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Neun Mal probiert, nur einmal ist etwas passiert

 
Autor: Roland Reinhart Sonntag, 22. August 2010
 

indians_smallHallo Tribe-Fans! Hallo Baseball-Aficionados!

In meiner ersten Kolumne habe ich versucht, das Indians Management ins richtige Licht zu setzen.

Jetzt drücken wir mal da, wo es weh tut.

Ende 2001 übernahm Mark Shapiro den General Manager Posten der Indians. Vor ihm war John Hart dafür zuständig. Hart brachte Cleveland sechs Divison-Titel und zwei American League Pennants und beendete eine Dreissigjährige Durststrecke. Keine einfache Aufgabe also für den Neuen.

Shapiro lies nichts anbrennen und tauschte sofort alte Spieler weg. Mitte 2002 feuerte er Charly Manuel, der mit der schwächeren Mannschaft nicht so viel erreichen konnte wie zuvor.

Nach der erfolgreichen Hart-Ära gingen die Indians wieder auf einen steinigen Weg. 2007 ging die Rechnung zum ersten und letzten Mal für Shapiro auf. Die Indians standen kurz vor Erreichen der World Series, bevor die Red Sox einen Strich durch Shapiros Rechnung machten. Die Mannschaft hat sich bis heute davon von diesem Trauma nicht erholt. Bisher gab es also nicht viel zu feiern für den Anhang der Indians währen den neun Saisons unter Shapiro.

Am Ende dieser Saison übernimmt Chris Antonetti die Zügel. Ich hoffe auf bessere Zeiten, obwohl Shapiro der Organisation als Team-Präsident erhalten bleibt.

Shapiro's Fehleinkäufe

Die ersten beiden Spielzeiten unter Manager Eric Wedge gehörten dem Wiederaufbau. Doch Shapiro stellte ältere Spieler wie Aaron Boone, Jason Michaels, Eduardo Perez, Trot Nixon und David Delucci ein. Diese haben in Cleveland die höchsten Gehälter ihrer Karriere kassiert, aber nie dafür die Leistung gezeigt, die man von ihnen erwartet hatte.

In der gleichen Kategorie kann man Masahide Koyabashi und Kerry Wood zählen. Koyabashi war eine der Lachnummern aus Japan. Ihm sechs Millionen Dollar Gehalt, verteilt auf zwei Jahre, zu versprechen, ohne dass er zuvor einen einzigen Ball in der MLB geworfen hatte, war einfach zu riskant für eine Mannschaft wie die Indians. Dann kam Kerry Wood im Winter 2008. Mit ein bisschen Abstand darf man sich die Frage stellen, wie man - mit einer Pitching Rotation bestehend aus Cliff Lee und vier Fragezeichen - zwanzig Million Dollar auf zwei Jahre in einem Closer investieren kann. Am Ende der Saison 2009 hatte Wood von seinen 26 Save-Möglichkeiten nur 20 genutzt.

Fehltrades

Der Indians Anhang hat nie verstanden, warum Shapiro so viele Spieler getradet hat, ohne jemals einen erfahrenen Spieler im Gegenzug zu erhalten. Viele Trades haben Stars hervor gebracht: Sizemore, Lee, Choo, die Liste ist lang. Nur im Infield hat sich der Hund oft den Schwanz gebissen. Philips (Second Base) wurde nach Cincinnati geschickt, wo er sich zum All-Star entwickelte. Als Ersatz holte man Barfield (Second Base) für Kouzmanoff (Third Base). Man holte Marte für die dritte Base, doch er konnte sich nie durchsetzen. Blake musste vom Rightfield an die dritte Base, während Kouzmanoff bei den Padres als Third Base Starter spielte. Irgendwie verwirrend, oder? Man war nie zufrieden mit dem was man hatte und am Ende stand man mit leeren Händen da. Die Second Base ist bis jetzt immer noch nicht besetzt und Spieler wie Chisenhall (Third Base) brauchen noch zwei Jahre, bis sie reif genug sind, um in der MLB mitzumischen.

