New York Mets
New York Mets
1969 - 1973
Die Mets wurden 1962 gegründet. Der Name wurde von einem ehemaligen New Yorker Baseballteam abgeleitet, den Metropolitans, welche Ende des 19. Jahrhunderts in der American Association spielten. Nachdem 1957 die Brooklyn Dodgers und die New York Giants die Stadt in Richtung Kalifornien verlassen hatten, wollte die Stadt ein neues Team neben den Yankees. Als Gründer des neuen Clubs brachte William Shea die Mets in die National League. In Anlehnung an die beiden ehemaligen Teams, wurden blau (Dodgers) und orange (Giants) als Teamfarben gewählt, gleichzeitig auch die Farben der Stadt New York.
Unter dem ehemaligen Yankees Manager Casey Stengel gingen die Mets in ihre erste Saison, in der am Ende eine miserable Bilanz von 40 Siegen bei 120 Niederlagen zu Buche stand. Nach zwei Jahren im alten Polo Grounds bezogen sie 1964 das Shea Stadium in Queens, New York.
In den ersten Jahren "erarbeitete" sich der Club das Prädikat "Lovable Losers". Trotz sich nicht einstellender Erfolge waren die Mets bei den Fans beliebt. Das Team bestand aus Altstars, die ihre Karriere nur noch ausklingen ließen. Ende der 1960er Jahre setzte beim Management ein Umdenken ein und man versuchte junge Talente in das Team einzubauen. Darunter auch ein gewisser Tom Seaver, der als bisher einziger Met in der Hall of Fame zu finden ist.
Die Mets konnten 1969 die neu gegründete NL East Division mit 100 Siegen für sich entscheiden. Nie zuvor hatten sie mehr als 73 Spiele gewinnen können. Aus dem Grund sprach man auch von den "Miracle" oder "Amazin'" Mets. In der League Championship Series machten sie mit den Atlanta Braves in drei Spielen kurzen Prozess. In der World Series bezwangen sie den Favoriten aus Baltimore in fünf Spielen. Cy Young Award Gewinner Seaver (25-7, ERA 2.21) führte eine Rotation, in der auch die vier anderen Starter mit einem ERA von unter 3.48 glänzen konnten.
Nach drei eher durchschnittlichen Jahren gewannen die Mets 1973 mit einer mittelmäßigen Bilanz von 82-79 erneut die NL East Division. In der NLCS bezwang das Team von Manager Yogi Berra die Cincinnati Reds in fünf Spielen. In der World Series warteten die Oakland Athletics um Catfish Hunter und Reggie Jackson. Die A's siegten nach einer spannenden Serie in sieben Spielen.
1975 - 1986
Nach dem Tod der Besitzerin Joan Payson im Jahr 1975 übernahm ihr Mann das Team und M. Sonald Grant wurde der neue General Manager. Unter seiner Führung kam es 1977 zu dem sogenannten "Midnight Massacre", bei dem Grant nach Vertragsstreitigkeiten mit den Starspielern Tom Seaver und Dave Kingman diese zu anderen Teams schickte. Der Verlust der Stars und die erneut einsetzende Erfolglosigkeit des Teams sorge dafür das immer weniger Fans ihren Weg ins Shea Stadium fanden.
Nachdem Grant 1978 gefeuert wurde, kam es Anfang der 1980er Jahre zum Umbruch. Das Team wurde an Doubleday Publishing Group verkauft und Frank Cashen wurde der neue GM. Unter seiner Führung wurde eine neue Mannschaft geformt, aus der Darryl Strawberry und Dwight Gooden herausstachen. 1986 trugen die Bemühungen von Cashen Früchte. Manager Davey Johnson führte die sogenannten "Bad Guys" zum klaren Erfolg (108-54) in der NL East Division. Nach einem über 16 Innings ausgetragenen entscheidenden sechsten Spiel der League Championship Series gegen die Houston Astros, erreichten sie zum dritten Mal die World Series. Dort trafen sie auf die Boston Red Sox, die sie in ähnlicher dramatischer Weise in sieben Spielen in die Knie zwingen konnten.
Allerdings war die Erfolgsphase nur von kurzer Dauer. Man konnte zwar 1988 noch einmal mit 100 Siegen die NL East Division gewinnen, aber in der ersten Playoffrunde war in sieben Spielen gegen die Los Angeles Dodgers Schluss. Schon 1986 war es zu Drogenexzessen gekommen, was sich im Laufe der Jahre immer verschlimmerte. Dazu kamen noch andere Skandale. Vor allem die beiden Superstars und Stützen des Teams Strawberry und Gooden konnten mit dem Erfolg in ihrer Jugend nicht umgehen. Bis 1990 war man noch konkurrenzfähig. Danach ging es stetig bergab. Der Tiefpunkt wurde 1993 mit 103 Niederlagen erreicht. Die für teures Geld gekauften Veteranen sorgten zumeist nur durch Skandale und Verletzungen für Schlagzeilen.
