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Kein No-No für CC
CC Sabathia stand kurz vor einem No-Hitter, hätte aber wohl das neunte Inning nicht mehr auf dem Mound gestanden, weil ihn Yankee-Manager Joe Girardi vorher aus dem Spiel genommen hätte.
Willkommen zu This Week in Baseball. Das Thema der letzten Tage war sicherlich die starke Leistung von CC Sabathia am Samstag in Tampa, als er kurz vor einem No-Hitter stand. Brisant wurde es dann aber erst, als sein Manager sich zur Sache äußerte.
Ich war sicherlich nicht der einzige, der am Samstagabend nervös vor dem Fernseher (oder auf welchem Gerät auch immer ihr MLB.TV laufen hattet) saß und mitfieberte, als CC Sabathia von den Yankees versuchte, einen No-Hitter gegen die Rays zu pitchen.
Und es gab so viele Indizien, die dafür sprachen. Dazu gehörten die tollen Plays von Leuten wie Alex Rodriguez, Mark Teixeira oder auch Curtis Granderson im Center Field. Doch spätestens nachdem ein Ball von Sabathias Hand abprallte und Robinson Cano daraus trotzdem noch ein Out machte, war eigentlich klar, dass es passieren musste…
Leider gelang Catcher Kelly Shoppach dann doch noch ein Hit und der Spaß war vorbei – Joe Girardi stand schon bereit und wechselte sein Ace aus. Dies war nach 7 2/3 Innings und 111 geworfenen Pitches. Verständlich also diese Maßnahme, zumal das Team haushoch führte.
Für Aufregung sorgte danach aber die Erklärung vom Manager, dass Shoppach in jedem Fall der letzte Hitter gewesen wäre, dem der große Linkshänder gegenübergestanden hätte. Er hätte ihn selbst bei intaktem „No-No“ ausgewechselt.
Die Frage ist nun, ob dies die richtige Entscheidung gewesen wäre. Kann man einem Pitcher einen No-Hitter nehmen? Es sei allerdings bemerkt, dass es dennoch ein No-Hitter geworden wäre, hätte der Reliever anschließend auch keinen Hit abgegeben. Aber dennoch ist es eine harte Entscheidung und eine, die schwer vermittelbar gewesen wäre – selbst für den ausgesprochenen Teamplayer Sabathia.
Die Begründung Girardis ist logisch: Es war der zweite Start Anfang April und CC hatte bereits in Boston 103 Pitches in nur 5 1/3 Innings geworfen. Und ich muss zugeben, dieser Aspekt schoss mir ebenfalls während des Spiels am Samstag in den Kopf. Sollte man sein Ace wirklich solange draußen lassen, wenn die Partie eigentlich entschieden ist? Klar, ein No-Hitter ist etwas, was höchst selten passiert und insofern will man es niemandem verwehren. Aber aus Sicht des Managers steht eben der langfristige Erfolg im Vordergrund. Und sollte sich ausgerechnet Sabathia zu solch einem Zeitpunkt verausgaben und vielleicht sogar verletzen und länger ausfallen, würde dies die himmelhohen Ziele der ganzen Organisation kompromittieren.
Klar sollte man auch bemerken, dass Sabathia zu den stärksten Pitchern der MLB gehört, was seine Ausdauer angeht. Keiner hat in den letzten drei Spielzeiten mehr Innings abgespult als er. Und er ist noch nicht mal 30 Jahre alt. Aber – und das habe ich bereits letztes Jahr gesagt – muss man es nicht überstrapazieren! Meine Theorie für seine Playoffschwäche in den Jahren 2007 und 2008 war damals in der extremen Belastung während der Saison begründet. 2009 dürfte gezeigt haben, dass diese Theorie nicht ganz abwegig erscheint. Denn 2009 warf er in der Saison „nur“ 230 Innings – die zwei Jahre davor immer mind. 241, wobei die Belastung gerade gegen Ende immer enorm wurde.
Insofern macht es durchaus Sinn, ihn zu schonen, wann immer es geht. Und ein Spiel, das im achten Inning entschieden ist, dürfte eine willkommene Gelegenheit dafür sein. Besonders dann, wenn der Pitch-Count entsprechend ist. Wäre er mit seinen Pitches ökonomischer umgegangen, wäre dies alles kein Problem gewesen, doch 111 nach nicht ganz acht Innings erscheint viel zu viel zu dem Zeitpunkt. So, wie er in der Partie gepitcht hat, wären weitere 20 Pitches bis zur Vollendung eines No-Hitters durchaus nicht undenkbar gewesen und da wären wir schon tief im bedenklichen Bereich gelandet.
Abschließend muss aber die Frage erlaubt sein, warum Girardi überhaupt diese Baustelle eröffnet hat. War es nötig, der Öffentlichkeit zu verkünden, dass er es seinem Pitching Ace verwehrt hätte, eine historische Einzelleistung zu vollbringen? Er wollte sicherlich nur einen Grundsatz klarstellen – der langfristige Teamerfolg steht über allem – aber gerade in der heutigen Medienwelt wäre es wohl ratsam gewesen, einfach den Mund zu halten. Denn seien wir ehrlich, um in der Bronx für Unruhe zu sorgen braucht es nicht den Manager, hat man doch mit Hank Steinbrenner dafür einen Sonderbeauftragten an oberster Stelle…
immer sagen. Zudem hätte er ihn ja dann schon nach dem 7. Inning runternehmen können, weil das Spiel
da schon längst entschieden war.
Wie gesagt: ich glaub Girardi da nicht ganz
erinnern kann, hat er in seinem ersten Jahr als Skipper der Yankees(1996) David Cone nach sieben
Innings ausgewechselt und er hatte noch keinen Hit zugelassen bei seinem ersten oder zweiten Start
nach einer Verletzung.Das war halt eine klare Pitch-Count-Geschichte,Cone war damals ziemlich
sauer...immerhin gelang ihm ja dann 1999 das Perfect Game
31.08.08 war es der Scorer
Belastung während der Saison begründet.
Das sehe ich auch so.
Marcus Blumberg
Marcus Blumberg ist 25 Jahre alt und mit der Leitung der Redaktion bei Baseballinsider.de beauftragt. Des Weiteren bloggt er, aktualisiert das TV-Programm und führt die wöchentliche Kolumne This Week in Baseball. Neben dem Germanistik- und Philosophie-Studium in Göttingen arbeitet der Yankees-Fan als stellvertrender Chefredakteur für AmericanFootballinsider.de und ist dort für den Inhalt verantwortlich.
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CC Sabathia (


Dann mal gute Nacht Mets, sollten die es wirklich so doll treiben. Aber selbst die werden kein Ge...
(09-02-2012 18:28)Nico
Solche "Bad contract swaps" a la Milton Bradley gegen Carlos Silva gibt's normalerweise n...
(09-02-2012 16:24)Rene
Es branden immer mal wieder Spekulationen auf, wonach die METS Jason Bay für Burnett traden könnt...
(09-02-2012 15:54)USSFSteeler
Ich glaub so einfach geht das gar nicht
(09-02-2012 09:09)Basti
wegen mir kann er nach japan
(09-02-2012 08:59)wordass