Philadelphia Phillies
Philadelphia Phillies
1883 - 1915
Das Team wurde 1883 aus den Resten der Worcester Brown Stockings, welche 1882 den Spielbetrieb beendet hatten, unter dem Namen Philadelphia Quakers gegründet und in der National League aufgenommen. Bereits 1884 wurde der Name in Phillies geändert, jedoch wurden bis zum Ende der 1880er Jahre beide Namen genutzt.
In der ersten Saison gewann das Team nur 17,3% der Spiele. Das ist bis heute die schlechteste Ausbeute der Vereinsgeschichte.
1884 wurde der Name Phillies offiziell und mit dem späteren Hall of Fame Manager Harry Wright sollten das Team erfolgreich werden. Es gab zwar leichte Verbesserungen, jedoch blieben die Phillies weiterhin ein unterdurchschnittliches Team.
Als Anfang der 20. Jahrhunderts die American League gegründet wurde, verließen viele der besten Spieler den Verein um mehr Geld zu verdienen. Viele wechselten zum Stadtrivalen Athletics.
Es dauerte bis 1915, damit die Phillies ihren ersten National League Titel feiern konnten. Stützen des Erfolges waren der Pitcher Grover Cleveland Alexander und Powerhitter Gavvy Cravath, der mit 24 Home Runs einen neuen Rekord aufstellte.
Da Teambesitzer William Baker nicht bereit war die hohen Gehälter zu zahlen, verließen die Stars die Phillies und das Team rutschte wieder in die unteren Tabellenregionen ab.
1930 - 1950
Nach Bakers Tod 1930 übernahm sein Neffe Gerald Nugent den Verein, um an die Erfolge von 1915 anzuknüpfen. Er veranlasste den Auszug aus dem altehrwürdigen Baker Bowl, um in den Shibe Park 1938 umzuziehen. Doch auch dort kamen nicht mehr Zuschauer und Nugent verkaufte den Club 1942 über den Umweg National League (die hatte das Team für eine Woche besessen) an William Cox.
Cox war bereit viel Geld in das Team zu investieren und erstmalig seit Jahren konnten die Phillies aus dem Tabellenkeller herausklettern. Dies hatte zur folge, das die Zuschauerzahlen sich deutlich verbesserten. Jedoch hatte Besitzer Cox seinen eigenen Kopf. Er wollte alle Entscheidungen selbst treffen und als er nach einem Streit mit Manager Bucky Harris diesen feuerte, brachte er einen großen Skandal ins rollen. Harris teilte der Liga mit, das Cox auf sein eigenes Team Wetten abschloss. Cox gab dies zu und verteidigte sich damit, das er nicht wusste das dies verboten sei. Baseball Commissioner Landis sperrte daraufhin Cox auf Lebenszeit und die Phillies wurden an Robert R.M. Carpenter verkauft.
Nachdem er das Team 1943 übernommen hatte, versuchte Carpenter den Teamnamen in Blue Jays zu ändern, was aber von den Fans nie akzeptiert wurde. Auch Carpenter investierte viel und das Team erreichte 1950 die World Series, die sie gegen die New York Yankees verloren. Angeführt von Richie Ashburn und Robin Roberts konnten die sogenannten "Whiz Kids" (der Name entstand, da die meisten Stars des Teams aus dem eigenen Nachwuchs kamen) endlich auch sportlich auf sich aufmerksam machen.
1964 - 1983
1964 dominierten die Phillies mit ihren Stars Dick Allen, Chris Short, Johnny Callison und Jim Bunning die Liga. Doch sie verloren zehn der letzten zwölf Spiele, so dass sie doch noch einen Vorsprung von fast sieben Spielen auf die Cincinnati Reds verspielten.
Mit dem Umzug ins Veterans Stadium 1971 verband man Hoffnungen aus dem Tabellenkeller der Liga herauszukommen. Es dauerte bis Mitte der 1970er Jahre bis sich der Aufschwung einstellte. Mike Schmidt, Steve Carlton, Larry Bowa und Greg Luzinski führten Philadelphia zu drei NL East Titel von 1976 bis 1978. Doch jedes Mal verloren sie die National League Championship Series.
Zwei Jahre später war es soweit. Sie bezwangen die Houston Astros in der NLCS und zogen in die World Series 1980 ein. Sie besiegten die Kansas City Royals in sechs Spielen auf dem Weg zu ihrem bis dahin einzigen Titel. Drei Jahre später erreichten sie zwar erneut die World Series, verloren aber gegen die Baltimore Orioles in fünf Spielen.
1993 - 2009
Es dauerte zehn Jahre bis sich Erfolge wieder einstellen sollten. Eine neue Generation von Spielern, bspw. Lenny Dykstra, Curt Schilling, John Kruk und Darren Daulton führten die Phillies 1993 wieder in die World Series. Dort verlor man gegen die Toronto Blue Jays. Danach dauerte es erneut über zehn Jahre, bis man wieder konkurrenzfähig war. Zwar gelang es ihnen immer wieder sehr gute Spieler wie Scott Rolen, Randy Wolf, Bobby Abreu und Placido Polanco hervorzubringen. Doch für genügend Siege reichte es nicht.
