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Previews 2010: New York Yankees
Am kommenden Sonntag beginnt die neue Saison in der Major League Baseball. Passend zum Auftakt treffen die Boston Red Sox auf ihren Erzrivalen und amtierenden World-Series-Champion, die New York Yankees. Und mit eben diesen Yankees beschließen wir heute unsere Team-by-Team-Previews auf Baseballinsider.de.
Die Yankees gewannen 2009 erstmals seit 2000 wieder die World Series und wie es in der Bronx schon fast Tradition hat, ist ihr erklärtes natürlich, diesen Triumph gleich zu wiederholen. Um diesen Ambitionen gerecht zu werden, wurde die Mannschaft an einigen Stellen verändert und ein Verjüngungsprozess eingeleitet.
Dieser Artikel blickt auf die Veränderungen und zeigt auf, wie die Mission Titelverteidigung angegangen werden soll.
Rückblick auf 2009
In der 2008/2009-Offseason setzten die Yankees alles daran, den Betriebsunfall 2008 wettzumachen. Damals verpasste man erstmals seit Mitte der 90er Jahre die Playoffs und war somit besonders motiviert. General Manager Brian Cashman gelang es, den besten Pitcher auf dem Markt, CC Sabathia, sowie den besten Hitter, Mark Teixeira, nach New York zu holen. Dazu kam mit A.J. Burnett ein weiterer Top-Pitcher.
Doch den ersten Dämpfer gab es bereits im Trainingscamp, denn Alex Rodriguez wurde durch einen Report des Dopings überführt. Nachdem er sich öffentlich dazu bekannte und mehr oder weniger dafür entschuldigte, gab es gleich die nächste Hiobsbotschaft: Der Superstar litt unter einer schwereren Hüftverletzung, musste operiert werden und fiel den ersten Monat der Saison komplett aus. Ein herber Rückschlag, denn ohne ihn war man im April und Anfang Mai 13-15. Nach seiner Rückkehr gewannen die Yankees aber 90 Spiele, so dass man die Krone der American League East mit Nachdruck gewann.
In den Playoffs glänzte das Team dann durch starkes Pitching – trotz einer bloß aus drei Spielern bestehenden Rotation (CC Sabathia, A.J. Burnett, Andy Pettitte) – und Hitting zur rechten Zeit. Alex Rodriguez schlug dabei dramatische Home Runs gegen jeden der drei Closer, die sich den Yankees in den Weg stellten und am Ende stand der World-Series-Titel.
Transfers
Zugänge:
- CF Curtis Granderson (Trade, Tigers)
- DH Nick Johnson (Free Agent, Marlins)
- SP Javier Vazquez (Trade, Braves)
- RP Boone Logan (Trade, Braves)
- OF Randy Winn (Free Agent, Giants)
- OF Marcus Thames (Free Agent, Tigers)
Abgänge:
- OF Johnny Damon (Free Agent, Tigers)
- DH Hideki Matsui (Free Agent, Angels)
- RP Brian Bruney (Trade, Nationals)
- OF Melky Cabrera (Trade, Braves)
- RP Phil Coke (Trade, Tigers)
- UT Jerry Hairston Jr. (Free Agent, Padres)
- OF Eric Hinske (Free Agent, Braves)
- SP Ian Kennedy (Trade, Diamondbacks)
- C Jose Molina (Free Agent, Blue Jays)
- OF Xavier Nady (Free Agent, Cubs)
- SP Chien-Ming Wang (Free Agent, Nationals)
- SP Chad Gaudin (entlassen, Athletics)
„Never change a winning team”? Diesen Grundsatz hat Brian Cashman offensichtlich ignoriert, denn einige Gesichter, die im letzten Jahr noch maßgeblich am Erfolg des Teams beteiligt waren, sind nun weg. In erster Linie sind hier die World-Series-Helden Johnny Damon und MVP Hideki Matsui zu nennen.
Damon ging, weil er glaubte, woanders mehr Geld zu bekommen, was letztlich nicht eintrat. Und bei Matsui fürchtete man, dass sich der Zustand seiner Knie weiter verschlechtert und wollte dieses Risiko nicht eingehen.
Melky Cabrera war Part im Trade für Javier Vazquez, während Phil Coke zusammen mit Outfield-Talent Austin Jackson zum Paket gehörte, das die Yankees für Curtis Granderson nach Detroit schickten. Ebenfalls Part in diesem Deal war Ian Kennedy, der nach Arizona ging.
