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30 Tage - 30 Previews: Tampa Bay Rays
Die Tampa Bay Rays werden in dieser Spielzeit vornehmlich eine Frage beantworten müssen: Wird die Mannschaft ihre sensationelle Spielzeit aus der Vorsaison wiederholen? Viele Klubs sind im Jahr nach einem großen Erfolg an ihrer eigenen Messlatte gescheitert. Die Rays werden alles unternehmen, um einen Platz in dieser Ehrengallerie zu vermeiden - erfolglos, wie unsere heutige Vorschau zeigt.
Rückblick auf 2008
Vor einem Jahr prophezeite Christopher Reina auf realgmbaseball.com: „Die Rays werden eines der aufregendsten Teams sein, leider aber das Schicksal der Blue Jays erleiden – sie werden nämlich im August oder September eine Schwächeperiode erleiden und daher nur knapp hinter den Red Sox und den Yankees einlaufen.“ Das Ende der Geschichte ist bekannt.
Dass die Rays zum ersten Mal überhaupt die Hauptrunde mit einem Plus an Siegen abschlossen und erst in der World Series von den Philadelphia Phillies gestoppt wurden, war den ausgewogenen Mannschaftsteilen geschuldet. Auf dem Wurfhügel stritten sich Matt Garza, James Shields und Scott Kazmir um den Titel des aussichtsreichsten Pitchers für die nächsten 20 Jahre (Ausgang offen). In der Offensive glänzte Jungstar Evan Longoria früher als erwartet, stets wissend, dass ihn verlässliche Nebenmänner wie Carl Crawford, B.J. Upton und Carlos Pena beschützen. In der Defensive war an Infieldern Akinori Iwamura und Jason Bartlett kaum ein Vorbeikommen. Im Bullpen übertraf jedes Mitglied so ein bisschen seine eigenen Erwartungen, so dass der Bullpen als Ganzes unheimlich erstarkte. Und dann war da ja auch immer ein neuer Spieler mit wenig Rampenlicht-Bräune im Gesicht, der in entscheidenden Situationen zu großer Form auflief.
Transfers
Zugänge
Pat Burrell (Free Agent, PHI)
Joe Nelson (Free Agent, FML)
Gabe Kapler (Free Agent, MIL)
Matt Joyce (Trade, DET)
Brian Shouse (Free Agent, MIL)
Lance Cormier (Free Agent, BAL)
Den größten Transfercoup landete Tampa mit Veteran Pat Burrell, der in Tampa vor allem eines tun soll: möglichst viele Bälle weit und hoch ins Feld zu schlagen. Ansonsten waren die Rays darauf bedacht, viele kleine Puzzleteile in verschiedenen Mannschaftsteilen zu ersetzen. Vor allem der Bullpen bekam Zuwachs, weil Manager Joe Maddon es bevorzugt, die Last auf mehrere Reliever zu verteilen. Joe Nelson wird einer von ihnen sein (2.00 ERA in 55 Abschnitten für Florida), Brian Shouse und Lance Cormier sind weitere Kandidaten. Letztere bringen zudem viel Erfahrung mit, zu der Derek Rodriguez ein jugendliches Gegengewicht bilden könnte. Gabe Kapler fungiert als vielseitiger, routinierter Ersatzmann im Outfield, diese Rolle füllte er in Milwaukee zuletzt glänzend aus. Mit Matt Joyce verpflichtete Tampa einen Outfielder mit glänzenden Aussichten, allerdings erst für die Zukunft.
Abgänge
Rocco Baldelli (Free Agent, BOS)
Trever Miller (Free Agent, STL)
Jonny Gomes (Free Agent, CIN)
Edwin Jackson (Trade, DET)
Cliff Floyd (Free Agent, SD)
Manche Puzzleteile haben die Rays hinzugefügt, manche haben sie verloren. Der größte Verlust für die Fans ist sicherlich Rocco Baldelli. Ob Baldelli mit seinem komplizierten Schwächesyndrom (Mitochondriopathie) den Rays aber überhaupt weitergeholfen hätte, wird Baldelli im Trikot der Red Sox zeigen. Weitaus schmerzhafter ist daher der Verlust von Trever Miller, einem wichtigen Baustein in Maddons altem Bullpen. Den jungen Edwin Jackson tauschte Tampa mit den Tigers gegen den jungen Matt Joyce (siehe Zugänge). Wer damit das bessere Geschäft getätigt hat, bleibt abzuwarten. Sicher ist nur, dass Jacksons Formkurve zuletzt arg gestiegen war. Mit Cliff Floyd und Jonny Gomes sind zwei weitere Steine aus dem Mosaik der alten Mannschaft herausgebrochen.
