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Autor: Marcus Blumberg Montag, 22. März 2010
 

thisNoch zwei Wochen bis zum Opening Day und die MLB wird kreativ. Ihr neuester Dorn im Auge ist die Überlänge in der Spieldauer dreier Teams, die im letzten Jahr die Playoffs erreichten bzw. sogar die World Series gewannen.

Willkommen zu This Week in Baseball. Die neue Saison nähert sich so langsam und somit beginnt auch die Zeit, sich seitens der Major League Baseball auf den Ernstfall vorzubereiten. Eine prominente Verlautbarung war es daher, ein paar Teams nahezulegen, doch bitte ihre Spiele zu verkürzen.

Ihr werdet es sicher vernommen haben, Commissioner Alan H. „Bud“ Selig hat eine Wettbewerbskommission ins Leben gerufen, die sich mit dem Spiel an sich und möglicher Verbesserungen befasst. Da geht es dann um mögliche Erweiterungen des Instant Replays oder die Spielplangestaltung in den Playoffs. Dort gab es einige, die Schwierigkeiten mit den vielen freien Tagen im Oktober hatten, die letztlich dazu führten, dass die World Series bis Anfang November andauerte.

Doch das sind Dinge, für die man eine einfache Lösung finden kann. Schwieriger wird es da schon, das Spieltempo zu erhöhen bzw. die Spiellänge zu verkürzen. Die MLB hat die New York Yankees, Boston Red Sox und Los Angeles Dodgers dazu angehalten, doch bitte ihre Spiele schneller über die Bühne zu bringen. Nach Angaben der Agentur STATS LLC dauern Yankees-Spiele im Schnitt 3:08 Stunden, die der Red Sox 3:04 Stunden und Dodgers-Spiele benötigen in aller Regel 3:02 Stunden, um ein Ende zu finden.

Da fragt man sich natürlich, wie lange ein MLB-Spiel im Ligaschnitt andauert. Die Antwort ist interessant: 2:52 Stunden. Die MLB findet es also problematisch, dass die Yankees im Schnitt 16 Minuten länger brauchen als ein Spiel normalerweise in der Liga andauert. Wenn man sonst keine Probleme hat…

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Wird nicht zum Spieltempo beitragen: On-Base-Spezialist Nick Johnson (Yankees) (CC-BY-SA) Foto von Keith Allison

Aber wie kommt es zu der Überlänge? Der Hauptfaktor ist dabei sicherlich die Geduld der Hitter. Und diese zahlt sich sogar aus! Kein Zufall also, dass die Yankees und Red Sox die American League in On-Base-Percentage anführten 2009. Beide Teams sehen sehr viele Pitches, haben auch die meisten Walks in ihrer Liga erarbeitet und nahezu folgerichtig auch die meisten (NYY) bzw. drittmeisten Runs (BOS) der AL erzielt.

In der NL führten die Dodgers ebenfalls in der On-Base-Kategorie. Alle drei erreichten die Playoffs, was angesichts dieser Statistik kein Wunder ist. Wie sollen diese Teams also ihre Spielzeit verkürzen? Sollen sie öfter auf Balls schwingen? Manchmal fragt man sich schon, ob die MLB nichts Besseres zu tun hat als solche Themen zu behandeln.

Ein weiterer Faktor, der ein Spiel in die Länge zieht, sind die Unterredungen zwischen Pitchern und Catchern während des Spiels auf dem Mound. Also sozusagen die inoffiziellen „Mound Visits“ ohne den Pitching Coach oder Manager. Die Yankees haben davon gerade während der World Series fast schon exzessiv Gebrauch gemacht. Teilweise hatte man das Gefühl, sie würden jeden Pitch kurz debattieren.

Will man dies also unterbinden, muss man eben solche Catcher-Trips zum Mound unterbinden oder zumindest die Zahl dieser pro Inning irgendwie limitieren. Aber das wäre auch schon der einzige echte Ansatzpunkt in dieser Sache, denn ihre At-Bats werden alle diese Teams nicht her schenken, schließlich ist ihre Geduld ihre große Stärke. Und warum sollten sie dafür bestraft werden, es einfach besser zu machen als die anderen Teams, die teilweise auf alles dreschen, was ihnen entgegen geworfen wird?!

