My Insider
Umfrage der Woche
Wer ist online?
Neue Kommentare
Games Review - MLB 08: The Show
Auf der Suche nach einem aktuellen Videospiel zur neuen MLB-Saison? Dann habe ich hier genau das Richtige! „MLB 08: The Show“ von Sony ist das neue Flaggschiff auf dem Markt für Baseball-Simulationen und glänzt mit einer unglaublichen Liebe zum Detail, die man direkt beim ersten Anspielen sieht. Man könnte fast meinen, man würde ein Spiel im Fernsehen verfolgen, wenn man dieses Game betrachtet. Was dieser neue Stern am Sportspielhimmel so besonders macht, erfahrt ihr hier.
Spielmodi
Beginnen möchte ich diese Review mit einem Blick auf die einzelnen Spielmodi, schon deshalb, weil es das erste ist, was man sieht, wenn man das Spiel startet und das Menü aufruft. Es gibt ganze sieben Optionen, die den Spieler aus verschiedenen Varianten von einzelnen Freundschaftsspielen bis hin zu komplexen Karrieren wählen lassen.
Die erste Möglichkeit, einfach ein Spiel zu spielen, ist das „Quick Game“. Hier sucht man zwei Mannschaften aus und spielt ohne große Umschweife. Ein wenig komplexer wird dann schon die Variante „Exhibition“, denn hier bekommt man die Möglichkeit, detailliertere Einstellungen vorzunehmen, bevor man ebenfalls ein Freundschaftsspiel beginnt. So kann man die Schwierigkeitsstufe verstellen, Modifikationen am Gameplay vornehmen und schließlich für die Teams, mit denen man spielt, Veränderungen am Lineup vornehmen. Zudem bekommt man die Möglichkeit – falls vorhanden – ein anderes Trikot zu nutzen.
Als nächstes findet sich der „Manager Mode“, in dem man selbst nicht spielt, sondern die Rolle des Managers im Dugout übernimmt. Man stellt das Team auf, wählt den Pitcher und es geht los. Vor jedem Pitch hat man nun die Möglichkeit, taktische Anweisungen zu geben und z. B. einen Pitch Out anzusagen oder eben einen Intentional Walk. Man kann dem Pitcher sagen, er solle aggressiv vorgehen oder eher vorsichtig um einen gefährlichen Gegner herum pitchen. Gleiches gilt für die eigene Offensive. Man kann Bunts ansagen, Hit-and-Runs, Steals und was noch alles zum authentischen Baseballerlebnis dazugehört.
Wer dann lieber eine ganze Karriere spielt anstatt bedeutungsloser Freundschaftsspiele, hat auch hier drei verschiedene Modi zur Auswahl. Am unkompliziertesten kommt der „Season Mode“ daher. Man sucht ein Team aus und spielt mit diesem eine Saison, die max. 162 Spiele andauert (man kann auch weniger Spiele einstellen, wenn einem das zu viel ist). Die Spiele muss man nicht alle selbst spielen, denn es gibt auch mehrere Möglichkeiten der Simulation. Interessant ist vor allem, dass man nicht nur das Major League Team kontrolliert, sondern auch jeweils zwei Minor League Mannschaften aus Double-A und Triple-A, wodurch man natürlich auch jederzeit Spieler befördern bzw. zurückstufen kann – wie im richtigen Leben!
Wenn einem eine Saison zu wenig ist und er lieber eine „Dynasty“ aufbauen will, dann empfiehlt sich der „Franchise Mode“, in dem man wirklich die volle Kontrolle über eine Organisation übernimmt. Man ist nicht nur der Manager, sondern auch der GM. Man ist für die Finanzen zuständig und steuert das komplette System. Es gibt etwa die Möglichkeit, Bank Kredite aufzunehmen um in Infrastruktur wie Verkaufsstände jeglicher Art im Stadion zu investieren, über die man dann wiederum Geld einnimmt, denn so eine Baseball-Franchise will bezahlt werden. Werbebanden werden an Sponsoren verkauft, es wird in Eigenwerbung in verschiedensten Medien investiert und man kann sogar Promotions zu jedem Heimspiel im Stadion organisieren (solche Sachen wie Cap Night, Bat Night etc.). Fans kommen nicht von allein, man muss sie schon ködern und wenn sie dann da sind, dann kaufen sie auch kräftig im Stadion ein. Und eben dazu braucht man jede Menge Verkaufsstände.
