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30 Tage - 30 Previews: Arizona Diamondbacks
In unserer Vorschauserie geht es heute zum ersten Mal um eine Mannschaft, die die vergangene Saison mit einer positiven Bilanz abgeschlossen hat. Für die Arizona Diamondbacks reichte es am Ende aber trotzdem nicht für eine Teilnahme an den Playoffs, obwohl sie von April bis September die National League West anführten. Was muss das Team von Manager Bob Melvin in der neuen Saison also besser machen, um nicht erneut auf der Zielgeraden noch abgefangen zu werden? Auf diese und weitere Fragen soll in der heutigen Ausgabe von „30 Tage – 30 Previews“ eine Antwort gefunden werden.
Rückblick auf 2008
Als einzige Mannschaft in den Major Leagues konnten die Diamondbacks im
ersten Monat der vergangenen Saison 20 Spiele gewinnen. Am 1. Mai
betrug ihr Vorsprung in der National League West schon 6 1/2 Spiele.
Doch Arizona konnte dieses Niveau nicht halten – nicht einmal
annähernd. Spiel für Spiel schmolz der Vorsprung im Sommer zusammen, ehe es am
5. September dann so weit war: Die Dodgers überholten im
Manny-Rausch den Konkurrenzen aus Arizona. Zwar waren die Diamondbacks
bis in die letzte Saisonwoche noch auf Schlagdistanz, doch mit der
zweiten Playoff-Teilnahme in Folge wurde es dann doch nichts. Arizona
beendete die Saison mit einer Bilanz von 82 Siegen und 80 Niederlagen
auf Platz zwei in der NL West.
Beim Blick auf die Statistik wird klar, woran es den Diamondbacks im
letzten Jahr mangelte. Zwar war das Team in allen Pitching-Kategorien
in der Führungsgruppe der National League – vor allem dank eines grandiosen Duos, bestehend aus
Brandon Webb und Dan Haren. Doch fehlte es an der nötigen
Offensivkraft, um das stetige Abrutschen in der Tabelle zu verhindern.
Die Verletzungen von Orlando Hudson und Eric Byrnes spielten da
sicherlich eine Rolle. Aber auch die mäßigen Leistungen von Chris Young
und Mark Reynolds waren ein Grund, warum die Diamondbacks in der
National League nur Platz 13 in Schlagdurchschnitt und Platz 10 in Runs
belegten und zudem einen Vereinsrekord in Strikeouts aufstellten. Von
allzu strenger Kritik ausnehmen muss man Shortstop Stephen Drew, der im
vergangenen Jahr eine enorme Leistungssteigerung zeigte.
Transfers
Zugänge:
2B Felipe Lopez (STL, Free Agent)
C James Skelton (DET, Rule 5)
SP Jon Garland (LAA, Free Agent)
RP Scott Schoeneweis (NYM, Trade)
RP Tom Gordon (PHI, Free Agent)
Abgänge:
2B Orlando Hudson (LAD, Free Agent)
2B/SS David Eckstein (SD, Free Agent)
OF Adam Dunn (WSH, Free Agent)
OF Jeff Salazar (PIT, Free Agent)
SP Randy Johnson (SFG, Free Agent)
SP Edgar Gonzalez (OAK, Free Agent)
RP Brandon Lyon (DET, Free Agent)
RP Juan Cruz (KC, Free Agent)
RP Wil Ledezma (WSH, Free Agent)
RP Connor Robertson (NYM, Trade)
Wie allgemein erwartet konnten die Diamondbacks, die momentan zu den
weniger finanzkräftigen Teams der Liga zählen, die Free Agents Orlando
Hudson und Adam Dunn nicht halten. Selbst für den (in jeglicher
Hinsicht) größten Spieler der Vereinsgeschichte, Randy Johnson, reichte
das Geld am Ende nicht aus. Für die Second Base konnte man Felipe Lopez
verpflichten, der mit einer starken zweiten Saisonhälfte in St. Louis
auf sich aufmerksam machte. Außerdem kommt mit Jon Garland ein
erfahrener Starting Pitcher dazu, der in Arizona seine
unterdurchschnittliche Vorsaison vergessen machen will. Nach den
Abgängen von Juan Cruz und Brandon Lyon mussten die Diamondbacks auch
neue Pitcher für den Bullpen unter Vertrag nehmen. Mit Scott
Schoeneweis sicherte man sich einen routinierten Lefty Specialist.
Zudem kommt mit Tom Gordon ein weiterer Routinier, hinter dem aber ein
großes Verletzungs-Fragezeichen steht.
