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Oakland Athletics
Oakland Athletics
1901 - 1914
Obwohl die Oakland Athletics erst 1968 ihre erste Major League Saison bestritten, gehörten die A's mit ihrem ursprünglichen Sitz in Philadelphia zu den Gründungsmitgliedern der 1901 gegründeten American League.
Die A's waren eines der erfolgreichsten Teams in den Anfangszeiten des Junior Cirquits. 1902 standen sie zum ersten Mal mit 83 Siegen an der Spitze. 1905 verloren sie in der World Series gegen die New York Giants (1-4). 1910 war es schließlich soweit. Manager Legende Connie Mack führte sie nach 102 Siegen in der regulären Saison zum ersten Titel gegen den National League Vertreter Chicago Cubs (4-1). Überragender Spieler war Starting Pitcher Jack Combs, der mit einer 31 Siegen (9 Niederlagen) und mit einem ERA von 1.30 in 45 Spielen auf dem Mound stand. Auch die anderen Pitcher konnten sich sehen lassen, denn keiner hatte einen ERA, der höher als 2.88 war.
Ein Jahr später wiederholten sie den Triumph in der World Series gegen die New York Giants (4-2). Nach einem Durchhänger 1912, konnten sie 1913 den dritten Titel in vier Jahren einfahren. Erneut waren die Giants der Gegner, die in fünf Spielen das Nachsehen hatten. 1914 standen sie erneut in der Endspiel-Serie, unterlagen dort aber den Boston Braves glatt in vier Spielen.
1922 - 1950
Es folgte ein kapitaler Umbruch. Die Stars und Stützen des Teams wie Pitcher Eddie Plank und Third Baseman Frank Baker wurden abgegeben. Die Athletics stürzten nach sechs Jahren mit jeweils mindestens 90 Siegen auf den letzten Tabellenplatz (43-109) ab. Erst 1922 schafften sie es diesen zu verlassen und sich so langsam wieder nach oben zu orientieren. Ab 1925 war man wieder konkurrenzfähig.
Die neuen Helden Jimmie Foxx, Al Simmons und Lefty Grove erreichten 1929 die World Series gegen die Chicago Cubs. Dem Sieg (4-1) folgte ein weiterer 1930 (4-2 gegen die St. Louis Cardinals) und eine Niederlage (3-4 gegen die Cardinals) 1931. Sie gewannen in diesen drei Jahren insgesamt 313 Spiele während der regulären Saison. Foxx, der später zu den Red Sox wechselte, kam in seiner Karriere auf einen Schlagdurchschnitt von .325 und 534 Home Runs. Er gewann zweimal den MVP-Award (1932 und 1933). Grove, der ebenfalls seine Karriere in Boston fortsetzte, gewann insgesamt 300 Spiele (ERA 3.06) und einen MVP-Award (1931 mit 31-4, ERA 2.06).
Nach dem verpassten Titel 1931 verschlechterten sie sich stetig. Manager Mack verkaufte erneut seine Stars und man fand sich am Ende der 1935er Saison erneut auf dem achten und damit letzten Rang in der American League wieder. Doch diesmal gelang es nicht, die Erfolge der Vorjahre zu wiederholen. Die Zuschauer im Shibe Park blieben aus.
1950 ging die Ära Connie Mack schließlich zu Ende. Während seiner Amtszeit in Philadelphia gewannen sie fünf World Series und neun American League Titel. Er war in 7466 Spielen (3582-3814) der Chef im Dugout. Er wurde bereits während seiner Laufbahn 1937 in die Hall of Fame aufgenommen. Er verstarb am 8. Februar 1956 in Philadelphia.
