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The Class of 2009: Rickey Henderson und Jim Rice

 
Autor: Sebastian Swoboda Montag, 12. Januar 2009
 

baseball_hall_fame.gifRickey Henderson, von vielen als der beste Leadoff-Hitter aller Zeiten bezeichnet, wurde am heutigen Tag mit knapp 95% aller Stimmen in seinen ersten Jahr zur Abstimmung stehend in die Hall of Fame in Cooperstown aufgenommen. Henderson wird auf seinem Weg dorthin von Jim Rice begleitet, der in diesem Jahr das letzte Mal zur Wahl stand: Red-Sox-Legende Rice bekam knapp 76,5 % der Stimmen und erhielt somit im Vergleich zum letzten Jahr 23 Stimmen mehr. 2008 verpasste er noch die Aufnahme um 16 Stimmen. Man benötigt für die Aufnahme in die Ruhmeshalle 405 (oder 75 %) von 539 Stimmen.

Henderson und Rice sind seit 20 Jahren die ersten Left Fielders die ihren Weg nach Cooperstown gehen werden. Die beiden Außenseiter, Right Fielder Andre Dawson und Pitcher Bert Blyleven, verpassten erneut die Wahl. Henderson und Rice werden im Juli offiziell in die Hall of Fame aufgenommen.

Rickey Henderson

Rickey Henderson spielte von 1979 bis 2003 in der Major League überwiegend als Left Fielder. Er spielte insgesamt für neun verschiedene Teams, wobei seine vier Aufenthalte bei den Oakland Athletics am meisten seine Karriere geprägt haben. Henderson wird als der wohl beste Leadoff-Hitter und Baserunner am heutigen Tage in die Ruhmeshalle aufgenommen.

Henderson hält in der Major League die All-Time-Rekorde für gestohlene Bases, er erlief die meisten Runs und schlug die meisten Leadoff-Home Runs. Dazu kommen noch einige Rekorde innerhalb einer Saison: 1982 gelang es ihm innerhalb einer Saison 130 Bases zu stehlen. Insgesamt schaffte er es dreimal über 100 Bases in einer Saison zu stehlen und ist bis heute der einzige Spieler der American League, dem 100 oder mehr Steals in einer Saison gelangen. Rickey Henderson wurde insgesamt zehnmal in ein All-Star-Team gewählt. Er überzeugte in seiner Karriere als Hitter mit hoher On-Base-Percentage mit Power-Hitter-Qualitäten, Bases zu stehlen und viele Runs zu erlaufen. Diese Qualitäten machten Rickey Henderson zu einem der dynamischsten Spieler innerhalb seiner aktiven Zeit.

In der Saison 2003 spielte Henderson seine letzte Partie in der Major League und war nach Abschluss seiner aktiven Karriere in den Top-100 der All-Time-Home-Run-Rangliste zu finden und führte die All-Time-Rangliste in Walks an. Erst im Jahre 2007 konnte Barry Bonds diesen Rekord brechen. Henderson ist in den Top-Zehn-Ranglisten für All-Time At-Bats, Spiele, sowie in den Top-Fünf für Put Outs und Total Chances als Outfielder platziert. Bis zum heutigen Tage hält er bei den New York Yankees und den Oakland Athletics den Vereinsrekord für gestohlene Bases.

Henderson gewann 1989 mit den Oakland A`s und 1993 mit den Toronto Blue Jays die World Series. Er spielte noch für sieben andere Major League Teams, inklusive den New York Yankees, San Diego Padres und den New York Mets.

Jim Rice

Jim Rice spielte seine komplette Karriere in der Major League von 1974 bis 1989 bei den Boston Red-Sox im Left Field. Rice wurde insgesamt achtmal ins All-Star-Team gewählt und im Jahre 1978 zum American League MVP gewählt, weil er nach 19 Jahren der erste Spieler war, der auf insgesamt 400 Total Bases innerhalb einer Saison kommen konnte.

