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30 Tage - 30 Previews: Cleveland Indians
Heute widmen wir uns in der Serie “30 Tage – 30 Previews” den Cleveland Indians. Groß war die Enttäuschung im vergangenen Jahr, als man als einer der Titelfavoriten gestartet war, nur um sich schon zur Mitte der Saison abgeschlagen im Keller der Central Division wiederzufinden. Als Hauptgründe hierfür wurden in Cleveland Verletzungspech und Formkrisen ausgemacht, weshalb man sich große Hoffnungen macht, diese Saison wieder an den Erolg des Jahres 2007 anknüpfen zu können, als man gegen die Boston Red Sox nur knapp den Einzug in die World Series verpasste.
Rückblick auf 2008
Schon früh musste man in der letzten Saison erkennen, dass es schwierig werden würde, die Erwartungen zu erfüllen. Travis Hafner und Victor Martinez verpassten verletzungsbedingt weit über die Hälfte aller Spiele und waren, wenn sie denn spielten, außer Form. Hinzu kam eine desolate Saison Fausto Carmonas, der noch im Vorjahr einer der Garanten des Erfolgs gewesen war. Eine Niederlagenserie Anfang Juli beendete alle Hoffnungen und die Playoffs. Als man am 7. Juli Starpitcher CC Sabathia nach Milwaukee transferierte, lag die Mannschaft mit einer Bilanz von 37-51 und 14 Spielen Rückstand auf die Tabellenspitze auf dem letzten Platz der American League Central.
Für Optimismus dürfte sorgen, dass die Indians die Saison dennoch mit einer ausgeglichenen Bilanz beendeten, weil die Offensive nach dem All-Star-Spiel die meisten Runs aller Major League-Teams erzielen konnte. Die Höhepunkte der Saison lagen sicherlich in den herausragenden individuellen Leistungen von Center Fielder Grady Sizemore und Starting Pitcher Cliff Lee, dem auch der Cy Young-Award verliehen wurde.
Transfers
Zugänge:
RP Kerry Wood (CHC, Free Agent)
3B/2B Mark DeRosa (CHC, Trade)
SP Carl Pavano (NYY, Free Agent)
RP Joe Smith (NYM, Trade)
Abgänge:
OF Franklin Gutierrez (SEA, Trade)
RP Tom Mastny (Yokohama, Japan, Ablöse)
RP Juan Rincon (DET, Free Agent)
C Sal Fasano (COL, Free Agent)
Kerry Wood und Joe Smith sind die dringend nötige Verstärkung für den Bullpen, der vergangene Saison einer der Gründe für den Misserfolg der Indians war. An der dritten Base sollte Mark DeRosa den an der Trade-Deadline zu den Dodgers transferierten Casey Blake ersetzten können und Carl Pavano bietet eine weitere Option für die diesjährige Starting Rotation. Einziger Nennenswerter Abgang war Franklin Gutierrez, der aufgrund der Fülle an talentierten jungen Outfieldern entbehrlich war.
Starting Lineup
CF Grady Sizemore
3B Mark DeRosa
DH Travis Hafner
1B Victor Martinez
SS Jhonny Peralta
RF Shin-Soo Choo
LF Ben Francisco
C Kelly Shoppach
2B Asdrubal Cabrera
Hier sind noch einige Umstellungen möglich. Sollte einer der beiden jungen Corner Outfielder ein Formtief haben, wäre Dave Dellucci die Alternative. Denkbar wäre auch ein Verbleib Victor Martinez' auf der Catcher-Position und Ryan Garko auf First Base, ebenso wie Martinez als DH, sollte Travis Hafner nicht zu alter Form zurückfinden. Insgesamt sollten die Verpflichtung von DeRosa und die Rückkehr von Hafner und Martinez die Offensive in der Spitze wie in der Breite noch stärker machen.
Bank
IF Ryan Garko
IF Josh Barfield
IF Jamey Carroll
IF Andy Marte
OF Dave Dellucci
OF LaPorta
Ein bis zwei dieser Kandidaten werden zu Saisonbeginn sicherlich nicht im Kader der Indians stehen. Ryan Garko und Dave Dellucci werden aus den oben genannten Gründen aber bestimmt nicht zu den Streichkandidaten zählen. Gut vorstellbar wäre, dass Andy Marte nochmal in die Minor Leagues muss. Aber auch das hochgehandelte Talent Matt LaPorta, der wichtigste Baustein im Sabathia-Transfer des Vorjahres, wird aufgrund der komfortablen Outfield-Situation aller Voraussicht nach noch ein wenig Spielpraxis im Farmsystem der Indians erhalten.
