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This Week in Baseball - Perfection und Deadline

 
Autor: Marcus Blumberg Montag, 27. Juli 2009
 

Freitag ist die Trade Deadline, Mark Buehrle hat ein Perfect Game gepitcht und die Frage aller Fragen bleibt, wo denn Roy Halladay ab nächster Woche zu sehen sein wird.

Willkommen zu This Week in Baseball. Es gibt offensichtlich viel zu besprechen und daher gehe ich erneut einzelne Themen durch...

Buehrles Perfect Game

Donnerstagabend war mal wieder so typisch. Die Fernsehzeitung gab nichts her - da hat man schon locker an die 100 Sender und keiner bringt etwas gescheites in dieser Jahreszeit - und auch die Spiele aus der MLB zur europäischen Primetime rissen mich nicht aus den Socken. Ich beschloss also, eine DVD zu schauen - Independence Day, für alle, die es interessiert. Als ich danach auf ESPN America schaltete, sah ich nur noch die Jubelbilder aus Chicago, nahm sie aber gar nicht so recht war, weil es eben üblich ist für diesen Sender, Highlights von früher zu zeigen. Und da Mark Buehrle vor nicht allzu langer Zeit erst einen No-Hitter schaffte, ignorierte ich das.

Dann ging ich auf MLB.com und fand die große Schlagzeile. Es ist zwar nicht so, dass ich mich nicht freute für Buehrle, doch der Ärger darüber, dass ich die ganze Show verpasste, überwog doch eindeutig!

Nichtsdestoweniger ist es schon unglaublich, dass ein Pitcher, gerade in der heutigen Zeit, innerhalb von knapp zwei Jahren zweimal solch einen Tag erwischt. Zuerst ein „No-No" und nun ein „Perfecto". Und alles mit demselben Home-Plate-Umpire! Das Beste an der Sache ist aber sicherlich, dass Buehrle dies im heimischen US Cellular Field bewerkstelligte - beide Male, versteht sich! Dies ist ein Hitter-Paradies und dennoch schafft es Buehrle, Hitter hier zur Bedeutungslosigkeit zu degradieren. Er ist definitiv ein richtig Gro0er und vermutlich einer der am meisten unterschätzten Pitcher überhaupt in der Liga. Was mir zudem schon immer an ihm gefiel war sein Tempo. Ein Kolumnist hat bemerkt, dass dieses Spiel nur knapp zwei Stunden ging, während allein die Regenpause vor dem Spiel der Yankees gegen die Athletics am selben Abend 2:43 Stunden andauerte...

Und gleich nach dieser Leistung meldeten sich schon wieder einige Stimmen, die nach einer möglichen Hall-of-Fame-Aufnahme fragten. Zwei No-Hitter sind sicherlich gute Argumente, genauso der World-Series-Titel. Und die Tatsache, dass er damals als erster Pitcher überhaupt ein Complete Game und einen Save in derselben World Series schaffte, wirkt auch recht überzeugend. Doch lasst uns nichts überstürzen. Stattdessen sollten wir uns diesen Fall in ca. zehn Jahren noch einmal anschauen.

Trade Deadline

Wie immer Ende Juli gibt es auch dieses Jahr wieder die wildesten Spekulationen. Über Twitter und in den Blogs herrscht jedes Mal regelrechte Aufruhr, wenn ein Scout einen bestimmten Spieler beobachtet, besonders, wenn dieser Roy Halladay oder Cliff Lee heißt. Peter Abraham hat recht, wenn er die Lächerlichkeit einer solchen Aktion anspricht. Wer muss ernsthaft diese beiden scouten, um alle Zweifel an einem möglichen Deal auszuräumen?

Der erste größere Deal war der von Matt Holliday. Für diesen Transfer bin ich an sich schon mal dankbar, denn wenn ihr euch erinnert, habe ich zu Saisonbeginn ein paar Behauptungen aufgestellt und dies war eine davon. Egal, was also noch passiert, werde ich nicht 0-for-09 sein, wenn die Saison vorbei ist! Davon abgesehen, kann man natürlich fragen, was Billie Bean, den General Manager der A's, dazu bewogen hat, Holliday zu traden. Ursprünglich kündigte er an, ihn bis Jahresende behalten zu wollen, um dann bei dessen Abgang zwei zusätzliche Draftpicks zu erhalten. Warum nun also der Sinneswandel, wo Bean doch als großer Freund des Drafts gilt?

Die wahrscheinlichste Theorie ist sicherlich, dass der Markt vielleicht nicht gerade rosig aussähe für Holliday. Immerhin hat er in Oakland nicht gerade groß aufgetrumpft und litt sichtlich unter dem Abschied aus Coors Field. Und von daher wäre es zumindest fraglich, ob Holliday auf dem Markt einen Vertrag bekommen hätte, welcher ihm zumindest einmal das aktuelle Gehalt auch in Zukunft garantierte. In diesem Jahr bekommt er 13,5 Mio. $. Es könnte nun also sein, dass Holliday am Ende doch nicht auf den Markt will und stattdessen lieber das anstehende Arbitration-Angebot annimmt, wodurch ihm mind. der aktuelle Betrag sicher wäre. Das wiederum wäre nicht im Sinne der A's.

Die nächsten Monate werden nun zeigen, ob er in der ihm besser bekannten NL-Umgebung aufblühen kann. Sollte dies passieren, ginge er sicherlich selbstbewusster in Richtung Free Agency, zumal sein Berater Scott Boras heißt. Was das Spielerpaket angeht, welches die Cardinals abgeben mussten, scheint die einhellige Meinung zu herrschen, dass dies ein guter Ertrag sei für die A's. Insofern könnten alle Seiten glücklich werden mit diesem Geschäft.

Die anderen Spieler bleiben wohl eher bei ihren aktuellen Teams. Es gibt keinen Grund für Cleveland, Cliff Lee abzugeben, da man eine recht günstige Option auf ihn für 2010 hat und das Gleiche gilt für Victor Martinez, an dem die Red Sox interessiert wären. Man will im nächsten Jahr wieder angreifen, insofern dürfte man an seinen besten Spielern festhalten.

Bei Roy Halladay sehe ich allerdings weiterhin die Phillies als Favoriten, denn irgendwie sollte man sich doch einigen können. Mit der Phillies-Offense und Halladay an der Spitze der Rotation wäre die Möglichkeit der Titelverteidigung um einiges größer!

In jedem Fall solltet ihr aber regelmäßig auf unserer Seite vorbeischauen, denn sobald etwas passiert, werden wir darüber berichten.

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Marcus Blumberg

 
blumberg2 Marcus Blumberg ist 25 Jahre alt und mit der Leitung der Redaktion bei Baseballinsider.de beauftragt. Des Weiteren bloggt er, aktualisiert das TV-Programm und führt die wöchentliche Kolumne This Week in Baseball.
Neben dem Germanistik- und Philosophie-Studium in Göttingen arbeitet der Yankees-Fan als stellvertrender Chefredakteur für AmericanFootballinsider.de und ist dort für den Inhalt verantwortlich.