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Ich bin dann mal weg
Manny Ramirez wurde zum zweiten Mal nach 2009 beim Doping erwischt. Anstatt aber seine etatmäßige Sperre von 100 Spielen anzutreten, beendete er prompt seine Karriere.
Willkommen zu This Week in Baseball. Eigentlich war das vorgesehene Thema dieser Ausgabe eine kurze Einschätzung der ersten Woche Baseball der neuen Saison. Doch erstens ist es dafür ohnehin noch zu früh und zweitens ist es ja fast schon Pflicht, sich nun mit Manny Ramirez und den Folgen seines wohl letzten großen Auftritts auseinanderzusetzen.
Doping
Eines steht fest, das Thema Doping werden wir so schnell nicht loswerden. Es ist einfach zu hartnäckig und dürfte uns noch lange beschäftigen. Das Timing dieses neuerlichen Aufregers hätte aber auch treffender nicht sein können. An dem Tag, an dem der Prozess gegen Barry Bonds quasi beendet wurde – Anklage und Verteidigung gaben ihren finalen Statements ab und nun liegt es an der Jury, ein Urteil zu fällen – schlägt die Meldung von Mannys Rücktritt wie eine Bombe ein.
Zunächst hätte man ja denken können, dass er einfach keine Lust mehr hatte nach schwachem Start und den „nur“ zwei Millionen US-Dollar an Gehalt. Dann sickerte aber ziemlich schnell der Hinweis auf den positiven Dopingtest durch, was die Sache natürlich merklich vereinfachte! 100 Spiele aussetzen wollte er mit seinen 38 Jahren nicht mehr, zumal sein Gehalt in dieser Zeit auch nicht gezahlt worden wäre. Insofern kann man die Entscheidung nachvollziehen.
Nicht nachvollziehbar ist hingegen, wie man sich zweimal seit Verschärfung der Dopingtests erwischen lassen kann. Das bitte ich jetzt nicht falsch zu verstehen! Ich meine damit nicht, dass er sich hätte cleverer anstellen sollen. Was ich nicht verstehe ist vielmehr, wie er das Risiko, weiter zu dopen, eingehen konnte. Bei seinem ersten positiven Test 2009 erschien dies schon dumm. Doch aus einem solchen Erlebnis lernt man für gewöhnlich. Immerhin wurde vor Ramirez noch kein anderer MLB-Spieler zweimal positiv auf leistungssteigernde Substanzen getestet. Das gibt zu denken. Auf der anderen Seite erscheint es doch wieder Typisch für Manny Ramirez – „Manny being Manny“ eben.
Welche Substanz man schließlich entdeckt hat, interessiert dabei eigentlich überhaupt nicht. Die Tatsache, dass der Spieler nicht mal Protest einlegte oder auf eine B-Probe pochte, macht aber deutlich, dass Manny genau wusste, was er da getan hat. Kalkuliertes Risiko nennt man sowas.
Rays
Unmittelbar davon betroffen sind natürlich die Tampa Bay Rays, sein nun ehemaliges Team. Dieses war ohnehin schon arg gebeutelt, nicht zuletzt aufgrund der Verletzungspause von Starspieler Evan Longoria. Hinzu kommen die ganzen Abgänge, die nicht ansatzweise adäquat ersetzt wurden. Die Pitching Rotation wirkt zwar weiterhin stark von den Namen her gesehen, aber ohne Run Support und ohne stabilen Bullpen, gewinnt man eben auch keine Spiele.
Und so tauchen jetzt schon – nach etwas mehr als einer Woche – die ersten Spekulationen auf, welche Leistungsträger man demnächst abgeben wird. Der Name James Shields wird hier immer wieder genannt. Bei ihm steht eine merkliche Gehaltserhöhung an, während gerade in der Rotation viele Alternativen zur Verfügung stehen. Trennung also wahrscheinlich, fraglich wäre nur der Zeitpunkt. Angesichts der harten Konkurrenz in der Division und der verminderten Qualität der eigenen Offensive, wäre eine frühe Aufgabe dieser Saison vielleicht nicht die schlechteste Idee.