In den späten 70er Jahren bildete er mit Fred Lynn und Dwight Evans eines der legendärsten Outfield-Trios, wobei Dwight Evans die ganze Karriere Rice`s Teamkollege war. Rice war zu seiner aktiven Zeit als schlagstarker Left Fielder bekannt, der am Ende seiner Karriere eine Slugging-Percentage von .502 aufzuweisen hatte. Es gelangen ihm insgesamt 382 Home Runs, was für Platz neun in der All-Time Rangliste der American League immer noch reicht.

Rice schlug insgesamt 2452 Hits, 1451 RBIs und 4129 Total Bases, was bis heute immer noch ein Red-Sox-Rekord für rechtshändige Schlagmänner darstellt. Seine 1503 Spiele im Leftfield bedeuten Platz sieben in der All-Time-Liste der American League.

Die kompletten Ergebnisse:
hall_of_fame_2009.jpg

MLB.com

Kommentare
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Thomas
(Registered) 13-01-2009 01:20
Was ich nie verstehen werde: Wie können 28 Journalisten nicht für Rickey Henderson stimmen? Wie
konnte Cal Ripken nicht 100 Prozent der Stimmen erhalten? Ich weiß, dass manche ihre Stimme (ich
glaube jeder hat 10?!) lieber einem Wackelkandidaten als einem sicheren Kandidaten geben, aber das
widerspricht mMn dem ganzen Sinn der Abstimmung.

Journalisten, die für Jay Bell oder Mo Vaughn stimmen, aber nicht für Henderson, sollten wegen
nachgewiesener Inkompetenz ihr Stimmrecht verlieren.

Aber erfreulich, dass es Jim Rice im letzten Anlauf doch noch geschafft hat. Es sind eben nicht nur
die angehäuften Zahlen die entscheiden, sondern auch die Tatsache, dass ein Spieler zu seiner Zwit
einer der besten ...
 
HoF Abstimmung
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Basti
(Administrator) 13-01-2009 10:40
Es geht bestimmt auch manchen Journalisten darum, dass die sogenannten Wackelkandidaten die 5%
irgendwie schaffen, und somit nächstes Jahr wieder zur Wahl stehen.

Ich finde es persönlich sehr schade, dass der beste Hitter der 90er Jahre Mark Grace im nächsten
Jahr einfach nicht mehr zur Wahl steht...

Für die nächsten Jahre erwarte ich aber vom Kommitee, dass sie endlich Blyleven reinwählen, der hat
es mehr als verdient.
 
Rickey Henderson
Phil
(SAdministrator) 13-01-2009 11:18
Aus dem New Yorker im September 2005 Stealing Time
 
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Marcus
(Administrator) 13-01-2009 12:20
Die Hall of Fame Wahl ist sowieso großer Blödsinn. Blyleven wurde ja schon angesprochen. Der hat 287
Spiele gewonnen, die fünfmeisten Strikeouts aller Zeiten und gewann nebenbei zweimal die World
Series mit einer Postseason Bilanz von 5-1 und einer 2.47 ERA.



Auf der anderen Seite findest du immer Leute, die reinkommen, aber deutlich schlechtere Karrieren
hinlegten als solche, die es nicht schaffen.
 
Thomas
(Registered) 13-01-2009 15:10
Zu Blyleven: In gewisser Weise ist er eigentlich genau das was ich mit "'nur' lange genug
spielen" meinte, obwohl sicherlich auf einem höheren Niveau als manch anderer.

Ein Karriere-ERA von 3.31, 287 (27. All-Time) Wins und 3701 Strikeouts (5. All-Time) sind zwar
beeindruckend und er ist auch der einzige 3000-Strikeout-Pitcher, der nicht in der Hall ist, dennoch
muss man die zahlen auch richtig "lesen".

