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Cardinals: Der nächste Tiefschlag

 
Autor: Marcus Blumberg Montag, 28. Februar 2011
 

thisDie St. Louis Cardinals kommen dieser Tage einfach nicht zur Ruhe. Erst sorgten die gescheiterten Verhandlungen mit First Baseman Albert Pujols für Wirbel und nun der nächste Tiefschlag: Ace-Pitcher Adam Wainwright verletzte sich so schwer am Ellenbogen, dass für ihn die kommende Spielzeit beendet ist, bevor sie überhaupt angefangen hat.

Willkommen zu This Week in Baseball. Die Nachricht der Woche ist die Verletzung von Adam Wainwright, die ihn die komplette Saison kostet. Wir blicken also auf diese Situation und die möglichen Folgen.

Zunächst einmal ist es niederschmetternd für die St. Louis Cardinals, denn Wainwright war ihr bester Starting Pitcher. Sie haben zwar noch Chris Carpenter, doch danach wird es eng. Das Jahr fängt also gut an für die Franchise. Erst die gescheiterten Verhandlungen mit Albert Pujols über einen neuen Vertrag und jetzt der sportliche Verlust des Ace-Pitchers.

Die aktuelle Saison steht an, insofern werden sich die Cardinals wohl erst mal nach einem Ersatz umsehen. Gerüchten zufolge blickt man hier wohl in erster Linie auf Kevin Millwood, der nachwievor auf dem Markt ist und den vielversprechendsten Eindruck aller Free Agents macht. Intern erscheint z.B. Brian Tallet als Option, wobei er für den Bullpen eingeplant ist.

Es gibt allerdings nicht wenige, die aufgrund des Ausfalls von Wainwright schon die weiße Fahne in der Hand halten und bereit sind, diese zu schwenken. Angesichts der starken Konkurrenz in Cincinnati und Milwaukee erscheint dieser Gedanke zumindest nicht abwegig. Was hieße dies? Nun, man könnte das Jahr als Umbruch nutzen, sich von ein paar teuren Spielern trennen und für die Zukunft planen.

Zukunftsplanungen umfassen natürlich vor allem Albert Pujols, für den man viel Geld benötigt. Ein Weg, daran zukommen, wäre ein Trade von Chris Carpenter, dem 15 Millionen US-Dollar in diesem Jahr zustehen. Könnte man diese sparen, würde dies sicherlich helfen. Zudem enthält sein Vertrag eine Club-Option, die ebenfalls mit 15 Millionen Dollar für die kommende Saison zu Buche schlägt. Es erscheint ohnehin fragwürdig, dass die Cardinals diese zögen für einen dann bald 37Jährigen. Hielte man also die Perspektive für diese Saison für aussichtslos, wäre eine frühzeitige Trennung von Carpenter ratsam.

Jedoch gibt es wohl nur wenige Teams, die einen Trade für den Rechtshänder machen würden, eben aufgrund seines Gehalts. Die Yankees kommen hier in den Sinn, denn diese haben die Ressourcen und brauchen Pitcher. Besonders gute Talente könnte St. Louis aber nicht als Gegenleistung erwarten, wenn sie nicht einen großen Teil des Gehalts selbst trügen.

Hier wäre dann aber auch schon die Grenze erreicht, was Trade-Material angeht. Lance Berkman verdient zwar auch stattlich mit acht Millionen für ein Jahr, doch dieser müsste erst nachweisen, dass er doch noch das Zeug hat, konstant produktiv zu sein. Im letzten Jahr präsentierte er sich nur selten in guter Form. Der Rest des Teams ist entweder sehr jung oder unbezahlbar (Matt Holliday).

Die Vernunft sagt aber, dass das Team die Saison erst einmal so beginnen – vielleicht mit einem Nachkauf a la Millwood – und sehen wird, was passiert. Im Juni oder Juli könnte man bei einem zu großen Abstand auf die Spitze der NL Central oder gar der NL Wildcard immer noch Carpenter u.a. abgeben.

Interessant wird es dann zu sehen, wie man mit Wainwright voranschreitet. Eine Tommy-John-Operation erfordert eine Rehabilitation von ca. einem Jahr. Keiner kann also sagen, ob er nächstes Jahr zum Start der Saison bereit ist. Zudem läuft sein Vertrag am Saisonende aus. Das Team verfügt über eine Option über neun Millionen Dollar. Will man Pujols um jeden Preis halten, wird dies teuer und neun Millionen sind viel Geld. Wird man also das Risiko eingehen, Wainwrights Kontrakt auf Verdacht zu verlängern oder ließe man ihn vielleicht sogar ziehen?

Natürlich wird diese Entscheidung noch eine Weile auf sich warten lassen, doch der Tag wird kommen, an dem dies zur Sprache kommt. Bedenken muss man dabei, dass Pujols sicherlich nur bei einem Team unterschreibt, dass ihm eine gute sportliche Perspektive liefern kann. Stünden die Cardinals 2011 dann ohne Ace da, wären die Aussichten auf sportliche Erfolge in absehbarer Zeit arg getrübt.

Kommentare
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Daniel
(Publisher) 27-02-2011 23:46
Das klingt so negativ, ich denke nicht dass die Cardinals diese Saison aufgeben sollten, sie haben
mit Lohse, Garcia, Westbrook und Carpenter immer noch 4 Starter die alle mehr als 12 Wins erreichen
können diese Saison. Und alle scheinen total zu vergessen dass auch Carpenter immer noch in der Lage
ist in einem Cy Young Rennen mitzumischen. Der Mann ist zwar alt, aber abschreiben würde ich ihn
nicht, seit seiner Rückkher 2009 lag sein ERA immer unter 3.00 und er hat in beiden Saisonen min 190
Innings gepitcht wenn ich das so richtig im Kopf habe. 2 Aces zu haben wäre gut, aber wenn nur
Carpenter da ist wird es acuh gut gehen.

McCellan bin ich gespannt ob er wirklich starten darf, vll ist er ja der...
 
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Marcus Blumberg

 
blumberg2 Marcus Blumberg ist 25 Jahre alt und mit der Leitung der Redaktion bei Baseballinsider.de beauftragt. Des Weiteren bloggt er, aktualisiert das TV-Programm und führt die wöchentliche Kolumne This Week in Baseball.
Neben dem Germanistik- und Philosophie-Studium in Göttingen arbeitet der Yankees-Fan als stellvertrender Chefredakteur für AmericanFootballinsider.de und ist dort für den Inhalt verantwortlich.