seinem 822. nacheinander absolvierten Spiel einen Team-Rekord auf. Die Brüder Lloyd und Paul Wagner schlugen 1938 back-to-back Homer Runs in einem Spiel gegen die New York Giants im Polo Grounds Stadion. Arky Vaughan gelangen zwei Home Runs im Allstar Spiel 1941 in Detroit. Cliff Chambers war 1951 mit dem zweiten No-Hitter erfolgreich, bei einem 3:0 Sieg bei den Boston Braves. Ralph Kiner führte 1952 die Liga zum siebten Mal hintereinander in der Home Run Bestenliste an und wurde ein Jahr später getradet. Sieben Jahre nachdem Jackie Robinson sein Debüt für die Dodgers gab, kam 1954 zum ersten Mal auch ein Afroamerikaner bei den Pirates zum Einsatz. Es war Second Baseman Curt Roberts, der in Pittsburgh die Barriere durchbrach.
1955 sollte alles besser werden. Roberto Clemente debütierte im Right Field und sollte die Pirates später wieder auf die Siegerstraße führen. Aber es dauerte noch ein paar Jahre. Davor gelangen Dale Long (1956) in acht Spielen hintereinander ein Homerun und Harvey Haddix (1959) pitchte zwölf perfekte Innings gegen die Braves in Milwaukee, verlor aber das Spiel im vierten Extra-Inning mit 0:1.
1960 - 1979
1960 war die Durststrecke zuende. Die Pirates gewannen die World Series, dank eines Homeruns von Bill Mazeroski im neunten Inning des siebten Spiels gegen die New York Yankees. Aber es war nur ein kurzes Aufflackern der alten Erfolge. Außer einem weiteren No-Hitter durch Bob Moose 1969, mussten die Fans erneut eine Flaute durchleben.
1970 zogen sie ins Three Rivers Stadium um, indem sie ein Jahr später die World Series gewannen. Erneut waren sie Teil der Historie, als zum ersten Mal ein Endspiel unter Flutlicht ausgetragen wurde. Sie brauchten, wieder einmal, sieben Spiele um die Baltimore Orioles zu bezwingen.
Roberto Clemente schaffte 1972 als elfter Spieler seinen 3000. Hit. Ihm sollte danach kein einziger Hit mehr gelingen. An Sylvester des selben Jahres, verunglückte er mit einem Flugzeug, als er Hilfsgüter nach Nicaragua schaffen wollte, wo es Tage vorher ein schweres Erdbeben gegeben hatte. Seitdem wird der Roberto Clemente Award verliehen, den Spieler erhalten, die sich für Hilfsprojekte engagieren.
1975 stellte Rennie Stennett einen Major League Rekord auf, als ihm sieben Hits in sieben At-Bats in neun Inning gelangen. Ein Jahr später war John Candaleria mit einem weiteren No-Hitter gegen die Los Angeles Dodgers zur Stelle.
1979 erreichten sie die World Series, in der sie nach einem 1-3 Rückstand, in erneut sieben Spielen gegen die Orioles gewannen. Das sollte auch der letzte Titel für das Team gewesen sein.
1982 - 2009
1982 schlug Willie Staggell seinen 475. Homerun und ist seitdem alleiniger Pirates-Rekordhalter. 1990 gelangen Barry Bonds 33 Homeruns und 52 Stolen Bases. Bonds spielte insgesamt sieben Jahre für die Pirates, bevor er 1993 nach San Francisco wechselte, wo auch schon sein Vater Bobby und Patenonkel Willy Mays aktiv waren.
1994 fand im Three Rivers Stadium noch einmal ein Allstar Spiel statt. 1997 gelangen Francisco Cordova (9 IP) und Ricardo Rincon (1 IP) der erste gemeinsam errungene Extra-Inning-No-Hitter in der MLB.
2001 zogen sie in den PNC Park um, wo sie zum ersten Mal in ihrer Geschichte 100 Niederlagen in einer Saison verbuchen müssen. Jason Bay ist der erste Pirat, der 2004 den Rookie of the Year Award erhält. Ein Jahr später wurde er zum ersten Spieler seines Clubs, der über .300 schlägt, sowie 30 Home Runs, 40 Doubles, 20 Stolen Bases, 100 Runs und 100 RBIs ereicht.
