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"Babe" Ruth - Der Größte unter Großen
Die New York Yankees haben viele große Spieler hervorgebracht. Lou Gehrig, Joe DiMaggio, Mickey Mantle und Alex Rodriguez zählen heute nicht nur zu den besten Baseballspielern, die jemals ein Pinstripe-Trikot getragen haben, sondern zu den besten Spielern überhaupt.
Dennoch werden sie von Einem überstrahlt, der erst den Erfolg nach New York brachte; und um den die Yankees dann den erfolgreichsten Baseballclub der Welt formten.
Dieser Spieler ist George "Babe" Ruth, schon zu Lebzeiten eine Legende – und bis heute der beste Baseballspieler aller Zeiten.
Jugend
George Herman "Babe" Ruth wurde am 06. Februar 1895 in Pigtown, nahe Baltimore, geboren. George war ein ungestümes schwer zu bändigendes Kind, so dass er im Alter von sieben Jahren von seinen Vater auf die St. Mary's Industrial School geschickt wurde. Der Kontakt zu seiner Familie war in den zwölf Jahren, die er dort verbrachte, sehr spärlich. Aber Ruth lernte dort das Baseballspiel von Matthias Boutlier, einen Mönch des Internats, der bald die Vaterolle im Leben des jungen George einnahm.
Entdeckt wurde Ruth 1914 vom damaligen Minor League Manager Jack Dunn, der ein besonderes Auge für Talent hatte und oftmals junge Spieler in sein Team, den Baltimore Orioles holte. Als er mit dem jungen Ruth in die Umkleidekabine ging um ihn den anderen Spielern vorzustellen, rief jemand „Jack mit seinen neuen Baby" und „Babe" Ruth hatte seinen Spitznamen weg.
Red Sox
Dunn, der die Rolle des Mentor und Förderers von Ruth übernahm, erkannte bald, dass die Minor Leagues zu klein für dessen Talent waren. Folgedessen versuchte er, ihn in die Major League zu verkaufen. Nachdem die Phillies und Reds noch ablehnten, griffen schließlich die Red Sox zu und verpflichteten den jungen Pitcher, wo er im September 1914 debütierte.
Bereits ein Jahr später war Ruth ein fester Bestandteil der Red Sox. Während der Saison holte er 18 Siege bei einen ERA von 2.44. In der World Series kam er jedoch noch nicht zum Zug. Dies änderte sich im folgenden Jahr, als Ruth bei der Titelverteidigung im zweiten Spiel ein 14 Inning-Complete-Game hinlegte und dabei nur einen Run kassierte. Während der Saison erzielte er neun Shutouts, ein Rekord für Linkshänder, der erst 1978 von Ron Guidry eingestellt werden konnte. Dazu hatte er mit einen ERA von 1.75 den niedrigsten der Liga.
1918 holten sich die Red Sox den dritten World Series Titel in vier Jahren und wieder war Babe Ruth maßgeblich daran beteiligt. Er gewann zwei Spiele und ließ dabei insgesamt nur zwei Runs zu. Dies sollte zugleich der letzte Postseason-Auftritt als Pitcher sein, denn seine Coaches entdeckten mehr und mehr sein Talent als Hitter. Mit mehr als 29 Innings ohne Run stellte er aber einen World Series Rekord auf, der bestand hatte, bis ihn Whitey Ford 1961 überbot.
Und welches Schlag-Potential in ihm steckt, demonstrierte Ruth 1919 auf eindrucksvolle Weise. Das erste Jahr, in dem er vorrangig im Lineup stand, stellte er mit 29 Home Runs einen neuen Major League Rekord auf.
Aber trotz seines Talent und seiner Kraft, mit der er die Bälle aus den Ballparks hämmerte, hatte Ruths Karriere auch seine Schattenseiten. So war es immer wieder seine Unbeherrschtheit und sein Jähzorn, der seinen Manager zur Verzweiflung trieb. Ruth beschimpfte die Umpires oder bewarf sie sogar mit Dreck, was ihm immer wieder Sperren einbrachte. Dazu hielt er sich nicht an Ligaregeln und nahm z.B. unerlaubt an Spielen außerhalb der Saison teil, was ebenfalls bestraft wurde. Dass er dazu noch Eigentümer Harry Frazee erpresste, um mehr Gehalt zu erhalten, führte dann neben den finanziellen Problemen der Red Sox sogar zum Verkauf ihres Stars an die Yankees.
Yankees
Nach dem wohl spektakulärsten Verkauf der Baseballgeschichte gab Ruth also 1920 sein Debüt bei den Yankees. Schon im ersten Jahr stellte er mit 54 geschlagenen Home Runs einen phänomenalen Rekord auf. Dabei war Ruth der Vorreiter einer neuen Generation von Baseballspielern. Die damaligen Stars wie Ty Cobb oder Shoeless Joe verkörperten mehr den athletischen, flinken Spieler, dessen primäres Ziel es war, auf Base zu kommen, um dann durch Baserunning voranzukommen. Ruth hingegen begründete die Ära der Powerhitter, die die Bälle mit Kraft aus dem Station droschen und so ihre Punkte erzielten.
1921 steigerte er dann seinen Home-Run-Rekord auf 59. Beeindruckender als die bloße Zahl war vielmehr die Tatsache, dass Ruth viele Bälle außerordentlich weit schlug. Weiten von 450 bis 500 Foot waren keine Seltenheit, ein Ball flog sogar 575 Foot weit. Um Ruths Leistung mit den heutigen Spielern zu vergleichen, muss man berücksichtigen, dass die Ballpark damals wesentlich größer waren. Dazu mussten die Bälle auch noch hinter der Begrenzung im Fair-Territory landen. So hat man für Ruth 1921 auf heutige Verhältnisse umgerechnet 104 Home Runs ermittelt.
Dank Ruths Rekorden gewannen die Yankees 1921 zum ersten mal in ihrer Geschichte die American League. In der World Series musste man sich jedoch den New York Giants geschlagen geben. Das gleiche wiederholte sich im Jahr darauf, wobei Ruth eine glücklose Figur machte. Da er mit den Curvebällen der Giants-Pitcher nicht zurechtkam, erzielte er nur 2 Hits in 17 At-Bats. 1923 war es dann jedoch soweit, in der dritten Auflage des Stadtduells konnten die Giants bezwungen werden und die Yankess sicherten sich ihren ersten World-Series-Titel. Ein überzeugender Babe Ruth schlug dabei .368 mit drei Home Runs. Da er während der Saison einen Schlagdurchschnitt von .393 mit 41 Home Runs erzielte, holte er sich noch dazu seinen einzigen MVP-Titel.
1927 lieferte sich Babe Ruth mit seinen jungen Teamkamerad Lou Gehrig ein legendäres Home Run Derby. Bis zum All-Star-Break lagen beide mit 29 auf Kurs der magischen 60 Home-Runs-Grenze. Aber während Gehring nachher nachließ und die Saison mit 47 Home Runs beendete, schlug Ruth im September nochmals 17 und erzielte damit 60 Home Runs in einen Jahr. Ein Rekord, der bis 1961 bestand haben sollte, ehe Roger Maris mit seinen 61 einen neuen aufstellte. Die Yankees absolvierten dank ihrer beiden Slugger eine phänomenale Saison. Ihre Bilanz von 110-44 Siegen ist eine der besten überhaupt, dazu gewannen sie die World Series mit einen Sweep über die Pirates.
Called Shot
Nachdem Babe Ruth mit den Yankees 1928 seinen dritten World Series Ring holte, kam es 1932 beim Aufeinandertreffen mit den Cubs zu einer der legendärsten Szenen in der Baseballgeschichte. Nachdem ihn die Fans der Cubs lange genug mit Schmährufen und Beleidigungen genervt hatten, zeigte Ruth vor seinen At-Bat mit den Finger Richtung Outfield. Und zwar genau zu der Stelle, wo die Stadionbegrenzung am weitesten entfernt war. Nach dem hart geworfenen Pitch, drosch Ruth den Ball dann genau in die angezeigte Richtung über den Zaun hinweg zu einen Home Run. Die Cubs-Fans waren konsterniert, Babe holte seinen vierten und letzten Titel mit den Yankees. Die Geste ist heutzutage jedem Kind in Amerika unter dem Begriff „Called Shot" bekannt.