Neben dem finanziellen Aspekt steht natürlich der Sport im Vordergrund. Spielertrades, Scouting, Rookie Drafts und das Management von den Minors bis zur Big League runden den Spaß ab. Das Ziel des Spiels ist hier vor allem, bestimmte Vorgaben vom Besitzer des jeweiligen Teams zu erfüllen, wobei man zwischen Saisonzielen und Zielen über die Laufzeit des eigenen Vertrages, unterscheidet. Saisonziele sind etwa, dass man die Liga in ERA, Strikeouts, Home Runs oder sonstwas anführt. Manche Besitzer fordern mehrere Spieler im All Star Team oder andere Ehrungen. Langzeit-Ziele sind dann die großen Awards (Cy Young, MVP), eine bestimmte Anzahl von Siegen oder eben auch League Pennants und World Series Titel. Die Ansprüche sind natürlich von Team zu Team verschieden und sehr der eigentlichen Stärke des jeweiligen Teams angepasst. Ach ja, Baseball spielen darf man natürlich auch noch und zwar mit allen drei Teams einer Organisation in Double-A, Triple-A und der MLB.
Eine andere Art der Karriere bietet sich im Modus „Road to the Show“. Hier steuert man nicht das gesamte Team, sondern nur einen einzigen Spieler. Diesen erstellt man zu Beginn selbst, legt seine Position fest und ordnet ihn einem Team zu. Dann hat man die Aufgabe, diesen Spieler stetig zu verbessern und von den Minors bis zum MLB-Team zu führen. Vor jedem At-Bat bzw. vor jedem Pitching Einsatz bekommt der Spieler eine Vorgabe, was er tun soll. Bei einem Pitcher kann das etwa so eine simple Anweisung sein wie „Erzwinge einen Ground Ball“ oder „Verhindere den Run“, beim Hitter etwa „schaffe einen Hit“ o. ä. Die Motivation ist hier, dass man seinen Spieler sukzessive zum Star macht, was gar nicht so einfach ist.
Zum Abschluss dieses Kapitels kommen wir noch auf einen sehr interessanten Modus zu sprechen, den ich in der Form eigentlich noch nirgends gesehen habe und schon immer gerne gehabt hätte. Die Rede ist vom „Rivalry“ Modus. Hier sucht man sich zwei Teams und spielt mit diesen eine Serie von mindestens sieben und maximal 83 Spiele (wobei letzteres ein wenig extrem klingt!). Man kann dann festlegen, ob die Spieler ermüden sollen und ob man eine Pitching Rotation einsetzen möchte, was dem ganzen natürlich schon fast Playoffcharakter gibt. Zudem kann man Spieler aus dem Minor League System ins Team holen, falls sich ein anderer Spieler verletzt oder man einfach mit dessen Leistung nicht zufrieden ist. Ebenfalls spannend ist, dass Statistiken während dieser Serie geführt werden. Ich muss zugeben, dieser Modus ist neben der Franchise mein Lieblingspart in diesem Spiel.
Lizenzen
Wenn man heutzutage Sportsimulationen betrachtet, dann sind authentische Lizenzen eigentlich ein Muss. Ohne sie ist es einfach nicht dasselbe. Man kauft solche Spiele ja vor allem deshalb, weil man mit seinen Helden spielen will und nicht etwa mit Spielern, die höchstens so ähnlich heißen wie die Originale – da kann das Gameplay noch so gut sein!
