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Fact or Fiction? #9

 
Autor: Nils Braselmann Mittwoch, 25. Februar 2009
 

Alex Rodriguez hat gedopt.

Diese Nachricht schockierte Anfang Februar Baseball-Fans in der ganzen Welt. Der Mann, auf dem alle Hoffnungen lagen, den Home-Run-Rekord von Barry Bonds wieder zu bereinigen, hat also auch zu unerlaubten Mitteln gegriffen. Ein absoluter Tiefschlag für den Baseball-Sport. Natürlich steht in dieser Ausgabe von Fact or Fiction? A-Rod und generell das Doping in der Major League Baseball im Mittelpunkt. Sollte Rodriguez suspendiert werden? Welche Schuld trägt Commissioner Bud Selig? Schaffen es Barry Bonds und A-Rod nie in die Hall-of-Fame wegen ihrer Doping-Vergangenheit? 

Außerdem blicken wir auf die Chancen de USA bei der bald beginnenden World Baseball Classic. 

Ich begrüße euch herzlich zur neunten Ausgabe von Fact or Fiction? Die übliche kurze Erklärung für neue Leser darf natürlich nicht fehlen: Eine kontroverse Behauptung wird in den Raum gestellt, und anschließend begründet der jeweilige Redakteur, ob diese Behauptung für ihn Fact (wahr) oder Fiction (falsch) ist. Heute sind Marcus, Phil, Thomas und Basti zu Gast.

Mir bleibt nur noch, euch viel Spaß beim Lesen zu wünschen.


1. Fact or Fiction: Alex Rodriguez sollte suspendiert werden.



Marcus: Fiction. Wofür denn? Er wurde in einem anonymen Test in einer Zeit positiv getestet, in der es weder Kontrollen noch Strafen gab. Und es gibt keinerlei Anzeichen, dass er entweder nach 2003 gedopt noch, dass er PED an andere verkauft hat. Und somit entbehrt eine Bestrafung jeglicher Grundlage!

Phil: Fiction. Die MLB kann Alex Rodriguez aufgrund des positiven Dopingtests rechtlich nicht suspendieren, da sie rein offiziell gar nichts über die Namen der positiven Dopingsünder aus dem Probetest von 2003 wissen. Zudem wäre es auch ein wenig heuchlerisch, Rodriguez nun zu sperren, nachdem man im letzten Jahr quasi eine General-Amnestie für die Dopingsünder aus dem Mitchell-Report erlassen hatte. Einzige Handhabe könnte man haben, wenn man Rodriguez nachweisen kann, dass er mit dem verbannten dominikanischen Trainer Angel Presinal in den letzten Jahren zusammengearbeitet hat. Allerdings müsste man in dem Fall auch Leute wie David Ortiz, Robinson Cano und wohl eine große Anzahl weiterer Spieler aus der Dominikanischen Republik sperren. Das wird so aber nicht passieren.

Thomas: Fiction. Dabei ist es zumindest für den Sport egal, ob die Probe auf legalem oder illegalem Wege erlangt wurde. Es ist auch egal, dass 103 weitere Spieler positiv getestet wurden und ob diese Namen je veröffentlicht werden. Erst bei einer strafrechtlichen Verfolgung wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz würde all das relevant, denn in diesem Fall würden tatsächlich alle Beweise vor Gericht nicht anerkannt. Dennoch kann und sollte A-Rod meiner Meinung nach nicht bestraft werden. A-Rods positive Probe stammt aus dem Jahr 2003, als auf das erste Dopingvergehen ärztliche Behandlung als “Strafe” stand, selbst auf die das zweite war es nur eine Sperre von 15 Tagen. Es mag keine Beweise für A-Rods Sauberkeit nach 2003 geben, allerdings ebenso wenige dafür, dass er darüber hinaus gedopt hat. Dem zu Folge gibt es keinerlei Grundlage für eine rückwirkende Strafe. Das soll allerdings nicht heißen, dass man es einfach verzeihen und vergessen und nach vorne schauen sollte – den das hieße nichts anderes als weiterhin die Augen vor dem Problem zu verschließen.

