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Milwaukee Brewers

 
Autor: Philipp Würfel Montag, 28. Januar 2008
 

Milwaukee Brewers

1969 - 1976

Bereits mit dem Start der American League gab es eine Franchise mit dem Namen Milwaukee Brewers, diese hatte aber nichts mit der heutigen zu tun und verblieb nur ein Jahr in Milwaukee, bevor sie nach St. Louis umzog. 1953 kamen die Boston Braves nach Milwaukee, blieben dort aber nur 13 Jahre, ehe sie nach Atlanta weiterzogen. Es gab noch mehrere andere Versuche von Teams nach Wisconsin umzuziehen, die aber nicht genehmigt wurden. Anfang der 1970er Jahre erhielten sie schließlich ihr Major League Team.

1969 wurde zwei neue Teams in die American League aufgenommen. Die Kansas City Royals und die Seattle Pilots. Doch nach diversen Problem in Seattle zog die Franchise nur ein Jahr später nach Milwaukee um und erhielt den Namen Brewers. Dieser Name geht auf die Bierindustrie in und um die Stadt zurück, die sich durch deutsche Einwanderer dort angesiedelt hatte.

Das erste Spiel im Milwaukee County Stadium endete mit einem 0:12 gegen die California Angels. Die ersten beiden Jahre schlossen sie mit Bilanzen von 65-97 und 69-92 ab. 1972 wurden die Brewers von der American League West in die American League East transferiert, da mit den Washington Senators ein weiteres Team Einzug in die American League hielt. Doch auch im Osten wurde es nicht besser. Jim Coldborn schaffte 20 Siege 1973 und Hank Aaron stieß 1975 zur Mannschaft. Doch beide schafften es nicht das Team nach vorn zu bringen.

1977 - 1982

Erst nachdem Aaron seine Karriere mit 755 Homeruns im Jersey der Brewers 1976 beendete, kam es zum Aufschwung. 1978 fuhren sie zum ersten Mal mehr Siege als Niederlagen ein und beendeten die Saison mit einer Bilanz von 93-69. Ein Jahr später legten sie noch zwei Siege drauf. Für die Playoffs reichte es aber nicht. 1980 begeisterten die Brewers mit offensiven Club-Rekord-Leistungen. Sie schlugen 203 Home Runs, erzielten 774 Runs bei einer Slugging Percentage von .448.

Im Jahr darauf verstärkte man den Bullpen mit Rollie Fingers, der mit MVP- und Cy Young Award würdigen Leistungen die Brewers zum ersten Mal in die Postseason führte. Dort unterlagen sie in fünf Spielen den New York Yankees.

Nach einem mäßigen 23-24 Start in die 1982er Saison konnten die Brewers 72 Siege aus den verbleibenden 115 Partien einfahren. Sie bezwangen die California Angels in der ALCS mit 3-2 und zogen zum ersten und letzten Mal in die World Series ein. Dort unterlagen sie nach einer spannenden Serie in sieben Spielen gegen die St. Louis Cardinals.

1987 - 2009

Danach versanken sie wieder im Niemandsland der Liga. Seit dem erreichten sie die .500 Marke nur noch sieben Mal. Mindestens 90 Siege erreichten sie gar nur 1987 und 1992. Auch individuell war außer dem einzigen No-Hitter der Clubgeschichte durch Juan Nieves 1987 und der guten Saison von Richie Sexson 2003 (45 Home Runs, 124 RBI) nichts aufregendes zu vermelden.

Dennoch machten die Brewers Schlagzeilen. Besitzer Bud Selig wurde zum Commissioner der MLB genannt und musste das Amt bei seinem Team niederlegen. Er ließ die Teamanzahl auf 32 erhöhen, führte sechs Divisionen, sowie die Wild Card und Interleague-Spiele während der regulären Saison ein. Seine Team aus Milwaukee stand dabei mehrmals im Mittelpunkt. So wechselten sie 1998 aus der American League in die National League. Zuvor waren sie 1997 das erste AL Team gewesen, das ein reguläres Saisonspiel bei einem National League Team austrug.

Zuletzt gelang es ihnen eine Mannschaft mit jungen talentierten Spielern wie Prince Fielder und Ryan Braun aufbauen, die auf Jahre konkurrenzfähig sein kann. Braun (.324, 34 Home Runs, 97 RBI in nur 113 Spielen) wurde für seine Debütsaison 2007 mit dem Rookie of the Year Award geehrt  Fielder schloss die Saison auf Platz drei im MVP-Voting ab. Er schlug 50 Home Runs und kam auf 119 Spiele.

Für den Small-Market-Club aus Milwaukee war die Saison 2008 ein Highlight, denn zum ersten Mal seit 1982 erreichten die Brewers die Playoffs. Dazu wurde im Sommer Pitching-Ace CC Sabathia im Tausch für das Top-Talent Matt LaPorta verpflichtet. Sabathia sicherte durch grandiose Leistungen den Wild-Card-Platz, in der NLCS verlor das Team dann aber 1-3 gegen den späteren World Series Champion aus Philadelphia.

Namen, Ballparks, Erfolge, Awards ...

Team-Namen:
Seattle Pilots 1969
Milwaukee Brewers seit 1970

Ballparks:
Sicks' Stadium 1969
Milwaukee County Stadium 1970-00
Miller Park 2001-Present

Manager:
Joe Schultz 1969
Dave Bristol 1970-1972
Roy McMillan 1972
Del Crandall 1972-1975
Harvey Kuenn 1975
Alex Grammas 1976-1977
George Bamberger 1978-1980
Buck Rodgers 1980-1982
Harvey Kuenn 1982-1983
René Lacheman 1984
George Bamberger 1985-1986
Tom Treblehorn 1986-1991
Phil Garner 1992-1999
Jim Lefebvre 1999
Davey Lopes 2000-2002
Jerry Royster 2002
Ned Yost 2003-2008
Dale Sveum 2008
Ken Macha seit 2008

Erfolge:
World Series Gewinner:
American League Champion: 1982
Division Champion: 1981 (zweite Saisonhälfte), 1982

Hall of Famer:
Paul Molitor DH, Robin Yount SS

Retired Numbers:
4 Paul Molitor IF-DH
19 Robin Yount SS-OF
34 Rolie Fingers RHRP
42 Jackie Robinson
44 Hank Aaron DH

Awards:
MVP:

1981 Rolie Fingers RHRP
1982 Robin Yount SS
1989 Robin Yount OF

Cy Young:
1981 Rollie Fingers RHRP
1982 Pete Vuckovich RHP

Rookie of the Year:
1992 Pat Listach SS
2007 Ryan Braun 3B

Manager of the Year:

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