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New York Mets – Wo Catcher ein zu Hause finden

 
Autor: Remo Gebert Dienstag, 26. Januar 2010
 

Die New York Mets sind in den letzten Jahren sicherlich kein Musterbeispiel eines MLB-Teams: Gab man 2007 und 2008 scheinbar sichere Vorsprünge in der NL East kurz vor Saisonende an die Phillies ab, so war man 2009 aufgrund von verletzungbedingten Ausfällen einiger Schlüsselspieler gar nicht mehr in Reichweite eines NL-East-Sieges. Dass man jedoch gleich 92 Spiele verlor, lag sicherlich auch an der missglückten Kaderplanung.

Bekleckerte man sich also bereits letzte Saison schon nicht mit Ruhm in Sachen Neuverpflichtungen, scheint man in der diesjährigen Offseason nicht vieles besser zu machen. Abgesehen von Jason Bay holte man bisher keine echte Verstärkung – nur bei der Catcherposition wollte man anscheinend nichts anbrennen lassen. Zum derzeitigen Stand verfügen die Mets über 4 potentielle Starting Catcher, wobei auch nach dem gescheiterten Transfer von Bengie Molina die Verpflichtung eines fünften Fängers weiterhin im Bereich des Möglichen liegt!

General Manager Omar Minaya machte sich nach der bescheidenen letzten Saison früh an die Kaderplanung – bereits Anfang Dezember 2009 wurde Catcher Chris Coste als Free Agent mit einem Minor-League-Vertrag ausgestattet. Nun, da der Vertrag des vorherigen Back-Up-Catchers Brian Schneider auslief und dieser im Zuge dessen zu den Phillies ging, schien das ein einigermaßen zufriedenstellender Ersatz zu sein. Zwar ist Coste defensiv wie offensiv – er schlug .224/.301/.317 in der letzten Saison – kein Zauberer auf der Catcher-Position, aber das war Brian Schneider (.218/.292/.335) auch nicht unbedingt für die Mets. Beide sind jedoch routinierte Catcher, somit schien die Back-Up-Position relativ optimal ausgefüllt zu sein.

blanco
Wechselt bereits zum achten Mal das Team: Henry Blanco

Doch keinen Monat später präsentierten die Mets gleich noch einen erfahrenen Catcher: Henry Blanco, mit 38 Jahren sogar noch älter als Coste. Sicherlich hat Blanco gute Catcher-Fähigkeiten, so warf er in der vergangenen Saison 40% aller Baserunner aus. Doch bekanntermaßen sieht man einen Catcher auch am Schlagmal, und da war Blanco meist ein sicheres Aus. Seinem Karriere-Batting-Avg. von .228 entsprechend schlug er 2009 im riesiegen Petco Park bei den San Diego Padres .235/.320/.382 – im vergleichbar großen Citi Field bei den Mets sollte er sich kaum steigern können.

Somit stellte man dem bisherigen Catcher Omir Santos gleich zwei ähnliche Spieler zur Seite, zudem soll auch noch der junge Josh Thole wie in der letzten Saison hin und wieder einige Einsatzzeiten bekommen. Santos scheint zum derzeitigen Zeitpunkt der Starting Catcher der Mets zu sein, wenn gleich seine defensiven Fähigkeiten in der abgelaufenen Saison alles andere als überragend waren. Während er offensiv (.260/.296/.391) sehr solide Leistungen ablieferte, gehörte er defensiv sicherlich zur unteren Region der National League-Catcher.

