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This Week in Baseball - Ein teurer Winter in Philadelphia

 
Autor: Marcus Blumberg Sonntag, 18. Januar 2009
 

Die Braves holen zwei weitere Pitcher, die Phillies geben Cole Hamels einen Dreijahresvertrag und blicken zitternd auf Februar, denn dann stehen die Abritration-Verhandlungen mit einer Reihe guter Spieler an.

Willkommen zu This Week in Baseball. Heute befasse ich mich mal wieder mit zwei Themen, nämlich den Pitchern der Braves und den Finanzen der Phillies.

Braves‘ Rotation

Nach langen Verhandlungen und immer neuen Gerüchten, machten die Atlanta Braves nun Nägel mit Köpfen. Sie verpflichteten neben dem Japaner Kenshin Kawakami auch noch Derek Lowe, der bis zu Tim Hudsons Rückkehr das Pitching Ace sein wird.

Von Kawakami kann man sicherlich ähnliches erwarten wie von Hiroki Kuroda von den Dodgers. Also einen ERA zwischen 3.50 und 4.00 und etwas weniger als 200 Innings. Als Nr. drei bis fünf sollte er daher durchaus eine Bereicherung für die Rotation sein, zumal bei ihm nicht mit längeren Verletzungen zu rechnen ist, was für die Braves traditionell problematisch ist. Und Derek Lowe hilft dem Team schon deshalb, weil er eben grundsätzlich 200 Innings pitcht und dabei auch noch überwiegend effektiv ist. Zudem muss man Scott Boras einmal mehr gratulieren, denn Lowe bekommt für seine vier Jahre 60 Mio. und damit deutlich mehr als etwa die Mets geboten hatten. Im Grunde hat er also wieder mal ein Team dazu gebracht, gegen sich selbst zu bieten und überzubezahlen!

Phillies und die Finanzen

Das wird ein teurer Winter für die Phillies. Sie haben nicht nur ein paar deutliche Gehaltserhöhungen an die Leute zu zahlen, die dies in ihren Verträgen verankert haben, sondern vor allem auch an die Spieler, mit denen Arbitration-Verhandlungen bevorstehen. Mit Greg Dobbs (zwei Jahre, 2,5 Mio. $) und Cole Hamels (drei Jahre, 20,5 Mio. $) konnte man diesen Stress vermeiden, aber es gibt genügend andere, die nicht so schnell unterschreiben werden.

Dobbs‘ Deal ist meines Erachtens ein Schnäppchen, allerdings auch für den Spieler in Ordnung, denn er ist schließlich nur ein Backup-Infielder. Bei Hamels tendiere ich dazu, den Vertrag als ausgeglichen anzusehen, denn einerseits hätte er durch Arbitration in diesem Jahr sowieso mind. vier Mio. $ bekommen (so sind es 4,35 Mio. $) und zweitens sind die Steigerungen in den weiteren Jahren auf 6,65 Mio. $ (2010) und 9,5 Mio. $ (2011) ebenfalls ok. Zwar denke ich, dass er 2011 etwas mehr hätte verdienen können durch Arbitration, aber auch nur dann, wenn seine Leistung beständig bleibt. Und sowas kann gerade durch Verletzungen gefährdet werden - oder eben durch Formschwankungen (siehe Justin Verlander). Insofern ist ein derartiger Deal für einen jungen Pitcher mehr als vertretbar.

Was die anderen Spieler angeht, so steht besonders Ryan Howard im Vordergrund. Er gewann seine letzte Arbitration-Verhandlung und bekam zehn Mio. $ zugesprochen. Im letzten Jahr schlug er erneut die meisten Home Runs und sammelte die meisten RBI - er wird sicherlich ca. 15 Mio. $ im nächsten Jahr verdienen. Die anderen Spieler, mit denen harte Verhandlungen anstehen, sind Joe Blanton, Chad Durbin, Ryan Madson, Shane Victorino und Jayson Werth. Davon werden sicherlich nicht alle ihre Verhandlungen gewinnen, aber mehr verdienen werden sie dennoch!

Insgesamt erwarte ich einen satten Anstieg der Gehaltsliste von den letztjährigen knapp 98 Mio. $ auf bis zu 130 Mio. $. Darin enthalten sind die schon erwähnten Gehaltserhöhungen, die in den vorhandenen Verträgen festgeschrieben sind. Somit gehören die Phillies zum ersten Mal überhaupt zu den Teams, die mehr als 100 Mio. $ für ihr Team im Jahr ausgeben! Erfolg hat eben seinen Preis.   

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Marcus Blumberg

 
blumberg2 Marcus Blumberg ist 25 Jahre alt und mit der Leitung der Redaktion bei Baseballinsider.de beauftragt. Des Weiteren bloggt er, aktualisiert das TV-Programm und führt die wöchentliche Kolumne This Week in Baseball.
Neben dem Germanistik- und Philosophie-Studium in Göttingen arbeitet der Yankees-Fan als stellvertrender Chefredakteur für AmericanFootballinsider.de und ist dort für den Inhalt verantwortlich.