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Cal Ripken Jr. - The Iron Man
Dieses Mal geht es in unserer Serie über Legenden des Baseballs um den Vorreiter des modernen Shortstops: Cal Ripken Jr. Seine Karriere war nicht primär geprägt durch Rekorde mit dem Baseball-Schläger, sondern sein grösstes Vermächtnis stellt der Rekord der meisten aufeinander folgenden Spiele dar: 2632 Spiele. Vom 30. Mai 1982 bis zum 20. September 1998 verpasste Cal Ripken Jr. kein einziges Spiel. Daher rührt auch sein Spitzname: „The Iron Man“.
Ripken wurde am 24. August 1960 in Havre de Grace, Maryland geboren. Aufgewachsen ist er dann in Aberdeen, MD. Sein Vater Cal Sr. war schon ein erfahrener Baseball-Trainer und somit waren die Weichen für Cal Jr. gestellt. Nachdem Cal die Aberdeen High School absolviert hatte, wurde er von den Baltimore Orioles gedraftet – notabene als Pitcher. Doch rasch wurde er auf die dritte Base gestellt. Obwohl seine Lieblingsposition die des Shortstops war, musste er an den Hot Corner, da er mit 1.93 Meter Körpergrösse als deutlich zu gross für einen Shortstop angesehen wurde.
Die ersten Schritte in der MLB
1981 durfte Cal Ripken zum ersten Mal Major League Luft schnuppern. Er wurde bei den Baltimore Orioles teilweise als Third Basemann oder als Shortstop eingesetzt – mehrheitlich als Pinch Hitter oder Defensiv-Ersatz. Am 1. Juli 1982 setzte Orioles Manager Earl Weaver Ripken definitiv auf die Shortstop-Position, auch wenn er dabei den achtmaligen Gold-Glover Mark Belanger verdrängte. Dieser Move sollte sich als richtungweisend für die Karriere von Cal Ripken Jr. auszahlen. In seiner ersten Saison in der MLB konnte Ripken gleich den AL Rookie of the Year Award gewinnen und zwar aufgrund von 28 Homeruns und 93 RBIs.
1983 zeigte The Iron Man zum ersten Mal, was ein moderner Shortstop wird. Er schlug 27 Homeruns und 103 RBIs. In den folgenden neun Jahren konnte er immer über 20 Homeruns pro Saison verzeichnen – etwas, das bis dahin kein Spieler erreicht hatte und auch nicht als Primär-Aufgabe der Shortstops angesehen wurde. Shortstops sollten in der Defensive für Stabilität sorgen und nicht die grossen Hitter sein, war damals die Auffassung über die Position. Doch Alex Rodriguez, Miguel Tejada oder Derek Jeter sind Beispiele, dass sich im heutigen Baseball auch Power-Hitter als Shortstop durchsetzen können.
1983 erhielt Cal Ripken auch seinen ersten AL MVP Award und die erste seiner insgesamt 19 Nominationen für das All Star-Spiel. Zudem konnte er durch den Sieg in der World Series gegen die Philadelphia Phillies einen World Series-Titel sein Eigen nennen.
In den kommenden Jahren etablierte sich Cal Ripken Jr. immer mehr als Trendsetter – sei dies wegen seiner Offensiven Leistungen mit den bereits erwähnten Homeruns oder seinen Defensiven Leistungen. Augrund seiner Grösse war Ripken nicht unbedingt der Reaktionsschnellste. Als Shortstop musste er sich also anderweitig entwickeln und er tat dies auf seine Art. Er begann gegnerische Hitter und den eigenen Pitching-Staff zu analysieren, sodass er sich genau positionieren konnte. Es kam sogar zuweilen vor, dass er selbst (und nicht der Catcher) die Pitches ansagte. Dank diesen Schritten konnte er sein Defizit mehr als wett machen.
Das Jahr 1987 kann als „Family Affair“ bei den Orioles bezeichnet werden. Vater Cal Ripken Sr. wurde Manager der O’s und der Bruder, Billy Ripken, wurde verpflichtet. Cal Jr. und Billy gehören zu den vier Geschwisterpaaren die ein Major League Spiel als Shortstop und Second Basemann spielten. Am 22. September entschied sich Cal Sr. im achten Innings seinen Sohn Cal Jr. aus dem Spiel zu nehmen und beendete somit dessen Serie von 8243 aufeinanderfolgenden Innings.
Die beiden besten Jahre: 1990 und 1991
Die Jahre 1990 und 1991 waren ganz spezielle für den Iron Man. 1990 unterliefen ihm in 160 Spielen gerade mal drei (!!!) Errors. Eine Fielding Percentage von .996 und 95 fehlerlose Spiele hintereinander stellen heute noch herausragende Werte in der MLB dar.
Das Jahr 1991 war dann das offensive Jahr. Schon bis zum All Star-Break gelangen ihm 111 Hits. Ende der Saison standen 210 Hits, 34 Homeruns und 114 RBIs auf seinem Konto. Zudem musste er nur 46 Strikeouts zu lassen – bei 650 At Bats, eine Prozentzahl die kaum mehr erreicht wurde. Aufgrund all dieser Zahlen und einer herausragenden Leistung beim All Star-Spiel erhielt Cal Ripken in diesem Jahr diverseste Auszeichnungen: AL MVP, Gold Glove, All Star-Spiel MVP, Home Run Derby Gewinner, Silver Slugger Award und noch einige „Player of the Year“ Auszeichnungen namhafter Magazine. Ripken war dabei der erste Spieler, der MVP wurde mit einem Team, dass weniger als die Hälfte seiner Spiele gewann.
