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Der teuerste Reliever der Liga
In Chicago zeigt man sich mal wieder kreativ, während Alex Rodriguez wegen einer Nichtigkeit von allen Seiten kritisiert wird. Zudem gibt es den ersten Doping-Fall seit Manny Ramirez im vergangenen Jahr.
Willkommen zu This Week in Baseball. In der heutigen Ausgabe geht es um drei Brennpunkte, die die Baseballwelt in den vergangenen Tagen schon ein wenig aufgewühlt haben. Manche zu Recht, manche aber auch völlig unnötig.
Big Z
Also langweilig wird es bei den Cubs ja ohnehin nie. Da wäre „Sweet“ Lou Piniella, der allein durch seine Präsenz genug Stoff für die Medien liefert. Sei es mit seinen Aussagen, seinen Tiraden gegenüber den Schiedsrichtern oder eben mit z.T. fragwürdigen Entscheidungen. Und ich spreche hier nicht über Alfonso Sorianos Position in der Batting Order…
Stattdessen sorgte der Manager dieses Mal für Schlagzeilen, weil er das eigentliche Pitching Ace und den Opening-Day-Starter Carlos Zambrano in den Bullpen beordert hat! Ich hab das zuerst über Twitter gelesen und dachte an einen Scherz – wie übrigens einige andere auch. Doch nein, wenn so eine Nachricht die „Cubbies“ betrifft, hat dies wenig mit Spaß zu tun – was nicht heißt, dass man nicht vielleicht doch drüber lachen kann.
Wie konnte es überhaupt zu dieser Idee kommen? Na ja, Ted Lilly kam nach Verletzungspause zurück von der Verletztenliste und so musste ein anderer Starter die Rotation verlassen. Alle bis auf Zambrano machten bisher einen guten Job – sogar Carlos Silva! Vor diesem Hintergrund ist die Entscheidung also nachzuvollziehen.
Aber man sollte doch herausstellen, dass es hier nicht so ist wie z.B. bei Joba Chamberlain oder Phil Hughes, die auch als Starter in den Bullpen beordert wurden. Zambrano ist ein etablierter Major-League-Starter, der bis jetzt eine ziemlich gute Karriere hingelegt hat. Und seine knapp 18 Millionen US-Dollar an Gehalt schreien auch nicht gerade „Middle Relief“.
Zudem ist „Big Z“ nicht der einzige Starting Pitcher, der einen weniger als überschaubaren Saisonstart hingelegt haben. Ich verweise mal auf Namen wie Jake Peavy, Jon Lester oder auch Justin Verlander, die zurzeit fast schon erbärmlich aussehen auf dem Mound. Doch bei denen kommt auch keiner auf die Idee, sie aus der Rotation zu nehmen. Sie werden schon ihre Form finden. Warum man seinem eigentlich besten Pitcher dieses Vertrauen in Chicago nicht entgegenbringt, erschließt sich mir überhaupt nicht!
Sperren
Wir haben mal wieder einen Dopingfall in der Liga. Dieses Mal wurde Cincinnatis Starting Pitcher Edinson Volquez erwischt. Und wie man hört ist es bei ihm auch ein Fruchtbarkeitsmittel – Manny Ramirez lässt grüßen. Mit solchen kann man den Testosteronspiegel senken, was etwa nach einer Steroidkur nötig ist, um nicht erwischt zu werden…
Volquez hatte im letzten Jahr eine Ellenbogenrekonstruktionsoperation und versuchte wohl, schneller wieder in Form zu kommen. Nun wird er für 50 Spiele gesperrt und muss in dieser Zeit auf sein Gehalt verzichten. Alles klar also, oder?
Nein, keineswegs! Denn seine Rückkehr ins Team der Reds war ohnehin erst für Mitte Juni vorgesehen und zum Erstaunen aller, darf er diese Strafe absitzen während er ohnehin auf der Verletztenliste steht. Zur Erinnerung: Manny Ramirez wurde es letztes Jahr sogar erlaubt, noch während der Sperre an Minor-League-Spielen teilzunehmen, um sich wieder in Schwung zu bringen. Und da wundert sich die MLB, dass man weltweit ihre Doping-Sanktionen für lächerlich hält. WADA wird stolz sein!
Ernsthaft, welchen Sinn hat eine Sperre, wenn der Spieler nicht mal merkt, dass er sie bekam? Sicher, er verdient „nur“ knapp über 400.000 Dollar, aber erstens hatte er auch ein größeres Handgeld bei Vertragsunterschrift erhalten und zweitens ist er bald zur Arbitration zugelassen und wird deutlich mehr Geld bekommen als bisher. Es ist also zu verschmerzen. Wo ist also die Strafe? MLB-Spiele wird er nicht verpassen!
Man muss sich ernsthaft fragen, wen diese Sanktionen abschrecken sollen. Nach internationalem Standard würde eine Dopingsperre bei Erstvergehen zwei Jahre betragen. Bei Wiederholungstätern ist die Strafe lebenslänglich. 50 MLB-Spiele ist nicht mal ganz ein Drittel der Saison! An der Uni würde man sowas Freiversuch nennen. Und selbst beim zweiten Vergehen gibt es aktuell nur 100 Spiele, was nur geringfügig mehr als eine halbe Saison darstellt.