Falsche Verträge

Shapiro hat versucht, Spieler langzeitig an die Indians zu binden - mit sehr verschieden Resultaten. Bei Sabathia und Lee hatte es sich ausgezahlt. Mit anderen Spielern war es leider nicht der Fall. Hafner, Westbrook und Sizemore haben mit ihren Verletzungen die Organisation in schwierige Situationen gebracht. Ihre besten Vertragsjahre verbrachten Sie auf der Disabled List. Aus einem Titelanwärter wurde so ein Team ohne Hoffnung. Es ist mir klar, dass die Verletzungen einfach mit Pech verbunden sind. Nur: Mit einer Gehaltsliste von 60 Millionen Dollar kann man sich nicht fünf Spieler (Westbrook, Wood, Hafner, Sizemore und Peralta) leisten, die zusammen 40 Millionen Dollar Gehalt einstecken. Sobald etwas schief läuft, ist es leider schon zu spät.

Falsche Entwicklung

Man kann sich Stunden lang darüber unterhalten, wie man mit Rookies umgehen kann oder soll. Eric Wedge, meiner Meinung nach, hat in der Hinsicht sehr viel in Cleveland vermasselt. Phillips, Barfield, Marte, drei der Top-Hoffnungen, konnten sich nicht richtig entwickeln. Gerade im Infield ist es wichtig, dass sich die Spieler auf ihr Batting konzentrieren und nicht auf die Defensive. Anstatt so lange auf Barfield und Marte zu beharren hätte man ihnen die Zeit lassen sollen, sich in der AAA-Liga zu entwickeln. Wedge und Phillips hatten Probleme, miteinander auszukommen. Im Fussball hätte man den Trainer gefeuert, in Cleveland ist, sieben Saisons später, immer noch kein Starter anstelle des All-Stars Phillips gefunden.

In Sachen Pitching hat sich endlich etwas geändert. Vor ein paar Jahren wusste niemand, welcher AAA-Spieler einen Spot-Start bekommt, weil eben niemand da war. Jetzt sind mehrere Optionen da. Nach Wickmann, Borowski und Wood kommt endlich ein Junger mit Charakter wie Chris Perez, um die Spiele zu beenden. Da kommt Hoffnung auf!

Fazit

Es dreht sich immer nur um das liebe Geld. Mit 60 Millionen Dollar Gehaltsvolumen pro Jahr müssen die Indians auf Minor-League Verträge setzen, um von Leuten wie Pavano oder Kearns zu profitieren. Falls es in die Hose geht, sind nicht wie bei Delucci 11,5 Millionen Dollar auf drei Jahre falsch investiert.

Die Indians haben mit Ausgaben von 9.3 Millionen Dollar für 27 gedraftete Spieler zuletzt ein Signal gesetzt. Davon gingen fünf Millionen Dollar nur für die drei sogennanten Top Picks drauf. Man sieht, die Indians haben gut für die Zukunft vorgesorgt. Hoffen wir, dass aus diesen Jungs bald einige MLB-Reife erlangen.

Man sieht sich 2012 wieder!

Go Tribe!

Roland

Kommentare
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Basti
(Publisher) 23-08-2010 10:56
Nach der All-Star Break läufts doch ganz OK bei den Indians...sie spielen fast .500er Baseball und
haben einen soliden Team ERA.

Auf jeden Fall sehe ich hier Licht am Ende des Tunnels. Sie werden sich schon wieder aufraffen.
 
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Roland-Tribe
(Registered) 23-08-2010 20:56
Die letzten 3 Series waren Grotten schlecht. Wird interessant sein, zu sehen ob die Indians den Kopf
aus der Schlinge ziehen und Spieler endlich Anspruch auf die Zweite oder Dritte Base nehmen.
 
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Kolumnen - Tales of the Tribe