Glücklicherweise verfügt „The Show“ über umfangreiche Original-Lizenzen, die es ermöglichen, alle Major League Spieler im Spiel inkl. ihres echten Aussehens, ihrer persönlichen Daten und natürlich ihrer Spieleigenschaften abzubilden. Zudem sind selbstredend auch alle Teams mit den Originallogos und Uniformen (bei vielen Teams kann man auch die Alternate Uniformen auswählen) vertreten. Die Teams haben sogar alle ihre Batting Practice Uniformen am Start, die sie während des Spring Trainings tragen, welches auch im Spiel vor allen Saisons in den Karrieremodi vorhanden ist. Und wie schon angedeutet, hat man ebenfalls die Logos und Trikots der Minor League Teams aus Double-A und Triple-A, jedoch muss man bei den Spielern aus den Farmsystemen Abstriche in Kauf nehmen. Denn hier gilt, dass Spieler nur dann in die Lizenz eingeschlossen sind, die mind. schon einmal in einem Major League Spiel aktiv waren. Heißt also, während etwa ein Cameron Maybin, der die Saison in den Minors beginnt, aber schon in den Majors aktiv war, zur Verfügung steht, wird man auf Namen wie Jay Bruce und Evan Longoria noch verzichten müssen. Spieler mit ihren Attributen sind zwar im Spiel vorhanden, haben aber andere Namen. Zudem fehlen etwa Kosuke Fukudome, Hiroki Kuroda und Masahide Kobayashi, doch dies wird nicht für immer so sein, denn aufgrund eines wöchentlichen Updates, wird man diese Spieler auch kurz nach Saisonstart in ihren jeweiligen Teams finden können.
Zum Schluss muss natürlich noch erwähnt werden, dass auch alle Major League Stadien inkl. des neuen Nationals Park in DC zur Verfügung stehen. Für die Minor Leagues bzw. Spring Trainings stehen ebenfalls noch eine Handvoll authentischer Stadien zur Verfügung.
Gameplay
Mindestens genauso wichtig wie die Lizenzen ist sicherlich das Gameplay, denn was nützt es, alle Spieler am Start zu haben, wenn das Spiel an sich unspielbar ist?! Dies gilt aber nicht für „The Show“, denn auch wenn man hier eher auf eine klassische Steuerung setzt, ist diese recht präzise und einfach zu verstehen, was gerade für Neulinge wichtig ist. Vorweg sei noch erwähnt, dass es vier verschiedene Schwierigkeitsstufen gibt.
Das Pitching steuert man auch in diesem Jahr mit den Symboltasten, sprich: Man wählt einen Pitch aus (ein Pitcher kann maximal fünf verschiedene Pitches haben) und drückt dann zum ausführen des Pitches die X-Taste. Hier sieht man dann oberhalb des Pitchers ein sog. Pitch-Meter. Ein Halbkreis, der beim ersten drücken die Power reguliert, die der Pitcher aufbringen soll und beim zweiten die Präzision, wobei man hier mit dem Cursor im hellen Bereich landen sollte. Interessant finde ich, dass der Catcher wie im richtigen Leben einen Pitch und dessen „Location“ vorgibt. Allerdings muss man sich daran natürlich nicht halten. Man kann außerdem einstellen, ob man etwa die Strikezone sehen will oder nicht, das Gleiche gilt für den Pitch Cursor, der gerade dann, wenn man gegen einen Freund an derselben Konsole spielt, doch eher unsichtbar sein sollte. Zum Pitch Cursor ist noch zu sagen, dass dieser bei allen Pitches, die irgendeine Form von Brechung haben, diese anzeigt, was zur Folge hat, dass der Ball eben nicht da landet, wo man mit dem Cursor hinzeigt, sondern eben nur etwa an dieser Stelle abbrechen wird…
Während eines jeden Spiels hat man zu jederzeit die Möglichkeit, den aktuellen Zustand eines Pitchers zu überblicken. Also wie viel Kraft er noch hat und wie es um sein Selbstvertrauen bestellt ist. Mit „Mound Visits“ kann man versuchen, ihn wieder aufzubauen oder Zeit zu schinden, um dem Pitcher im Bullpen ein paar extra Würfe zu gönnen, bis er dann ins Spiel kommt. Dies wiederum ist wichtig, denn ein Reliever, der nicht voll aufgewärmt ins Spiel geschickt wird, bricht schneller ein oder wirft einfach nicht präzise. Was bemerkenswert ist, ist im Übrigen, dass man während des Spiels den oder die Pitcher im Bullpen beim Aufwärmen sehen kann. In früheren Spielern war dies nur mit der Bullpenkamera möglich, während der Bullpen im Spiel immer leer war.
