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World Series 2011 Preview

 
Autor: Sebastian Swoboda Montag, 17. Oktober 2011
 

ws11Die St. Louis Cardinals und Texas Rangers bestreiten die diesjährige World Series:

Nachdem die Cardinals in der Division Series die Phillies ausschalteten, setze man sich in sechs Spielen gegen die Milwaukee Brewers  in der National League Championship Series durch. Den Grundstein legten die Cardinals auswärts mit zwei Siegen im Miller Park zu Milwaukee gegen das heimstärkste Team der NL während der Regular Season.

Für die American League gehen die Texas Rangers ins Rennen, sie setzen sich in der Division Series zunächst gegen die Tampa Bay Rays durch und schalteten in der American League Championship Series in sechs Spielen die Detroit Tiger aus.

St. Louis Cardinals - Texas Rangers

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag beginnt der 107. Fall Classic im Busch Stadium in St. Louis. Die Rangers spielen ihre zweite World Series in Folge. 2010 verlor man gegen die San Francisco Giants in fünf Spielen. Die St. Louis Cardinals sind zum insgesamt 18. Mal der Vertreter der National League in der World Series und sie gewannen ihren sechsten National League Titel, nach der Einführung der LCS Serien.

Die St. Louis Cardinals legten in der Serie gegen die Brewers den Grundstein auswärts, als man mit einem Sieg und einer Niederlage zu den drei Heimspielen nach Hause kehrte.

Von diesen drei Spielen konnte man zwei für sich Entscheidungen und hatte zwei Matchbälle in Milwaukee: Bereits den ersten konnten Cardinals für sich entscheiden, als man Shaun Marcum im ersten Inning vier Runs einschenkte und insgesamt neun Punkte in den ersten drei Abschnitten erzielen konnte. Die Serie sah eigentlich nur in Spiel 4 ein Pitcher Duell und wurde ansonsten von den Offensivreihen dominiert. Die Cardinals gewinnen somit als erstes Team seit 2000 (ebenfalls die Cardinals) in der Major League eine Postseason Serie, indem sie mehr Relief - als Starting Pitching Innings benötigten.

David_Freese
NLCS MVP David Freese (Foto von Herkie - CC-BY-SA)

Der aus St. Louis stammende David Freese wurde zum MVP der NLCS gewählt. Er schlug in den sechs Partien .545 (12 von 22) und ihm gelangen drei Home Runs, neun RBIs, drei Doubles und sieben Runs. In den letzten zehn Postseason Spielen der Cardinals gelang Freese immer mindestens ein Hit.

Die Texas Rangers gewannen gegen die Detroit Tigers ebenfalls in sechs Spielen die ALCS. In Spiel 1 erwartete man ein Pitcher Duell zwischen C.J. Wilson und Justin Verlander, doch das regnerische Wetter beendete dieses Duell nach vier einhalb Spielabschnitten. Verlander musste nach drei frühen Runs gegen sich die Niederlage in Kauf nehmen und der Bullpen der Rangers liess im weiteren Spiel nichts mehr zu. Spiel 2 war ebenfalls ein spannendes Duell zwischen Derek Holland und Max Scherzer, man ging beim Stande von 3:3 in Extra Innings und Nelson Cruz schlug im elften Innning einen Walk-Off-Grand-Slam zum Sieg seiner Rangers. In Spiel 3 verkürzte Detroit in Person von Doug Fister auf 1-2 in der Serie, allerdings verlor man Spiel 4 ebenfalls wieder in Extra Innnings. Verlander konnte in Spiel 5 die Serie noch einmal nach Texas bringen, allerdings waren die Tigers in Spiel 6 chancenlos, als neun frühe Punkte der Rangers Offensive die Weichen auf Sieg stellen.

Nelson_Cruz
ALCS MVP Nelson Cruz (Foto von Keith Allison - CC-BY-SA)
Nelson Cruz wurde zum MVP der ALCS gewählt und er stellte mit sechs Home Runs und 13 RBIs einen neuen Postseason Rekord auf, sein Batting Average betrug .364 (8 von 22), seine acht Hits waren allesamt für extras Bases. Dazu ist er der erste Spieler, der einen Game-Ending-Grand-Slam schlug, in zwei Spielen einer Serie in Extra Innings einen Home Run über den Zaun schickte und ihm gelangen bereits 2010 sechs Home Runs: Noch nie hat ein Major League Spieler in zwei Postseasons in Folge sechs oder mehr Home Runs geschlagen.

Fazit: Man darf gespannt sein, wie diese Serie ausgeht: Das Starting Pitching der Rangers wirkte ein wenig angeschlagen, der Bullpen dagegen sehr zuverlässig, zudem besitzen sie genug Einzelspieler, die im Alleingang ein Spiel in der Offensive entscheiden können. Die Cardinals haben für Spiel 1 bereits ihr Ace Chris Carpenter aufgestellt und ihre Rotation dürfte für die World Series ausgeruht sein. Der Bullpen musste in der LCS mehr Innnings werfen, als die Starter und ist sicherlich trotz zwei Tagen Pause angeschlagen. Man darf gespannt sein, ob Tony La Russa hier noch einmal einen frischen Arm ins Team holt oder auf die bewährten Kräfte vertraut. Die Offense präsentierte sich in der NLCS gegen die Brewers äusserst schlagstark und man nahm den Schwung aus den letzten 25 Spielen der Regular Season mit in die Postseason. Die Serie wird wie so oft von der Tagesform entschieden, der einzig wirklich erkennbare Vorteil der Cardinals ist ihr Manager Tony La Russa, der aktuell über die am Abstand größte Erfahrung in der Major League verfügt.

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