Will man als Spieler also abwägen, ob man dopt oder nicht, ist das Risiko bei erstmaliger Überführung relativ gering und fast schon einen Versuch wert! Die Abschreckung ist einfach zu gering. Und die Anprangerung der Medien ist bei weniger bekannten Spielern auch kein Problem – oder redet heute noch jemand außerhalb dieser Kolumne über Volquez?!
Ironisch ist allerdings die Tatsache, dass nicht etwa der Ex-Junkie Josh Hamilton sondern vielmehr Volquez derjenige ist, der aus dem damaligen Trade zwischen Texas und Cincinnati als derjenige hervorgeht, der durch sowas auffällt…
A-Rod
Alex Rodriguez ist sowas wie Fliegenpapier für Medienschelten. Er muss nicht mal etwas grundsätzlich Falsches tun und trotzdem ist das Medienecho enorm. So auch in der letzten Woche in Oakland. Was war passiert? Nun, er ist nach einem Double Play eines Teamkollegen von der dritten Base quer übers Infield Richtung Dugout gelaufen. Dabei lief er über den Pitcher-Mound.
Nun könnte man fragen, wen interessiert’s? Dachte sich auch A-Rod, doch Oakland-Pitcher Dallas Braden flippte total aus, schrie Rodriguez an und feuerte danach vor Wut seinen Handschuh durch die Gegend. Nach dem Spiel empörte er sich dann in Interviews über die Situation.
Und die Medien haben nichts Besseres zu tun, als Alex Rodriguez dafür z.T. scharf zu kritisieren. Man hatte nun länger die Füße still gehalten, denn dieser Rodriguez war es schließlich, der die Yankees mit seinen 18 RBI in der Postseason zum 27. Titel geführt hatte. Nun hatte man wieder die Gelegenheit und packte sie beim Schopf.
Was mich mehr stört ist aber folgendes: Wer zur Hölle ist Dallas Braden?! Dallas Braden! Klar weiß ich, wer das ist, aber hat er irgendetwas in seiner Karriere erreicht, das ihn dazu berechtigt, seinen Mund aufzumachen wegen einer offensichtlichen Nichtigkeit? Er ist gerade mal seit vier Jahren – also Teilen davon – in der Liga und hat nur vier Spiele mehr verloren als er gewonnen hat. Normalerweise würde man so einen „Nobody“ zurechtstutzen, wenn er sich so äußert. Zumal er auch indirekt damit drohte, sich im nächsten Duell dafür zu revanchieren.
Doch anstatt diesen Spieler in die Schranken zu verweisen – oder noch besser einfach zu ignorieren – wird Alex Rodriguez künstlich kritisiert. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es keine Zeile wert gewesen wäre, wenn ein Derek Jeter oder Mark Teixeira es gewagt hätten, über den heiligen Mound zu laufen…
doch schön zu sehen, dass bei sochen Entscheidungen auch mal sportliche Argument eine Rolle spielen.
ein Move sehr weh tut:Es war die beste Entscheidung
Brewers,die Offense läuft langsam heiss->Piniella alles richtig gemacht oder ?
Die Brewers hingegen bezahlen Unmengen für einen degradierten Starter, der wohl keine so große
Verantwortung bekommt.
Andere Sache: Wer sind Joba Chamberlain oder Phil Hughes?!
durch...war letztes Jahr echt schlimm laufend als einziger dagegen zu diskutieren und nun kommt kein
Kontra mehr,weil die Yankees es nun mal so entschieden haben...
Das ist für dieses Jahr konkret, über nächste Saison hat niemand gesprochen. Und da nächstes Jahr
wohl zwei Plätze in der Rotation frei sind, könnte Joba durchaus dort wieder zum Thema werden.
diese Saison bei uns sein (Type-A FA
angedeutet, dass es seine letzte Saison sein könnte.
Ich kann mir gut vorstellen, dass Joba nächstes Jahr nochmal ne Chance in der Rotation bekommt.
Könnte allerdings sehr gut sein, dass er sich mit Nova und McAllister nächstes Jahr im Spring um den
5. Platz auseinandersetzen muss. Den anderen freien Platz in der Rotation wird wohl ein FA bekommen.
Arbitration annimmt...
wird einer der besten Setup-Man der Liga.
2011 swappen beiden einfach die Position...nee nee:Sowas geht doch mal gar nicht...wo ist hier der
roten Faden bzw. die Kontinuität in der besten Franchise der Liga ???
unterschätzende gute(!) Offense...
Marcus Blumberg
Marcus Blumberg ist 25 Jahre alt und mit der Leitung der Redaktion bei Baseballinsider.de beauftragt. Des Weiteren bloggt er, aktualisiert das TV-Programm und führt die wöchentliche Kolumne This Week in Baseball. Neben dem Germanistik- und Philosophie-Studium in Göttingen arbeitet der Yankees-Fan als stellvertrender Chefredakteur für AmericanFootballinsider.de und ist dort für den Inhalt verantwortlich.
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Dann mal gute Nacht Mets, sollten die es wirklich so doll treiben. Aber selbst die werden kein Ge...
(09-02-2012 18:28)Nico
Solche "Bad contract swaps" a la Milton Bradley gegen Carlos Silva gibt's normalerweise n...
(09-02-2012 16:24)Rene
Es branden immer mal wieder Spekulationen auf, wonach die METS Jason Bay für Burnett traden könnt...
(09-02-2012 15:54)USSFSteeler
Ich glaub so einfach geht das gar nicht
(09-02-2012 09:09)Basti
wegen mir kann er nach japan
(09-02-2012 08:59)wordass