Bei Xavier Nady gab es sowohl gesundheitliche als auch finanzielle Bedenken und gegen Chien-Ming Wang sprach, dass keiner genau sagen kann, wie er seine Schulteroperation überstanden hat.
Die wichtigsten Zugänge sind Javier Vazquez und Curtis Granderson, die beide länger klaffende Lücken im Team schließen sollen. Nick Johnson kehrt nach einigen Jahren in der Fremde nach New York zurück und Randy Winn sowie Marcus Thames sind Ergänzungen im Outfield.
Starting Lineup
- SS Derek Jeter
- DH Nick Johnson
- 1B Mark Teixeira
- 3B Alex Rodriguez
- 2B Robinson Cano
- C Jorge Posada
- CF Curtis Granderson
- RF Nick Swisher
- LF Brett Gardner
Leadoff schlägt weiterhin Captain Derek Jeter, der 2009 nach einem schwachen Jahr 2008 zu alter Stärke zurückfand. Die neue Nummer zwei wird Nick Johnson, der im vergangenen Jahr, was On-Base-Percentage angeht, nur von den beiden MVP Albert Pujols und Joe Mauer übertrumpft wurde. Er soll dafür sorgen, dass für die folgenden Hitter der Tisch gedeckt ist.
Mark Teixeira legte eine hervorragende erste Yankee-Saison hin, in der er die American League direkt in Home Runs (39, mit Carlos Pena zusammen) und RBI (122) anführte. Er wurde allerdings erst richtig gut, als Alex Rodriguez wieder ins Team kam.
Trotz Nachwehen der Hüft-OP spielte er den Rest der Saison herausragend. Nun ist er wieder vollständig genesen und gepaart mit einer vollen Saison im neuen Yankee Stadium darf man von ihm großes erwarten!
Die neue Nummer fünf ist Robinson Cano, der zwar schon länger zu den besten Hittern gehört, aber zuletzt große Probleme hatte mit Läufern auf Base oder gar in Scoring-Position.
Diese Schwächen wird er abstellen müssen, um Rodriguez die nötige Protection zu liefern. Jorge Posada zeigte 2009, dass trotz seines hohen Alters weiter mit ihm zu rechnen ist.
Das untere Drittel das Lineups hält ein Novum bereit: Noch nie schlug das komplette Yankee-Outfield an einem Opening Day im unteren Drittel der Batting Order.
Dieses Jahr wird es so sein! Curtis Granderson schlägt an Position sieben und schaffte 30 Home Runs trotz der Hälfte seiner Spiele im riesigen Comerica Park. Man darf gespannt sein, wie er sich im Yankee Stadium präsentiert. Ansonsten glänzt er mit großer Schnelligkeit und ist ein guter Fielder.
Nick Swisher schlug vor allem auswärts seine Home Runs und Brett Gardner ist pfeilschnell, hat aber mit dem Schläger so seine Probleme – kommt er aber auf Base, sind Steals vorprogrammiert.
Bank
- C Francisco Cervelli
- IF Ramiro Pena
- OF Randy Winn
- OF Marcus Thames
Die Reserve der Yankees wird sicherlich genauso aussehen. Francisco Cervelli bewies letztes Jahr während den Verletzungspausen von Posada und Molina, dass er zumindest als Backup-Catcher seinen Mann stehen wird, während Ramiro Pena mit dem Handschuh außer an der ersten Base überall im Diamanten überzeugte. Seine Schlagleistungen müssen aber konstanter werden.
Randy Winn kann überall im Outfield spielen und ist auch als Pinch-Runner eine Option, während Marcus Thames gerade gegen Linkshänder seine Stärken an der Platte hat. Als Alternativen zu Teixeira an der ersten Base fungieren in erster Linie Johnson und Swisher.
Starting Rotation
- CC Sabathia
- A.J. Burnett
- Andy Pettitte
- Javier Vazquez
- Phil Hughes
Keinerlei Fragezeichen gibt es auch in der Rotation, jedenfalls nicht mehr seit letztem Donnerstag. Das unumstrittene Ace ist CC Sabathia, der gerade in der zweiten Saisonhälfte 2009 schier unschlagbar wirkte. Auf ihn ist Verlass.
Bei A.J. Burnett weiß man, dass er über tollen Stuff verfügt, doch es gleicht an gewissen Tagen einem Lotteriespiel, ob er seine Fähigkeiten auch kontrollieren kann. Das Chaospotential ist bei ihm recht groß.