Kommentare
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dancariaz
(Registered) 22-03-2010 22:21
neue Regel bei den Yankees: Strikeout schon beim 2. Strike, dann sind die Spiele schneller vorbei :D
 
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Larsen
(Registered) 22-03-2010 22:28
Oder man erlaubt das Posada den Pitcher via Handy anrufen darf, das erspart auch viel zeit :)
 
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freshprince85
(Registered) 23-03-2010 07:09
wasn schwachsinn ....

obrigkeiten und chefs eben :D
 
Rene
(Publisher) 23-03-2010 07:39
Das Bemühen die Spiele kürzer zu machen, wird wohl jeder Fan unterschreiben, daß Bud Selig grad die
offensivstärksten Teams der Liga im Auge hat, ist aber wieder typischer Selig-Blödsinn.
Zu den Yankees: eine einfache Maßnahme Heimspiele zu verkürzen wäre mMn sicherlich "God bless
America" nur mehr am Wochenende zu spielen, spart auch wieder zwei, drei Minuten.
 
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BMSammy
(Registered) 23-03-2010 07:58
Zu diesem Artikel hab ich ein paar Fragen: War das denn in den letzten Jahren auch so, dass die
Mannschaften mit den meisten Walks und dem höchsten OBP die längste Spieldauer hatten? Wie lange
waren denn die Spiele der Rockies und Rays in 2009, denn die hatten mehr Walks als die Dodgers? Sind
in dieser Spieldauer-Statistik auch die Extra-Innings-Spiele berücksichtigt? Gibt es (erkennbare)
Unterschiede zwischen NL und AL?
Wurde auch der Zusammenhang zw. Team-Strikeouts und Spieldauer betrachtet? Denn ein Strikeout dauert
auch länger als ein First-Pitch-Groundout. Es müssten also auch die Strikeouts reduziert werden.

Und, hohes OBP hat nicht nur mit Plate Discipline zu tun, sondern auch mit gutem Ba...
 
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DDP
(Registered) 23-03-2010 08:52
Das mit der Länge der Spiele ist der größte Quatsch. Die Spieler können ja nicht immer beim ersten
Pitch swingen, nur damit das Spiel 10 Minuten eher zu Ende geht.
Bei den Mount Visits könnte man allerdings sagen, dass es pro Inning und Pitcher nur zweimal erlaubt
ist.
 
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Larsen
(Registered) 23-03-2010 09:28
Tja, da sieht man mal wo die MLB ihre Prioritäten setzt.

Und zu der länge des Spiels fällt mir nur Doug Heffernan ein "Ja Verlängerung, das heißt extra
Bier und extra Essen" :)
 
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Basti
(Publisher) 23-03-2010 09:30
Was waren das für Zeiten als jedes Spiel im Schnitt nur so zwei Stunden gedauert hat...waren da die
Batter eigentlich so blind und haben auf alles gedroschen, was ihnen in den Weg kam oder woran lag
es, dass es früher einfach alles besser war und ohne Probleme geklappt hat?

Ich denke nicht, wieso bekam man trotzdem die Spiele früher so schnell über die Bühne...

PS: Die Yankees standen 2009 insgesamt 2592 Minuten länger auf dem Platz als der MLB-Durchschnitt.
16 Minuten pro Spiel hört sich dahingehend vieleicht wirklich sehr wenig an...der Unterschied zum
Ligaschnitt beträgt in Prozent ausgedrückt gerade einmal 9.3 %.
Mound Visits durch Catcher oder Infielder würd ich auf eins pro Inning redu...
 
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Tulo
(Registered) 23-03-2010 09:39
Ich denke auch, dass mit einer max. Zeit zwischen zwei Pitches die Spieldauer am effizientesten
geregelt werden kann. Das geht nämlich immer elend lange (auch ohne mound visit)...
 
Rene
(Publisher) 23-03-2010 11:23
Warum Spiele länger werden?
*) Relief Pitcher: mMn eindeutig derGrund, warum Spiele immer länger werden. Einerseits werden pro Spiel wesentlich mehr Pitcher als
früher verwendet, einfach weil einerseits die Starter früher rausgehen und andererseits die Reliever
nicht mehr vom Typ "Feuerwehrmann" sind, der reinkommt und zwei, drei Innings fertigpitcht.
Wenn ich die an so manche Tony La Russa "one batter=one pitcher" Festspiele denke... Und
jeder dieser Wechsel kosten ziemlich viel Zeit.
Reliever haben im Gegensatz zu Startern meist auch nicht so ein zügiges Tempo, die winden sich erst
mal eine halbe Stunde am Mound, bevor der Pitch losgeht. Ist ja auch klar: der Starter will seinen
R...
 
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