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Tom Glavine tritt zurück
Mit Tom Glavine hat Mitte Februar einer der besten Pitcher der letzten 20 Jahre seinen Rücktritt erklärt. Baseballinsider.de will aus diesen Anlass die Gelegenheit nutzen, die Karriere dieses hervorragenden Starting Pitchers Revue passieren zu lassen.
Glavine hatte seine erfolgreichste Zeit zu Beginn der 90er Jahre, als er innerhalb von drei Jahren 62 Siege holte und mit den Braves die World Series gewann. Damals war er auch Mitglied einer der besten Rotationen aller Zeiten. Gegen Ende seiner Karriere konnte Glavine dann 2007 als 23. Spieler der Baseballgeschichte seinen 300. Sieg feiern.
Aller Anfang ist schwer
Tom Glavine wurde am 25. März 1966 in Concord, Massachusetts geboren. Bereits auf der High School bewies der junge Glavine sein Talent für Sport. So war er im Eishockey- und Baseballteam einer der besten Spieler und gewann demzufolge einige Auszeichnungen in beiden Sportarten. 1984 wurde Glavine dann in der vierten Runde des NHL-Drafts von den Los Angeles Kings gewählt. Er kam dabei noch vor jetzigen Eishockeylegenden wie Brett Hull und Luc Robitaille bei einen Team unter. Pech nur für die Kings, dass Glavine im gleichen Jahr von den Atlanta Braves in der zweiten Runde des Baseballdrafts ausgewählt wurde, denn der junge Pitcher entschied sich für das Spiel mit dem kleinen Lederball.
Bei den Braves gab Glavine im August 1987 sein Major-League-Debüt als Starting Pitcher. Seine ersten Profijahre waren aber allenfalls als durchwachsen zu bezeichnen. So kam er zwischen 1987 und 1990 auf eine Bilanz von 33 Siege und 43 Niederlagen, wobei er es 1988 sogar schaffte, 17 Spiele zu verlieren.
Der Durchbruch
1991 war dann das Jahr der Wende; und dies gleich in doppelter Hinsicht. Die Braves, die seit 1988 immer abgeschlagen auf den letzten Platz ihrer Division landeten und auch bis zum All-Star-Break eben diesen Platz innehatten, starteten eine der spektakulärsten Aufholjagden in der Baseballgeschichte. So konnten sie am letzten Spieltag noch die Dodgers überholen, die Division gewinnen und letztendlich sogar in die World Series einziehen.
Glavine hingegen gelang in dem Jahr der Durchbruch zu einen der besten Pitcher der 90er Jahre. Mit 20 Siegen holte er die meisten in der National League und sein ERA von 2.55 war der drittbeste der Liga. Bei seiner ersten World-Series-Teilnahme kam Glavine auf eine Bilanz von 1-1 mit einen ERA von 2.70 in 13+ Innings. Nach spannenden sieben Spielen mussten sich die Braves jedoch den Twins mit 3-4 geschlagen geben. Tom Glavine wurde aber 1991 sein erster Cy Young Award verliehen.
Im folgenden Jahr war Glavine mit 20 Siegen wiederum der erfolgreichste Werfer in der National League, aber beim Cy Young Award reichte es diesmal nur zum zweiten Platz hinter Greg Maddux (Cubs). Auch die Braves mussten sich bei ihrer zweiten World-Series-Teilnahme in Folge wiederum geschlagen gegeben. Diesmal behielten die Blue Jays mit 4-2 die Oberhand. 1993 gewann Tom dann sogar 22 Spiele und gewann damit zum dritten mal in Folge diese Kategorie in der NL. Vor der Saison stieß Greg Maddux aus Chicago zu den Braves hinzu und bildete dann gemeinsam mit Tom Glavine und John Smoltz über Jahre hinweg das dominierendste Starter-Trio der Major League. So gewannen die Drei von 1991 bis 1998 insgesamt sieben der acht möglichen Cy Young Awards.
Im Wechselbad der Gefühle
Bei all dem Erfolg zogen aber auch einige dunkle Wolken über der Karriere des Tom Glavine hinweg. Bei dem Spielerstreik der Saison 1994, der sogar zum vorzeitigen Abbruch der Saison führte, nahm Glavine eine wichtige Rolle als Sprecher der Spielergewerkschaft ein. Die Fans in Atlanta verübelten ihm seine Rolle, sahen sie sich doch um eine erneute World-Series-Teilnahme gebracht. So pfiffen sie ihn in der folgenden Saison bei seinen Auftritten oftmals aus. Die Saison fand dennoch für beide Seiten ein versöhnlichen Ende, denn die Braves konnten erstmals seit 1957 die World Series gewinnen. Und ausgerechnet Tom Glavine war der dominierende Spieler beim 4-2 über die Cleveland Indians. So gewann er zwei Spiele, wobei ihm sogar ein acht Inning Shutout mit nur einen Hit gelang.