Basti: Fiction. A-Rod ist in einem anonym durchgeführten Test positiv getestet worden. Ihn daraufhin im Nachhinein zu sperren halte ich für äußerst bedenklich, zumal die über anderen 100 Spieler noch nicht namentlich genannt wurden und es 2003 noch keine festen Regelungen gab, wie mit Dopingsündern umzugehen ist.



2. Fact or Fiction: Bud Selig trifft die größte Schuld am Dopingproblem in der Major League Baseball.


Marcus: Fact. Man weiß zwar nicht genau, ab wann er nun von Doping-Praktiken in der Liga gewusst haben will – er machte da widersprüchliche Angaben, wie man sie Alex Rodriguez nun vorwirft – aber in jedem Fall scheint sein Büro und damit er selbst davon gewusst zu haben, bevor Mark McGwire und Sammy Sosa ihr persönliches Home-Run-Derby starteten. Doch wurde da dann was unternommen? Nein! Allan H. „Bud“ Selig hat sich genauso die Hände gerieben aufgrund des nicht zuletzt durch die vielen Home Runs von McGwire und Sosa angetriebenen Baseballbooms Ende der 90er wie alle anderen auch. Die Fans strömten wieder in die Stadien und die Kassen klingelten. Auf die beiden folgten Barry Bonds und viele andere, doch der Commissioner unternahm weiterhin nichts. Er wurde erst dann aktiv, nachdem der Kongress sich einschaltete und begann, sich um Sachen zu kümmern, die ihn nichts angingen.
Und wenn Selig sich jetzt im Interview hinstellt und erklärt, dass die „böse“ MLBPA ihn keine Tests machen lassen hat, dann ist das einfach nur lächerlich! Wer, wenn nicht der Commissioner of Baseball hätte denn schon früher etwas gegen den Dopingsumpf unternehmen können? Aber die Öffentlichkeit interessierte das lange Zeit nicht, also hielt auch er die Füße still. Wenn hier einer seinen Kopf hinhalten sollte, dann in erster Linie Selig!

Phil: Fiction. Der Spieler selbst, der Dopingmittel benutzt, ist für sich verantwortlich und trifft damit die größte Schuld. Allerdings sollte sich der Herr Commissioner Bud Selig nicht hinstellen und behaupten, er habe eine weiße Weste und ist vollkommen schuldlos an der Steroid-Ära.

Thomas: Fiction. Die größte Schuld trifft unbestreitbar immer die Spieler, die sich für den Betrug entscheiden, da kann es keine Entschuldigung geben. Mancher Profi mag Doping als notwendig empfunden haben, um konkurrenzfähig zu bleiben, tatsächlich gezwungen wurde aber niemand. Zweifellos trifft Selig, die gesamte Führung der Major League sowie die einzelnen Clubs ebenfalls große Mitschuld, waren es nicht zuletzt sie alle, die sich die Hände rieben, als Mark McGwire und Sammy Sosa 1998 Baseball wieder in das Rampenlicht der Öffentlichkeit katapultierten und damit auch den finanziellen Schaden des Streiks von 1994 auffingen. Das Wegschauen der Liga und das indirekte fördern von Doping durch lachhaft niedrige Strafen sind eine wichtige Ursache der Steroide-Ära, die Hauptschuld liegt aber bei jedem einzelnen Täter.

Basti: Fact. Selig hätte als Commissionar wesentlich früher einschreiten sollen. Er hat über Jahre hinweg „die Hand aufgehalten“ und von dem Boom finanziell ordentlich profitiert. Das ganze Dopingsystem in der MLB ist sowieso meiner Meinung nach lächerlich: Wenn sich A-Rod in einer Pressekonferenz hinstellt und sagt er wäre in sieben Jahren achtmal getestet worden und das etwa ein Test pro Jahr schon zu viel ist, dann frag ich mich, ob es ernsthaft ein System geben wird regelmäßig alle Spieler zu testen.



