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Hughes das neue Sorgenkind
Die größte Baustelle der Yankees war und ist das Pitching. Alle anderen Mannschaftsteile machen bisher einen guten Eindruck. Nicht umsonst ist das Team derzeit an der Spitze der American League East zu finden. Aber beim Pitching gibt es einige Aspekte, die betrachtet werden müssen.
Willkommen zu This Week in Baseball. In der heutigen Ausgabe blicke ich nach New York und schaue mir das Pitching der Yankees an. Es gibt so früh in der Saison schon einige positive, aber eben auch negative Entwicklungen zu vermelden.
Phil Hughes
Alle Jahre wieder scheint es bei den Yankees einen Starter zu geben, der plötzlich die Geschwindigkeit seines Fastballs verloren hat. 2009 war dies Chien-Ming Wang, im letzten Jahr traf es Javier Vazquez und dieses Jahr ist es Phil Hughes, dem der Stuff abhandenkam.
Bei Wang war die Ursache eine Verletzungskette. 2008 zog er sich eine komplizierte Verletzung an der Lisfranc-Sehne im Fuß zu, die ihn den Rest des Jahres kostete. Nachdem er dann zurück war, stellte sich heraus, dass seine Hüftmuskulatur nach dieser Verletzung zurückgebildet war, was letztlich dazu führte, dass er mit dem Arm überkompensierte. Dadurch verletzte er sich schwer an der Schulter und kämpft bis heute um sein Comeback.
Bei Vazquez war die Begründung eine sog. „Dead Arm“-Phase. So etwas passiert vielen Pitchern, insofern ist das wohl einfach dumm gelaufen. Jetzt sieht man selbiges Phänomen auch bei Hughes, jedenfalls ist das die vorläufige Sprachregelung. Infolgedessen setzte man ihn auf die Disabled-List. Was aus ihm nun wird, steht in den Sternen, zumal sein Fastball sein bester Pitch war.
Normalerweise erreichte er mit diesem Pitch immer ca. 92-93 Meilen pro Stunde. Dieses Jahr waren es meist nur 88-89. Erschwerend kommt hinzu, dass sein Fastball sehr flach fliegt und kaum Bewegung hat. Da er zudem keine gute Kontrolle hat derzeit, wird kaum ein Major-League-Hitter Probleme haben diesen Pitch hart zu schlagen. Besorgnis erregend ist aber vor allem Hughes‘ Aussage, dass er sich nach ca. 30 Pitches erschöpft fühlte, wie ein Reliever, der vier Tage in Serie pitchte. Das ist sehr bedenklich!
Ivan Nova
Fans nannten ihn schon „Super Nova“, doch sonderlich super stellte sich der Rookie bisher nicht an. Wie schon im letzten September hat Nova auch in diesem Jahr Probleme, wenn er sich dem fünften oder sechsten Inning nähert. Entsprechend kurz waren seine Auftritte bisher. Nur im ersten Start gegen Minnesota vervollständigte er sechs Innings. Die beiden Starts danach waren nach einem Out im Fünften beendet. Er ist zwar nur die Nummer vier der Rotation, doch angesichts der Probleme von Hughes, sind seine Leistungen bisher zu schlecht.
Garcia/Colon
Zu Beginn des Spring Trainings duellierten sich u.a. diese beiden um den letzten Platz in der Rotation. Freddy Garcia setzte sich durch, weil er schon 2010 eine komplette Saison absolvierte. Bartolo Colon dagegen war lange raus aus dem Geschäft, öffnete aber Augen mit guter Geschwindigkeit auf dem Fastball (meist 93 MPH) und vor allem guter Bewegung auf selbigem Pitch. Somit wurde ihm die Rolle des Long-Relievers zuteil.
Colons erste drei Einsätze kamen jeweils nach erfolglosen Auftritten von Hughes und der vormalige Cy-Young-Gewinner überzeugte in allen drei Spielen! Nun wird er anstelle von Hughes starten. Ideal kann dies aber nicht sein, denn anscheinend reichen seine Kräfte nur noch zu einer begrenzten Pitch-Zahl. Zu sehen an der Geschwindigkeit des Fastballs. Diese nahm immer rund um 50-60 Pitches kontinuierlich ab. Inwieweit das ein Problem darstellen wird, dürfte sich in kürze zeigen.
Garcia wiederum musste lange warten bis zu seinem ersten Start. Dieser kam am Samstag gegen Texas und wurde zum Erfolg. Er spielte stark und ließ in sechs Innings nur zwei Hits und einen Walk zu. Er hatte gute Kontrolle und ließ die Defense für ihn arbeiten.
A.J. Burnett
Burnett scheint stabil zu sein, jedenfalls wirkte er bisher aufgeräumt und in Kontrolle seiner Pitches. Nicht umsonst gewann er alle seine drei Starts. Angesichts der eher unsicheren Situation nach ihm in der Rotation, wird er allerdings so weitermachen müssen, damit die Yankees auf Kurs bleiben.