Das Rekord-Spiel vom 6. Sept. 1995
Danach sank die Offensive Durchschlagkraft vom Iron Man zusehends. Denn die vielen Spiele ohne Pause kosteten viel Kraft und Kondition. Am 6. September 1995 war dann einer der grössten Tage des Baseballs. Denn an diesem Tag hätte Cal Ripken Jr. den Rekord von Lou Gehrig an aufeinanderfolgenden Spielen brechen können. ESPN hatte Einschaltquoten, die dieses Spiel zu einem der meistgeschauten machte. Auch US-Präsident Bill Clinton und Vize-Präsident Al Gore waren in Camden Yards anwesend. Nachdem Ende des fünften Innings, was gleichzeitig bedeutete, dass das Spiel offiziell gilt, erhoben sich alle Zuschauer von ihren Sitzen und begannen eine 22 Minuten andauernde Standing Ovation für den neuen Rekord von 2131 Major League-Spielen. Auch alle Schiedsrichter und die California Angels als Gegner beteiligten sich an einer der längsten Standing Ovation, die ein einzelner Athlet jemals erhalten hat. Da Ripken nie ein grosses Ding um seinen Rekord gemacht hat, musst er von seinen Teamkollegen überredet werden, dass er doch eine Ehrenrunde entlang dem Warning Track drehen soll. Ripken wollte zwar zuerst nicht, da er es für die Pitcher unfair fand, das Spiel nun zu unterbrechen, doch schlussendlich begab er sich auf die Runde und schüttelte duzende Hände entlang dem Outfield-Zaun.
Ein Jahr später, am 14. Juni 1996, brach the Iron Man auch noch den Weltrekord für aufeinander folgende Spiele. Mit 2216 Spielen überholte er Sachio Kinugasa, welcher den Rekord zuvor in Japan aufgestellt hatte.
Am 20. September 1998 beendete Cal Ripken Jr. seinen Rekord freiwillig. Er trat zum letzten Spiel der Saison gegen die Yankees nicht mehr an. Ripken wollte damit ein Zeichen setzen, dass er doch ein Teamplayer ist und nicht so ein egoistischer Rekordsammler, wie er teilweise verschrien wurde. Zudem wollte er seinen Rekord aus eigenem Antrieb beenden, nicht dass ihn eine Verletzung irgendwann dazu zwingt.
Das Karriereende 2001
Im Juni 2001 gab Cal bekannt, dass er Ende der Saison seine Karriere beenden wird. Am All Star-Spiel (dem 19. seiner Karriere) schlug ihm Alex Rodriguez vor Spielbeginn vor, dass er auf die dritte Base wechselt, damit Ripken sein letztes All Star-Spiel an seiner langjährigen Position beginnen durfte. Denn seit 1998 wurde Ripken nur noch an der dritten Base eingesetzt. In jenem All Star-Spiel wurde er zum zweiten Mal als MVP ausgezeichnet – als erster Spieler, dem diese Ehre zu Teil wurde.
Vor dem letzten Spiel der Saison wurde in einer Zeremonie in Baltimore Cal Ripken Jrs Rückennummer 8 verewigt und wird seither bei den Orioles nicht mehr vergeben.
Seit dem Ende seiner Karriere setzt sich Cal Jr. für diverse wohltätige Zwecke ein. Er gründete die Cal Ripken Sr. Stiftung, beteiligte sich an der Forschung um die Krankheit von Lou Gehrig und im Jahr 2007 war er u.a. zusammen mit Muhammad Ali, Mario Lemieux und Andre Agassi an der Gründung der Stiftung Athletes for Hope beteiligt. Im gleichen Jahr wurde Ripken zusammen mit Tony Gwynn in die Hall of Fame gewählt. Mit 98.53% aller Stimmen fehlten dem Iron Man nur gerade deren acht, um als erster Spieler einstimmig gewählt zu werden. Es ist kein Zufall, dass er zusammen mit Tony Gwynn bei der ersten Möglichkeit gewählt wurde. Gwynn war ebenfalls einer der führenden Figuren der 80er und 90er Jahre, 15-mal am All Star-Spiel dabei und zudem lagen die Ankündigungen über ihr Karriereende nur wenige Tage auseinander. Des Weiteren verzichteten beide Spieler während ihrer Karriere auf duzende Millionen Salär, nur damit sie immer bei ihrem jeweiligen Team bleiben konnten – den Baltimore Orioles respektive San Diego Padres.
Im vergangenen Jahr wurde in Baltimore eine Strasse nach Cal Ripken Jr. benannt. Ein Teil der Interstate 395 heisst nun „Cal Ripken Way“. Am 31. Mai 2008 erhielt er von der University of Delaware den Ehrendoktor-Titel als Doktor der Menschlichkeit.
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Naja wenn Johnson den Ball ins Spiel bringt, gehts 1-0 für Arizona aus. Aber so isses halt, wenn...
(07-09-2010 13:55)Basti
Wir wollen die Yankees und die Redsox mal bitte nicht in den selben Topf werfen. Ob Gonzalez
(07-09-2010 13:51)Halladay32
Das Spiel am Montag hat mal wieder gezeigt, wie stark das pitching seien muss damit die Giants di...
(07-09-2010 13:00)Nico
Ist doch klar, dass man als Yankees Fan die NL West als quasi AAAA-Liga ansieht
(06-09-2010 19:55)Basti
Und so kann man eben auch keine Spiele gewinnen, nicht mal in der NL West. oha, hier sitzt einer<...
(06-09-2010 14:42)Tulo