Das Hitting funktioniert ebenfalls mit der X-Taste, wobei es hier vor allem auf „Location“ und Timing ankommt. Vor jedem Pitch kann man mit der „Guess Pitch“ Funktion versuchen, einen bestimmten Pitch zu erahnen und ebenfalls seine ungefähre Position schätzen. Liegt man richtig, wird einem das vor dem Pitch angezeigt als eine Art Bonus, wenn nicht, weiß man zumindest, wo der Pitch nicht hingeht bzw. welcher Pitch nicht kommt. Entscheidend ist aber, dass man den Ball möglichst da trifft, wo er ankommt. Hierfür bewegt man den linken Analogstick in die entsprechende Richtung, so dass man den Ball in etwa in der Mitte des vorderen Teils des Schlägers berührt. Hilfreich dabei ist der „Plate Coverage Indicator“, der je nach Schwierigkeitsstufe und Spieler in der Größe variiert. Außerdem gibt es die Möglichkeit des „Power Swings“, den man mit der Quadrat-Taste auslöst. Allerdings scheint der nicht wirklich sinnvoll zu sein, denn ich persönlich hab mit diesem einen ganzen Home Run zustande gebracht, mit dem normalen Schwung dagegen deutlich mehr! Und sollte man während des Schwungs feststellen, dass der Pitch klar ein Ball ist, kann man durch schnelles loslassen der Hit-Taste den Schwung stoppen. Jedoch geht das je nach Spieler leichter oder schwerer (Stichtwort: Disziplin an der Platte). Für Bunts benötigt man die Kreis-Taste.
Was das Fielding angeht, so benötigt man hierfür in erster Linie den linken Analogstick und die Symboltasten. Kommt ein Ball auf einen Fielder zu, muss dieser sich in dessen Richtung bewegen, das Aufnehmen des Balls erfolgt dann automatisch. Bei Flyballs sorgt ein Indikator in Form eines großen rotierenden Baseballs auf dem Boden für eine bessere Orientierung, so dass man den Ball auch findet, obwohl man ja in aller Regel von oben auf das Feld schaut. Bei hohen Line Drives kann man mit der R1-Taste seinen Fielder springen oder bei Ground Balls mit R2 hechten lassen. Und sollte man mal die Möglichkeit haben, an der Mauer einen Flyball (sei es nun im Fouk Territory oder im Outfield) zu fangen, erscheint ein Indikator, der aus mehreren Kreisen besteht, die wie ein Countdown nacheinander verschwinden. Sobald der letzte rote weg ist, sollte man R1 drücken und mit dem richtigen Timing könnte man so einen Home Run klauen.
Wenn man dann mal einen Ball hat, kann man ihn mit Hilfe der vier Symboltasten zu den Bases werfen, wobei diese genauso angeordnet sind, wie die Bases (Kreis: 1B, Dreieck: 2B, Quadrat: 3B, X: Home Plate). Je länger man die jeweilige Taste drückt, desto härter (aber auch unpräziser) wird der Wurf. Im Outfield kann man zudem mit L1 zum Cut-Off-Men werfen.
