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LVPs – Die enttäuschendsten Pitcher der Saison
Die MVP- und Cy-Young-Sieger sind gewählt und verdienen sich der meisten Beachtung, doch an dieser Stelle soll auch auf die Least Valuable Players geschaut werden. Dabei geht es neben der mäßigen Leistung des Spielers auch um den Vergleich der Leistungen mit den Erwartungen vor der Saison.
Nach dem Blick auf die Hitter nun die Frage: Wer von den Pitchern enttäuschte am meisten in der abgelaufenden Spielzeit und war damit am wenigsten wertvoll für sein Team?
Tim Lincecum (San Francisco Giants)
Von einem Pitcher, der in den vorherigen vier Jahren immer in den Top 10 beim NL-Cy-Young-Award-Voting zu finden war und diesen dabei zwei Mal gewann, erwarteten die Giants nicht weniger als eine ähnlich dominante Saison. Doch Tim Lincecum konnte zu keinem Zeitpunkt der Saison seiner Rolle als Rotation Ace gerecht werden und führte am Saisonende sogar die NL in Niederlagen an (10-15-Bilanz, 5.18 ERA).
Zwar strikte er weiterhin mehr als einen Batter pro Inning aus, doch gleichzeitig walkte er soviel wie nie zuvor (4.4 BB/9) und gab zum ersten Mal in seiner Karriere mehr als 20 Home Runs ab (23) – und das in deutlich weniger als 200 Innings (186). Immerhin konnte er seine Saison mit einem dominanten World-Series-Auftritt (4.2 IP, 0 ER, 8 SO) und den Titelgewinn der Giants erfolgreich abschließen.
Heath Bell (Miami Marlins)
In der Einkaufstour der Marlins während der Offseason staubte Heath Bell nach beeindruckenden Jahren als Closer in San Diego einen Dreijahresvertrag für 27 Mio. Dollar ab. Doch nachdem er in drei seiner ersten sechs Save-Möglichkeiten nicht nur den Save sondern auch gleich die Führung und das Spiel für die Marlins abgab, fiel er schnell in Misgunst in Miami und vermutlich auch bei Manager Ozzie Guillen. Denn nachdem er gegen Saisonmitte als Closer demontiert wurde, pitchte er relativ erfolgreich als Setup-Pitcher, doch bekam keine Savemöglichkeit mehr.
Bell beendete die Saison mit einer 4-5-Bilanz bei einem 5.09 ERA und wurde von den Marlins zügig nach Ende der regulären Saison zu den Diamondbacks getradet.
Ricky Romero (Toronto Blue Jays)
Nach zwei sehr überzeugenden Spielzeiten für die Blue Jays war Ricky Romero in der abgelaufenden Spielzeit nur vereinzelt in der Lage, überhaupt mehr Innings im Spiel zu pitchen als Walks abzugeben. Ingesamt gab Romero den AL-Höchstwert von 105 Base on Balls ab bei 5.2 BB/9. In sieben seiner Starts erlaubte er mindestens fünf Walks und war ab Saisonmitte einer der schlechtesten Pitcher in der American League.
Nachdem er die Saison mit acht Siegen in seinen ersten neun Entscheidungen noch gut begann, verlor er anschließend 13 Entscheidungen in Folge und beendete die Saison schließlich mit Knieproblemen und einer 9-14-Bilanz bei einem 5.77 ERA.
Ubaldo Jimenez (Cleveland Indians)
Viel Hoffnung wurde bei den Indians in den Trade für Ubaldo Jimenez 2011 gesteckt, nachdem dieser im Jahr zuvor für die Rockies eine dominante Saison (19-8, 2.88 ERA) spielte. Doch bereits in seiner halben Saison in Cleveland nach dem Trade zeigte er schwache Leistungen (4-4, 5.10 ERA), nur um diese in seiner ersten vollen Spielzeit für die Indians in der abgelaufenden Saison noch zu unterbieten.
Er führte die gesamte MLB in Niederlagen an (9-17 Bilanz) und hatte einen unterirdischen ERA von 5.40. Während er bereits deutlich weniger Batter (7.3 K/9) als in den vorangegangen Spielzeiten ausstrikte, hatte er zudem auch noch die schlechteste Walk-Quote (4.8/BB) seiner bisherigen Karriere – und musste die Saison dann noch frühzeitig wegen einer Fußverstauchung beenden.
Daniel Bard (Boston Red Sox)
Daniel Bard ging in die Saison 2012 als einer der dominantesten Relief Pitcher der MLB und bekam von den Red Sox die Chance, sich als Starter zu etablieren. Allerdings wurde dieses Experiment schnell eingestellt, den nach 10 Starts und einem Relief-Einsatz hatte der hartwerfende Bard eine 5-6-Bilanz bei einem schwachen 5.24 ERA. Boston schickte Bard daraufhin runter in ihr Triple A-Team mit reichlich Verwirrung um seine zukünftige Rolle.
Letztlich setzten die Red Sox ihn gegen Saisonende erneut als Reliever ein, doch auch dieses Unterfangen scheiterte kläglich mit neun zugelassenen Runs in nur 4.1 Innings (18.69 ERA). Am Ende der Spielzeit hatte Bard einen 6.22 ERA und die Red Sox wohl die Erkenntnis, dass ihre Bullpen-Probleme mit einem Bard als Setup-Pitcher oder Closer von Saisonbeginn an wohl etwas vermieden worden wären.
ich erwähnen, wenn man ihr Gehalt mit der Leistung in 2012 (Regular Season) gleichstellt.
Stand zuhaben. Hat meines Wissens kaum harte Kritik über seine Leistungen in diesem Jahr in den
Medien gegeben.
Und der Doc sollte sich auch einmal eine Saison mir ERA 4.xx erlauben duerfen.
Hat mit dazu beigetragen dass die Giants die Playoffs erreicht haben.
durchgeschleppt.
Ist sicherlich nicht das schlechteste solche Zahlen aufzuweisen, ich würds auch machen...
Ich finde, er hätte fast einen Comeback-Award verdient...2, 3 Jahre lang kam gar nichts mehr von ihm
und dieses Jahr spielte er eine sehr stabile saison und war einer der Playoff-Helden, also bitte...
Remo Gebert
Remo Gebert ist 23 Jahre alt und kommt aus der Nähe von Berlin. Beruflich ist der gelernte Außenhandelskaufmann auf verschiedenen Finanzmärkten tätig. Bei Baseballinsider.de führt Gebert einen Blog.
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Zwar nicht von der ERA ganz krass aber mir fällt grad noch der Vertrag von Barry Zito ein
(20-05-2013 13:29)Cargo
Damit meine ich ja auch nicht das man die Talente verheizen sollte. Denke da eher dran das die
Noch krasser finde ich ja Derek Lowe. Der reisst ueberhaupt nichts mehr und kommt dennoch in der ...
(20-05-2013 11:07)Erich
Sehr schön.
(20-05-2013 08:51)JanCUX
Naja, bei den Rockies ist man wohl anderes gewöhnt
(20-05-2013 07:55)Rene