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Fact or Fiction? #8
Nach einer zweimonatigen Pause meldet sich Fact or Fiction? mit der achten Ausgabe zurück. Es ist bereits viel passiert in der Saisonpause der Major League Baseball. So haben die New York Yankees Verträge mit drei Spielern über insgesamt knapp eine halbe Milliarde Dollar abgeschlossen, während die Boston Red Sox ihren Wunschspieler Mark Teixeira nicht bekamen.
In der National League versuchen die New York Mets mit spektakulären Neuverpflichtungen die Weichen für den Erfolg zu stellen. Auch die San Francisco Giants scheinen mit ihrer Pitching Rotation angefangen, wieder an erfolgreiche Zeiten anknüpfen zu wollen, und Barry Bonds startet einen erneuten Comeback-Versuch. Wie ihr merkt, ist für reichlich Diskussionsstoff gesorgt.
Herzlich Willkommen zur achten Ausgabe von Fact or Fiction? Stammleser kennen das Format natürlich, aber für neue Leser soll es auch kurz erklärt werden: Eine kontroverse Behauptung wird in den Raum gestellt, und anschließend begründet der jeweilige Redakteur, ob diese Behauptung für ihn Fact (wahr) oder Fiction (falsch) ist. In der heutigen Ausgabe sind Marcus, Phil, Thomas und Michel meine Gäste.
Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen der Meinungen.
1. Fact or Fiction: Die New York Yankees schaden dem gesamten Baseball mit den unglaublich kostspieligen Verpflichtungen von Sabathia, Burnett und Teixeira.
Marcus: Fiction. Die Yankees schaden niemandem mit den Verpflichtungen. Sie haben die Ressourcen und sie nutzen sie, um ein Team zusammenzustellen, das gewinnen kann. Ob das dann auch funktioniert, steht auf einem ganz anderen Blatt Papier. Sie haben ein neues Stadion, das im April eröffnet wird und sie haben ein eigenes TV-Network und für beides giltes, ein Top-Produkt anzubieten. Mit Stars wie Mark Teixeira und CC Sabathia und den schon vorhandenen wie Derek Jeter oder Alex Rodriguez ist dies gelungen. Und ganz nebenbei profitieren die anderen Teams durch das Revenue Sharing ebenfalls von den auch durch die Transfers bedingten enormen Einnahmen der Yankees. Und außerdem kann man nicht oft genug betonen, dass die Yankees trotz dieser Einkäufe eine deutlich geringere Gehaltsliste haben als noch im letzten Jahr, denn durch die ausgelaufenen Verträge von Leuten wie Jason Giambi und Co. wurden ca.90 Mio. $ frei.
Phil: Fiction. Wenn die Yankees gut spielen, geht es der gesamten MLB auch gut. Denn die Ballparks in den USA füllen sich besonders leicht, wenn die Bronx Bombers in die Stadt kommen, die Einschaltquoten in den Playoffs sind besser, wenn die Yankees dabei sind und auch die anderen Einnahmen, wie bspw. im Merchandise-Bereich, steigen ebenfalls. Zudem sorgt jeder weitere Star, der in New York spielt, dafür, dass Baseball in den nationalen Medien weiterhin die Schlagzeilen bestimmt. Kurz vor Weihnachten sprachen alle über Mark Teixeiras Unterschrift in New York und kaum einer über die NFL, die kurz vor der entscheidenden Phase in der regulären Saison stand.
Thomas: Fiction. Alleine schon weil sie sich im Rahmen der Ligaregularien und innerhalb ihrer finanziellen Möglichkeiten bewegen, kann man nicht ernsthaft von einem Schaden für den Sport reden. Zudem ist es zu bezweifeln, dass die Yankees auch nur innerhalb ihrer Division so dominant sein werden,dass man von Langeweile, geschweige denn einem Problem für die Liga sprechen wird. Außerdem sind die diesjährigen Transferaktivitäten der Yankees nichts Neues. Zum einen wird man die Gehaltsliste im Vergleich zum Vorjahr sogar senken, zum anderen investierte man in der vergangenen Transferperiode auch annähernd 400 Millionen Dollar in die Dienste von Alex Rodriguez, Mariano Rivera und Jorge Posada. Das Problem der Konkurrenz liegt wohl darin, dass man in der Bronx nun sinnvoll und zukunftsorientiert investiert hat. Wenn im Gehaltsgefüge der Major League etwas nicht stimmt, dann ist es die finanzielle Unterlegenheit der Vereine aus den mittleren und kleinen Märkten gegenüber den Teams aus New York, Los Angeles, Boston und Chicago, mit Sicherheit aber nicht die Diskrepanz zwischen den Yankees und dem Rest.
