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This Week in Baseball - Mailights

 
Autor: Marcus Blumberg Montag, 01. Juni 2009
 

Und wieder ein Monat vorbei. Zeit zurückzuschauen und die Highlights des Mais Revue passieren zu lassen.

Willkommen zu This Week in Baseball und frohe Pfingsten euch allen! Der Mai ist offiziell vorbei und ich möchte ein paar Themen ansprechen, die besonders herausstachen in besagtem Monat.

Grein-K

Wenn man ehrlich ist, ist Royals-Pitcher Zack Greinke massiv eingebrochen im Vergleich zum Vormonat! Nach einem 0.50 ERA im April, lag er im Mai bei 1.15. Das ist mehr als das doppelte! Und nach einer 5-0-Bilanz, gewann er nun nur noch drei Spiele gegenüber einer Niederlage. Es geht bergab mit dem Starter. Wenn er so weitermacht, gewinnt er am Ende doch keine 30, sondern nur noch 20 Spiele und sein ERA wird sich wohl im unteren Zweierbereich einpendeln. Er war wohl doch bloß eine Eintagsfliege...

Ibanez/Gonzalez

Alle schwärmen von Raul Ibanez und dessen plötzlicher Power. Doch mind. genauso bemerkenswert ist ja wohl Padres-First-Baseman Adrian Gonzalez. Denn während Ibanez im Citizens Bank Park spielt und somit durchaus leichtes Spiel hat beim herausschlagen des Balles, leidet Gonzalez unter Petco Park. Er führt Baseball mit 19 Home Runs an und schlug dabei bisher 14 auswärts. Zu Hause sind es nur fünf, was die Frage aufwirft, wie viele Home Runs er schlüge, spielte er irgendwo anders. Das soll jetzt aber keinesfalls Ibanez‘ Leistung schmälern, zumal dieser im Grunde gleich viele Heim- und Auswärts-Home-Runs auf dem Konto hat. Und im Gegensatz zu Gonzalez, hat Ibanez auch starke Kollegen, so dass die Phillies erneut Platz eins im Osten inne haben.

Peavy

Es hätte die Schlagzeile des Monats werden können, doch die Hauptperson in dieser Geschichte verhinderte dies. Die White Sox und Padres hatten sich schon auf einen Deal geeinigt, doch Padres-Ace Jake Peavy machte den Trade zunichte. Er sprach dann davon, dass seine Familie lieber in San Diego bliebe usw. und lieferte damit die üblichen Standardfloskeln der Höflichkeit wegen. Vielmehr ist es doch aber so, dass Peavy massiv von schon erwähntem Petco Park profitiert. Ich will zwar nicht sagen, dass er nur da stark ist, aber seine Zahlen machen deutlich, dass sein ERA außerhalb der Heimat einen ganzen Run höher liegt - ca. 2.50 gegenüber  ca. 3.50. Wie sollte das erst aussehen, wenn er in das Hitterparadies US Cellular Field wechseln würde? Und ich habe den Faktor Anpassung an die American League noch gar nicht in meine Überlegungen mit einbezogen! Ich denke zwar, dass er noch getradet wird, aber dann zu einem Team, dass um den Titel mitspielt und ein Stadion hat, dass zumindest mal keiner Abschussrampe gleicht. Und die National League sollte es auch sein!

Phillies Pitching

Die Phillies haben einen Team-ERA von 5.08, was bedeutet, dass nur die Washington Nationals in der NL schlechter sind. Dennoch führen sie die NL East an. Das aber wohl nur dank der starken Offensivabteilung, die mit 263 Runs die zweitmeisten der NL produziert. Die Wahrscheinlichkeit sagt aber, dass ein Team nicht über eine ganze Saison wie wahnsinnig Runs erzielen kann und insofern müsste das Pitching besser werden. Doch wie soll das gehen? Brett Myers fällt für den Rest des Jahres aus und Jamie Moyer pitcht mittlerweile seinem Alter entsprechend. Dazu ist Joe Blanton auf Normalniveau geschrumpft und bei Youngster J.A. Happ weiß man nicht, wie lange er konstant sein kann in seinem ersten Jahr als MLB-Starter. Chan Ho Park musste Happ Platz machen in der Rotation, doch nun wird man ihn wohl wieder ran lassen müssen.

Eines ist also klar, die Phillies brauchen Verstärkungen. Die Gerüchteküche brodelt ja bereits, es werden Namen wie Erik Bedard, Roy Oswalt oder auch Jake Peavy genannt, wobei letzterer ganz sicher nicht im Citizens Bank Park pitchen wird, jedenfalls nicht fürs Heimteam. Diese Geschichte bleibt also spannend.

Yankees

Die Yankees haben nach holprigem Start scheinbar Fahrt aufgenommen und alles begann im Grunde mit der Rückkehr von Alex Rodriguez. Seine Verdienste in diesem Jahr bisher sind mannigfaltig. Beeindruckend war sein Three-Run-Homer auf den ersten Pitch, den er damals in Baltimore sah. Ebenso groß war sein Walk-Off-Home-Run gegen die Twins, doch viel wichtiger als das ist seine Präsenz. Seitdem er wieder Clean-Up schlägt, ist auch Mark Teixeira erwacht. Er führt das Team in Home Runs und RBI an und hat ganz nebenbei im Grunde schon jetzt den Gold Glove Award für den besten First Baseman eingetütet - das aber ohne A-Rods Einfluss. Und mit Rodriguez an Nummer vier wird das Lineup viel tiefer als ohne ihn. Ein Ramiro Pena muss nicht mehr jeden Tag spielen und Brett Gardner oder Melky Cabrera nicht mehr an sieben oder acht schlagen. All das hilft dem Team ungemein. Seit Rodriguez‘ Rückkehr ist man 16-6 und machte aus einem Rückstand von fünf Spielen auf die Spitze Platz eins in der AL East. Dies ist nur eine Momentaufnahme, aber da nun auch alle anderen Verletzten so langsam zurückkommen und die Topverdiener in Form kommen, könnte dies der Anfang für etwas Großes sein...

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Auch an dieser Stelle möchte ich nochmal darauf hinweisen, dass ich nun auch über Twitter zu lesen bin. Anfangs war ich skeptisch, aber nun gefällt es mir doch ganz gut. Ich werde allerdings niemandem mit persönlichem Kram nerven, sondern mich aufs Sportliche und was sonst noch ansteht in der Welt beschränken. Wenn ihr meine aktuellen Kommentare verfolgen wollt, findet ihr mein Profil hier: www.twitter.com/MarcusBlumberg .

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Marcus Blumberg

 
blumberg2 Marcus Blumberg ist 25 Jahre alt und mit der Leitung der Redaktion bei Baseballinsider.de beauftragt. Des Weiteren bloggt er, aktualisiert das TV-Programm und führt die wöchentliche Kolumne This Week in Baseball.
Neben dem Germanistik- und Philosophie-Studium in Göttingen arbeitet der Yankees-Fan als stellvertrender Chefredakteur für AmericanFootballinsider.de und ist dort für den Inhalt verantwortlich.