1954 - 1967
Die Athletics waren nicht mehr in Pennsylvania zu halten und zogen nach der Saison 1954 nach Kansas City um. Dort rutschten die Athletics weiter in die Niederungen der Major League ab. Für die Höhepunkte des 13-jährigen Intermezzos sorgten ein Alleskönner und eine Legende mit unbekanntem Geburtsdatum. Am 8. September 1965 bekleidete Shortstop Bert Campaneris in einem Spiel sämtliche neun Defensivpositionen, bis er als Catcher nach einem Zusammenprall mit einem gegnerischen Spieler ins Krankenhaus gebracht werden musste. Im gleichen Jahr startete Pitcher-Legende Satchel Paige ein Spiel für die A's auf dem Wurfhügel und ließ im geschätzten Alter von 60 Jahren keinen Run gegen die Boston Red Sox zu.
Obwohl sie in Kansas City in jeder Spielzeit mehr Niederlagen als Siege hinnehmen mussten, wurde in den letzten Jahren bereits der Grundstein für die erfolgreiche Zukunft des Clubs gelegt. Die zukünftigen Baseball-Schwergewichte Jim "Catfish" Hunter und Reggie Jackson begannen ihre Laufbahn in Kansas City.
1968 - 1979
Die erste Saison in Oakland 1968 begann mit einem Paukenschlag. Am 8. Mai pitchte Catfish Hunter das erste Perfect Game für die A´s. Im Anschluss bestimmte zunächst Oaklands exzentrischer Eigentümer Charles O. Finley die Schlagzeilen, indem er das Spielfeld mit goldenen Bases verschönerte und seinen jungen Spielern Extrazahlungen versprach, wenn sie sich einen Bart wachsen lassen würden. Die außergewöhnliche Maßnahme zahlte sich bald aus. In der World Series 1972 verlor die "Bart-Brigade" zwar zunächst Jackson durch eine Verletzung und schließlich die zwischenzeitliche 3:1-Führung. Doch im siebten Spiel gegen den klaren Favoriten aus Cincinnati sprang Gene Tenace für Jackson in die Bresche. Der Catcher krönte seine fantastische Leistung mit zwei RBI-Singles und machte den Titel perfekt.
In den folgenden zwei Jahren sollten die Athletics den Titel auch ein zweites und drittes Mal nach Oakland holen. Maßgeblichen Anteil am Titelhattrick hatten Werferass Catfish Hunter und "Mr. October" Reggie Jackson. Letzterer verdiente sich vor allem mit vier RBIs im sechsten und siebten Spiel der 1973er World Series den Spitznamen des Mannes für die großen Momente im Baseballherbst. Doch anhaltende Querelen zwischen Finley und zahlreichen Spielern, ließen das Team nach dem Triumph 1974 langsam aber sicher auseinanderfallen. 1979 schauten sich zum Beispiel nur 653 Fans ein Heimspiel gegen die Seattle Mariners an. Die A`s beendeten die Spielzeit mit einer Bilanz von 54-108 Siegen.
1980 - 1990
Mit Bill Martin begann 1980 einen neue Ära. Er führte seinen jungen Kader vor allem mit Schnelligkeit auf den Bases zurück in die Erfolgsspur. Das Herzstück dieser Spielweise war zweifelsohne Rickey Henderson, der 1982 die bis heute unerreichte Marke von 130 Stolen Bases in einer Saison aufstellte. In der American League Championship Series wurden die Athletics, wie auch ein Jahr später, von den New York Yankees ausgebremst. Hendersons Wechsel nach New York beendete 1984 die Zeit des Tempobaseballs in Oakland.