3. Fact or Fiction: Alex Roriguez, Mark McGwire und Barry Bonds werden es aufgrund ihrer Doping-Vergangenheit nicht in die Hall of Fame schaffen.


Marcus: Fiction. Mark McGwire hat sowieso nichts in der Hall of Fame zu suchen, denn dazu waren seine Leistungen nicht gut genug. Bei Barry Bonds bin ich mir nicht sicher, denn selbst wenn er gedopt hat, war er über seine Karriere gesehen doch so viel besser als all die anderen der „Steroid-Ära“, dass man doch zumindest zugeben muss, dass er ein herausragender Spieler war. Was Alex Rodriguez angeht, so bin ich eigentlich sicher, dass, wenn er in den nächsten neun Jahren annähernd so produziert, wie in den vergangenen knapp 15, er sicher in die Hall of Fame gewählt wird. Denn dann wäre bewiesen, dass seine Leistungen nicht durch Doping zustande kamen, sondern aufgrund seines Talents und harter Arbeit. 2001 bis 2003 könnte man dann als (katastrophalen) Fehler abtun.
Davon ab finde ich es schwierig, pauschal zu sagen, „wer dopt, kommt nicht in die Hall of Fame“. Denn wir waren nun mal in einer Ära, in der weite Teile der Liga scheinbar irgendwas geschluckt oder gespritzt hatte. Und es wäre falsch, nun einfach vor allen schwarzen Schafen die Augen zu verschließen als hätte es sie nie gegeben. Auch solche Spieler haben ganze Dekaden geprägt und sollten deshalb Erwähnung finden. Und auf den Plaketten kann man ja dann explizit erwähnen, dass sie nicht immer sauber waren in der „Steroid-Ära“.

Phil: Fact. Man kann die Dopingsünder nicht nachträglich sperren, ihre Statistiken streichen oder ihnen die Titel wegnehmen. Aber solange die Journalisten die Hall-of-Fame-Wahl durchführen, können sie auch dafür sorgen, dass Dopingsünder nichts in der Hall of Fame zu suchen haben. Da spielt es keine Rolle, ob Alex Rodriguez oder Barry Bonds nun auch ohne medizinische Hilfen in die Hall of Fame gehören oder nicht. Sie sind, genauso wie auch Pete Rose, Betrüger und haben in Cooperstown nichts verloren.

Thomas: Fiction. Zumindest glaube ich nicht, dass allen dreien die Tür verschlossen bleibt, auch wenn ich das befürworten und für angemessen halten würde. Mark McGwire wird es nicht schaffen, wohl auch Barry Bonds nicht, jedoch sehe ich die Lage bei A-Rod ein wenig anders. Auch wenn seine Auftritte nicht gerade überzeugend waren, waren sie um Welten besser als die von McGwire und Bonds. Außerdem muss man bedenken, dass A-Rod – sollte er seinen Vertrag erfüllen – noch neun Jahre spielen wird. Danach dauert es fünf Jahre bis zur ersten Abstimmung und weitere 15 Jahre bis zur letzten Möglichkeit. Das bedeutet, dass A-Rod im Jahre 2037 das letzte Mal zur Wahl stünde:Wird das Thema Doping dann noch präsent sein oder vielleicht sogar schon legaler Alltag? Wieviele der Journalisten, die strikt gegen jeden Dopingsünder stimmen wollen, werden dann überhaupt noch leben? Umstände, die es in meinen Augen wahrscheinlich machen, dass A-Rod in die Hall of Fame einziehen wird.
Wünschen würde ich es mir aber, dass es kein des Dopings überführter Spieler schafft, auch die drei genannten nicht. “Voting shall be based upon the player's record, playing ability, integrity, sportsmanship, character, and contributions to the team(s) on which the player played.” So lauten die Wahlkriterien in ihrem Originalwortlaut. Statistiken, Fähigkeiten und Leistungen für die Mannschaft sind nur die eine Hälfte einer ruhmreichen Karriere, Charakter, Integrität und sportliches Verhalten die andere. Jeder Dopingsünder erfüllt mindestens die beiden letztgenannten Kriterien nicht. Leistungen, die der Spieler auch ohne unerlaubte Mittel erbracht hat, sind dabei völlig unerheblich. Wenn man die Hall of Fame aber nicht als die Ruhmeshalle des Sports, sondern lediglich als ein Museum der Geschichte des Sports definiert, gehören auch gedopte Spieler hinein, dann aber eben auch Pete Rose und Joe Jackson. Die Verfehlungen der Spieler müssten nur in aller Deutlichkeit dargestellt und nicht verschwiegen werden.

