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"Stan the Man" Musial - Die Cardinals-Legende
Heute wollen wir Euch die Cardinals-Legende Stan Musial vorstellen, der seine gesamte Karriere bei dem Team aus St. Louis verbrachte. So ist es auch nicht verwunderlich, dass er in der Stadt am Missouri noch heute extrem beliebt ist.
Seine Popularität in St. Louis hat er aber nicht nur seiner Treue zum heimischen Club, sondern auch seinen hervorragenden sportlichen Leistungen und seinen tadellosen Verhalten auf und neben dem Spielfeld zu verdanken.
Jugend
Stanley Frank "Stan" Musial wurde am 21. November 1920 in Donora, Pennsylvania als Sohn osteuropäischer Immigranten geboren. Wie die meisten Kinder in Amerika, spielte er in jeder freien Minute Baseball. Stan und sein Bruder Ed hatten dabei das Glück, dass in ihrer Nachbarschaft mit Joe Barbao, ein ehemaliger Minor Legue Pitcher lebte. Dieser brachte ihnen einige Tricks und Kniffe über Baseball bei. So kam es auch, dass Stan im Alter von 15 Jahren als Pitcher den Donora Zincs beitrat, die eben von jenen Barbao gemanagt wurden. Bei seinen Debüt pitchte er dann gleich sechs Innings in denen er 13 Strikeouts gegen seine erwachsenen Mitstreiter erzielte.
Nachdem Musial, der auch ein talentierter Basketballspieler war, ein Stipendium der Universität von Pittsburgh bekam, flatterte ein Angebot der St. Louis Cardinals ins Haus. Diese hatten Musial beobachtet und boten ihm deswegen einen Vertrag an. Sein Vater war wenig begeistert von der Vorstellung, dass Stan sein Studium abbrach um eine Profi-Bassballkarriere zu beginnen. Er wollte um jeden Preis verhindern, dass seine Kinder eines Tages in den örtlichen Stahlwerken oder Minen schuften mussten und war deswegen sehr froh, dass Stan ein Stipendium hatte. Von daher weigerte er sich hartnäckig dem Wunsch seinen Sohnes nachzukommen eine Laufbahn als Profi-Baseballspieler einzuschlagen. Gemeinsam mit seiner Mutter, konnte Stan seinen Vater jedoch umstimmen, denn schon damals war klar, dass Baseball Stan Musials einzige und große Leidenschaft war.
Minor League
1938 pitchte Musial dann erstmals im Minor League System der Cardinals, wo er dann auch öfters als Positionsspieler auflief um die Strategie des Spiels besser zu verstehen. Bis 1940 spielte Musial als Pitcher und Outfielder, dann aber machte ihn eine Verletzung zu schaffen, die aufgrund der Überbelastung des Wurfarmes zustande kam. Daraufhin beschloss er in Absprache mit Manager Burt Shotton nur noch im Outfield zu spielen. Eine Entscheidung die sich lohnen sollte, denn Musial zeigte 1941 erstmals seine hervorragenden Schlagqualitäten als er in 87 Spielen mit .389 einen neuen Liga-Rekord aufstellte. Beeindruckt von der Leistung setzten ihn die Cardinals dann die letzten beiden Wochen der Saison 1941 in der Major League ein, wo er dann in zwölf Spielen einen Schlagdurchschnitt von .426 erreichte. Während seiner Minor League Zeit in Florida (Mai 1940) heiratete er auch seine Jugendliebe Lillian Labash aus Donora, die noch im August des selben Jahres ihr erstes von insgesamt vier Kindern zur Welt brachte.
Major League
In seiner ersten vollen MLB-Spielzeit 1942, erreichte Musial einen Schlagdurchschnitt von .315 sowie 72 RBI. Die Cardinals hingegen gewannen 105 Spiele und damit souverän die National League Meisterschaft. In der World Series traf man dann auf die hochfavorisierten New York Yankees, mit ihren Superstar Joe DiMaggio. Musial gelang bei seinen allerersten At-Bat gleich ein RBI und die Serie wurde letztendlich überraschend aber klar mit 4:1 gewonnen.
1943 folgten dann die nächsten Premieren in Musials Karriere. Im Juli wurde er zum ersten Mal in das All-Star-Game gewählt. Dieser Nominierung sollten dann noch 23 weitere folgen. Höhepunkt war aber sicherlich die Wahl zum MVP der National League, die Musial dank seiner überragender Schlagstatistiken gewann. So erzielte er bei einen AVG von .357 die meisten Hits, Doubles und Triples. Die World Series verlor man diesmal allerdings mit 1:4 gegen die Yankees. 1944 begann sich der Zweite Weltkrieg auch auf Musials Leben auszuwirken. Er wurde Gemustert, bleib aber noch von den Kriegswirren verschont. Für die Cardinals schlug er .347 mit 197 Hits, dazu erreichte er mit dem Team zum dritten Mal in Folge die World Series. Dort traf man dann auf den Stadtrivalen, die St. Louis Browns, die mit 4:2 Spielen gezwungen werden konnten. Im Januar 1945 wurde Musial wurde dann in die US-Army eingezogen, für die er auf einen Truppenstützpunkt in Maryland Schiffe reparieren musste. Dabei fand er aber noch ausreichend Zeit zum Baseballspiel im Navy-Team.