Starting Lineup
2B Akinori Iwamura
CF B.J. Upton
3B Evan Longoria
1B Carlos Pena
DH Pat Burrell
LF Carl Crawford
C Dioner Navarro
RF Gabe Gross
SS Jason Bartlett
Die Startformation der Rays gehört zu den stärksten der starken AL-East-Division. Das dürfen die übrigen Mannschaften der Liga auch ruhig als Warnung verstehen. Die Elemente: Geschwindigkeit und Kraft. Die Einsatzkräfte: Evan Longoria, der vor einer großen Karriere in der MLB steht, Pat Burell, der den Rays dringend benötigte Schlagkraft von der rechten Seite der Home Plate verschafft, Carlos Pena und B.J. Upton, die sich nach Verletzungspausen schlagkräftig zurückmelden werden und Carl Crawford, der Kraft und Schnelligkeit wunderbar miteinander vereinbart.
Bank
OF Gabe Kapler
C Shawn Riggans
1B Willy Aybar
OF Matt Joyce
OF Ben Zobrist
Groß ist derzeit das Gedränge im Outfield der Rays. Fünf Spieler streiten sich um drei Positionen. B.J. Upton wird sich wohl um das Centerfield kümmern, Carl Crawford wacht rechts von ihm und Gabe Gross beackert das Leftfield. Rechnet man Gabe Kapler und Pat Burrell noch mit ein, bleiben für Matt Joyce und Ben Zobrist zunächst wohl nur Gelegenheitseinsätze übrig. Fernando Perez (siehe Talente) und Justin Ruggiano müssen sogar in die Minors ausweichen. Allerdings steht dieses Szenario noch auf wackligen Füßen, da Upton den Saisonbeginn wohl im Lazarett verbringen und daher Bewegung in das Outfield-Gefüge bringen wird.
Starting Rotation
Scott Kazmir
James Shields
Matt Garza
Andy Sonnanstine
Jeff Niemann
Jason Hammel
Eines ist sicher: David Price wird in dieser Spielzeit für die Tampa Bay Rays pitchen. Offen ist, wann dies der Fall sein wird und ob Price seine Ersatzleute Jeff Niemann und Jason Hammel verdrängen wird. Letzteres dürfte Price nicht allzu schwer fallen. Niemann und Hammel bekommen eigentlich nur jeweils eine halbe Stelle in der Rotation, weil für sie in den Farmteams der Rays kein Platz mehr ist. Das bedeutet aber gleichzeitig, dass Tampa am Rockzipfel der Rotation nun verwundbar ist. Die Speerspitze befindet sich nach wie vor in hervorragender Verfassung, Scott Kazmir, James Shields und Matt Garza haben ihre beste Zeit beinahe noch vor sich. Bleibt abzuwarten, ob die jungen Drei wieder geschlossen eine nahezu fehlerhafte Saison absolvieren werden und ob Andy Sonnanstine auf seine erste volle, gelungene Spielzeit eine zweite folgen lässt.
Bullpen
CP Troy Percival
SU Dan Wheeler
SU J.P. Howell
SU Jason Isringhausen
RP Chad Bradford
RP Grant Balfour
RP Joe Nelson
RP Brian Shouse
Manager Joe Maddon setzt auch 2009 wieder auf Vielseitigkeit. Neben J.P. Howell, Dan Wheeler und Jason Isringhausen könnten auch Grant Balfour und Chad Bradford die Vorarbeit für Closer Troy Percival leisten. Hinter den zwei Letztgenannten stehen jedoch drei Fragezeichen. Erstens: Bradford sitzt während der ersten zwei Saisonmonate eine Ellenbogenverletzung ab und wird dem Bullpen mit seinem Seitarmwurf fehlen. Zweitens: Troy Percival wird im August 40 Jahre alt – er muss beweisen, dass er zu diesem Zeitpunkt seiner Karriere noch Spiele konstant und auf hohem Niveau für sein Team nach Hause schaukeln kann. Und drittens decken diese zwei Fragezeichen ein drittes Fragezeichen auf. Denn zwei Fragezeichen sind eigentlich zu viel in einem Bullpen, der allein durch die solide Leistung aller Mitglieder brilliert.
