San Diego Padres
San Diego Padres
1968 - 1975
Die Geschichte der San Diego Padres beginnt im Jahr 1968. Zusammen mit den Montreal Expos, Kansas City Royals und den Seattle Pilots wurde das Team aus Südkalifornien in der MLB aufgenommen.
Der Start in die National League erwies sich für die Padres ausgesprochen holprig. In den ersten Jahren gab es für das neue Team in der NL West Division nichts zu holen. Bis auf ihren einzigen echten Superstar Nate Colbert, der noch bis heute den Padres Home Run Rekord hält, wurde das Newcomer-Team für seine Leistungen eher nur belächelt.
Die Friars (benannt nach ihrem Maskottchen dem Mönch) präsentierten sich in den 1970er Jahren als Underdog und dienten den anderen Teams als wahrer Punktelieferant. Besonders die in dieser Zeit dominierenden Los Angeles Dodgers zeigten dem Nachbarn immer wieder die Grenzen auf.
Zu besonderen Ereignissen kam es im heimischen Qualcom Stadium nur, wenn Dave Winfield und Randy Jones für MVP-würdige Leistungen sorgten. Winfield beerbte den 1974 zu den Detroit Tigers wechselnden Nate Colbert als Leadoff Hitter und sorgte, bis zu seinem Wechsel zu den New York Yankees 1980, für Hall of Fame würdige Leistungen. Mit seiner Hilfe schafften es die Padres 1975 zum ersten Mal den letzten Platz in der Division zu verlassen.
Die Entwicklung und die Leistungen von Randy Jones waren umso erstaunlicher. Nach einer unterirdischen Saison im Jahr 1974 mit einer Bilanz von 8-22, drehte "der Junkman" 1975 auf und erhielt für seine 20 gewonnen Spiele und einen ERA von 2.24 den "The Sporting News NL Comeback Player of the Year" Titel. Ein Jahr später erhielt er dank einer Bilanz von 22-14 den Cy Young Award überreicht.
1978 - 1984
1978 freuten sich die Fans über einen neuen jungen Superstar. Shortstop Ozzie Smith, der mit seinen noch heute bekannten akrobatischen Aktionen für manches entschädigte. Allerdings schaffte sie es zum ersten Mal über die wichtige .500er Marke. Mit einem Rekord von 84-78 schlossen sie das Jahr positiv ab. Großen Anteil daran trug Gaylord Perry. Der Pitcher erhielt für seine 21 Siege und eine ERA von 2.73 den Cy Young Award.
Das folgende Jahr konnte man hingegen getrost in die Kategorie "bitte vergessen" einordnen. Nur Winfield überzeugte mit 118 RBIs in einer 68-93er Saison. Auch Anfang der 80er Jahre bestätigten die Padres ihr Verlierer Image. Dave Winfield hinterließ mit seinem Wechsel nach New York eine große Lücke und nur Gene Richards (61 Stolen Bases), Ozzie Smith (57) und Jerr Mumphrey (52) beeindruckten die Baseball Fans mit ihrer Geschwindigkeit.
1982 stieß der junge Tony Gwynn zu den Padres. Während der spätere "Mr. Padre" in seinen ersten beiden Jahren noch nicht auf sich aufmerksam machen konnte, katapultierte Gwynn sich und sein Team 1984 zum ersten Mal ins Baseball-Rampenlicht: Das Team erreichte mit einer 92-70er Saison die Playoffs. In einer dramatischen National League Championship Series drehte San Diego einen 1-3 Rückstand gegen die Chicago Cubs noch in ein 4-3 mit einem Steve Garvey Home Run im neunten Inning des entscheidenden Spiels. In der World Series gab es für die Padres allerdings nichts zu holen. Sie verloren in fünf Spielen gegen die Detroit Tigers.
1994 - 1998
Die folgenden zehn Saisons waren für die Padres mal wieder Lehrjahre. Während Gwynn einen Batting Title nach dem anderen einheimste (u.a. .394 im Jahr 1994), blieben die Erfolge aus. Lediglich erwähnenswert: Bruce Bochy wurde 1994 zum Manager ernannt und coachte San Diego für 12 Jahre. Einen wichtigen Schritt, um endlich wieder Erfolge zu erzielen, unternahm der neue Besitzer der Padres John Moore im gleichen Jahr. Slugger Ken Caminiti wechselte in einem Blockbuster Trade an die südkalifornische Küste.