Negativ muss aber erwähnt werden, dass das Werfen des Balls manchmal zu lange dauert, weil sich ein Spieler zu viel Zeit lässt. Man kann dies zwar weitestgehend dadurch unterbinden, dass man die Wurftaste schon vor dem aufnehmen des Balls leicht antippt, aber immer klappt das auch nicht.
Was das Baserunning angeht, so gibt es mehrere Möglichkeiten, dieses zu bedienen. Die neueste Variante sieht vor, dass man mit dem linken Stick den Baserunner auswählt, in dem man auf ihn zeigt (ebenfalls an den Bases orientiert, also „nach rechts: erste Base“…) und dann mit den Symboltasten die Zielbase angibt. Für Neulinge ist dies gewöhnungsbedürftig, aber man lernt es recht schnell! Zudem kann man auch alle auf einmal laufen lassen, in dem man einfach L1 drückt (R2 stoppt alle, während R1 einen Rückzug anordnet). Beim Base stehlen geht es ähnlich, doch das führt jetzt zu weit. Doch dazu nur so viel: Mit dem Pitcher kann man auch Pickoffs ausführen, insofern sollte man sich nicht zu frei bewegen mit einem Baserunner…
Präsentation
Gerade in unseren Gefilden kennt man ja Major League Baseball fast nur aus dem Fernsehen und daher hat man auch schon gewisse Ansprüche an solch eine Vorführung. In „MLB 08: The Show“ könnte man buchstäblich den Eindruck gewinnen, man würde gerade einer Live-Übertragung gegenübersitzen, denn von der Grafik insgesamt über die Einblendungen bis hin zu den Kommentatoren ist alles nahezu perfekt gemacht.
Ein Spiel beginnt immer mit der Einblendung der Begegnung inkl. Bilanzen der Teams, Teamlogos, Stadionnamen und Zuschauerzahlen. Dazu wird man vom Kommentator zur jeweiligen Partie willkommen geheißen. Als nächstes sieht man ein paar Impressionen aus den ultrarealistischen Stadien, in denen übrigens je nach Team auch mal ein paar Plätze frei sein können (etwa in Miami), was zwar schade ist, aber es entspricht nun mal der Realität! Man zeigt den einen oder anderen Topspieler beim Aufwärmen und dann gibt es die Lineups. Hier wird jeder Spieler mit Foto (sofern vorhanden) vorgestellt (per Scroll-down-Verfahren, wie man es von ESPN kennt), mit den wichtigsten Statistiken und bei herausragenden Leistungen zusätzlich mit einem Vermerk darauf – Jimmy Rollins oder Alex Rodriguez sind etwa die aktuellen MVP der Ligen. Im Anschluss daran stellt man den Pitcher mit allen wichtigen Zahlen vor und den Abschluss bildet dann die Präsentation der defensiven Aufstellung auf dem Feld, wobei sogar mögliche gewonnene Gold Glove Awards erwähnt werden.
Wenn das Spiel dann losgeht, wird oben ein Scoreboard eingeblendet, auf dem alle wichtigen Informationen stehen, sprich: Punktestand, Inning, Outs und Pitch Count. Schlägt man einen Home Run, so wird der ebenfalls durch eine blinkende Anzeige deutlich gemacht, wie man es von diversen TV-Stationen kennt.
Und damit nicht genug, denn vor jedem At-Bat bekommt man die Statistiken eines jeden Hitters während seines Ganges zur Platte präsentiert, wobei man zu Beginn des Spiels immer die aktuellen Saisonzahlen (bei Freundschaftsspielen die Zahlen aus 2007) sieht, während man ab dem zweiten At-Bat die im Spiel erbrachten Leistungen ablesen kann. Sehr schön ist zudem der Hinweis auf besondere Dinge, etwa der dritte oder vierte Hit im Spiel usw. Ferner gibt es bei Spielern, die in irgendeiner Statistik zu den besten gehören, immer auch Grafiken, die die Topspieler in der jeweiligen Kategorie zeigen. Steht also Josh Beckett auf dem Mound, wird man eine Liste mit den meisten Siegen in der letzten Saison sehen.