Basti: Ich würde Alex Rodriguez auf jeden Fall in die Hall Of Fame wählen, wenn er fünf Jahre nach seinem Rücktritt das erste Mal auf der Liste stehen würde. Mark McGwire hätte es von seinen Karriere-Zahlen nicht verdient und Barry Bonds hätte zwar die richtigen Zahlen für eine Aufnahme in die Ruhmeshalle, nur könnte man dann genauso gut Pete Rose sofort begnadigen und ihn einziehen lassen.



4. Fact or Fiction: Babe Ruth wird immer der größte Home Run Hitter der Geschichte bleiben, auch wenn andere Spieler mehr Home Runs als er geschlagen haben.


Marcus: Fact. Schaut man auf die Zahl der At-Bats im Vergleich zu den Home Runs, so brauchte Babe Ruth ganze elf At-Bats für einen Home Run. Hank Aaron dagegen benötigte knapp 17 At-Bats pro Homer und Barry Bonds lag bei 12 ½ At-Bats pro Home Run. Somit lag Ruth knapp vor Bonds bei dieser Betrachtung. Alex Rodriguez liegt zurzeit im Übrigen bei ca. 14 At-Bats pro Home Run. Wenn man jetzt noch bedenkt, dass Ruth in einigen Jahren mehr Home Runs schlug als jedes andere Team der Liga, dann sollte klar sein, wer der „wahre“ Home-Run-King ist.

Phil: Fact. Das ist klar. Babe Ruth hatte den Home Run salonfähig gemacht. Seitdem denkt wohl jeder, der einen Home Run sieht, automatisch auch ein wenig an Babe Ruth, ohne dabei Hank Aaron zu nahe treten zu wollen. Ruth war der klassische Home-Run-Hitter und machte daraus auch keinen Hehl. Aaron brach den Rekord im Grunde nur, weil er solange aktiv war. Über die Hitter der letzten Jahre brauchen wir hier nicht zu diskutieren, Barry Bonds, Mark McGwire und Co. haben nachgeholfen und das wird man nie vergessen.

Thomas: Fact. Selbst wenn heutzutage ein sauberer Spieler 800 Home Runs schalgen würde, würde sich daran nichts ändern. Ruth schlug Jahr für Jahr so viele Home Runs, wie emanch anderem Verein insgesamt nicht gelangen, zudem noch in Stadien mit größeren Feldmaßen als heute. Weder Bonds, noch A-Rod oder Hank Aaron werden jemals den Spieler ablösen, der den Home Run quasi erfunden hat.

Basti: Fact. Babe Ruth hat zu seiner aktiven Zeit mehr Home Runs pro Saison geschlagen als manch andere Mannschaften. Sowas ist in der heutigen Zeit einfach unvorstellbar. Er musste zwar nie an die Westküste fahren oder unter Flutlicht spielen, allerdings ist die Leistung, die er zu der damaligen Zeit gebracht hat höher einzuschätzen als wie zum Beispiel Barry Bonds in seinen letzten guten Jahren bei den Giants. Diese Frage hat man sich im übrigen schon 1961 gestellt, als Roger Marris den Rekord für Home Runs in einer Saison auf 61 verbesserte (Ruth Bestmarke aus dem Jahre 1927 waren 60 Home Runs).


