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Sheets und Cabrera finden Teams, Damon nicht
Der Winter im Baseball neigt sich dem Ende zu und es kommt wieder etwas Schwung auf den Free-Agent-Markt. So langsam finden auch die Letzten ein Team und gleichzeitig schwinden die Chancen für andere, irgendwo unterzukommen.
Willkommen zu This Week in Baseball. Es sind nur noch drei Wochen bis die Pitcher und Catcher in Florida und Arizona an die Arbeit gehen und so langsam beginnt auch die Phase für die Teams, sich intensiv mit den letzten noch verbliebenen Free Agents zu befassen.
Ich wunderte mich schon länger, warum eigentlich Orlando Cabrera noch kein neues Team gefunden hatte. Er ist ein ziemlich guter Spieler, der zwar schon 36 wird in zwei Wochen, aber immer noch spielen kann. Seine Defense ist seit jeher stark und an der Platte wirkt er auch recht kompetent. Wieso dauerte es also so lange, bis ihn endlich jemand unter Vertrag nahm? Die Cincinnati Reds sind es schließlich geworden und man kann sie dazu nur beglückwünschen.
Weniger Probleme bei der Jobsuche hatte Ben Sheets, den wir nun in Oakland bewundern dürfen. Doch ehrlich gesagt kann ich seinen Vertrag keineswegs nachvollziehen. Ich meine, der Mann hat seit mehr als einem Jahr nicht mehr gepitcht, hatte Muskel-Probleme im ganzen Arm und eine Operation am Ellenbogen. Wie rechtfertigt man also zehn Millionen $ garantiert plus Leistungsboni? Mit „Money Ball“ hat das jedenfalls nichts mehr zu tun. Ich will sein sportliches Können keineswegs infrage stellen, ich bin sogar ein Fan von ihm. Doch nach so einer langen Verletzungspause sollte man eigentlich nicht in der Position sein, so einen Vertrag zu fordern. Letztlich fand er aber ein Team, das bereit war, den hohen Preis zu zahlen und somit liegt das Risiko komplett auf Seiten der Athletics! Ich bin gespannt, was diese Saison in Oakland bringen wird und demzufolge auch, ob Sheets auch wirklich über den 31. Juli hinaus vor Ort sein wird…
Nebenbei noch was zum Sheets-Vertrag: Ein Rich Harden ist ähnlich geplagt von Verletzungen in seiner Karriere und bekam von den Rangers ein paar Millionen weniger als Sheets, obwohl er nahezu die ganze letzte Saison aktiv war in Chicago. Außerdem unterschrieb Sheets nach Harden. Insofern geht der Deal mit Oakland gegen jede Logik! Hätte er vor Harden unterschrieben und letzterer dann weniger bekommen, hätte man es wenigstens auf die negative Marktentwicklung schieben können, aber so macht es einfach keinen Sinn.
Des Weiteren muss man einmal mehr auf einen bestimmten Namen schauen: Johnny Damon! Er und sein Agent, Scott Boras, haben sich so richtig verzockt! Ich glaube so komplett falsch hat Boras noch nie einen Markt für einen Spieler eingeschätzt. Anders formuliert: Selten bestand so viel Einigkeit unter den Teams bei der Beurteilung der Stärken und Schwächen eines Spielers. Scheinbar ist sich jeder im Klaren, dass Damons herausragende Zahlen aus dem letzten Jahr zu einem großen Maße aufs Yankee Stadium zurückzuführen sind. Für jedes andere Team bedeutet dies, dass man hier Einbußen besonders bei den Home Runs in Kauf nehmen muss. Und schaut man sich die Verträge in der MLB an, so sieht man richtig hochdotierte Deals fast ausschließlich für Power-Hitter – eine große Ausnahme wäre Derek Jeter. Und wenn man nun auf die Verträge für Corner Outfielder schaut in diesem Winter und die Namen Jason Bay und Matt Holliday streicht, sieht man, dass Damons Vorstellungen realitätsfern sind.
Und dieses „Blame-Game“, das Boras nach der Verpflichtung von Randy Winn durch die Yankees angezettelt hat, ist wirklich fehl am Platz! Die Yankees wollten Damon nur zu einem managbaren Preis von dem der Spieler und sein Agent nichts hören wollten. Damit war die Sache im Grunde schnell erledigt, denn die Yankees waren nicht bereit, sehr lange zu warten. Das machten die relativ kurzfristig abgewickelten Trades für Curtis Granderson und Javier Vazquez deutlich. Und auch bei Nick Johnson – Damons Nachfolger im Lineup – dauerte es nicht lange.
Allerdings verstehe ich die Leute nicht, die bis zuletzt auf eine Rückkehr Damons in die Bronx gehofft hatten. Eigentlich war dies wirklich schon mit Johnsons Unterschrift ausgeschlossen. Damon war, wenn überhaupt, nur als Designated Hitter vorgesehen und nur noch im Notfall als Left Fielder. Das war aber die einzige noch vakante Position bei den Yankees. Und hier hörte man immer nur, dass dort ein Spieler auflaufen soll, der defensiv stärker ist als die bisherige Nr. 18, was zugegebenermaßen kein Kunststück ist.
Billy Beane versucht so das Team weiter zu verjüngen, indem er sich per Trade quasi seine Spieler zusammendraften kann.
10 Millionen als Opfer hierfür ist nun wirklich kein Pappenstil. WIN/LOSE Vertrag erster Kategorie in meinen Augen...
oder Jayson Werth
Ansonsten war der Fehler eben, daß sich Damon viel zu viel Zeit gelassen hat und dadurch die Yankees eben ein paar moves gemacht haben, die seine Wiederverpflichtung nicht mehr so dringend oder möglich gemacht haben.
Ich bin mir fast sicher, dass das nicht passieren wird. Die Yankees werden sich nächstes Jahr eher einen neuen Pitcher leisten, wenn Andy aufhört...
Marcus Blumberg
Marcus Blumberg ist 25 Jahre alt und mit der Leitung der Redaktion bei Baseballinsider.de beauftragt. Des Weiteren bloggt er, aktualisiert das TV-Programm und führt die wöchentliche Kolumne This Week in Baseball. Neben dem Germanistik- und Philosophie-Studium in Göttingen arbeitet der Yankees-Fan als stellvertrender Chefredakteur für AmericanFootballinsider.de und ist dort für den Inhalt verantwortlich.
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re: - Würd sagen eher Durchschnitt und der OBP muss (noch) besser werden
(11-03-2010 19:57)Flames1848
Okay, ich tendiere dazu mich manchmal nicht genau genug auszudrücken ... Sorry.
(11-03-2010 19:30)BMSammy
Keine Panik
(11-03-2010 18:19)Basti
re: - Für Nr. 1 oder 2 in der Lineup sollte man schon an .400 rankommen. Und wenn man so schnel...
(11-03-2010 18:05)Marcus
(11-03-2010 18:02)Willitouch