In der Saison 1946 wurde Stan Musial vom Outfield auf First Base beordert, eine Entscheidung die ihn später zum ersten Spieler machte, der über 1000 Hits auf jeweils zwei verschiedenen Positionen erzielte. Dazu bekam er in dem Jahr von den Dodgers Fan den Nicknamen "Stan the man" verpasst, denn jedes mal wenn er zum Schlag schritt, schrieen sie ehrfurchtsvoll "Here comes the man". Die Cardinals erreichten in dem Jahr erneut die World Series, Gegner waren diesmal Ted Williams Red Sox die knapp mit 4:3 besiegt wurden. Der 25-jährige Musial holte damit zum dritten und letzten mal in seiner Karriere die Krone im Profibaseball. Dazu gewann er zum zweiten Mal den MVP der Natioal League.
Die Saison 1948 war die beste Saison in Stan Musials Karriere und eine der besten, die jemals ein Spieler ablieferte. Denn er gewann die Kategorien AVG (.376), Hits (230) Doubles (46) , Triples (18) und Total Bases (429) sowie SLG (.702). Die begehrte Triple-Crown verpasste er nur um einen Home Run, von denen er insgesamt 39 in der Saison schlug. Den fehlenden erzielte er in einer Partie, die wegen Regen abgebrochen wurde, womit der Home Run annulliert wurde. Musial gewann überlegen die Wahl zum MVP und war damit der erste Spieler überhaupt, der diese Auszeichnung zum dritten Mal in der National League bekam.
Die folgenden Jahre war Stan Musial immer noch einer der besten Spieler der Liga, aber große Erfolge konnte er nicht mehr feiern. Mit den Cardinals erreichte er nie mehr die World Series, meist standen hier die Brooklyn Dodgers im Weg und bei der Wahl zum MVP landete er zwar noch viermal auf dem zweiten Platz, die Spitze konnte er jedoch nicht mehr erklimmen. Dafür gründete er 1949 mit seinen Partner Julius "Biggie" Garagnani das Restaurant "Stan Musial & Biggie" welches sich noch heute großer Beliebtheit in St. Louis erfreut.
Im Mai 1954 sorgte er nochmals für Aufsehen, indem er in einen Doubleheader fünf Home Runs schlug, eine Marke die nur noch einmal von Nate Colbert 1971 erreicht wurde. 1958 schlug Musial nicht nur seinen 3000. Hit, sondern gewann mit einem Schlagdurchschnitt von .357 den Batting-Titel der NL. Sein letztes Spiel bestritt der großartige Hitter im September 1963, wo er genauso wie bei seinen Debüt zwei Hits erzielte.
Karriere
Als Stan Musial zurücktrat, hatte er 3631 Hits auf dem Konto, womit er in der ewigen Bestenliste derzeit auf dem vierten Platz liegt.Dazu kommen noch 475 Home Runs, ein Karriere-AVG von .331 sowie sieben Batting-Titel in der National League. Neben seinen sportlichen Leistungen glänzte Musial aber auch als fairer Sportsmann, der nie von einen Spiel ausgeschlossen wurde, geschweige den einen Disput mit den Schiedsrichtern hatte und immer ein freundliches Lächeln für die Fans übrig hatte. So ist es kaum verwunderlich, dass er noch heute, nicht nur in St. Louis, sehr beliebt ist.
So haben die Cardinals nicht nur 1963 seine Nummer sechs eingezogen, sondern auch eine Stan-Musial-Statue angefertigt, die heute vor dem Stadion steht und ein beliebter Fan-Treffpunkt ist. Beim Anblick der Statue ließ sich der ehemalige Commisoner Ford Frick zu folgenden Satz hinreissen: "Hier steht der beste Kämpfer des Baseballs. Hier steht der beste Ritter des Baseballs".
1969 wurde Stan Musial in die Hall of Fame aufgenommen.
Noch heute besucht Stan Musial regelmäßig die Spiele der Cardinals, so war er auch beim diesjährigen All-Star-Game anwesend, wo er Präsident Barack Obama den Ball zum ersten Pitch überreichte. Ansonsten kümmert er sich um seine zahlreichen Kinder, Enkel und Urenkel. Bezeichnend für ihn war die Antwort auf die Frage warum er immer so glücklich aussieht. " Wenn du einen Karriere-AVG von .331 hast, bist du immer glücklich". Dem ist wohl nichts mehr hinzuzufügen.
NY und Boston.
Schlechter war Musial aber keinesfalls.
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Dann mal gute Nacht Mets, sollten die es wirklich so doll treiben. Aber selbst die werden kein Ge...
(09-02-2012 18:28)Nico
Solche "Bad contract swaps" a la Milton Bradley gegen Carlos Silva gibt's normalerweise n...
(09-02-2012 16:24)Rene
Es branden immer mal wieder Spekulationen auf, wonach die METS Jason Bay für Burnett traden könnt...
(09-02-2012 15:54)USSFSteeler
Ich glaub so einfach geht das gar nicht
(09-02-2012 09:09)Basti
wegen mir kann er nach japan
(09-02-2012 08:59)wordass