Letzten Endes müssen sich die Rays eingestehen, dass sie bei ihren Verpflichtungen aufs falsche Pferd gesetzt haben. Manny Ramirez war ohnehin eine Wundertüte, während Johnny Damons schlechtes Jahr in Detroit offensichtlich ein Vorbote seiner verminderten Fähigkeiten war. Er wird offensichtlich auch nicht jünger und hatte einen schwachen Saisonstart. Diese Personalien darf man jedoch auch als kalkuliertes Risiko betrachten. Sie sind hier ein Risiko eingegangen, das augenscheinlich nicht belohnt wurde.
Boston nach LA an und wie er gegangen ist ... schade eigentlich
hat er in Boston auch...
hat er in Boston auch...
So ist es: Man trennte sich halt nur sauber und einvernehmlich nach außen betrachtet - was da halt
intern abging, wird sich evtl. ikn der Zukunft noch herausstellen, wenn seine ex-Teamkollegen mal
auspacken.
Was die Dodgers dann daraus gemacht haben mit ihrer "Mannywood Section" im Stadion war wohl
ein kompletter Schuss in den Ofen.
Die Zeit klammer ich bewusst aus, weil in den 90ern haben das eh alle gemacht...
Scheint sich warm zuschlagen der Mann.
PS: Keine Red-Sox-Anfragen
untergeht...entflammte ja sofort wieder die Diskussion, ob Matzusaka überhaupt MLB
"tauglich" ist...hoffentlich verschiessen die Rays nicht in diesem einen Spiel ihr Pulver
Die 16 Runs hätte man auch auf 4-5 Siege verteilen können
PS: A.J. Burnett ist wieder in Führung gegangen
denen nichts.
Und Matsuzaka hat definitiv gezeigt, daß er MLB tauglich ist. Das Hauptproblem ist doch, daß die Red
Sox nie den Übergang hinbekommen haben, weshalb nach zwei Jahren die körperliche Verfassung
eingebrochen ist und jetzt pfuschen die eben andauernd an ihm herum.
Die Red Sox wollten, daß er die Strikezone attackiert - das hat er ja getan...
einem JAM und erreicht nach gefühlten 125 Pitches nie das sechste Inning. Nicht wirklich
förderlich...der Übergang zum "alle fünf Tage" pitchen ist bei ihm weiterhin noch nicht so
ganz erfolgt, in Japan musste er ja nur 1mal pro Woche ran.
Marcus Blumberg
Marcus Blumberg ist 25 Jahre alt und mit der Leitung der Redaktion bei Baseballinsider.de beauftragt. Des Weiteren bloggt er, aktualisiert das TV-Programm und führt die wöchentliche Kolumne This Week in Baseball. Neben dem Germanistik- und Philosophie-Studium in Göttingen arbeitet der Yankees-Fan als stellvertrender Chefredakteur für AmericanFootballinsider.de und ist dort für den Inhalt verantwortlich.






klar, wenn die grad mal in Schwung kommen...
(22-05-2012 15:26)Joey Hollow
Irgendwann sollten die Reds auch sehen, daß sie zumindest einmal ausprobieren, ob Chapman das Zeu...
(22-05-2012 11:27)Rene
Ohje wie lächerlich Sean Marshall den Closerjob wegzunehmen...ein Blown Save und ein BABIP von.500
(22-05-2012 10:36)Basti
Vielleicht sollte man eine Amnestie einführen: Wenn man so schnell fährt, wie man werfen kann, is...
(22-05-2012 09:05)Willitouch
Lawrie ging halt gegen den Schiedsrichter - und der ist nunmal absolut tabu. Das ist nicht nur im...
(22-05-2012 09:03)Willitouch