Starting Lineup
2B Felipe Lopez
CF Chris Young
SS Stephen Drew
LF Conor Jackson
RF Justin Upton
1B Chad Tracy
3B Mark Reynolds
C Chris Snyder
Starting Pitcher
Mit Ausnahme von Lopez, der als Leadoff-Hitter eingeplant ist, gehen
die Diamondbacks praktisch mit dem gleichen Lineup wie 2008 in die
Saison. In der Offensive steht das Team vor der großen Aufgabe, weniger
Strikeouts zu produzieren. Im vergangenen Jahr leisteten sich gleich
fünf Stammkräfte (Reynolds, Young, Upton, Drew und Snyder) mehr als 100
Strikeouts. Der Erfolg der Diamondbacks wird also dramatisch davon
abhängen, ob Hitting Coach Rick Schu seiner Mannschaft eine größere
Disziplin an der Platte einimpfen kann. Die Verantwortlichen vertrauen
dabei auf den fortschreitenden Reifeprozess junger Spieler wie Justin
Upton oder Chris Young, die 2008 noch nicht ihr Potenzial ausschöpfen
konnten. Und auch bei Stephen Drew erwarten sich die Diamondbacks noch
mehr – trotz seinen starken Vorjahres. In dieser sehr jungen
Aufstellung wird auf einen der wenigen erfahrenen Kräfte, Chad Tracy,
eine besondere Verantwortung zukommen. Nach zwei Spielzeiten, die vor
allem von Verletzungen geprägt waren, wäre ein Tracy, wie er sich 2005
und 2006 zeigte, enorm wichtig für die Mannschaft.
Bank
C Miguel Montero
1B Tony Clark
IF Augie Ojeda
OF Eric Byrnes
C James Skelton
Vier Reservisten stehen mit Montero, Clark, Ojeda und Byrnes bereits
fest. Bei Miguel Montero war es im Winter lange Zeit nicht klar, ob er
in Arizona bleiben würde. Die Diamondbacks schlugen die Offerten der
Red Sox letztlich aber aus, weil sie auf den zuverlässigen
Backup-Catcher nicht verzichten wollen. Tony Clark wird vermutlich
wieder seine Hauptrolle als Pinch-Hitter einnehmen und hin und wieder
an der ersten Base starten. Mit Augie Ojeda haben die Diamondbacks
einen typischen Utility-Infielder auf der Bank, der gleich auf mehreren
Positionen einspringen kann. Für Eric Byrnes bleibt in der nächsten
Saison wohl nur die Funktion des vierten Outfielder, nachdem er den
Großteil der Vorsaison verletzungsbedingt verpasste. Um den letzten
Platz im Kader streiten sich derzeit mindestens drei Spieler: James
Skelton muss als Round-5-Pick hier als Favorit gelten. Gute Chancen
haben aber auch Ryan Roberts und Alex Romero, der im vergangenen Jahr
schon als fünfter Outfielder im Kader war.
Starting Rotation
Brandon Webb
Dan Haren
Doug Davis
Jon Garland
Max Scherzer
Die Starting Rotation kann sicher als das Herzstück der Diamondbacks
bezeichnet werden. Wenn die Diamondbacks 2009 etwas erreichen wollen,
müssen sie sich auf ihre fünf Pitcher in der Rotation verlassen können.
Angeführt wird das Quintett von zwei der besten Pitcher der National
League: Brandon Webb und Dan Haren erreichten im vergangenen Jahr
zusammen 47 Quality Starts und gelten daher nicht zu Unrecht als bester 1-2-Punch der Liga. Dahinter folgt mit dem Linkshänder Doug Davis ein grundsolider
Werfer, der trotz einer Krebserkrankung in der frühen Saisonphase die
Vorsaison mit 26 Starts abschloß.
Der Spieler, der in diesem Jahr vielleicht den größten Druck in der Rotation verspüren wird, ist Jon Garland. Der Neuzugang von den Angels hatte 2008 seine schwächste Saison seit seinem Rookie-Jahr (2000). Damit die Rotation aber weiterhin zu den besten der Liga zählt, muss er sich an den Zahlen, die Randy Johnson im vergangenen Jahr vorlegte, messen. Ob er aber an Johnsons ERA unter 4 herankommt, muss bezweifelt werden. Als eine große Verstärkung könnte sich Youngster Max Scherzer entpuppen, der sein Potenzial in der vorigen Saison bereits andeuten konnte. Da Scherzer aber möglicherweise die ersten Wochen der Saison wegen Schulterproblemen verpassen könnte, steht mit Yusmeiro Petit ein fähiger Ersatzmann für diese Zeit bereit.