1986 wurde Martin durch Tony La Russa als Manager ersetzt, der das Team zu neuen Höhen führte. Zum ersten Mal seit den 1970er Jahren erreichten die A's 1988 die World Series. La Russa hatte in kurzer Zeit eine schlagkräftige Truppe aus motivierten Nachwuchsspielern und etablierten Pitchern zusammengestellt. Herzstück waren die Youngster Mark McGwire und Jose Canseco, die 1988 32 und 40 Homeruns schlugen und fortan als "Bash-Brothers" eines der gefährlichsten Tandems der Geschichte bildeten. Wenn auch nicht ganz ohne Zuhilfenahme von Medikamenten, wie sich Jahrzehnte später herausstellte. Mit der Unterstützung der Pitcher Dave Stewart und Dennis Eckersley, schien der Titelgewinn gegen die Los Angeles Dodgers nur noch Formsache zu sein. Und La Russas Mannen waren auf dem besten Weg dahin, einen optimalen Start in die Titelserie zu erwischen, als Eckersley in der ersten Begegnung nur noch ein Out zum Gewinn der Partie benötigte. Doch der angeschlagene Slugger der Dodgers, Kirk Gibson, schlug einen 2-Run-Home-Run, der das Spiel zu Gunsten seines Teams drehte. Dieser Schlag kostete die Athletics zwar nur das Auftaktspiel. Allerdings sollte sich das Team nicht mehr von Gibsons einzigem At-Bat der Serie erholen und verlor in fünf Spielen.
1989 hätten die Grün-Gelb-Weißen eigentlich jeden Grund zum Feiern gehabt, gewannen sie doch ihre vierte World Series Trophäe glatt mit 4-0-Spielen gegen die San Fransisco Giants. Doch nachdem am Nachmittag des 17. Oktobers ein gewaltiges Erdbeben in der Bucht von San Fransisco immensen Schaden angerichtet und Dutzende Opfer gefordert hatte, geriet der Baseballsport zur Nebensache. Im Zuge der Aufbauarbeiten leisteten Athleten beider Teams Hilfestellung bei den Aufräumarbeiten und spendeten Teile ihrer Prämien für Wiederaufbaumaßnahmen.
Ein Jahr später unterlagen sie in der World Series glatt mit 0-4 gegen die Cincinnati Reds. Pitcher Jose Rijo, der drei Jahre zuvor Oakland für einen anderen Spieler verlassen musste, nahm mit zwei Siegen Rache an seinem ehemaligen Team.
1992 - 2007
Nachdem sie 1992 in der ALCS an den Toronto Blue Jays scheiterten, verließen viele der Superstars, sowie Manager La Russa das sinkende Schiff. So gerieten die Athletics Mitte der 1990er Jahre in den Tabellenkeller. Einzig der Rekord von Rückkehrer Rickey Henderson war ein Lichtblick. Erst stellte er 1991 einen neuen Stolen Base Rekord auf, durchbrach ein Jahr später die 1000er Marke und hält bis heute mit 1406 Steals die Spitzenposition in der ewigen Bestenliste.
Die Talfahrt hielt bis zur Jahrtausendwende an. Sie dominierten die AL West Division in den kommenden Jahren nach Belieben, scheiterten in den Playoffs aber immer wieder vorzeitig. Herzstück des Teams war dieses Mal aber nicht die Schlagkraft einzelner Spieler oder die Schnelligkeit eines Henderson, sondern die sogenannten "Big Three". Die Starting Pitcher Barry Zito, Tim Hudson und Mark Mulder führten die Athletics zurück auf die Erfolgsstraße, auch wenn dabei keine World Series Titel heraussprang. Zwischen 2000 und 2003 scheiterten sie jeweils in der ALDS, 2006 in der ALCS. General Manager Billy Beane, der 2003 mit seinem Buch "Moneyball" die Fachwelt verblüffte, versucht seitdem mit relativ geringen finanziellen Mitteln ein neues Team auf die Beine zu stellen, das in dem in den kommenden Jahren neu zu errichtenden Cisco Field konkurrenzfähig sein soll.
Namen, Ballparks, Erfolge, Awards ...
