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This Week in Baseball - Das Imperium schlägt zurück

Die New York Yankees schafften am Wochenende einen Vier-Spiele-Sweep gegen die Boston Red Sox und schlugen den Erzrivalen dabei auf alle möglichen Arten. Und das, nachdem die Red Sox zuvor alle acht bisherigen Partien der Saison für sich entschieden hatten.
Willkommen zu This Week in Baseball. An diesem Wochenende schaute die Baseballwelt einmal mehr in die Bronx, NY, wo die Yankees die Red Sox zum ewig jungen Prestigeduell empfingen. Und wie eigentlich immer, ging es auch dieses Mal wieder um die Vorherrschaft in der AL East. Die Ausgangslage war allerdings kurios, denn obwohl Boston bisher alle acht Partien gegen New York gewonnen hatte, lagen die Yankees 2 ½ Spiele vorn in der Division. Und dies sprach nicht unbedingt für die Leistung der Red Sox gegen den Rest der Liga. Doch noch bedenklicher dürfte es für die „Nation" sein, dass sie in dieser Serie an sich kaum eine Chance hatten, egal, was sie unternahmen...
Spiel 1: Freischießen
Am Donnerstag war der erste Akt dieser Serie. Youngster Joba Chamberlain stand Oldie John Smoltz gegenüber. Und Joba hatte seine liebe Mühe in dieser Partie. Er quälte sich durch fünf kräftezehrende Innings mit 108 Pitches, ließ aber nur vier Runs zu. Nicht brilliant, aber passabel, wenn man betrachtet, wie sich sein Gegenüber präsentierte. Denn John Smoltz, einst als Trumpfkarte für die Playoffs verpflichtet, implodierte förmlich und verließ den Mound schließlich mit acht Runs in nur 3 1/3 Innings. Für ihn war es nicht nur das Aus in diesem Spiel, sondern auch das aus als Spieler der Red Sox. Danach wurde er entlassen.
Die Yankees vermöbelten die Sox, gegen die sie bisher kaum Land sahen, förmlich und triumphierten am Ende mit 13:6. Genugtuung also für die gescholtene Yankee-Seele, denn diese niederschmetternde Bilanz von 0-8 gegen diesen Gegner wurde einem ja fast in jeder Diskussion vor Augen geführt...
Spiel 2: Last Man Standing
Der Freitagabend bescherte uns dann vielleicht das beste Pitching-Duell des Jahres. A.J. Burnett auf der einen und Josh Beckett auf der anderen Seite ließen im Prinzip nichts zu. Und selbst wenn sie mal wackelten, fanden sie immer wieder Wege, sich aus den Bedrohungen zu befreien. Beide pitchten bis ins achte Inning und danach dominierten die Bullpens.
Doch entgegen der allgemeinen Meinung, hatten schließlich die Reliever der Yankees den längeren Atem. Joe Girardi setzte mit Phil Hughes, Mariano Rivera, Alfredo Aceves, Brian Bruney und Phil Coke nur fünf Relief Pitcher ein. Terry Francona hingegen musste im 14. Inning schon seine letzte Option ziehen, nämlich Junichi Tazawa, was ihm schließlich zum Verhängnis wurde. Denn man spürte förmlich an diesem Abend, dass gerade Alex Rodriguez noch etwas Großes tun würde. Und was gibt es im Baseball größeres als einen Walk-Off-Home-Run? „A-Rod" lieferte und schickte die Zuschauer am frühen Samstag nach Hause. Davor hatte er seit über 70 At-Bats keinen Ball mehr aus dem Spielfeld befördert.
Spiel 3: CC
Die beste Nachricht für die Yankees vor dem Spiel am Samstag war, dass man dem stark geforderten Bullpen eine Pause gönnen konnte. Denn mit CC Sabathia stand das Pitching Ace auf dem Mound. Und dieser hat in der aktuellen Saison in seinen 24 Starts nur fünfmal nicht bis mind. ins siebte Inning gepitcht. Erschwerend für Boston kam noch hinzu, dass er an diesem Tag seinen wohl besten Start des Jahres hinlegte. In 7 2/3 Innings erlaubte er nur vier Baserunner und sammelte neun Strikeouts. Zudem warf er erstmals in dieser Saison 98 MPH, was deutlich machte, wie gut sein Stuff war. Auf der anderen Seite erwischte Clay Buchholz ebenfalls einen guten Tag und ließ nur zwei Runs in sechs Innings zu. Doch angesichts der Leistung von Sabathia war dies einfach nicht genug...