1996 - 2009
1996 wurde Bobby Valentine als Manager verpflichtet und man baute die Mannschaft um. Das Gerüst bildeten Mike Piazza, Robin Ventura, Roger Cedeno und Al Leiter. Über die Wild Card erreichte man 1999 zum ersten Mal seit 1988 wieder die Playoffs. Nach dem sie in der NLDS die Arizona Diamondbacks in vier Spielen bezwingen konnten, war eine Runde später gegen die Atlanta Braves nach dem sechsten Spiel Schluss.
Ein Jahr später, pünktlich zur Jahrtausendwende, machten sie es besser. Nach einem 3-1 gegen die San Francisco Giants und einem 4-1 gegen die St. Louis Cardinals erreichten sie die World Series. In der ersten New Yorker Subway Series seit 1956 mussten sie sich dem Stadtrivalen aus der Bronx in fünf Spielen geschlagen geben.
Wer aber nun gedacht hatte, das sie sich an der Spitze halten würde, sah sich getäuscht. Das Team rutschte in die Niederungen der National League ab und belegte 2002 und 2003 gar den letzten Platz in der Division. Ein erneuter Umbruch musste her. Talente aus dem eigenen Minor League System, wie Jose Reyes und David Wright, wurden genügend Zeit gegeben sich auf die Major League einzustellen. Zudem ergänzte der neue GM Omar Minaya die Mannschaft mit Superstars vom Free Agent Markt. Ihm gelang es Pedro Martinez und Carlos Beltran zusammen mit Neu-Manager Willie Randolph 2005 nach Flushing Meadows zu locken. 2006 kamen Carlos Delgado und Paul Lo Duca dazu. Sie beendeten die Serie der Atlanta Braves und sicherten sich den Titel in der NL East (97-65). Nachdem sie die Los Angeles Dodgers in der NLDS glatt mit drei Spielen eliminieren konnten, unterlagen sie in der NLCS den St. Louis Cardinals mit 3-4.
Die Saison 2007 begann ähnlich erfolgreich wie 2006. Zwar konnten die Stars nicht an ihre normalen Leistungen anknüpfen, aber man gewann. Im Gefühl des sicheren Sieges verloren sie elf der letzten 17 Spiele und wurden am letzten Spieltag noch von den Philadelphia Phillies von Rang eins verdrängt.
Die Mets zogen 2009 in das neu erbaute Citi Field ein.
Sportlich stecken sie derzeit jedoch in einer tiefen Krise, denn trotz der höchsten Payroll der NL verpassten sie die Playoffs zuletzt deutlich. Nun muss GM Minaya praktisch ein neues Team auf die Beine stellen, denn er hat zu viele alte und verletzungsanfällige Spieler im Kader.
Namen, Ballparks, Erfolge, Awards ...
Team-Namen:
New York Mets seit 1962
Ballparks:
Polo Grounds 1962-1963
Shea Stadium 1964-2008
Citi Field seit 2009
Manager:
Casey Stengel 1962-1967
Wes Westrum 1965-1967
Salty Parker 1967
Gil Hodges 1968-1971
Yogi Berra 1972-1975
Roy McMillan 1975
Joe Fraizer 1976-1977
Joe Torre 1977-1981
George Bamberger 1982-1983
Frank Howard 1983
Davey Johnson 1984-1990
Buddy Harrelson 1990-1991
Mike Cubbage 1991
Jeff Torborg 1992-1993
Dallas Green 1993-1996
Bobby Valentine 1996-2002
Art Howe 2003-2004
Willie Randolph seit 2005-2008
Jerry Manuel seit 2008
Erfolge:
World Series Gewinner: 1969, 1986
National League Champion: 1969, 1973, 1986, 2000
Division Champion: 1969, 1973, 1986, 1988, 2006
Hall of Famer:
Tom Seaver P
Retired Numbers:
14 Gil Hodges1B, MGR
37 Casey Stengel MGR
41 Tom Seaver RHP
42 Jackie Robinson
Awards:
MVP:
Cy Young:
1969 Tom Seaver RHP
1973 Tom Seaver RHP
1975 Tom Seaver RHP
1985 Dwight Gooden RHP
Rookie of the Year:
1967 Tom Seaver RHP
1972 Jon Mattlack LHP
1983 Darryl Strawberry RF
1984 Dwight Gooden RHP
Manager of the Year:

