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Im Westen was Neues - Was bisher geschah..
Der Monat April im neuen MLB-Jahr ist passé. Das heißt zwar nur, dass die erste kleine Etappe des Marathons „MLB-Saison“ geschafft ist. Doch überraschenderweise hat der April in der NL West schon eine große Lücke zwischen Tabellenspitze und Tabellenkeller aufklaffen lassen. In keiner anderen Division ist der Erste dem Letzten so weit enteilt.Die Arizona Diamondbacks und – Überraschung! - die Colorado Rockies trennen schon ganze neun Spiele. Was ist bisher passiert in der NL West? Und wie geht es jetzt im Mai weiter im Kampf um den Westen?
1. Arizona Diamondbacks (20-8)
Die Arizona Diamondbacks haben es sich scheinbar schon sehr gemütlich gemacht an der Spitze der National League West. So unangefochten führen sie die Division an. Natürlich waren die Erwartungen vor der Saison groß, aber einen solch fulminanten Saisonstart konnte man dann doch nicht erwarten. Größter Unterschied zur vergangenen Saison ist bisher die Offense. Zusammen mit den Cubs haben die D-Backs die mächtigste Offense der National League. Selbst an Tagen wie gestern, wenn ein Starting Pitcher (Randy Johnson) schwächelt, hat die Offenive genug Feuerkraft, um den Rückstand noch wett zu machen. Durch den stabilisierten Bullpen mit Closer Brandon Lyon, der nach wackligem Saisonstart jetzt scheinbar in die Saison gefunden hat, ist auch in den hinteren Innings momentan für den Gegner wenig zu machen.
Wie geht’s weiter?
So dominant, wie Arizona bisher auftritt, sind sie der absolute Favorit auf den Divison-Titel. Zumal ab nächster Woche auch noch Top Prospect Max Scherzer die ohnehin schon starke Rotation ergänzt. Zwar werden die D-Backs nicht in diesem Tempo weiter siegen könne, von der Spitze wird sie aber so schnell keiner verdrängen.
2. Los Angeles Dodgers (14-13)
Die Dodgers scheinen ihren „Groove“ gefunden zu haben. Nach schwachem Saisonstart gewannen sie zuletzt fünf Spiele in Serie. Selbst für Chad Billingsley gab es gestern den ersten Saisonsieg. Die Saison des Rechtshänders war bisher eine einzige Katastrophe. Obwohl er Tonnen von Strikeouts warf, konnte er die gegnerischen Teams nicht vom Punkten abhalten. Das sollte sich gestern ändern, als er gegen die Marlins nur einen Punkt zuließ und endlich ein Spiel gewann. Während auch die Offense um Rafael Furcal und Jeff Kent deutlich an Fahrt gewonnen hat in den letzten 10 Tagen, bleibt Andruw Jones so kalt wie nur irgend möglich. Für viel Geld wurde er nach LA geholt und sollte dem Lineup die nötige Power verleihen. Das Geld streicht er zwar ein, aber für Power sorgt er nicht. Der magere Schlagdurchschnitt von .159 und nur ein Home Run sind der Beweis dafür.
Wie geht’s weiter?
Der Monat Mai wird ganz entscheidend für die Saison der Dodgers. Arizona ist schon 5.5 Spiele voraus geeilt. Daher müssen jetzt Siege her, damit das Team um Manager Joe Torre nicht schon frühzeitig in Richtung Wild Card schielen muss. Und eines ist Torre auch zu raten: Matt Kemp und Andre Ethier müssen so häufig wie möglich spielen. Da darf man auch auf Veteranen wie Pierre und Jones keine Rücksicht nehmen. Die beiden jungen Outfielder sind inzwischen einfach besser.
3. San Francisco Giants (13-16)
Zwar ist eine Bilanz von 13 Siegen und 16 Niederlagen nicht wirklich gut. Aber seien wir 'mal ehrlich. Für die Giants ist das ganz passabel. Nach nur einem Sieg aus den ersten sechs Spielen war für viele schon klar: dieses Team verliert mehr als 110 Spiele. Zwar ist das immer noch nicht ganz auszuschließen. Die Leistung der Mannschaft in den letzten zwei Wochen hat diesen Vermutungen aber deutlich den Wind aus den Segeln genommen. Vor allem das Starting Pitching – Barry Zito natürlich ausgenommen – überzeugt. Von den vielen jungen Spielern der Giants ragt Fred Lewis heraus, der mit einer On-Base-Percentage von .419 in der Leadoff-Position besser als erwartet spielt.