Starting Rotation
Cliff Lee
Fausto Carmona
Carl Pavano
Anthony Reyes
Aaron Laffey
Cliff Lee ist das unbestrittene Ass der Rotation, auch wenn man von ihm sicherlich keine Wiederholung der Leistung des Vorjahres erwarten sollte. Doch bereits an der zweiten Position besteht Grund zu Skepsis. Noch mehr Sorgen als ein ERA von 5.44 macht bei Fausto Carmona die Tatsache, dass er 2008 mehr Walks als Strikeouts verzeichnete. Doch in Cleveland hofft man, dass er seine Form des Jahres 2007 wiederfinden kann. Carl Pavano ist der Prototyp des dauerverletzten Pitchers. Sollte er aber gesund bleiben, könnte er der Rolle des dritten Starters durchaus gerecht werden. Anthony Reyes scheiterte in St. Louis trotz allen Talents, doch die letztjährigen Auftritte in Cleveland waren überzeugend und könnten ein Hinweis darauf sein, dass Reyes einfach einen Neuanfang ohne Cardinals-Pitching Coach Dave Duncan brauchte. Der fünfte Platz in der Rotation scheint momentan Aaron Laffey zu gehören, doch mit Jeremy Sowers, Zack Johnson, Scott Lewis und David Huff kommen insgesamt fünf Linkshänder für den letzten Platz in der Rotation in Frage. Mit dem verletzten Jake Westbrook ist diese Saison wohl nicht mehr zu rechnen.
Bullpen
CL Kerry Wood
SU Jensen Lewis
SU Rafael Perez
RP Rafael Betancourt
RP Masahide Kobayashi
RP Joe Smith
RP Adam Miller
Wie bereits erwähnt waren die Verpflichtungen von Kerry Wood und Joe Smith bitter nötig, denn nur der Bullpen der Texas Rangers hatte 2008 einen höheren ERA als der der Cleveland Indians. Besonders auf der Closer-Position konnten weder der später entlassene Joe Borowski, noch Rafael Betancourt und Masa Kobayashi überzeugen. Sollte Wood erneut von Verletzungen verschont bleiben, sollte man sich hier deutlich verbessert haben, auch wenn es zum Problem werden könnte, dass es mit Rafael Perez nur einen Linkshänder in Clevelands Bullpen gibt.
Talente
Allen voran ist hier sicherlich Matt LaPorta zu nennen. Der 24-Jährige, der im Vorjahr im Sabathia-Transfer von den Milwaukee Brewers verpflichtet werden konnte, wird diese Saison mit Sicherheit erste Erfahrungen in der Major League sammeln dürfen, auch wenn er zu Beginn vielleicht nochmal in die Minors muss. Anfangs wird er wohl als Outfielder eingesetzt werden, langfristig plant man mit ihm aufgrund seiner Defensivschwäche und der Unklarheit über Travis Hafners Zukunft aber wohl als DH. In geringerem Maße könnte auch der ebenfalls im Tausch für Sabathia erworbene Michael Brantley eine Option im Outfield sein.
Andere vielversprechende Talente sind David Huff, der auf Anhieb in den Minors überzeugen konnte und deshalb bereits jetzt zum Kandidatenkreis für die Starting Rotation zählt, sowie Luis Valbuena, eine Neuverpflichtung aus Seattle, dem man ebenfalls zutraut, dass er noch vor Ende der Saison als Infield-Alternative im Kader der Indians stehen wird.
Ausblick auf 2009
Die Cleveland Indians werden 2009 wohl zwischen den Teams der vergangenen beiden Jahre ansiedeln. Von der World Series sollte man wohl nicht sprechen, doch die Playoffs scheinen in der schwachen Central Division ein realistisches Ziel zu sein. Sollte das Pitching, vor allem die Rotation, überzeugen können, sind die Indians Dank ihrer starken Offensive der Favorit auf den Divisionssieg. Präsentiert sich das Pitching aber wie im Vorjahr, könnte die Saison einen ähnlich ernüchternden Verlauf nehmen.
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Dann mal gute Nacht Mets, sollten die es wirklich so doll treiben. Aber selbst die werden kein Ge...
(09-02-2012 18:28)Nico
Solche "Bad contract swaps" a la Milton Bradley gegen Carlos Silva gibt's normalerweise n...
(09-02-2012 16:24)Rene
Es branden immer mal wieder Spekulationen auf, wonach die METS Jason Bay für Burnett traden könnt...
(09-02-2012 15:54)USSFSteeler
Ich glaub so einfach geht das gar nicht
(09-02-2012 09:09)Basti
wegen mir kann er nach japan
(09-02-2012 08:59)wordass