Talente
Die Rays waren lange Zeit eigentlich gar nicht darauf angewiesen, allzu viele Pitching-Talente von der Pike auf auszubilden. Als chronisches Kellerkind staubten sie genügend Talente in Tauschgeschäften mit größeren Mannschaften ab. Mit James Shields und David Price bewiesen die Rays, dass sie auch anders können. Eigengewächs Shields hat sich schon vor zwei Jahren bei den Rays etabliert, Price könnte in diesem Jahr in seine Fußstapfen treten. Der 23-jährige Price ist ein Pitcher, den jede Organisation wohl zum Hauptbestandteil ihrer Mannschaft befördern würde. Außerdem haben die Rays noch zwei weitere Feldspieler in der Hinterhand. Fernando Perez passt mit seiner Schnelligkeit und Schlagkraft wunderbar in die Startaufstellung der Rays, wird aber zunächst Spielpraxis beim AAA-Klub Durham erhalten. Dort wird auch Reid Brignac, ein hoffnungsvoller Shortstop, die Saison beginnen. Sollte sich ein Stammspieler im Infield der Rays verletzen, könnte Brignac aber schnell befördert werden.
Ausblick auf 2009
„Wir werden in den Bereichen, in denen wir 2008 geglänzt haben, noch besser werden“, warnte Manager Joe Maddon die Konkurrenz in der Vorbereitung. Die Konkurrenz hat noch nicht geantwortet, doch das brauchen sie nicht. Sie alle haben die Rays auf ihrer Abschussliste ganz oben stehen, sie alle werden sich gegen den MLB-Vizemeister zerreißen. Das war im vergangenen Jahr noch nicht der Fall. Denn obwohl Experten wie Christopher Reina den Rays eine hervorragende Saison vorhersagten (siehe Rückblick auf 2008), rechnete niemand wirklich mit einer derartigen Leistungsexplosion – selbst dann nicht, als die Rays zum Endspurt in der Meisterschaftsrunde ansetzten. 2009 wird die Konkurrenz nicht auf einen Einbruch im Herbst warten, sondern die Rays von der ersten Minute bekämpfen. Die gestiegene Aufmerksamkeit, die höheren Erwartungen, gepaart mit der Erkenntnis, dass sich eine perfekte Spielzeit mit einer perfekt abgestimmten Mannschaft nur selten wiederholt, lässt nur einen Schluss zu: Mehr als 90 Siege und ein Wild-Card-Platz sind für Tampa Bay in dieser Saison nicht drin.
sein...
Ich kann ehrlich nicht verstehen, dass niemand die Rays als legitimen Favoriten der Division sieht -
oder zumindest als gleichauf mit Boston und NY.
Die vergangene Spielzeit war mit Ausnahme des Bullpens alles andere als perfekt. Der Erfolg war
natürlich riesig und einige Siege kamen spät, aber die individuellen Leistungen waren nicht
annähernd perfekt. Außerdem kam die Steigerung - wie Johannes auch sagt - nicht aus dem nichts,
sondern wurde von vielen vorhergesagt, wenn auch nicht in diesem Ausmaß. Die Rays haben in ihren
Reihen einfach so viel Talent wie kein anderes Team in d...
es gibt einen Grund, weshalb die Rays immer mit Vorbehalt zu den anderen beiden gezählt werden:
Nimm das Jahr 2007 mal weg und du hast ein Team, das immer schon sehr talentiert war, aber selten
gewonnen hat.