Michel: Fiction. Solange der freie Markt gilt und jedes Team bieten darf, was es will,sehe ich kein Problem. Zudem dürfen die Yankees das Geld, das zweifellos vorhanden ist, auch ausgeben. Häufig wird vergessen, dass die Yankees durch Free Agents wie Giambi, Abreu etc. viele Millionen gespart haben und nun einfach ein wenig mehr bei den neuen Spieler gebraucht haben. Natürlich kann man einwenden, dass es intressanter wäre, wenn Top-Stars wie Teixeira oder Sabathia bei verschiedenen Teams spielten, damit auch andere Vereine durch solche Spieler zusätzliche Zuschauereinnahmen generieren könnten. Doch nur mit dem Namen und der Payroll gewinnt man noch keine Spiele. Mit den Rays war ein Team in der World Series, welches gerade mal etwa soviel ausgegeben hat, wie A-Rodund Jeter zusammen jährlich kosten. Ich sehe also keine Probleme damit.
2. Fact or Fiction: Barry Bonds, der sich jüngst an der Hüfte für ein mögliches Comeback operieren ließ, wird wieder in der MLB spielen.
Marcus: Fiction. Nein, wird er nicht. Er könnte sicherlich, aber die Teams sind nicht bereit, auf seine Dienste zurückzugreifen. Angesichts der Tatsache, dass Leute, bei denen man für die Dopingvorwürfe offenbar sogar Beweise hat, weiterhin spielen, erscheint dies zwar lächerlich, aber so ist es eben. Zudem ist er nicht unbedingt der beste Teamspieler. Allerdings geht sein Verhalten seinen Kollegen gegenüber eher in Richtung Gleichgültigkeit, hat aber keineswegs auch nur annähernd die Qualität eines Manny Ramirez, der aufgrund seines schlechten Rufs von fast jedemTeam gemieden wird. Die Wahrheit ist zwar, dass man unter den aktuellen Free Agents kaum einen besseren Designated Hitter bekommen wird, aber wer nicht will, der hat schon!
Phil: Fiction. Die Hüftoperation hat die Comebackchancen sicherlich noch einmal verringert. Wer will denn einen 44-Jährigen verpflichten, der Hüftprobleme hatte, obwohl er nun schon über ein Jahr nicht mehrgespielt hat. Zudem steht im März der Prozess gegen Bonds an, der sich auch in die Saison hinein fortsetzen wird. Kein Team möchte sich mit diesem Theater auseinandersetzen.
Thomas: Fiction. Bei dieser Einschätzung ist ebenso viel Hoffnung wie auch Überzeugung im Spiel. Zum einen kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass irgendein Team einen 44-Jährigen unter Vertrag nehmen wird, der eineinhalb Jahre nicht mehr gespielt hat, nicht gerade als Teamspieler bekannt ist und nur unerwünschten Medienrummel mit sich bringen würde. Zum anderen besteht weiterhin die Möglichkeit, dass er wegen seinesVerfahrens wegen Meineids einige Spiele verpassen wird und vielleicht sogar ins Gefängnis gehen muss. Vor allem aber glaube und hoffe ich, dass man in der Liga zumindest im Fall Barry Bonds verstanden hat, dass man die Person, die als Symbolfigur der Steroide-Ära dem Sport so sehr geschadet hat, nicht wieder zurück in die Liga holen und ihm eventuell weitere unrechtmäßige Rekorde und Meilensteine ermöglichen darf. Bonds ist sicherlich nur einer der unzähligen Betrüger der letzten Jahre im Baseball, was allerdings unter keinen Umständen zu seiner Verteidigung angeführt werden darf.