Spiel 4: Clutch Hits
Gestern Nacht besiegelten die Yankees schließlich den Sweep und wieder gab es ein großes Pitcher-Duell. Andy Pettitte pitcht aktuell wie in seinen besten Tagen und hat seine traditionell starke Post-All-Star-Break-Form erlangt. Er ließ nichts zu in sieben Innings. Jon Lester war ähnlich stark, aber eben einen Tick schlechter - im siebten Inning gab er gegen Alex Rodriguez den vermeintlich entscheidenden Home Run ab...
Vermeintlich deshalb, weil wir danach einmal mehr erlebten, was Joe Girardis größte Schwäche ist. Er vertraut zu oft den falschen Leuten. Denn nachdem Linkshänder Phil Coke Linkshänder Jacoby Ellsbury ausgemacht hatte, wäre der logische Schritt gewesen, Phil Hughes ins Spiel zu bringen. Der hätte dann gegen Dustin Pedroia und Victor Martinez gepitcht. Stattdessen blieb der Manager bei Coke und dieser gab die Führung ab. Und man bedenke, Hughes hatte zwar in den zwei Spielen zuvor auch gespielt, warf aber nur neun Pitches insgesamt. Wo war also das Problem? Ich verstehe natürlich, dass man ihn vorsichtig behandelt, aber hier ging es um einen Sweep gegen die Red Sox!
Und diese Geschichte wäre Girardi von der Presse im Laufe dieser Woche bestimmt buchstäblich um die Ohren gehauen worden, wären da nicht Johnny Damon und Mark Teixeira. Denn diese beiden drehten das Spiel im Achten mit zwei Outs im Alleingang. Dabei stellten sie sogar einen Franchise-Rekord auf, denn es war das siebte Mal, dass diese beiden in der Saison Back-to-Back-Home-Runs schlugen! Danach sorgte Nick Swisher für ein Polster und Mariano Rivera beendete die Partie und die Serie.
Fazit
Spiel 1 war ein Schützenfest, in dem die Yankees einfach einen besseren Tag offensiv erwischten und die Schwäche des gegnerischen Pitchers besser nutzten. Das zweite Spiel war ein Pitcher-Duell erster Güte inkl. starker Bullpens. Und am Ende musste ja irgendwer gewinnen, die Yankees hatten Alex Rodriguez, der einfach reif war für einen Home Run. Spiel drei war sozusagen die totale Dominanz von CC Sabathia, der genau wie A.J. Burnett seinen besten Auftritt in „Pinstripes" überhaupt hinlegte. Beide haben eindrucksvoll gezeigt, warum man so viel Geld in sie investiert hat, eben weil sie auch gegen den Hauptgegner dominieren können! Und gestern waren die Yankees einfach nachhaltiger. Sie ließen sich von nichts beirren und ließen vor allem nicht die Köpfe hängen, sondern gaben die zwei Runs der Red Sox gleich wieder zurück. Überhaupt hat man die Red Sox in dieser Serie förmlich überrollt, denn sie waren nicht einmal nach einem vollen Inning in Führung und bekamen an diesem Wochenende die Grenzen aufgezeigt.
Als kleine Anmerkung noch ein Lob an Alex Rodriguez. Geht man nur nach Leistung des Teams, wäre Alex Rodriguez der MVP der American League. Er verpasste einen Monat, kam dann zurück und drehte dieses Team herum. Während seiner Absenz war man zwei Spiele unter .500, seit der Rückkehr ist man 58-22 und hat die beste Bilanz der gesamten Liga. Von seinen 21 Home Runs, haben zwölf das Spiel entweder ausgeglichen oder brachten die Führung und von seinen 63 RBI taten dies mehr als die Hälfte. Zudem schlägt Mark Teixeira um Welten besser seit Rodriguez hinter ihm schlägt. Das ist für mich die Definition eines MVP, nämlich ein herausragender Spieler, der seine Mitspieler und somit das Team besser macht!
Red Sox Line Up mit A-Rod umschrieben hatte....seitdem er wieder da ist, sieht man ja wie gut die
Yankees da stehen.
schwersten Division!
Da wurden die Zweifler vom Saisonstart eines besseren belehrt.
Und die Frage nach einen fünften Starter ist wohl auch hinfällig. In den Playoffs reichen auch die
ersten Vier.