1995 gab es für die Padres weitere Lichtblicke. Kevin Towers wurde neuer General Manager und Trevor Hoffman etablierte sich als neuer Closer der Padres. San Diego erreichte 1996 mal wieder die Playoffs. Nachdem das Team die Los Angeles Dodgers in einem spannenden Endspurt vom ersten Platz der Division verdrängt hatte, gab es in den Playoffs für Gwynn und Co. nichts mehr zu feiern: Die Cardinals siegten in der NLDS glatt in drei Spielen.
Nach einer enttäuschenden 1997 Saison, meldeten sich die Padres 1998 beeindruckend zurück: Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte erreichte das Team die World Series. Ein wirklich starkes Team mit Gwynn, Caminiti, Wally Joyner, Steve Finley, Andy Ashby und Hoffman behauptete sich mit einer beeindruckenden Saison. Über die Houston Astros und Topfavorit Atlanta Braves erreichten die Friars die World Series gegen die New York Yankees. Die Bronx Bombers machten dort kurzen Prozess und fertigten die Padres mit einem Sweep ab.
1999 - 2009
Nach der World Series Saison wollte das Management einen Umbruch. Stars wir Caminiti oder Kevin Brown wurden abgegeben und Erfolge blieben in den kommenden fünf Jahren aus. Gwynn schaffte 1999 zwar seinen 3.000 Hit, ansonsten präsentierte sich das Team ohne Perspektive. Als der Hall of Famer 2001 seine Karriere beendete, musste bei den Padres etwas passieren. Spieler wie Hoffman, Phil Nevin und Ryan Klesko konnten das Team nicht alleine in die Erfolgsspur zurückbringen.
Ein neuer Ballpark musste her. Der Petco Park wurde 2004 eingeweiht und man schloss die Saison viermal in Folge mit einer positiven Bilanz ab. Sie erreichten die Playoffs sowohl 2005 als auch 2006. Doch beide Male scheiterten sie an den St. Louis Cardinals. 2007 verpassten sie die Postseason in einem Entscheidungsspiel am Ende der regulären Saison. Hauptgrund für den Aufschwung nach der Jahrtausendwende war ein überragender Pitching Staff. Starter wie Jake Peavy oder Closer und All-Time-Saves-Leader Hoffman (591 Saves Stand Ende 2009) übertünchten so manche schwache Leistung der Offensive.
Nach dem Wechsel des Eigentümers, sowie dem Trade ihres Stars Jack Peavy befindet sich das Team 2009 mitten im Umbruch und es wird sicher noch eine Weile dauern, bis die Padres wieder vorne mitmischen können.
Namen, Ballparks, Erfolge, Awards ...
Team-Namen:
San Diego Padres seit 1969
Ballparks:
Jack Murphy Stadium 1969-2003 (1969-1981 San Diego Stadium, 1996-2003 Qualcomm Stadium)
Petco Park seit 2004
Manager:
Preston Gomez 1969-1972
Don Zimmer 1972-1973
John McNamara 1974-1977
Bob Skinner 1977
Alvin Dark 1977
Roger Craig 1978-1979
Jerry Coleman 1980
Frank Howard 1981
Dick Williams 1982-1985
Steve Boros 1986
Larry Bowa 1987-1988
Jack McKeon 1988-1990
Greg Riddoch 1990-1992
Jim Riggleman 1992-1994
Bruce Bochy 1995-2006
Bud Black seit 2007
Erfolge:
World Series Gewinner:
National League Champion: 1984, 1998
Division Champion: 1984, 1996, 1998, 2005, 2006
Hall of Famer:
Tony Gwynn RF, Dave Winfield RF
Retired Numbers:
6 Steve Garvey 1B
19 Tony Gwynn OF
31 Dave Winfield OF
35 Randy Jones LHP
42 Jackie Robinson
Awards:
MVP:
1996 Ken Caminiti 3B
Cy Young:
1976 Randy Jones LHP
1978 Gaylord Perry RHP
1989 Mark Davis LHP
2007 Jake Peavy RHP
Rookie of the Year:
1976 Bruce Metzger RHP
1987 Benito Santiago C
Manager of the Year:
1996 Bruce Bochy