 
5. Fact or Fiction: Bei der World Baseball Classic werden die USA wieder nicht den Titel holen.


Marcus: Fact. Solange die Amerikaner nicht einen auf „Dream Team“ machen und mit allen Stars anreisen, werden sie im WBC keine überragende Rolle spielen können. Doch seien wir ehrlich: Wen interessiert es? Es ist viel wichtiger für die US-Amerikaner, sich gut auf die Saison vorzubereiten, denn den Fans in den Lokalmärkten ist es deutlich wichtiger, dass „ihr“ Team in der Saison gut abschneidet und weniger, wie gut die USA bei einem Einladungsturnier aussieht. Die anderen Nationen haben da eine ganz andere Motivation, denn diese anderen Länder haben keine MLB vor der Haustür und sind somit noch heißer auf dieses Nationenturnier. Und gerade für die Lateinamerikaner ist es ohnehin immer eine Herzensangelegenheit, für ihr Land zu spielen, wie wir ja aus dem Fußball wissen. In den asiatischen Nationen wäre es darüberhinaus eine nationale Schande, würde man sein Land nicht angemessen vertreten.

Phil: Fiction. Ich lehne mich einmal aus dem Fenster und sage, dass die USA in diesem Jahr den World-Baseball-Classic-Titel holen werden. Sicherlich haben viele der Topstars das Turnier abgesagt, aber das trifft auch auf den Großteil der anderen Nationen zu. Ich habe aber ein paar andere Gründe für meine, zugegeben, etwas kühne Einschätzung. Mit Davey Johnson haben sie einen der besten Manager in den Dugout gesetzt, der sich im internationalen Geschäft zudem sehr gut auskennt. Er hat aus den Möglichkeiten das Beste gemacht und ein Team zusammengestellt, das nicht so sehr einem All-Star-Kader ähnelt, sondern eher einer Mannschaft. Und natürlich sind die Spieler hochmotiviert, die Schmach von 2006 vergessen zu machen. Man sollte auch nicht vergessen, dass die USA trotz der Absagen, immer noch einen exzellenten Kader stellen.

Thomas: Fact. Auch wenn es mich nicht überraschen würde. Es gibt sicherlich einige Nationen, die sich berechtigte Hoffnungen auf den Sieg machen dürfen und die USA gehören sicherlich dazu. Allerdings hat das Turnier gerade in Kuba und Japan einen deutlich höheren Stellenwert, was sich auch in deren Vorbereitung ausdrücken wird. Während es für die meisten Major-Leaguer nur die Saisonvorbereitung darstellt, ist die World Baseball Classic vor allem in den beiden genannten Ländern der größte zu gewinnende Titel.

Basti: Fact. Die Nationalmannschaft der USA wird auch im kommenden World Baseball Classic Turnier kläglich scheitern. Die anderen Nationen sind zum einen besser aufgestellt und bereiten sich gezielter auf dieses Turnier vor. Für die US-Profis ist die WBC ein besseres Spring Training. Japan und Kuba werden mit Sicherheit eine konkurrenzfähige starke Mannschaft in das Turnier schicken, die sich vor keinem Gegner verstecken muss. Auch wenn das US-Team hochmotiviert in die zweite Auflage dieser Meisterschaften geht bin ich der Meinung, dass sie auch dieses Jahr nicht die KO Runde erreichen werden.

Dank geht an meine Kollegen für die Teilnahme an der Kolumne und an euch für das Lesen. Wir sind gespannt auf eure Meinungen zu den diskutierten Themen. Schreibt einfach bei den Kommentaren zum Artikel zu einer oder zu mehreren Aussagen eure Meinung. Fact or Fiction? ist im März mit Ausgabe zehn auf MLBInsider.de zurück.

Kommentare
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Bijan
(Registered) 25-02-2009 23:41
A-Rod so klar besser als Bonds? hab ich was verpasst?

In meinen Augen ist Bonds der klar bessere offense player (und ich meine ohne die Steroide-Jahre,
vor dem HR-Record).

A-Rod wird nie die Steals erreichen, er wird nie eine annähernd so gute on-Base-Percentage haben
(und da hat Bonds ebenfalls schon in den frühen 90ern Zahlen hingelegt, die ihresgleichen suchen),
nie so viele triples und erst recht nicht so viele BBs.