Michel: Fiction. Bonds hat nun eine Saison lang nicht in der MLB gespielt und wirklich vermisst wurde er kaum. Vielleicht hatten die Kanuten in San Francisco weniger Arbeit, aber sonst... Zudem will sich wohl kaum ein Team mit seinem Namen den Ruf verschmutzen. Denn negative Schlagzeilen aufgrund seiner Vergangenheit sind vorprogrammiert. Unbestritten gäbe es Teams, die ihn als Designated Hitter brauchen könnten. Doch es stehen für mich einige Fragezeichen, ob er wirklich noch derart leistungsfähig wäre, dass einTeam das Risiko mit ihm eingehen würde.
3. Fact or Fiction: Die New York Mets werden im nächsten Jahr dank der Neuverpflichtungen besser als die Philadelphia Phillies sein.
Marcus: Fiction. Sind die Phillies schlechter geworden? Eigentlich nicht. Sie haben an sich immer noch das bessere, weil explosivere, Lineup und einen Ballpark, der dazu passt. Sie haben den zuverlässigeren Closer mit Brad Lidge und auch den besseren Setup Man in Ryan Madson, der im kommenden Jahr Free Agent wird. Solch ein Fakt verleiht gerade Klienten von Scott Boras immer besonders große Flügel! Zusätzlich ist die Rotation tiefer besetzt. Und dann werden sie im Gegensatz zu den Mets nicht vom Rest der Division gehasst. Gegen die Mets scheint sich die Konkurrenz immer besonders reinzuhängen, was gegen die Phillies nicht ganz so extrem erscheint.
Phil: Fiction. Zumindest im Moment ist dies noch nicht der Fall. Sie haben bisher nur ihren Bullpen auf Vordermann gebracht, was ihnen mit den Verpflichtungen von Francisco Rodriguez, J.J. Putz und Sean Green sicherlich gut gelungen ist. Aber ansonsten fehlt noch ein guter Offensivspieler und die Starting Rotation ähnelt ebenfalls einer Baustelle. Wenn sie auf den beiden Gebieten genauso erfolgreich sind,dann sieht es eventuell anders aus. Aber im Moment hängen sie noch hinter den Phillies zurück.
Thomas: Fiction. Man kann wohl jetzt schon sagen, dass die Phillies auf keinen Fall schwächer als 2008 sein werden. Ein verletzungfreier Jimmy Rollins wird die Mannschaft eher noch verstärken. Nichtsdestotrotz werden die Mets stärker als in der Vorsaison sein, alleine schon weil sie mit Francisco Rodriguez und J.J. Putz ihre große Schwachstelle, den Bullpen, beseitigt haben. Doch darüber hinaus bleiben genügend Fragezeichen bestehen: Wer komplettiert die Rotation nach Santana, Maine undPelfrey, wenn Oliver Perez nicht zurückkommt und Derek Lowe nicht verpflichtet werden kann? Kann Carlos Delgado an die Leistungen des Vorjahres anknüpfen? Vielleicht wird der größte Vorteil der Mets sein,dass die Hauptaufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf den Stadtrivalen aus der Bronx liegen wird und auch die Phillies als Titelverteidiger größere Erwartungen erfüllen müssen. Stärker als die Phillies sind die Mets deshalb aber noch lange nicht.
Michel: Die Phillies haben ein ziemlich unverändertes Team beisammen. Und viel schwächer als in der vergangenen Saison werden sie kaum spielen. Wenn Jimmy Rollins gesund bleibt und Ryan Howard nicht erst im August Vollgas gibt, könnten sie noch stärker sein. Die Mets haben mit K-Rod und J.J. Putz ihren Bullpen verstärkt. Jedoch auch nur fürs achte und neunte Inning. Wenn die Starter schwächeln, kann der Bullpen noch immer eine gewisse Unsicherheit bergen. Und bezüglich Starter steht ja noch nicht fest, wer die Nummern vier und fünf sein werden. Da muss schon noch mindestens ein Spieler geholt werden - wohl Oliver Perez oder Derek Lowe. Eine gute Verhandlungsbasis hätten sie, aber Lowe hat ja das erste Angebot schon mal abgelehnt. Darum glaube ich nicht, dass die Mets stärker als die Phillies sein werden!