Und sollten die Red Sox sogar die Playoffs verpassen, wäre dies sicher mehr als eine Überraschung.
Wild-Card-Gewinner getippt...
War mir dann sicher, dass wir in einer möglichen ALCS als Sieger vom Platz gehen...
Aber damals bin ich auch noch davon ausgegangen, dass wir dann einen Smoltz in Normalform (sorry:
Big-game-Form) haben werden und auf Beckett, Lester und Dice-K in Normalform setzen können...
Das ist hinfällig. Zudem kommen die Zweifel an der Offense. Tatsache ist, dass wir derzeit auf 7-9
wenig bis gar keinen Schrecken verbreiten...
Nachdem ich dem Podcast von Bill Simmons angehört habe, und mir zum ersten mal bewusst wurde, dass
wir Halladay hätten holen können, ist mir ...
zahlen, immerhin 9 Mios. Sollten sie noch Guzman von den Nationals holen, haben sie für kommende
Saison 17 Mio für dei SS-Position verplant.
Immerhin sparen sie das Bay-, Smoltz-, Penny- und wohl auch Varitek-Geld, was rund 20 Mios bedeutet
- allerdings werden Youk, Pedroia, Papelbon, Lester und V-Mart alle deutlich mehr verdienen...die
Lösung ksnn wohl nur Anhebung der Payroll lauten!
Artikel vom Wochenende war nicht korrekt.
Ende gewinnen immer die Guten
ihn lieber mal ziehen lassen sollen, anstatt ihm nochmal ein Jahr so viel Geld plus Option zu geben.
Ich gehe davon aus, dass Varitek 2010 auf der Bank Platz nimmt...und das mutet er sich nich zu ->
Ergo: Keine Option für 2010 und das Ende von Varitek bei den Red Sox.
Hmm, das mit Lugo ist blöd, aber das erklärt natürlich, weshalb sie ihn überhaupt abgeben konnten...
Zu doof, wenn man im Urlaub ist bekommt man einfach nix mit...
Zu Varitek:
Kann mir nicht vorstellen, dass Tek nächstes Jahr freiwillig seinen Hut zieht. Dazu hat er zu sehr
darauf bestanden, das nächste Jahr noch zu bekommen. Zur Erinnerung, er hätte für 10 Millionen
dieses Jahr bleiben können, aber hat dies abgelehnt, weil er nächstes Jahr noch spielen wollte...
So teuer ist er allerdings nicht, ich denke, dass man das verkraften kann, vor allem, da er, denke
ich, ein brauchbarer Backup-C wäre.
Payroll 2010:
Ja, natürlich kommen da Gehaltserhöhungen drauf,...
immer bei den Red Sox landen können.
Varitek bleibt nur wenn er spielt. Die Red Sox bezahlen ihm doch nicht das Gehalt und setzen ihn
dann auf die Bank. Ich denke so langsam aber sicher war es das mit Varitek bei den Red Sox. Time To
Say Good Bye Captain...
Ende gewinnen immer die Guten
Die Red Sox sind aber genauso böse. Die tun nur immer so, als wären sie die Guten...
Marcus Blumberg
Marcus Blumberg ist 25 Jahre alt und mit der Leitung der Redaktion bei Baseballinsider.de beauftragt. Des Weiteren bloggt er, aktualisiert das TV-Programm und führt die wöchentliche Kolumne This Week in Baseball. Neben dem Germanistik- und Philosophie-Studium in Göttingen arbeitet der Yankees-Fan als stellvertrender Chefredakteur für AmericanFootballinsider.de und ist dort für den Inhalt verantwortlich.




klar, wenn die grad mal in Schwung kommen...
(22-05-2012 15:26)Joey Hollow
Irgendwann sollten die Reds auch sehen, daß sie zumindest einmal ausprobieren, ob Chapman das Zeu...
(22-05-2012 11:27)Rene
Ohje wie lächerlich Sean Marshall den Closerjob wegzunehmen...ein Blown Save und ein BABIP von.500
(22-05-2012 10:36)Basti
Vielleicht sollte man eine Amnestie einführen: Wenn man so schnell fährt, wie man werfen kann, is...
(22-05-2012 09:05)Willitouch
Lawrie ging halt gegen den Schiedsrichter - und der ist nunmal absolut tabu. Das ist nicht nur im...
(22-05-2012 09:03)Willitouch