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"The Mick" - Mickey Mantle
Mit Mickey Mantle geht unsere Serie über Baseball-Legenden weiter. Der Switch-Hitter, der seine ganze Karriere bei den New York Yankees verbrachte war zu seiner Zeit einer der gefürchtetsten Power-Hitter. In seiner ganzen 18jährigen Karriere gewann der Outfielder insgesamt sieben World Series, er wurde 16-mal ins All Star-Team berufen und konnte dreimal den American-League-MVP-Award sein Eigen nennen.
Das Jahrhunderttalent aus Oklahoma
Mickey Charles Mantle wurde am 20. Oktober 1931 in Oklahoma geboren. Mit vier Jahren zog die Familie nach Commerce, Oklahoma um. Dass Mantle ein toller Sportler ist, zeigte sich schon an der dortigen High School. Denn neben seinem Lieblingssport, Baseball, spielte er auch noch Basketball und Football. Er war ein äußerst talentierter Footballer, so dass ihm die Universität von Oklahoma ein Stipendium anbot. Doch eine schwere Verletzung bei einem Football-Spiel hätte beinahe die ganze Karriere von Mantle zerstört. Nach einem Tritt gegen sein Schienbein entzündete sich das Knochenmark. Wenige Jahre zuvor wäre eine Amputation unweigerlich gewesen, doch dank Penicillin konnte eine Amputation verhindert werden. Dies sollte jedoch nicht die letzte Verletzung sein, die Mickey Mantles Karriere beeinträchtigte.
Mantles professionelle Baseball-Karriere startete in Kansas. Er durchlief dort einige Jugendligen und am Tag seines Abschlusses von der High School 1949 wurde er von Yankee-Scout Tom Greenwade unter Vertrag genommen. Greenwade sagte damals, dass Mantle das grösste Talent sei, das er je gesehen habe. Nach etwas mehr als einem Jahr im Farm-Team der Yankees debütierte Mickey Mantle, mittlerweile als „The Commerce Comet“ bekannt, am 7. April 1951 im Right Field der Yankees. Gleich in seinem ersten Jahr in den Major Leagues konnte Mantle die World Series gewinnen. Leider konnte er während dieser World Series nur zwei Spiele bestreiten, da er sich bei einem Flyball von Willie Mays einen schmerzhaften Knorpelschaden im Knie zuzog.
Nachfolger von Joe DiMaggio
Nachdem Joe DiMaggio Ende der Saison 1951 seinen Rücktritt erklärt hatte, rückte Mantle ins Center Field. Denn trotz seiner Probleme mit den Beinen und Knie war er immer noch einer der schnellsten Sprinter. Yankees Manager Casey Stengel bezeichnete Mantle als den schnellsten Mann zur ersten Base – daher auch der Spitzname „ The Commerce Comet“.
Sowohl 1952 als auch 1953 gewann Mantle mit den Yankees die World Series. Zudem schlug er am 6. Oktober 1952 seinen ersten World-Series-Home-Run. Dieser sollte der Grundstein für einen Rekord sein, der noch heute besteht.
Wie viel Kraft er in seinen Armen hat, bewies Mantle immer wieder. In einem Spring Training Spiel 1951 schlug er den Ball weiter als 600 Fuss (~200 Meter). Aber auch in offiziellen Spielen kam es immer wieder vor, dass der Ball weiter als 500 Fuss (152 Meter) flog. Zum Vergleich: Die heutigen Ballparks haben eine Distanz zur Center-Field-Wand von etwas über 400 Fuss (120 Meter).
Ab 1954 musste sich Mantle fast jährlich einer Operation unterziehen und es war nie klar, ob er seine Karriere fortsetzen könnte. Doch Mantle kämpfte und spielte regelmässig über 140 Spiele pro Saison.
1955 gelangen Mantle in einem Spiel gleich drei Home Runs und etwas später schlug er in einem Spiel jeweils einen Home Run von rechts und von links. Dies sollte er insgesamt zehnmal in seiner Karriere schaffen.
Die Triple Crown und das Duell mit Roger Maris
1956 war dann wohl das erfolgreichste Jahr in der Karriere von Mickey Mantle. Er gewann nicht nur die Triple Crown (Home-Run-Leader, meiste RBI und höchsten Batting Average), sondern auch die World Series und den American-League-MVP-Award. Des Weiteren gelangen ihm innerhalb von 30 Tagen gleich drei Inside-the-Park Home Runs.
Im Jahr darauf konnte Mantle seine Topform aus dem Vorjahr behalten und gewann erneut den AL MVP-Titel. Dies war insbesondere seiner OBP von .512 zu verdanken. Im selben Jahr fiel Red Schoendienst von den Milwaukee Braves auf Mantles linke Schulter, verletzte diese und beeinträchtigte ihn im weiteren Verlauf der Karriere.
1961 versuchte Mantle erneut den Home-Run-Rekord von Babe Ruth (60 in einer Saison) zu knacken. Das Interessante dabei war jedoch, dass mit Roger Maris ein Teamkollege von Mantle ebenfalls auf dem Weg war, diesen Rekord zu brechen. „The Mick“, wie Mantle ebenfalls genannt wurde, hatte nie wirklich ein gutes Verhältnis zur New Yorker Presse. Bis er mit Unterstützung eines Teamkollegen 1961 seinen Ruf verbesserte und somit die ganze Aufmerksamkeit während der Rekordjagd auf sich zog. Maris hingegen wurde herunter gespielt und erhielt kaum Aufmerksamkeit – er wurde gar als „Outsider“ betrachtet, während die Yankees zu „Mickey Mantles Team“ wurden. Unglücklicherweise verletzte sich Mantle gegen Ende der Saison an der Hüfte, so dass er sich im Rennen um den Rekord geschlagen geben musste und Roger Maris sich diesen mit 61 Home Runs holte.