2006 fand das Allstar Spiel erneut in Pittsburgh statt. Außerdem gewinnt Second Baseman Freddy Sanchez mit einem Schlagdurchschnitt von .344 den Batting Title im Senior Cirquit.
Die Pirates beendeten 2009 auch die 17. Saison in Folge mit einer negativen Bilanz, was ein neuer MLB-Rekord ist. Während des Sommers sendeten sie fast das gesamte etatmäßige Lineup im Tausch für Nachwuchstalente zu anderen Teams. Ob die Strategie, mit jungen Spieler den Abwärtstrend zu beenden aufgeht, wird man nun die nächsten Jahre sehen.
Namen, Ballparks, Erfolge, Awards ...
Team-Namen:
Pittsburgh Allegheneys 1887-1889
Pittsburgh Pirates seit 1890
Ballparks:
Recreation Park 1887-1890
Exposition Park 1891-1909
Forbes Field 1909-1970
Three Rivers Stadium 1970-2000
PNC Park seit 2001
Manager:
Horace Phillips 1887-1889
Fred Dunlon 1889
Ned Hanlon 1889
Guy Hecker 1890
Ned Hanlon 1891
Bill McGunngle 1891
Al Buckenberger 1892
Tom Burns 1892
Al Buckenberger 1892-1894
Connie Mack 1894-1896
Patsy Donovan 1897
Bill Watkins 1898-1899
Patsy Donovan 1899
Fed Clarke 1900-1915
Nixey Callahan 1916-1917
Honus Wagner 1917
Hugo Bezdek 1917-1919
George Gibson 1920-1922
Bill McKechine1922-1926
Donnie Bush 1927-1929
Jewel Ens 1929-1931
George Gibson 1932-1934
Pie Traynor 1934-1939
Frankie Frisch 1940-1946
Spud Davis 1946
Billy Herman 1947
Bill Burwell 1947
Billy Meyer 1948-1952
Fred Haney 1953-1955
Bobby Bragan 1956-1957
Danny Murtaugh 1957-1964
Harry Walker 1965-1967
Danny Murtaugh 1967
Larry Shepard 1968-1969
Alex Grammas 1969
Danny Murtaugh 1970-1971
Bill Virdon 1972-1973
Danny Murtaugh 1973-1976
Chuck Tanner 1977-1985
Jim Leyland 1986-1996
Gene LaMont 1997-2000
Lloyd McLendon 2001-2005
Pete Mackonin 2005
Jim Tracy 2006-2007
John Russell seit 2008
Erfolge:
World Series Gewinner: 1909, 1925, 1960, 1971, 1979
National League Champion: 1901, 1902, 1903, 1909, 1925, 1927, 1960, 1971, 1979
Division Champion: 1970, 1971, 1972, 1974, 1975, 1979, 1990, 1991, 1992
Hall of Famer:
Honus Wagner SS, Max Carey CF, Roberto Clemente RF, Ralph Kiner LF, Bill Mazeroski 2B, Willie Stargell LF, Pie Traynor 3B, Arky Vaughan SS, Lloyd Waner CF, Paul Waner RF, Fred Clarke LF
Retired Numbers:
1 Billy Meyer MGR
4 Ralph Kiner OF
8 Willie Stargell OF-1B
9 Bill Mazeroski 2B
11 Paul Waner OF
20 Pie Traynor 3B
21 Roberto Clemente OF
33 Honus Wagner SS
40 Danny Murtaugh MGR
42 Jackie Robinson
Awards:
MVP:
1927 Paul Waner OF
1960 Dick Groat SS
1966 Robert Clemente OF
1978 Dave Parker OF
1979 Willie Stargell 1B
1990 Barry Bonds OF
1992 Barry Bonds OF
Cy Young:
1960 Vernon Law RHP
1990 Doug Drabek RHP
Rookie of the Year:
2004 Jason Bay OF
Manager of the Year:
1990 Jim Leyland
1992 Jim Leyland