Für den Kommentar steht ein Trio zur Verfügung, wobei für die sog. Play-by-Play Kommentare FOX Sports‘ Matt Vasgersian gewonnen wurde, der zudem als Kommentator für die Spiele der San Diego Padres zuständig ist. Die Experten sind Rex Hudler, der diese Rolle auch bei den Spielen der Los Angeles Angels of Anaheim bekleidet, sowie Dave Campbell von ESPN.
Die Kommentatoren sind immer bereit, Hintergrundinfos zu nahezu allen Spielern zu geben, die gerade in Aktion sind und sie gehen ebenfalls auf spezielle Einblendungen ein. Alles in allem sind die Kommentare sehr flüssig und wirken auch nach längerem Spielen nicht gekünstelt oder aufgezeichnet, sondern sorgen wirklich für ein Live-Erlebnis.
Zum weiteren Realismus trägt natürlich die Grafik bei, die wohl derzeit Spitze in der Branche ist. Die Zuschauer wirken zwar immer noch qualitätsmäßig deutlich schlechter als die Spieler, aber dafür zeigen sie jetzt eigenständige Reaktion. So versuchen sie etwa in Scharen den Ball zu bekommen, wenn er auf die Tribüne geschlagen wird. Und sie passen sich mit ihren Geräuschen der aktuellen Spielsituation an. Grundsätzlich unterstützt man nur die Heimmannschaft und wenn etwa Derek Jeter in Boston an die Platte tritt, wird er gnadenlos ausgebuht. Jedoch gibt es auch Ausnahmen, denn wenn etwa Torii Hunter von den Angels in Minnesota an den Schlag geht, bekommt er einen freundlichen Applaus, wie man es in der ersten Woche der Saison auch in echt erleben konnte.
Weitere Schmankerl sind etwa ein Beachball, der von den Zuschauern hin und her geworfen wird. Dieser landet auch manchmal auf dem Feld, was einen Spieler dazu veranlasst, ihn aufzuheben und zurückzuwerfen. Hin und wieder gibt es auch Wutausbrüche einiger Spieler aufgrund von fragwürdigen Entscheidungen der Schiedsrichter, die dann letztlich zu Platzverweisen führen. Auch beeindruckt fand ich es, als Derek Jeter bei einem At-Bat der Schlager aus den Händen rutschte und in den Dugout flog – so etwas habe ich noch bei keinem anderen Baseballspiel gesehen.
Zur Präsentation gehören aber auch die Menüs und auch diese sind recht überschaubar gemacht, wirken mir persönlich aber etwas zu düster. Baseball ist ja ein Spiel des Sommers, da hätte man schon ein paar hellere und wärmere Farbtöne wählen können.
Weitere Features
Allein das bisher genannte würde schon ausreichen, um dem Spiel ein positives Zeugnis auszustellen, doch die Entwickler haben hier noch nicht gestoppt, sondern fügten noch einige interessante Zusatzfeatures ein, die das Spiel verfeinern. So gibt es während jedes At-Bats die Möglichkeit, sein Gegenüber genauestens zu durchleuchten. Die Rede ist von einem Analysetool für Pitcher und Batter, das im Prinzip ein Scouting Report ist. Analysiert man den aktuellen Batter, wird einem anhand einer Strikezonengrafik angezeigt, auf welche Pitches er wie reagiert. Mit verschiedenen Farben sieht man dann, wo er was gemacht hat. Hat er den Ball durchgehen lassen, hat er vorbeigeschwungen oder traf er ihn. Und wenn er ihn traf, wurde daraus ein Foul Ball, ein Grounder, Fly Ball, Hit oder Out. All das kann man hier ablesen.