Mantle kam in der Postseason zurück und gewann erneut die World Series. In Spiel vier gegen die Reds gelang ihm ein Single, obwohl seine Hüfte, durch die Uniform hindurch sichtbar, stark blutete.
1962 gewann Mantle nicht nur zum siebten Mal die World Series und zum dritten Mal den AL MVP-Award, sondern auch zum einzigen Mal in seiner Karriere einen Gold Glove-Award. Zwischen dem 4. und 6. Juli 1962 gelangen ihm dabei in vier At-Bats hintereinander auch vier Homeruns – etwas, was vor ihm und nach ihm nur ganz Wenige schafften.
Karriereende als einer der Besten
In den Jahren darauf wurden die gesundheitlichen Probleme immer häufiger und Mickey Mantle konnte nicht mehr an die Leistungen früherer Jahre anknüpfen. Am 15. Oktober 1964 stellte er jedoch noch einen bis heute ungebrochenen Rekord auf: Er erzielte seinen insgesamt 18. Home Run während der World Series. Zudem gehören ihm noch heute die World-Series-Rekorde in RBIs (40), Runs (42), Walks (43), Extra-Base-Hits (26) und Total Bases (123).
Am 1. März 1969 teilte Mickey Mantle der Öffentlichkeit mit, dass er Ende Saison zurücktreten werde. Der 536. und letzte Home Run seiner Karriere erfolgte am 20. September gegen die Boston Red Sox. Gegen denselben Gegner bestritt er acht Tage später auch sein allerletztes Profi-Spiel. Mantle beendete seine Karriere nach 2401 Spielen mit 536 Home Runs, 1509 RBIs, 1677 Runs, einem Schlagdurchschnitt von .298 und einer On-Base-Percentage von .422.
Mantle, kein Vorbild für die Jugend
So gut Mantle als Baseballer war, so ein negatives Bild bleibt über sein Privatleben. Mantle verfiel früh dem Alkohol, welcher später auch seinen Kindern und seiner damaligen Frau Merlyn zum Verhängnis wurde. Ein Grund für die Alkoholsucht von Mickey Mantle war wohl der frühe Tod seines Vaters. Denn dieser war der grösste Förderer von seinem Sohn, der seinerseits grossen Respekt vor seinem Vater hatte. Als Mantle 22 Jahre alt war, starb sein Vater an einem Lymphkrebs. Da dasselbe Schicksal häufiger in der Familie auftrat, dachte Mantle nicht, dass er alt werden würde. Er gab später zu, dass der Alkohol seiner Familie und Karriere sehr geschadet habe. Hätte er gewusst, dass er so alt werden würde, hätte er seinem Leben mehr Sorge getragen.
1980 trennte er sich zudem von seiner Frau, die er gemäss seiner Aussage nicht aus Liebe sondern auf Anraten seines Vaters geheiratet habe. Eine offizielle Scheidung gab es nie, jedoch wussten alle von Mantles Seitensprüngen bereits während seiner aktiven Karriere.
1995 entschied sich Mantle endlich dazu, sich wegen seiner Alkoholprobleme in eine Klinik zu begeben. Dort wurde ihm klar gemacht, dass jeder weitere Tropfen Alkohol tödlich sein könnte, da seine Leber in einem schrecklichen Zustand sei. Neben dem Alkohol haben auch Leberzirrhose und Hepatitis C an seinem Körper genagt. Dank einer Lebertransplantation konnte Mantle im Juli 1995 eine Pressekonferenz halten, bei welcher er in das Gewissen der Nation sprach: „Ich bin ein Paradebeispiel – seien Sie nicht wie ich. Schauen Sie zu sich und ihrem Körper!“ Da Mantle auch von Krebszellen befallen war, welche sich rasch im Körper ausbreiteten, half auch die Transplantation nichts. Am 13. August 1995 verstarb Mickey Charles Mantle im Baylor University Medical Center von Dallas im Alter von 63 Jahren.
Bereits 1974 wurde Mantle bei der ersten Möglichkeit in die Baseball Hall of Fame gewählt. Seither wird seine Rückennummer 7 bei den Yankees nicht mehr vergeben. Zudem errichtete man ihm 1996 ein Denkmal, neben Babe Ruth, Lou Gehrig, Joe DiMaggio und Miller Huggins, im legendären Monument Park im Yankee Stadium.
Seaver
Ich kann jedem nur den Film 61* empfehlen, wo man zum einen das Vereinsinterne Duell mit Roger Maris
noch einmal schön aufgezeigt bekommt. Allerdings wird auch deutlich aufgezeigt wie unterschiedlich
beide abseits vom Spielfeld waren.
Würde mich freuen etwas mehr über die Größten der Großen zu lesen (Cobb, Hornsby, Wagner, W.
Johnson, Ruth, Musial, Speaker).
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Dann mal gute Nacht Mets, sollten die es wirklich so doll treiben. Aber selbst die werden kein Ge...
(09-02-2012 18:28)Nico
Solche "Bad contract swaps" a la Milton Bradley gegen Carlos Silva gibt's normalerweise n...
(09-02-2012 16:24)Rene
Es branden immer mal wieder Spekulationen auf, wonach die METS Jason Bay für Burnett traden könnt...
(09-02-2012 15:54)USSFSteeler
Ich glaub so einfach geht das gar nicht
(09-02-2012 09:09)Basti
wegen mir kann er nach japan
(09-02-2012 08:59)wordass