Man kann es nur vermuten, aber scheinbar wollte Minaya nach den zahlreichen Verletzungen in der letzten Saison auf einer Position diesmal ausreichend Spieler bereitstellen. Zu allem Überfluss verfügt man jedoch weiterhin nicht wirklich über einen echten Starting Catcher, der den hohen (Playoff-)Erwartungen der Mets gerecht werden könnte. Bengie Molina wäre sicherlich ein solcher Kandidat eher gewesen als ein Santos oder Blanco, doch letztlich entschied sich Molina in San Francisco zu bleiben – für eine halbe Million Dollar Festgehalt weniger im Jahr!

santos
Vorerst als Starting Catcher benannt: Omir Santos

Sollten die Mets tatsächlich noch einmal auf dem Catcher-Markt tätig werden, blieben als Free Agents noch Yorvit Torrealba und Rod Barajas. Auf der einen Seite wäre es sicherlich von Nöten, einen besseren Catcher als Santos im Line-Up und hinter der Home Plate zu haben, auf der anderen Seite grenzt es schon an Wahnsinn, wenn Minaya nun tatsächlich einen fünften Catcher holt. Die verfügbaren Torrealba und Barajas sind zudem im Vergleich zu Santos keine extreme Verbesserung, gerade was die Defensivfähigkeiten angeht. Ferner wollten die Mets Torrealba schon vor gut zwei Jahren verpflichten und hatten sich bereits auf einen 3-Jahres-Vertrag geeinigt, doch letztlich platzte der Deal aufgrund der gescheiterten medizinischen Untersuchung. Es wäre schon verwunderlich, wenn das Team aus Queens nun bei all den Verletzungssorgen der jüngsten Vergangenheit nun ausgerechnet einen Spieler holt, den sie vor zwei Jahren noch wegen Verletzungsbedenken im letzten Moment doch nicht verpflichteten.

Die Mets sollten es bei den bisherigen vier Catchern dann doch lieber belassen, denn auf Positionen wie First Base und im Starting Pitching haben sie sicherlich mehr Handlungsbedarf. Letztlich kann man aber bei einer Kaderplanung, bei der man zwei Back-Up-Catcher verpflichtet anstatt Bengie Molina einen höher dotierten Vertrag anzubieten um ihn als Stammcatcher und potentiellen RBI-Hitter zu holen, nur zweifeln an der momentanen Konkurrenzfähigkeit der Mets.

 

Kommentare
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DDP
(Registered) 26-01-2010 11:10
Ich finde, Omir Santas an Nr.8 im Line Up ist in der NL jetzt kein Desaster. Der sollte sich
durchaus verbessern können und mit jemanden wie Blanco an der Seite, kann er noch etwas lernen, was
die Defensivarbeit angeht.
Barajas wäre sicher ne gute Alternative, aber ich würde eher an Santos festhalten und ihm ne Chance
geben.
 
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RemoG
(Publisher) 26-01-2010 18:30
naja, gerade mit dem Ausfall von Beltran zu Saisonbeginn hat man ja nicht wirklich Power im
Line-Up... da wäre Molina als möglicher Nr. 6-Hitter sicher eine gute Wahl gewesen, zu Mal er trotz
riesigem AT&T-Park letzte Saison 20 Home Runs schlug...
 
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freshprince85
(Registered) 04-02-2010 10:53
Ich hoffe einfach auf Gronauer :)
 
Rene
(Publisher) 17-02-2010 14:21
Anscheinend sind die Mets an Rod Barajas dran, der wäre dann der fünfte Catcher im Kader...
 
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Basti
(Publisher) 17-02-2010 14:38
Hauptproblem der Mets sind nicht die Catcher, die sie fast schon täglich an Land ziehen, sondern die
18-19 "nicht" Superstars, die sie haben...die sind einfach viel zu schlecht.

Johan, Reyes, Wright, K-Rod, Beltran und Bay sind Top-Spieler, der Rest gehört mehr oder minder
nicht in die MLB.

Ist zwar ein hartes Urteil, aber ich steh hier ganz klar dazu.

Die Mets gamblen mit Leuten wie Oliver Perez, John Maine oder Mike Pelfrey: Die drei sollen 12- 15
Spiele in der Saison gewinnen....hinzu kommen Omir Santos, Chris Coste, Luis Castillo, David Murphy
und wie sie alle heissen...

Sorry Mets-Fans, auch 2010 wird eine Saison zum vergessen werden.
 
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