CC Sabathia
Das Ace war vor gestern Nacht (nach Redaktionsschluss) noch sieglos. Er selbst kann dafür gar nichts, denn er legte wohl seinen besten Saisonstart in Pinstripes überhaupt hin. Im ersten Spiel gegen Detroit entschied seine Offense die Partie erst, nachdem er ausgewechselt wurde. Gegen Minnesota warf Rafael Soriano eine Vier-Run-Führung eigenhändig aus dem Fenster und in Boston ließ ihn seine Offense vollends im Stich. Sein ERA von 1.45 macht aber deutlich, dass er verdammt gut drauf ist!
Bullpen
Mariano Rivera ist wie immer unfehlbar. Er war an sieben von acht Siegen der Yankees direkt beteiligt (sechs Saves und ein Sieg). Über 1 1/3 Innings ließ er bisher ganze vier Hits zu. Er war aber ohnehin kein Fragezeichen.
Zu einem solchen entwickelte sich aber mittlerweile Rafael Soriano. Der Setup-Man wackelte nun schon zweimal gewaltig. Gegen die Twins ermöglichte er wie erwähnt den Ausgleich nach einem Vorsprung von vier Runs. Und gegen Baltimore machte er die Partie nach Drei-Run-Führung nochmal unnötig spannend, da er drei Hits, einen Walk und zwei Runs abgab. An sich ist das schon heftig für einen Pitcher, der eigentlich als „Lights Out“ angepriesen wurde.
Stark präsentierte sich bisher Joba Chamberlain. Gegen Texas erreichte sein Fastball sogar 96 MPH. Dies gelang ihm lange nicht, vor allem nicht konstant. Er wirkt aufgeräumt und fokussiert. Kann er dieses Niveau halten, würde dies den Bullpen nachhaltig stabilisieren.
Lefty-Specialists
Im Kader stehen drei linkshändige Reliever: Damaso Marte, Boone Logan und Pedro Feliciano. Einsatzfähig ist nur Logan, praktischerweise derjenige, welcher am wenigsten verdient.
Die für viel Geld verpflichteten Marte und Feliciano werden wir mit hoher Wahrscheinlichkeit nie mehr in Pinstripes sehen. Marte hatte erst eine Schulteroperation und dürfte vor September keine Option sein. Feliciano, den man vor der Saison von den Mets holte, hat sich im Spring Training eine Schulterverletzung zugezogen, die der von Wang ähnelt. Ihm droht das Karriereende.
General Manager Brian Cashman beschwerte sich unlängst, dass die Mets Feliciano überbeansprucht hätten. Da es keinen Reliever in der Liga gab, der in den letzten drei Jahren mehr Einsätze hatte als Feliciano, würde ich nicht widersprechen. Aber das hat Cashman vorher gewusst. Wieso also diese Verpflichtung? Wir werden es wohl nie erfahren, aber sonderlich sinnvoll war es nicht. Bei Marte kann man wenigstens auf seine zwei guten Wochen in den Playoffs 2009 verweisen, in denen er mithalf, die World Series zu gewinnen. Feliciano wird dagegen wohl nicht einmal zu einem MLB-Einsatz für die Yankees kommen.
wohl ausgiebig gescouted und beobachtet, dann darf man sich aber nicht beschweren, wenn man so die
Quittung erhält.
A-Rod ist offensichtlich nicht schlimmer verletzt nachdem er am Sonntag wieder nicht gespielt hat.
Das wäre schon bitter für die Offense, wenn er ausfallen würde, vor allem nachdem er sich so gut die
letzten Wochen präsentierte.
durchhält oder er wieder ein Burnout Syndrom erleidet...
halt den kalten April nicht sonderlich
Pitcher-Krise heraufbeschworen, dabei war der Saisonstart insgesamt mehr als solide. Dazu noch die
27 Home Runs und das Mittelmaß in der Division... Das sieht doch gut aus.
Marcus Blumberg
Marcus Blumberg ist 25 Jahre alt und mit der Leitung der Redaktion bei Baseballinsider.de beauftragt. Des Weiteren bloggt er, aktualisiert das TV-Programm und führt die wöchentliche Kolumne This Week in Baseball. Neben dem Germanistik- und Philosophie-Studium in Göttingen arbeitet der Yankees-Fan als stellvertrender Chefredakteur für AmericanFootballinsider.de und ist dort für den Inhalt verantwortlich.

klar, wenn die grad mal in Schwung kommen...
(22-05-2012 15:26)Joey Hollow
Irgendwann sollten die Reds auch sehen, daß sie zumindest einmal ausprobieren, ob Chapman das Zeu...
(22-05-2012 11:27)Rene
Ohje wie lächerlich Sean Marshall den Closerjob wegzunehmen...ein Blown Save und ein BABIP von.500
(22-05-2012 10:36)Basti
Vielleicht sollte man eine Amnestie einführen: Wenn man so schnell fährt, wie man werfen kann, is...
(22-05-2012 09:05)Willitouch
Lawrie ging halt gegen den Schiedsrichter - und der ist nunmal absolut tabu. Das ist nicht nur im...
(22-05-2012 09:03)Willitouch