Andy Pettitte, der mittlerweile die meisten Postseason-Siege in der MLB-Geschichte eingefahren hat (18), stellte seine Zuverlässigkeit 2009 deutlich unter Beweis und Javier Vazquez war einer der besten Pitcher der National League und ist bekannt dafür, mindestens 200 Innings zu pitchen.
Die einzige Kontroverse rundum die Rotation war die Besetzung des fünften Spots. Am Ende setzte sich Phil Hughes durch, der 2009 einer der besten Setup-Reliever war. Er entwickelte im Winter einen Change-Up, der zusammen mit seinem Curveball seinen guten Fastball ergänzen soll. Wie er sich präsentieren wird, steht aber in den Sternen.
Bullpen
- CL Mariano Rivera
- SU Joba Chamberlain
- RP David Robertson
- RP Damaso Marte
- RP Chan Ho Park
- RP Alfredo Aceves
- RP Sergio Mitre / Boone Logan
Über Mariano Rivera muss man wohl nichts mehr sagen, seine Reputation spricht für sich. Die Herausforderung für Manager Joe Girardi ist es daher eher, in dieses ominöse neunte Inning zu kommen. Und nachdem man sich für Hughes und gegen Joba Chamberlain als fünften Starter entschied, ist letzterer der logische Kandidat fürs achte Inning.
Sollte Chamberlain an seine alte Reliever-Form anknüpfen, wäre auch dieses Problem gelöst. Dahinter folgt David Robertson, der in der letzten ALDS gegen Minnesota in Extra Innings seine Feuertaufe bestand und trotz geladener Bases und keinem Out keinen Run zuließ. Ihn wird man sicherlich vorwiegend im siebten Inning sehen.
Damaso Marte ist der Lefty-Spezialist und die Hoffnung des Teams ist, dass er mehr an seine Playoffform anknüpft als an das, was er (verletzungsbedingt) in der Regular Season anbot.
Chan Ho Park ist eine weitere Alternative für kurze Einsätze, als Starter wird er in New York eher nicht infrage kommen. Gleiches gilt auch für Alfredo Aceves, der 2009 so ziemlich alles gemacht hat, was ein Pitcher machen kann. Er trat in allen möglichen Innings auf und legte sogar einen Spot-Start hin, der ihn aber fast aus der Bahn warf. Gelegentliche Auftritte über zwei oder drei Innings sollten aber im Ernstfall drin sein.
Der einzige offene Platz im Team der Yankees ist der des letzten Relievers im Bullpen. Und dies ist auch eine Glaubensfrage: Legt man mehr Wert auf einen zusätzlichen Linkshänder neben Marte, dann fiele die Wahl auf Boone Logan. Will man dagegen eher einen Long Reliever, der auch starten kann, ist Sergio Mitre der Mann. Mitre hat im Übrigen keine Optionen mehr, müsste also auf die Waiver-Liste, um in die Minors zu kommen. Entscheidung noch offen.
Talente
Das größte Talent in der Organisation ist Catcher Jesus Montero. Bei ihm ist die Frage nicht ob, sondern wann er sein MLB-Debüt geben wird. Und natürlich auf welcher Position, da weiterhin angezweifelt wird, ob er als Catcher spielen kann. Er ist vielleicht zu groß und zu schwer dafür. Girardi kündigte bereits an, dass Montero bei einer möglichen Verletzung eines Hitters eine Option in dieser Saison wäre.
Ebenfalls aussichtsreich sind die Chancen für Austin Romine, an dessen Catcher-Talent man keineswegs zweifelt. Er beginnt die Saison bei Double-A Trenton, während sich Montero in Scranton/Wilkes-Barre auf Triple-A-Niveau beweisen muss.
Auf Pitching-Seite stechen Linkshänder Manny Banuelos und Rechtshänder Zach McAllister hervor. Der Mexikaner Banuelos ist gerade 19 und startet wohl das Jahr bei Single-A Tampa, McAllister überzeugte 2009 in Double-A und sollte dieses Jahr zumindest eine Chance in Triple-A erhalten.
Ausblick auf 2010
Als Titelverteidiger zählt man fast schon automatisch wieder zum Favoritenkreis. Das ist im Baseball nicht anders als in anderen Sportarten. Der Schlüssel zum Erfolg war im letzten Jahr hauptsächlich das starke Pitching.