Gleiches gilt für den Pitcher, bei dem sich genau aufschlüsseln lässt, in welchen Situationen er welche Pitches wohin wirft. Und das natürlich sowohl gegen Links-, als auch gegen Rechtshänder. Die Daten basieren übrigens alle auf 2007, wobei sie im Laufe einer Saison aktualisiert werden. Gerade auf schwierigerem Level kann dies sehr hilfreich sein, denn sonst hat man keinen Anhaltspunkt, was der gegnerische Spieler macht und man ist im Blindflug.
Was ebenfalls ganz angenehm ist bei „The Show“, ist die Möglichkeit, während eines Karrierespiels zu speichern und zu einem späteren Zeitpunkt an gleicher Stelle weiterzumachen. Dadurch kann man auch mal anderen Verpflichtungen nachgehen, obwohl das aktuelle Spiel noch nicht zu Ende ist und abbrechen oder den Rest simulieren lassen, ist ja auch nicht das Wahre.
Sehr interessant finde ich im Übrigen die sog. „Progressive Batting Performance“. Dies ist eine Statistik, die betrachtet, wie ein Spieler in den letzten Spielen geschlagen hat. Hat er dann für sein Level übermäßig gut ausgesehen, also etwa eine längere Hit-Serie, dann geht seine Leistungskurve nach oben und er bekommt einen Leistungsbonus, wodurch er in den nächsten Spielen bessere Werte erlangt. Spielt dagegen ein sehr guter Spieler schlecht, passiert das Gegenteil und seine individuellen Leistungswerte gehen nach unten. Diesen Effekt sieht man ja eigentlich jede Woche in der MLB, insofern ist dies eine Funktion, die wirklich gut durchdacht ist und meines Wissens bisher noch nirgendswo sonst zum Einsatz kam.
Auch schön ist die „Replay Vault“, eine Art Highlight Center, in dem man während oder nach dem Spiel alle Höhepunkte des Spiels noch einmal genießen kann und zwar in Zeitlupe, Echtzeit und aus verschiedensten Kameraperspektiven. Schade ist allerdings, dass man diese Videos nicht speichern und später noch einmal ansehen kann.
Und wer noch mehr Langzeitmotivation benötigt, für den ist das Bonussystem das richtige. Man erstellt zu Beginn ein Profil und spielt dann mit diesem, so dass alle Leistungen gezählt werden und zu einer Art Karrierestatistik werden. Und darüber hinaus gibt es dann vorgegebene Ziele, die man erreichen kann. Das sind dann so Sachen wie zwei oder drei Home Runs in einem Spiel, 74 in einer Saison, 10, 15 oder 20 Strikeouts in einem Spiel oder ein No-Hitter. Erreicht man diese Ziele, bekommt man dafür Punkte und mit diesen kann man dann Prämien freischalten. Das sind etwa historische Trikots, historische Spieler wie Babe Ruth, Lou Gehrig oder Nolan Ryan, historische Teams, die verfügbar werden, wenn alle Spieler dieser freigeschaltet sind. Zudem gibt es noch ein paar „Easter Eggs“ oben drauf, mit denen man Spieler schneller machen kann, ihnen mehr Power verschafft und der Gleichen. Der Teil mit den historischen Spielern sollte hier aber wohl das interessanteste sein, denn wer will nicht mit Legenden wie diesen Spielen?!
Fazit
Ich denke, es ist eigentlich alles gesagt. Die Grafik ist wunderbar und kommt auf der Playstation 3 in HD-Qualität in allen drei gängigen Auflösungen daher (720p, 1080i, 1080p), das Gameplay ist sehr leicht zu erlernen, aber auch nicht zu einfach, was eben Baseball gerade an der Platte so mit sich bringt und die Präsentation ist auf TV-Niveau. Das Spiel ist zwar noch nicht perfekt, aber mit weitem Abstand das beste Baseballspiel auf dem Markt, vor allem, wenn man das Gesamtpaket betrachtet. Der für mich wichtigste Aspekt ist dabei ganz klar die Realitätsnähe, denn das ist es, was man von einer Sportsimulation im Allgemeinen will. Und die Videospiele-Abteilung von ESPN nannte es nicht um sonst das realistischste Baseballspiel aller Zeiten und damit liegen sie nicht unbedingt daneben.