Team-Namen:
Philadelphia Athletics 1901-1954
Kansas City Athletics 1955-1967
Oakland Athletics seit1968
Ballparks:
Columbia Park 1901-1908
Shibe Park 1909-1954 (1954 Connie Mack Stadium)
Kansas City Municipal Stadium 1955-1967
McAfee Coliseum seit 1968 (1968-98 Oakland Alameda County Coliseum, 1999-2004 Network Associates Coliseum)
Manager:
Connie Mack 1901-1950 (
Jimmy Dykes 1951-1953
Eddie Joost 1954
Lou Bodreau 1955-1957
Harry Craft 1957-1959
Bob Elliott 1960
Joe Gordon 1961
Hank Bauer 1961-1962
Eddie Lopat 1963-1964
Mel McGaha 1964-1965
Alvin Dark 1966-1967
Luke Appling 1967
Bob Kennedy 1968
Hank Bauer 1969
John McNamara 1969-1970
Dick Williams 1971-1973
Alvin Dark 1974-1975
Chuck Tanner 1976
Jack McKeon 1977
Bobby Winkles 1977-1978
Jack McKeon 1978
Jim Marshall 1979
Billy Martin 1980-1982
Steve Boros 1983-1984
Jackie Moore 1984-1986
Jeff Newman 1986
Tony LaRussa1986-1995
Art Howe1996-2002
Ken Macha 2003-2006
Bob Geren seit 2007
Erfolge:
World Series Gewinner: 1910, 1911, 1913, 1929, 1930, 1972, 1973, 1974, 1989
American League Champion: 1902, 1905, 1910, 1911, 1913, 1914, 1929, 1930, 1931, 1972, 1973, 1974, 1988, 1989, 1990
Division Champion: 1971, 1972, 1973, 1974, 1975, 1981 (erste Saisonhälfte), 1988, 1989, 1990, 1992, 2000, 2002, 2003, 2006
Hall of Famer:
Dennis Eckersley P, Rollie Fingers P, Al Simmons LF, Eddie Plank P, Catfish Hunter P, Eddie Collins 2B, Frank Baker 3B, Chief Bender P, Connie Mack Mgr., Rube Waddell P
Retired Numbers:
9 Reggie Jackson OF
27 Catfish Hunter RHP
34 Rollie Fingers RHRP
42 Jackie Robinson
43 Dennis Eckersly RHRP
Awards:
MVP:
1914 Eddie Collins 2B
1928 Mickey Cocherane C
1931 Lefty Grove LHP
1932 Jimmie Foxx 1B
1933 Jimmie Foxx 1B
1952 Bobby Shantz LHP
1971 Vida Blue LHP
1973 Reggie Jackson OF
1988 Jose Canseco OF
1990 Rickey Henderson OF
1992 Dennis Eckersley RHRP
2000 Jason Giambi 1B
2002 Miguel Tejada SS
Cy Young Award:
1971 Vida Blue LHP
1974 Jim "Catfish" Hunter RHP
1990 Bob Welsh RHP
1992 Dennis Eckersley RHRP
2002 Barry Zito LHP
Rookie of the Year:
1952 Harry Byrd RHP
1986 Jose Canseco OF
1987 Mark McGwire 1B
1988 Walt Weiss SS
1998 Ben Grieve OF
1998 Ben Grieve OF
2004 Bobby Crosby SS
2005 Huston Street RHRP
Manager of the Year:
1988 Tony LaRussa
1992 Tony LaRussa
Klar kann bei Hamelsmehr passieren, wenn sich Harper blöd wegdreht oder der Pitch nicht ganz dort...
(19-05-2012 06:34)Rene
Kann man doch nicht vergleichen, oder?! Nen Helm wegwerfen und einen Ball mit über 150 km/h auf
Da geht's sowieso nur um heurige Saison, da der Terminplan mit dem alten Playoffmodus gemacht wur...
(18-05-2012 17:35)Rene
Nee Joey das ist falsch, Hamels hat bewusst auf den Rücken gezielt. Da muss es schon mit dem Teuf...
(18-05-2012 13:30)Basti
Hallo Ihr Beiden, mal wieder ein sehr gelungener Podcast. Zu den Yankees. Da stimme ich euch zu,<...
(18-05-2012 11:36)Erich