4. Fact or Fiction: Die San Francisco Giants könnten mit ihrer Pitching Rotation im nächsten Jahr die Playoffs erreichen, falls zusätzlich noch ein Superstar wie Manny Ramirez verpflichtet werden kann.
Marcus: Fiction. Ein zusätzlicher Power Hitter würde gar nichts ändern. Bengie Molina führte das Team im letzten Jahr mit 16 (!!!) Home Runs an und insgesamt haben nur die Padres weniger Runs erzielt als die Giants. Dieses Team müsste komplett überholt werden. An beiden Ecken im Infield stehen völlig unerfahrene Spieler, wobei an der dritten Base mit Pablo Sandoval aktuell der Backup-Catcher gelistet ist. Hier ist man aber an Joe Crede dran, was zumindest eine Verbesserung wäre. Ansonsten holte man Edgar Renteria als Shortstop, der wenigstens in der National League immer ganz gut aussah. Das Outfield hingegen kann man komplett vergessen. Da wird man keine große Hilfe im Sinne von Runs erhalten.Und dass eine super Pitching-Leistung nicht zum Siegen reicht, zeigt Matt Cain. In den letzten zwei Jahren hatte er einen ERA von 3.77, verlor aber 30 Spiele. Heißt im Klartext: Wenn die Giants mehr als drei Runs zulassen, dann verlieren sie in aller Regel, weil die Offensive nicht in der Lage ist, genügend Runs zu erzielen…
Phil: Fact. Ja, aber nur wenn sie Manny Ramirez verpflichten können und er ähnliche Leistungen bringt wie im letzten Jahr. Ein derartiger Slugger würde den jungen Spielern Fred Lewis, Eugenio Velez oder auch Pablo Sandoval noch einmal Auftrieb verschaffen. Die starke Rotation sorgt zudem dafür, dass man selbst mit einer immer noch mittelmäßigen Offensive gewinnen kann. Vor allem, da die anderen Teams in der NL West in diesem Winter eher schwächer geworden sind. Da ich aber nicht glaube, dass sie Ramirez verpflichten werden, ist dies eh alles hinfällig.
Thomas: Fiction. Mit den Neuverpflichtungen von Randy Johnson und Edgar Renteria werden sie mit Sicherheit stärker als im Vorjahr sein, aber selbst mit einem Manny Ramirez wäre die Offensive wohl noch zu schwach, um tatsächlich in die Playoffs einzuziehen. Zu bedenken ist auch noch, dass Manny unter drei garantierten Jahren bestimmt nicht nach San Francisco wechseln würde, was wiederum seine Motivation und seinen Einsatz stark genug reduzieren dürfte, um Leistungen wie er sie bei den Dodgers zeigte, zu verhindern. Dennoch werden die Giants dank einer starken Rotation in Schlagdistanz zu den Playoff-Rängen liegen.
Michel: Fiction. Die Rotation der Giants könnte in der nächsten Saison schwierig zu knacken sein. Doch es ist fraglich, ob Barry Zito endlich mal zeigen kann, zu was er fähig ist und ob Randy Johnson nach seinem 300. Sieg noch dasselbe Feuer verspürt, wer weiß. Das Problem wird jedoch die Offensive sein. Mit Renteria wurde mal ein erster kleiner Schritt getan. Doch die Aufstellung weist noch immer grosse Lücken auf. Mit Manny würde die Offensive gestärkt, jedoch ist es fraglich, ob er sich mit einem schönen Vertrag in der Tasche noch weiterhin so anstrengt wiebei den Dodgers. Damit die Giants realistischere Chancen auf die Playoffs hätten, müsste nach Manny noch ein zweiter starker Hitter verpflichtet werden. Doch auch ohne Manny könnten die Giants die eine oder andere Überraschung landen - hauptsächlich dank der Rotation.