Wie geht’s weiter?
Die Giants werden sich vermutlich nicht auf Rang 3 halten können. Dafür ist die Offense zu schwach. Außerdem haben sie viele Spiele sehr knapp gewonnen, was natürlich auch auf eine gewisse Portion Glück zurückzuführen ist, das über die Saison gesehen nicht ewig hält.
4. Colorado Rockies (11-17)
Der World-Series-Teilnehmer des letzten Jahres hat einen ganz schwachen April hinter sich. Wie im letzten Jahr sehen sich die Rockies die Division nach dem ersten Monat erstmal von hinten an. Das Pitching wackelt (nur die Pirates haben in der National League bisher mehr Runs zugelassen) und auch die so dynamische Offense des letzten Jahres zeigt sich bisher saft- und kraftlos. Bestes Beispiel die letzte Serie gegen die Giants. Da gelang den Rockies-Battern in 26 Versuchen nur ein jämmerlicher Hit mit Runners in Scoring Position. Auch im Bullpen steht nicht alles zu Besten – um genau zu sein sogar sehr wenig. Manager Clint Hurdle musste schon im ersten Monat der Saison den Closer wechseln, weil Manny Corpas einfach nicht zurecht kam. Und um der ganzen Misere die Krone aufzusetzten, verletzte sich auch noch Star-Shortstop Troy Tulowitzki und könnte im Mai einige Zeit verletzt auf der Bank sitzen.
Wie geht’s weiter?
Ein Grund zur Hoffnung besteht aber für die Rockies. Es kann wirklich alles nur besser werden. Die Offense ist eigentlich zu gut, um nicht langsam mal in Fahrt zu kommen. Das muss jetzt aber schnell geschehen. Denn dass die Rockies ein zweites Jahr in Folge ab September einfach nur noch gewinnen, ist doch eher unwahrscheinlich.
5. San Diego Padres (11-17)
In den letzten Jahren gelang es den Padres immer wieder, eine schlechte Offense durch überragende Pitching-Leistungen abzufedern. Dieses Jahr geht dieses Rezept bisher nicht auf. In den beiden offensiven Kategorien Average, Slugging und Runs sind die Padres das schlechteste Team der ganzen Liga. Bei den Stolen Bases sieht das ganz nicht anders aus. Wenn das so weiter geht, werden wohl erste kritische Stimmen zur Personalpoitik von GM Kevin Towers laut. Denn sowohl Jim Edmonds als auch Tad Iguchi haben das Team offensiv nicht verstärkt. Dazu kommt, dass Edmonds im Outfield einiges an Reichweite verloren hat und gleichzeitig verloren wirkt.
Wie geht’s weiter?
Offense heißt hier das Zauberwort. Den Padres kann man nur wünschen, dass Adrian Gonzalez endlich mal ein wenig Unterstützung bekommt. Wenn zwei bis drei Spieler außer Gonzalez mal einige Wochen heiß laufen, ist wegen des guten Pitchings auch eine längere Siegesserie möglich. Die sollte besser heute als morgen begonnen werden, sonst ist der Zug für die Friars schon sehr früh abgefahren.
Klar kann bei Hamelsmehr passieren, wenn sich Harper blöd wegdreht oder der Pitch nicht ganz dort...
(19-05-2012 06:34)Rene
Kann man doch nicht vergleichen, oder?! Nen Helm wegwerfen und einen Ball mit über 150 km/h auf
Da geht's sowieso nur um heurige Saison, da der Terminplan mit dem alten Playoffmodus gemacht wur...
(18-05-2012 17:35)Rene
Nee Joey das ist falsch, Hamels hat bewusst auf den Rücken gezielt. Da muss es schon mit dem Teuf...
(18-05-2012 13:30)Basti
Hallo Ihr Beiden, mal wieder ein sehr gelungener Podcast. Zu den Yankees. Da stimme ich euch zu,<...
(18-05-2012 11:36)Erich