Mit dem Umzug 2004 in den Citizen Bank Ballpark im Süden Philadelphias ging es wieder aufwärts. Neue Stars wie Ryan Howard (NL MVP 2006), Chase Utley, Jimmy Rollins, Cole Hamels und Brett Myers führten die Phillies zurück an die Spitze der NL East.
Nachdem sie 1964 einen großen Vorsprung als Tabellenführer verspielt hatten, schafften sie es 2007 den Spieß umzudrehen. Sie gewannen am Ende der Saison die wichtigen Duelle gegen die New York Mets und überholten diese schließlich am letzten Spieltag. In der National League Division Series unterlagen sie schließlich den Colorado Rockies. Zudem kassierten sie ihre insgesamt 10.000. Niederlage, was bisher noch keinem Profiteam in den USA widerfahren war.
Dass sie aber alles andere als ein Looser-Team sind, bewiesen die Phillies 2008 als sie ihren zweiten World Series Titel nach 1980 holten. Im Finale bezwangen sie, auch dank einer hervorragenden Leistung von Pitcher Cole Hamels, die Tampa Bay Rays. Ein Jahr später erreichten die Phillies wiederum die World Series, diesmal mussten sie sich aber den Yankees geschlagen geben. Die Phillies können zuversichtlich in die Zukunft blicken, besitzen sie doch mehrere Spieler, die locker 30 Home Runs im Jahr schlagen können. Dazu ist die Rotation mit Cliff Lee, Cole Hamels, Joe Blanton und J.A. Happ sehr gut besetzt.
Namen, Ballparks, Erfolge, Awards ...
Team-Namen:
Philadelphia Quakers 1883-1889
Philadelphia Phillies 1890-1942
Philadelphia Blue Jays 1943-1944
Philadlephia Phillies seit 1945
Ballparks:
Recreation Park 1883-1886
Baker Bowl 1887-1938 (1887-1894 Huntingdon Street Grounds, 1895-1912 Philadelphia Park)
Connie Mack Stadium 1938-1970 (1938-1953 Shibe Park)
Veterans Stadium 1971-2003
Citizens Bank Park seit 2004
Manager:
Bob Ferguson 1883
Blondie Purnell 1883
Harry Wright 1884-1890
Jack Clements 1890
Bob Allen 1890
Harry Wright 1890-1893
Arthur Irwin 1894-1895
Bill Nash 1896
George Stallings 1897-1898
Bill Shettsline 1898-1902
Chief Zimmer 1903
Hugh Duffy 1904-1906
Billy Murray 1907-1909
Red Dooin 1910-1914
Pat Moran 1915-1918
Jack Coombs 1919
Gavvy Cravath 1919-1920
Bill Donovan 1921
Kaiser Wilhelm 1921-1922
Art Fletcher 1923-1926
Stuffy McInnis 1927
Burt Shotten 1928-1933
Jimmie Wilson 1934-1938
Hans Lobert 1938
James Prothro 1939-1941
Hans Lobert 1942
Bucky Harris 1943
Freddie Fitzsimmons 1943-1945
Ben Chapman 1945-1948
Dusty Cooke 1948
Eddie Sawyer 1948-1952
Steve O'Neill 1952-1954
Terry Moore 1954
Mayo Smith 1955-1958
Eddie Sawyer 1958-1960
Andy Cohen 1960
Gene Mauch 1960-1968
George Myatt 1968
Bob Skinner 1968-1969
George Myatt 1969
Frank Lucchesi 1970-1972
Paul Owens 1972
Danny Ozark 1973-1979
Dallas Green 1979-1981
Pat Corrales 1982-1983
Paul Owens 1983-1984
John Felske 1985-1987
Lee Elia 1987-1988
John Vukovich 1988
Nick Leva 1989-1991
Jim Fergosi 1991-1996
Terry Francona 1997-2000
Larry Bowa 2001-2004
Gary Varsho 2004
Charlie Manuel seit 2005
Erfolge:
World Series Gewinner: 1980, 2008
National League Champion: 1915, 1950, 1980, 1983, 1993, 2008, 2009
Division Champion: 1976, 1977, 1978, 1980, 1981 (erste Saisonhälfte), 1983, 1993, 2007, 2008, 2009
Hall of Famer:
Richie Ashburn CF, Jim Bunning P, Steve Carlton P, Chuck Klein RF, Robin Roberts P, Mike Schmidt 3B, Sam Thompson P, Grover Alexander P, Ed Delahanty LF
Retired Numbers:
1 Richie Ashburn OF
14 Jim Bunning RHP
20 Mike Schmidt 3B
32 Steve Carlton LHP
36 Robin Roberts RHP
42 Jackie Robinson
Awards:
MVP:
1932 Chuck Klein OF
1950 Jim Konstanty RHP
1980 Mike Schmidt 3B
1981 Mike Schmidt 3B
1986 Mike Schmidt 3B
2006 Ryan Howard 1B
2007 Jimmy Rollins SS
Cy Young:
1972 Steve Carlton LHP
1977 Steve Carlton LHP
1980 Steve Carlton LHP
1982 Steve Carlton LHP
1983 John Deny RHP
1987 Steve Bedrosian RHRP
Rookie of the Year:
1957 Jack Sanford RHP
1964 Richie Allen 3B
1997 Scott Rolen 3B
2005 Ryan Howard 1B
Manager of the Year:
2001 Larry Bowa