Nun ein genauerer Blick auf 2007:
Die Rays hatten, wenn ich mich richtig erinnere, eine sehr gute Bilanz in engen Spielen. Vergleicht
man die Differenz zwischen den erzielten und zugelassenen Punkten, so waren sie dort gerade mal 2/3
so gut wie die hinter ihnen platzierten Redsox.
Die Rays hatten glaube ich sowohl gegen die Redsox als auch die Yankees eine positive Bilanz:
Dieses Jahr sehe ich die Yankees verstärkt, wenn auch nicht so viel stär...
Kein Spieler der Rays hatte letzte Saison ein Karriere-Jahr. Eigentlich sind die Rays sogar besser
geworden als im Vergleich zur letzten Saison.
Ich denke, dass die Rays insgesamt den besten Kader der AL East von der Papierform her haben
sollten.
95 Siege ---> Platz 1
End Of Story
(übrigens am Freitag auf The Rays Party veröffentlicht) die Red Sox ganz leicht vor den Rays /
Yankees, welche eher gleich auf sind! Bin schon sehr gespannt auf die neue Saison!
Und zum Rays Beitrag: Der war wirklich ziemlich gut! Kompliment!
Kleiner Fehler: Derek Rodriguez wurde schon wieder abgegeben.
Bei Burrell muss man erstmal abwarten, wie er sich dauerhaft gegen das AL East Pitchting behaupten
wird und Pena was ja letzte Saison auf dem leicht absteigenden Ast.
@Bijan: Den Bullpen gestehe ich den Red Sox als klaren Vorteil zu, auch wenn das noch nicht
heißen muss, dass der der Rays schlecht sein wird.
Und für mich vielleicht das wichtigste pro-Rays-Argument: DEFENSE. Es gibt nur wenige brauchbare
Defense-Statistiken, am aller wenigsten Errors und Fielding Pct. Die beste ist derzeit wohl UZR
(ultimate zone rating): Hier wird ausgedrückt wie viele Runs ein Spieler durch Errors (oder keine),
gute oder schechte Würfe und seine Range(!) gegenüber dem Durchschnitt verhindert oder verschuldet
hat.
Hier waren die Rays und die Phillies (bezeichnender...
Rays sind bzw. waren ein One-Year-Wonder und dürfen in dieser Saison froh sein, wenn sie letztlich
eine positive Bilanz aufweisen. Realistisch ist ein Kampf mit den Blue Jays um Divisionsrang drei.
Sie werden mE nie ernsthaft um einen Play-off-Platz mitspielen können.
Die Gründe liegen für mich auf der Hand: Tampa spielt in der stärksten Division, steht in diesem
Jahr erstmals vor einer Saison unter Druck und wird nicht mehr so viele knappe Dusel-Siege einfahren
wie 2008. Dazu hat die Vergangenheit gezeigt, dass Überraschungsteams idR im Folgejahr wieder
abstürzen. Siehe Colorado und Detroit in den...
knappe Siege im Vojahr, aber eben ohne dass einer ihrer Spieler für seine Verhältnisse ein besonders
gutes Jahr hatte.
Das war z.B. bei den Rockies 2007 ganz anders...da waren Holliday, Tulowitzki, Atkins, Hawpe, Matsui
allesamt an der oberen Leistungsgrenze. Außerdem waren die Rockies nur zum richtigen Zeitpunkt
"heiß", die Rays waren aber mit nur kurzen Unterbrechungen von Anfang bis Ende Spitze und
haben sich jedesmal wieder gefangen, wenn die Leute mal wieder gesagt haben "jetzt brechen sie
ein".
Ich lasse mich natürlich auch gerne an meinen Worten messen.
Ic...
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Dann mal gute Nacht Mets, sollten die es wirklich so doll treiben. Aber selbst die werden kein Ge...
(09-02-2012 18:28)Nico
Solche "Bad contract swaps" a la Milton Bradley gegen Carlos Silva gibt's normalerweise n...
(09-02-2012 16:24)Rene
Es branden immer mal wieder Spekulationen auf, wonach die METS Jason Bay für Burnett traden könnt...
(09-02-2012 15:54)USSFSteeler
Ich glaub so einfach geht das gar nicht
(09-02-2012 09:09)Basti
wegen mir kann er nach japan
(09-02-2012 08:59)wordass