Dazu war Bonds auch defensiv in jüngeren Jahren sehr gut, ich bin alles andere als ein Fan, aber
jetzt mal Hand aufs Herz: Der Mann wäre, wenn er nicht seinem blinden Ehrgeiz gefolgt und sich vom
HR-Showdown Big Macs und Sosas hätte blenden lassen, der wahrscheinlich beste...
 
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Bijan
(Registered) 25-02-2009 23:45
Nochmal genauer: Außer in HRs, RBIs und dem klein bisschen besseren AVG macht Bonds A-Rod in jeder
Statistik klar nass... Und dass, obwohl A-Rod mehr als 2/3 der Spiele von Bonds auf dem Konto hat...
 
Thomas
(Registered) 26-02-2009 02:10
An welcher Stelle wird den A-Rod als besser als Bonds bezeichnet? Die Stelle kann ich einfach nicht
finden...
 
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Bijan
(Registered) 26-02-2009 13:31
"Auch wenn seine Auftritte nicht gerade überzeugend waren, waren sie um Welten besser als die
von McGwire und Bonds."



Meinst du mit "Auftritte" die versuchten Rechtfertigungen für die Doping-Vergehen?

Ich hatte es eher auf die spielerischen Leistungen bezogen, da gerade McGwire da wohl am meisten
gegen die beiden anderen abfällt, McGwire zeigte im Gegensatz zu den anderen beiden sogar inzwischen
echte Reue wegen seiner Doping-Vergangenheit...



Sorry aber, wenn ich dich da falsch verstanden habe...
 
Thomas
(Registered) 26-02-2009 14:51
Das hatte ich mir gedacht. Da habe ich mich dann unklar ausgedrückt, sorry dafür ;) . Diese
Interpretation hatte ich während des Schreibens gar nicht in Erwägung gezogen.

Ich hätte wohl explizit auf die Presseauftritte hinweisen sollen. Aber wie du selbst ja kritisiert
hattest: Ich hatte ein Interpretation dieser Äußerung im Hinblick auf die Leistung der Spieler für
zu abwegig gehalten (Selbst wenn man A-Rod als besser als Bonds sieht, dann sicherlich nicht um
Welten).

Dass McGwire Reue gezeigt hat, muss ich verpasst haben. Das kam dann aber deutlich zu spät. A-Rod
hat zwar viele Fehler in der Presse gemacht und echte Reue sehe ich bei ihm auch nicht, aber
immerhin hat er es (oder Teile davon) zu...
 
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Bijan
(Registered) 26-02-2009 14:59
Na dann hätten wir das ja aufgeklärt, teile ja auch deine Einschätzung und bin darüber nicht
wirklich glücklich... Aber A-Rod wird wohl wirklich eines Tages aufgenommen, man jubelt ihm ja schon
jetzt wieder zu...



Bei McGwire ist mir sein Auftritt vor Gericht und am Rande des Prozessen in Erinnerung, wenn ich
mich nicht ganu vertue, hat er da die Einnahme von Dopingmitteln gestanden und ich erinner mich auch
daran, wie er geweint hat bei seiner Entschuldigung an ein Elternpaar, dessen Sohn beim Dopen in
irgendeiner Form ums Leben gekommen ist... Fand ich allemal beeindruckender als Arods
Möchtegern-Geflemme bei Gammons, aber du hast natürlich absolut recht, wenn du feststellst: Es kam
zu spä...
 
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Nils Braselmann

 
michael65x90Nils Braselmann ist Betreiber und Chefredakteur von Baseballinsider.de und AFinsider.de und bei den Portalen für Public Relations verantwortlich. Zudem ist er für die monatliche Ausgabe von Fact or Fiction? zuständig.

Der 26jährige aus Westfalen ist CEO von Nur Original Productions, Europas größtem Sport-DVD-Shop und studiert nebenbei Amerikanistik und Germanistik in Marburg.

Seine Freizeit verbringt der Sportbegeisterte mit Tennis, dem 1.FC Köln, US-Sports, Freunden und Sportwagen.