Durch die Ankunft von Javier Vazquez wurde die Rotation weiter verbessert, besonders weil er nur die Nummer vier sein soll. Interessant wird es, wie Phil Hughes diese Saison angeht. Setzt er sich dieses Mal durch oder versagt er wie 2008, als er schon ein Mal als Starter in die Saison ging?
Im Bullpen kehrt Joba Chamberlain in die Rolle zurück, die ihn 2007 bekannt machte und David Robertson könnte 2010 den entscheidenden Schritt nach vorn tun. Die größten Fragezeichen dagegen sind die in der Offensive: Wie kompensiert man die Abgänge von den Leistungsträgern Johnny Damon und Hideki Matsui?
Defensiv wurde das Outfield durch den Tausch Granderson-Damon merklich besser, offensiv wird sich Granderson aber erst beweisen müssen, gerade gegen Linkshänder. Und Brett Gardner hat noch nicht nachgewiesen, dass er wirklich konstant mit Major-League-Pitching klarkommt. Und wie gut kann Nick Johnson Matsuis DH-Spot ausfüllen?
Es ist keineswegs so, dass die Yankees sorgenfrei ins Jahr gehen, doch mit Leuten wie Derek Jeter, Mark Teixeira und vor allem dem wiedergenesenen Alex Rodriguez müssen sie auch niemanden fürchten.
Die Zielsetzung ist klar, die Yankees wollen erneut die World Series gewinnen und durch ihre Offensive haben sie nominell wohl einen kleinen Vorsprung vor dem ärgsten Rivalen, den Red Sox, die defensiv stärker scheinen. Es wird wie immer eine lange und spannende Saison.
fit kann er so einige Zahlen aufs Stat Shet zaubern.
Bei Joba ist wirklich die Frage, ob er wieder dominieren kann. Momentan ist sein Fastball bei 89-92
mph und das wird nicht reichen. 2007 rangierte der noch bei 96-98 und da muss er auch wieder hin.
Robertson ist für mich auch ein interessanter Mann. Sollte er konstant bleiben, dann könnte er mit
seiner Strikeout Ratio Rivera beerben als zukünftiger Closer.
Bei den Prospects finde ich, dass Eduardo Nunez auch ein interessanter Mann ist. Kann überall im
Infield spielen und mit ein bißchen mehr Power ein sehr guter Hitter sein.
96-98 und da muss er auch wieder hin.
Jetzt im Spring Training? Das sagt doch relativ wenig aus. Und als Starter musste er die
Geschwindigkeit ja auch drosseln, um durchzuhalten...
schaltet.
Wieso er die Geschwindigkeit als Startet drosseln musste ist mir auch immer noch schleierhaft, denn
der Fastball war eben seine größte Waffe und man hat gesehen, dass es mit halber Stärke als Starter
nicht funzt.
dominieren und stärke und power ausstrahlen. Als Starter hat er mich nicht so überzeugt, da finde
ich Hughes schon etwas konstanter.
Ich denke die Saison der Yankees nimmt erst ab mitte/ende Mai richtig fahrt auf, aber ich glaube an
die Titelverteidigung.
sind, aber hier ist Boston einen Punkt vor New York:
http://hosted.ap.org/specials/interactives/_sports/mlb_20...
Der Punkt ist jetzt aber zunächst, dass er die Leute ausbekommt...
Ich bin zudem gespannt, wie hart Hughes dann als Starter wirft. Hab ich bisher noch gar nicht drauf
geachtet. Im Bullpen erreichte er mitunter 95 MPH...
als Yankee-Fan kann man sehr optimistisch in die Saison blicken, keine Frage. Der April wird wohl,
wie schon die Jahre zuvor, kleinere Anlaufschwierigkeiten bereiten, aber ab Mai erwartet ich so
starke Yankees wie im letzten Jahr. Und dann wird es schwer uns zu stoppen.
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Dann mal gute Nacht Mets, sollten die es wirklich so doll treiben. Aber selbst die werden kein Ge...
(09-02-2012 18:28)Nico
Solche "Bad contract swaps" a la Milton Bradley gegen Carlos Silva gibt's normalerweise n...
(09-02-2012 16:24)Rene
Es branden immer mal wieder Spekulationen auf, wonach die METS Jason Bay für Burnett traden könnt...
(09-02-2012 15:54)USSFSteeler
Ich glaub so einfach geht das gar nicht
(09-02-2012 09:09)Basti
wegen mir kann er nach japan
(09-02-2012 08:59)wordass