Zu kaufen gibt es das Spiel leider nicht in Europa, so dass man hierfür auf Anbieter aus Übersee zurückgreifen muss. Ebay.com ist hier ein zuverlässiger und günstiger Partner, was nicht zuletzt am zurzeit sehr sympathischen Dollarkurs liegt.
Einziger Haken, der mir jetzt noch einfällt ist, dass es „MLB 08: The Show“ nur für die Playstation gibt, also für PS2, PS3 und PSP. Hat man aber eine dieser Konsolen, sollte man zuschlagen, wenn man ein Baseballspiel will!
britischen Händler.
Kann ich auch nur empfehlen. Natürlich ist die Grafik jetzt nicht so der Hammer wie auf der PS3,
aber für PSP-Verhältnisse sehr gut.
Quick Game, Exhibition, Manager Mode, Season Mode & Road to the Show sind auch auf der PSP
vorhanden, nur leider fehlen der Franchise-, Dynasty- & Rivalry Mode.
ALs Extras sind noch Home Run Derby & King of the Diamond dabei. Auch Online-Games sind möglich.
Was leider nervig ist, sind die langen Ladezeiten. Bis man mal im Spiel ist, kann man sich schnell
mal einen Cafe machen und genüßlich trinken. Wenn es dann schließlich ...
Danke für die Infos. Hab keine PSP, kann es daher nicht beurteilen...
@Johannes: Sony kann es aufgrund der Rechtesituation nicht für PC anbieten. 2k Sports hingegen
könnte seine MLB 2k Serie dagegen schon auf den PC bringen, macht man aber nicht.
Hab in meinem Regal noch MVP 2004 von Electronic Arts stehen ^^, eine 2005-Version gab es auch noch,
dann war Schluss.
Spielerentwicklung, aktuellen Namen, ...) für den PC?
Verwaltung aller ca. sechs Farmteams, Draft, Trades, Free Agency,...dann ist Out of the Park
Baseball 8 das beste mir bekannte. Kann man sogar 2 Wochen probeweise in der Vollversion spielen,
bevor man es dann für 20 Euro kaufen kann. Also einfach mal anschauen!
Aber ma zum Test von Marcus...echt ausführlich und echt geil!
bestellt (36€ inkl. Versand) und warte schon täglich auf das Ankommen....jetzt noch viel mehr
dir echt gelungen!
News
Aktuelle Kolumnen
Neue Blogs
-
Ultimate Batting Practice
-
Kuriositäten 2011
-
Die Miami Marlins stellen sich vor
-
Tony LaRussa bei Letterman
-
Das Yankee-Dilemma
-
Yankees nicht kleinzukriegen
-
Jair Jurrjens - Under the Radar
-
Fantasy Baseball 2011 #2 Mein Blick in die Kristallkugel
-
Spielberichte in anderer Form
-
Royals haben das beste Farmsystem der MLB





Dann mal gute Nacht Mets, sollten die es wirklich so doll treiben. Aber selbst die werden kein Ge...
(09-02-2012 18:28)Nico
Solche "Bad contract swaps" a la Milton Bradley gegen Carlos Silva gibt's normalerweise n...
(09-02-2012 16:24)Rene
Es branden immer mal wieder Spekulationen auf, wonach die METS Jason Bay für Burnett traden könnt...
(09-02-2012 15:54)USSFSteeler
Ich glaub so einfach geht das gar nicht
(09-02-2012 09:09)Basti
wegen mir kann er nach japan
(09-02-2012 08:59)wordass