Karriereende
Nach dieser Saison ließen Ruth Leistungen jedoch merklich nach. Da half es auch nichts, dass er am Ende seiner Karriere New York verließ und 1935 wieder nach Boston zurückkehrte. Allerdings nicht zu den Red Sox, sondern zu den Braves. Babe Ruth wollte ins Management wechseln, was ihm bei den Yankees verwehrt blieb. Der Braves-Eigentümer stellte ihn einen solchen Posten in Aussicht. Ruth absolvierte dort jedoch nur noch 28 Spiele und beendete dann seine Karriere. Auch bei den Braves sollte er nicht ins Management wechseln.
Mit 714 Home Runs stellte Ruth einen neuen Maßstab in dieser Kategorie auf. Erst Hank Aaron konnte diesen 1974 überbieten, und noch heute liegt Ruth auf Rang drei in der Hitliste. Sein SLG von .690, sein OPS von 1.16 und sein OPS+ von 207 sind jedoch bis heute unerreicht. Dazu sollte man nicht vergessen, dass Ruth seine großartige Karriere als Pitcher begann und einen Karriere-ERA von 2.28 erzielte.
Bei all seinen sportlichen Können, das ihn unbestritten zum besten Baseballspieler aller Zeiten machte, war er privat ein schwieriger Mensch. Seine Mitmenschen beschrieben ihn als groben Menschen, der meist mit einer grimmigen Miene unterwegs war. Seine zahlreichen Affären belasteten die Ehe solange, bis seine Frau die Scheidung einreichte. Dazu kamen Alkohol und schnelle Autos, die er regelmäßig zu Schrott fuhr.

Ruth Memorial (CC-BY - Foto von Ilahbokaj)
Babe Ruth verstarb bereits 1948 an Kehlkopfkrebs, dabei nahmen über 100.000 Menschen im Yankees-Stadium Abschied vom Größten unter vielen großen Spielern, die der Club hervorgebracht hat.
Seine Nummer drei wurde noch im gleichen Jahr von den Yankees eingezogen.
In die Hall of Fame wurde er 1936 als einer der ersten fünf Spieler überhaupt gewählt.
Ruth hat vermutlich auf die Bank der Cubs gezeigt, als ein Reporter dann die Geschichte des
angesagten Homeruns abdruckte, hat der talentierte Showman Ruth das natürlich gleich so übernommen.
"Den Erfolg nach New York bringen" - naja, das Nummer eins Team in New York waren damals
wohl die Giants, die auch schon 3 World Series Titel und etliche pennants dazu hatten, bevor die
Yankees ihren ersten Titel einsackten. Als die Yankees mit Ruth dann langsam aufkamen, warfen die
dann auch die "Bombers" aus der gemeinsamen Spielstätte.
Übrigens hatte Ruth bei der Hall of Fame Wahl weniger Stimmen ...
"Passt auf, das waren erst zwei Strikes, noch bin ich nicht aus." Klingt natürlich viel
langweiliger als der "called shot".
Oder warum haben die Yankees 50.000 Dollar ausgegeben nur um Ortizs Trikot zu bergen.
wäre er wahrscheinlich nicht über die AA herausgekommen... ;O)
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Dann mal gute Nacht Mets, sollten die es wirklich so doll treiben. Aber selbst die werden kein Ge...
(09-02-2012 18:28)Nico
Solche "Bad contract swaps" a la Milton Bradley gegen Carlos Silva gibt's normalerweise n...
(09-02-2012 16:24)Rene
Es branden immer mal wieder Spekulationen auf, wonach die METS Jason Bay für Burnett traden könnt...
(09-02-2012 15:54)USSFSteeler
Ich glaub so einfach geht das gar nicht
(09-02-2012 09:09)Basti
wegen mir kann er nach japan
(09-02-2012 08:59)wordass