Er hat immerhin 22 Saisons gespielt, was eine durchschnittliche Bilanz von 13-11, 168/60 K/BB, 3.31
ERA, und das zu einer Zeit in der das ERA (zu Beginn seiner Karriere) generell niedriger war. Eben
da, zwischen '71 und '75 hatte er seine beste Zeit. Dei letzten sechs Jahre von '86 bis ...
 
Blyleven vs. die 3 Eintagsfliegen aus de
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Basti
(Administrator) 13-01-2009 18:03
22 Jahre lang mit nem ERA von 3.31, Top-5 in Strikeouts All-Time, 287 Wins...wenn das ein Pitcher im
Schnitt in der heutigen Zeit 5-6 Jahre am Stück schafft chappeau, chappeau...hätte Blyleven noch
30-40 Siege mehr erworfen, wäre es wohl ein SLUM Dunk für die Voter gewesen und er wäre längst in
Cooperstown.



In der heutigen Zeit schaffen es immer weniger Pitcher in die Nähe von 300 Wins.



Die 3 genannten Pitcher im Jahre 2008 müssten diese Zahlen 20 mal reproduzieren. Wird keiner auch
nur annähernd schaffen bzw Lowe pitcht einfach nicht mehr lang genug ;) Der ist auch schon Mitte 30.
 
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Basti
(Administrator) 13-01-2009 18:21
Gegen das ERA sage ich ja gar nichts, das ist sehr gut, aber eben nicht so gut, wie dasselbe ERA
heute wäre. Und wie ich bereits gesagt habe, war Blyleven eben gerade zu Beginn seiner Karriere gut,
vor allem immer ERAs unter 3.00, was aber Anfang der 70er bei weitem nicht so herausragend war wie
heute. Mit diesem Start in einer pitcherfreundlichen Zeit konnte er seine Gesamtstatistik eben auch
schönen.

Nur weil heute 300 Wins immer seltener werden, waren sie es damals noch lange nicht. Auch Blyleven
hat noch die Zeit der 4-Mann-Rotations miterlebt, was automatisch mehr Wins bringt. Wie gesagt: Über
22 Jahre sind 287 Wins gerade mal 13 pro Saison, nicht besonders berauschend, schon gar nicht wenn
m...
 
Thomas
(Registered) 13-01-2009 19:27
Wieder mal das alte Problem: Beitrag 7 kommt von mir und natürlich nicht von Basti, obwohl er dort
als Autor genannt ist.
 
Erich
(Publisher) 13-01-2009 19:39
Darüber könnte man sicher eine Doktorarbeit schreiben und wüsste hinterher immer noch nicht ob
jemand den Einzug in die Hall of fame verdent hat oder nicht. zu viele Faktoren (Ära, Zeitraum,
Statistiken etc.) spielen in die Entscheidung rein.



Mal ein etwas akt. Beispiel. Von den grossen drei Pitchern der 90-er Braves Maddux, Glavine, Smoltz
galt Smoltz als der eher schwächste. Die letzten Jahre aber als sich deren Karriere den Ende neigte,
war er besser als die beiden anderen, wenn auch nie in der MLB dominant wie Maddux in den 90-er.
Dennoch hat er es m.Meinung nach genauso verdient wie die erstgenannten.



Ausserdem denke ich, daß vor allem bei dieser Wahl neben der sportlichen Leistung ...
 
Schilling, Maddux, Glavine, Smoltz,
avatar
Basti
(Administrator) 13-01-2009 20:40
Wobei man bei Schilling sagen muss, dass er sich im Laufe seiner Karriere von einem Thrower zu einem
sehr soliden Pitcher entwickelt hat und ich ihn mit Blyleven nie auf eine Stufe stellen würde...



PS: Maddux, Glavine und Smoltz sind alle 3 Slam Dunks, wenn sie das erste Mal auf der Liste stehen
IMO.

Smoltz aufgrund seiner overall Win/Save Bilanz plus 3000 K`s = Slam Dunk im ersten Jahr auf dem
Wahlzettel...
 
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