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This Week in Baseball - All Stars 2009

 
Autor: Marcus Blumberg Montag, 06. Juli 2009
 

Die All Stars 2009 stehen fest und bis auf zwei Leute wissen wir, wer nach St. Louis fährt. Die Kader werden erneut erweitert und man muss sich wieder einmal fragen, ob die Wahl berechtigt ist.

Willkommen zu This Week in Baseball. Das All Star Game steht vor der Tür und daher ist es an der Zeit, sich darüber ein paar Gedanken zu machen. Wie immer habe ich mir ein paar Themen rausgesucht, die ich nacheinander abarbeiten werde.

Noch größere Kader

In den letzten paar Jahren war es üblich, dass zum jetzigen Zeitpunkt je 31 Spieler für beide Teams feststanden und die Fans den 32. Mann zusätzlich wählen konnten. Diese Praxis wird auch in diesem Jahr angewandt - dazu später mehr. Doch genau genommen, sind wir mittlerweile beim 33. Mann angekommen.

Man hat aus dem letztjährigen, elendig langen Spiel in New York Konsequenzen gezogen und beiden Managern einen zusätzlichen Pitcher zugestanden. Sollten wir also wieder Überlänge haben und in die Situation kommen, alle Pitching-Optionen auszuschöpfen, hätte man zumindest noch Luft für einen weiteren Pitcher um den Tag zu retten. Inwiefern das Sinn macht, wird man sehen, aber zumindest macht man gegenüber der Wichtigkeit des Spiels Zugeständnisse. Denn immerhin muss es einen Sieger geben, da weiterhin durch den Ausgang des Spiels das Heimrecht in der World Series entschieden wird.

Noch größere Kader?

Durch die erneute Erweiterung sind wir nun bei 66 Spielern angekommen. 66? So ein All Star Game soll ja eigentlich die allerbesten des Sports beinhalten und den Fans eine große Show bescheren. Doch nun mehren sich die Stimmen, die sagen, dass durch die scheinbar immer weiter ansteigende Zahl von Spielern die Wertigkeit des All-Star-Status verwässert würde. Den gleichen Effekt hat sicher die Regel, nach der jedes Team vertreten sein muss. Denn ganz ehrlich, womit haben etwa die Washington Nationals einen All Star verdient? Ryan Zimmerman in diesem Fall ist kein schlechter Spieler, aber dieses Team hat gerade mal 24 Spiele gewonnen, was einer Siegquote von ca. 30 % entspricht.

Und wenn man diese große Anzahl mal vergleicht mit anderen Sportarten, wird deutlich, dass die Personalsituation hier ein wenig aus den Fugen geraten ist. Sicherlich hat man in der NFL insgesamt noch mehr Spieler, doch dies ist darin begründet, dass man eben zwei komplette Mannschaftsteile bestücken (Offense und Defense) muss. Die NBA hingegen beschränkt sich auf das Maximum für reguläre Kader und stellt so sicher, dass wirklich nur die Besten dabei sind. Da werden sogar regelmäßig sehr gute Spieler außen vor gelassen, was es noch besonderer macht, dabei zu sein. Die sog. „Snubs" gibt es zwar auch immer wieder im Baseball, doch ist es hier deutlich leichter, es ins Team zu schaffen - Platz ist ja genug!

Verhältnis Vote/Leistung

Ich werde jetzt nicht alle Starter durchgehen, aber über ein paar muss man schon das ein oder andere Wort verlieren...

In der American League stört mich in gewisser Weise eigentlich nur Josh Hamilton im Outfield, der selbst gesagt hat, dass er es dieses Jahr eigentlich nicht verdient habe. Da mag er recht haben, denn gespielt hat er aufgrund von Verletzungen nur sehr sporadisch. Gestern absolvierte er noch zwei Spiele für Triple-A Oklahoma und wurde anschließend von den Rangers aktiviert. Einsatzbereit ist er also. Vermutlich hoffen die Fans einfach, dass er auch dieses Jahr im Home Run Derby aktiv ist und für eine ähnlich spektakuläre Show sorgt wie im letzten Jahr in New York. Ob das mit seiner gerade überstandenen Rippenverletzung aber ratsam wäre, steht auf einem anderen Papier...

In der National League haben die Fans aber eigentlich eine gute Wahl getroffen. Carlos Beltran spielte zwar ebenfalls nur wenig, zeigte aber durchaus ansprechende Leistungen. Und sein Teamkollege David Wright scheint zwar jegliche Power verloren zu haben, was nicht zuletzt am monumental großen CitiField liegen mag, aber mit seinem Schlagdurchschnitt führte er bis zu seiner aktuellen Schwächephase (0-11 gegen Philadelphia am Wochenende) die Liga an. Defensiv ist er ohnehin stark!

Pauschal kann man aber sagen, dass mir niemand ernsthaft fehlt. Und das ist neu, denn in den letzten Jahren hatte ich immer etwas an der Wahl auszusetzen.

Der 33. Mann

Um darauf nochmal zu sprechen zu kommen, müssen „wir" ja immer noch zwei Spieler wählen. In der American League stehen mit Chone Figgins, Ian Kinsler, Brandon Inge, Carlos Pena und Adam Lind durchweg interessante Optionen parat. Spontan würde ich zu Adam Lind tendieren, denn erstens hat man schon genügend First Basemen, was Pena ausschließt und zweitens spielt Lind eine beeindruckende Runde. Figgins hätte es auch verdient, vor allem, weil er so vielseitig einsetzbar ist, doch ich würde Lind wählen!

In der NL haben wir Mark Reynolds, Matt Kemp, Pablo Sandoval, Shane Victorino und Cristian Guzman. Letzterer fällt raus, weil er bei den Nationals spielt (s. o.), Reynolds bekleckert sich mit seinen D-Backs auch nicht mit Ruhm und so bleiben noch Kemp, Sandoval und Victorino. Meine Wahl fiele auf Sandoval, denn der gefällt mir schon seit letztem Jahr. Ein unglaublich guter Hitter und ebenfalls auf mehreren Positionen verwendbar. Er war ja auch mein Tipp für den Rookie des Jahres...

Das wäre es einstweilen von mir. Nächste Woche macht „TWIB" All Star Break, was damit zusammenhängt, dass ich wieder weite Teile der All-Star-Coverage für MLBI.de übernehme und ansonsten aufgrund meines Studiums momentan schwer beschäftigt bin.

Kommentare
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Basti
(Administrator) 08-07-2009 01:51
David Wright 2mal in Serie in den Week End Serien 0 von 11...aber er ist definitiv
"votierbar"...hat halt seinen Schwung umgestellt und geht eher auf Base Hits und Average.
Mark Reynolds ist halt in allen Belangen (ausser Plate Discipline vll.) der bessere in der Offense,
in der Defense geben sie sich meiner Meinung wenig bis gar nichts.
 
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Marcus Blumberg

 
blumberg2 Marcus Blumberg ist 25 Jahre alt und mit der Leitung der Redaktion bei Baseballinsider.de beauftragt. Des Weiteren bloggt er, aktualisiert das TV-Programm und führt die wöchentliche Kolumne This Week in Baseball.
Neben dem Germanistik- und Philosophie-Studium in Göttingen arbeitet der Yankees-Fan als stellvertrender Chefredakteur für AmericanFootballinsider.de und ist dort für den Inhalt verantwortlich.