Als Lohn für diese beeindruckende Leistung, wurde er dann auch zum MVP der World Series gewählt. Tom Glavine blieb auch über die nächsten Jahre hinweg eine wichtige Stütze der Braves-Rotation und gewann 1998 mit einer Bilanz von 20-6 bei einen ERA von 2.47 zum zweiten Mal in seiner Karriere den Cy Young Award. Zuvor musste er sich 1996 bei seiner vierten und letzten World Series Teilnahme den New York Yankees geschlagen gegeben.
Tom Glavine war ein Pitcher, der über ein großes Reservoir an Pitches verfügte, mit denen er Geschwindigkeit und Flugbahn beliebig variieren konnte und so die gegnerischen Hitter zur Verzweiflung brachte. Seine Pitches platzierte er dabei meist am Rand der Strikezone. Gelang einen Spieler dann mal ein Treffer, so hatte der Ball meist so viel Effekt, dass daraus nur ein Ground- oder Flyoutball wurde.
Glavine geht fremd
Zum Entsetzen der Braves-Fans wechselte ihr Idol 2003, nach 15 Jahren, zum Divisionsrivalen aus New York. Die Mets hatten den Free Agent zuvor einen lukrativen Vierjahresvertrag über 42.5 Millionen Dollar geboten. Aber bei den Mets kam Glavine nicht richtig in Tritt, so verlor er mit 14 Spielen die meisten seit 1988. Aber der Wechsel hatte auch positive Seiten, denn zum ersten Mal konnte Tom gemeinsam mit seinen Bruder Mike in einen Team spielen. Glavine blieb fünf Jahre bei den Mets, aber in dieser Zeit konnte er seinen ERA nie wieder unter die Marke von 3.50 drücken. Überzeugen konnte er allenfalls mit Einzelleistungen wie 2004, als er bei einen Shutout gegen die Rockies in neun Innings nur einen Hit zulassen musste.
Das Highlight fand dann zweifelsohne am 5. August 2007 statt, denn da konnte Tom Glavine gegen die Chicago Cubs seinen 300. Karrieresieg erzielen. Damit ist Glavine bis heute einer von nur 24 Pitchern, der diese historische Marke erreichte. Sein letztes Spiel für die Mets sollte dann zugleich eines der schlechtesten in seiner Karriere werden. Am letzten Spieltag der Saison 2007 hätten die New Yorker noch den Divisionsrivalen aus Philadelphia einholen können, aber Glavine hatte nach nur 1/3-Inning sieben Runs gegen die Marlins kassiert und somit die Playoff-Hoffnungen der Mets zunichte gemacht.
Streit und Versöhnung
Glavine kehrte 2008 wieder zu den Braves zurück, konnte Verletzungsbedingt jedoch nur 63 Innings pitchen. Als sich Tom 2009 nach einen monatelangen Reha-Programm fit meldete, entließen ihn die Braves, denn seinen Platz in der Rotaion sollte stattdessen der junge Tommy Hanson einnehmen. Daraufhin gab es verständlicherweise Zoff. Glavine warf dem Management finanzielle Gründe für diese Entscheidung vor, während Braves-GM Frank Wren betonte, dass allein sportliche Aspekte ausschlaggebend für die Entscheidung waren. Trotz dieses unschönen Karriereendes, haben sich die Parteien mittlerweile wieder versöhnt. So wechselt Tom Glavine ab 2010 in das Front Office der Atlanta Braves, um dort Präsident John Schuerholz zu unterstützen.
Die Karriere in Zahlen
Tom Glavine gewann in seiner Karriere insgesamt 305 Spiele und verlor dabei 203. Dazu hatte er in 22 Saisons einen ERA von 3.54.
In 35 Playoff-Spielen erzielte er eine Bilanz von 14-16 mit einen ERA von 3.30.
Dazu ist Glavine der letzte Spieler, der drei Jahre in Folge (1991-1993) 20 oder mehr Spiele gewinnen konnte.
Beim Cy Young Award landete Glavine sechsmal unter den ersten Drei und gewann die Auszeichnung zwei Mal. Dazu wurde er zehn Mal zum All-Star-Spiel eingeladen.
Tom Glavine könnte 2014 mit seinen bereits zurückgetretenen Freund Greg Maddux in die Hall of Fame gewählt werden.
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Und wieder einmal geben die Indians einen Key-Player ab.
(29-07-2010 10:14)Amanic
au mann :-D
(28-07-2010 16:53)Johannes
re: - Video? Nur das hier...sieht schon ungesund aus wie er da reinspringt...AUA. image:htt...
(28-07-2010 15:03)Basti
Video?
(28-07-2010 14:12)Johannes
Du hast Chris Coughlan vergessen
(28-07-2010 09:46)Basti