Bullpen
Chad Qualls (CL)
Tony Pena
Jon Rauch
Tom Gordon
Scott Schoeneweis
Leo Rosales
Billy Buckner
Nach dem Abschied von Brandon Lyon, der als Closer bei den Diamondbacks
nur in ersten Saisonhälfte 2008 überzeugte, entschied man sich mit Chad
Qualls für eine interne Lösung bei der Neubesetzung der Rolle. Qualls
ist ein MLB-erprobter Relief-Pitcher, der im Bullpen der Diamondbacks
im Vorjahr glänzte (ERA 2.81, WHIP 1.07). Ob er allerdings als Closer
auch über eine ganze Saison bestehen kann, muss er in diesem Jahr
zeigen. Sollte sich Qualls nicht als die ideale Besetzung erweisen,
haben die Diamondbacks mit Tony Pena und Jon Rauch zwei Pitcher in der
Hinterhand, die diesen Job ebenfalls ausfüllen können. Doch gerade
Rauch, der Mitte der vergangenen Saison nach Arizona kam, muss nach
katastrophalen Leistungen im Diamondbacks-Trikot erst einmal wieder seine
generelle MLB-Tauglichkeit beweisen. Gleiches gilt für den 41-jährigen Tom
Gordon, der seit über einem Jahr in keinem Spiel mehr eingesetzt wurde.
Ein großes Plus des Bullpen könnte Scott Schoeneweis sein, da er als
waschechter Lefty Specialist den Spielertypus verkörpert, der den
Diamondbacks in den vergangenen Jahren häufig fehlte.
Talente
Das Farm System der Diamondbacks, vor wenigen Jahren noch eines der stärksten überhaupt, hat in letzter Zeit stark gelitten. Zum einen sind die meisten Top Prospects inzwischen auf dem Major-League-Level angekommen - siehe Drew, Young oder Mark Reynolds. Außerdem gaben die Diamondbacks eine Reihe ihrer besten Talente wie z.B. Carlos Quentin, Brett Anderson oder Carlos Gonzalez in zahlreichen Trades ab. Was bleibt, ist ein etwas ausgedünntes Farm System, das dennoch über einige interessante Spieler verfügt. Jarrod Parker ist sicher das Top-Talent des Clubs, aber auch noch ein wenig von den Major Leagues entfernt. Der explosive Rechtshänder war der Erstrunden-Pick der Diamondbacks 2007, muss sich aber zunächst auf dem AA-Level etablieren. Etwas näher an der MLB dran ist Outfielder Gerardo Parra, der durch guten Leistungen in den Winter Leagues überzeugen konnte. Starting Pitcher Cesar Valdez gilt als Nachwuchshoffnung für die Rotation. Beide Spieler können sich im Verlauf der neuen Saison ihre ersten Einsätze in der MLB erwarten.
Ausblick auf 2009
Die Arizona Diamondbacks werden auch in der Saison 2009 wieder in den oberen Regionen der National League West mitspielen. Wie im vergangenen Jahr könnte sich ein spannendes Duell mit den Los Angeles Dodgers entwickeln. Für einen erfreulicheren Ausgang der Saison muss allerdings mehr von der Offensive kommen. Da General Manager Josh Byrnes keine substantiellen Verbesserungen in diesem Bereich verpflichten konnte, stehen Spieler wie Stephen Drew, Conor Jackson und Chad Tracy in der Pflicht, mehr Runs zu produzieren. Weiterhin hoffen die Verantwortlichen auf einen Leistungssprung der beiden Outfielder Chris Young und Justin Upton Auf einen starken Pitching Staff können sie sich dabei mit Sicherheit verlassen. Gerade die Starting Rotation verfügt über eine enorme Stärke, mit der die Dodgers sicherlich nicht mithalten können. Auch im Bullpen finden sich einige sehr gute Arme, die eine Führung nach Hause bringen können. Sollten die Arizona Diamondbacks ihre zuletzt schwächelnde Offensive wieder auf Vordermann bringen, stehen ihre Chancen auf die Postseason sehr gut.
klar pitching ist sehr gut aber die offense??
ohne dunn und hudson?
nicht mal mit den hat es gereicht.jetzt ohne ersatz wird es erst recht nicht reichen.dodgers sinda
auch zu stark.
Fazit:
Sollten die Arizona Diamondbacks ihre zuletzt schwächelnde Offensive wieder auf Vordermann bringen,
stehen ihre Chancen auf die Postseason trotzdem sehr schlecht
Die Dbacks gewinnen 2009 die World Series :-)
Damit ist eigentlich alles gesagt, was ich zum Preview los werden wollte ;-)
Wieso stehen die Chancen schlecht ? Pitching ist mit Abstand am besten in der NL West, Offense hat
in jedem Fall Potential. Ich seh einfach keinen ernsthaften Gegner ausser Manny.
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Dann mal gute Nacht Mets, sollten die es wirklich so doll treiben. Aber selbst die werden kein Ge...
(09-02-2012 18:28)Nico
Solche "Bad contract swaps" a la Milton Bradley gegen Carlos Silva gibt's normalerweise n...
(09-02-2012 16:24)Rene
Es branden immer mal wieder Spekulationen auf, wonach die METS Jason Bay für Burnett traden könnt...
(09-02-2012 15:54)USSFSteeler
Ich glaub so einfach geht das gar nicht
(09-02-2012 09:09)Basti
wegen mir kann er nach japan
(09-02-2012 08:59)wordass