5. Fact or Fiction: Klare Verlierer dieser Offseason in der American League sind bisher die Boston Red Sox.
Marcus: Fiction. Was haben sie denn verloren? Doch eigentlich nur ihren großen Vorteil gegenüber den Yankees. Die Yankees waren klar im Nachteil, wenn es um die Pitching Rotation ging. In Boston hatte man Josh Beckett, Jon Lester und (mit Abstrichen) Daisuke Matsuzaka, bei den Yankees hingegen bestand der vordere Teil der Rotation über weite Strecken des letzten Jahres aus Mike Mussina, Andy Pettitte und einer Aushilfskraft, die da eigentlich nicht hingehörte (Sidney Ponson, Darrell Rasner oder späterauch Carl Pavano). Klar, Mike Mussina spielte überragend im letzten Jahr, aber Pettitte schwächelte und der Rest war einfach überfordert. Doch nun kommen dort CC Sabathia, AJ Burnett (5-0 mit einem 2.56 ERA inacht Stars gegen Boston insgesamt) und Chien-Ming Wang daher. Zusätzlich hat man noch Joba Chamberlain in der Hinterhand. Das sieht schon ganz anders aus und vom Papier her, sind die Yankees nun mind. gleichauf mit den Red Sox. Was die Offensive angeht, da hätte man Mark Teixeira gerne als Ersatz für Manny Ramirez gehabt, der gerade für David Ortiz wichtig war, da er direkt hinter ihm schlug. Daraus wurde nichts und somit wird sich nun zeigen, was dieses Lineup über einganzes Jahr hinweg ohne Manny wert ist. Die Red Sox waren das beste Team (neben den Rays) in der American League (East) mit einem klaren Vorsprung vor den Yankees, was gewisse Teile des Personals anging. Nun ist das Feld wieder ausgeglichen und man kämpft mit einigermaßen gleichen Waffen. Das sollte also ein spannendes Rennen werden.
Phil: Fiction. Nur weil sie das Rennen um Mark Teixeira verloren haben oder die Yankees CC Sabathia und A.J. Burnett verpflichteten? Der First Baseman hätte die Offensive zweifelsohne gestärkt. Auch die publikumswirksame Anfrage bei den Marlins wegen Hanley Ramirez zeigt, dass man durchaus daran interessiert ist, einen guten Spieler für die Offensive nach Boston zu holen. Doch dies dient im Grunde nur als Versicherung für den Fall, dass Mike Lowell oder David Ortiz dieselben gesundheitlichen Probleme in diesem Jahr haben, wie in 2008. Für den Erfolg des Teams notwendig wäre dies aber nicht. Von daher kann man die Red Sox nicht als klaren Verlierer bezeichnen, da sie ihre Kader vom Vorjahr gehalten haben und auf allen Positionen sehr gut besetzt sind, wenn man mal die Catcher außen vor lässt. Zudem ist die Kriegskasse prall gefüllt und man hat noch genügend Zeit, kosmetische Veränderungen am Team vorzunehmen.
Thomas: Fiction. Verlierer sind sie nur kurzfristig in dem Sinne, dass es ihnen nicht gelungen ist Mark Teixeira unter Vertag zu nehmen und die Yankees extrem aufrüsten konnten. Allerdings hat man nahezu das identische Team, dass letzte Saison 95 Spiele gewann und mit Lars Anderson hat man ein vielversprechendes Talent auf der First Base-Position in der Hinterhand. Entscheidend für eine erfolgreiche Saison 2009 wird es sein, dass Spieler wie Josh Beckett und David Ortiz wieder zu alter Form zurückfinden, denn ansonsten sind die Red Sox ohne echte Schwachstellen in nahezu allen Mannschaftsteilen gut aufgestellt. Aufgrund der starken Konkurrenz aus New York und Tampa Bay sind sie erstmals seit Jahren nicht mehr der Favorit auf den Divisionssieg, aber deswegen vom Verlierer der Offseason zu sprechen, ist unangemessen. Das sind zum aktuellen Zeitpunkt wohl eher die Angels.
Michel: Fiction. Die Red Sox sind ja nicht schlechter geworden. Das Team ist außer auf der Catcher-Position bislang nahezu unverändert. Und die 95 Siege inder vergangenen Saison sprechen für dieses Team. Was ist schon falsch daran, eine zuverlässige, erfolgreiche Mannschaft beieinander zuhalten? Natürlich haben die Yankees, ihre größten Konkurrenten, äußerst hochkarätige Verstärkungen an Land gezogen, doch damit wird nur die Lücke, welche in der letzen Saison bestand, geschlossen. Wenn man nur die Neuverpflichtungen vergleicht, kann logischerweise niemand den Yankees das Wasser reichen. Doch nach der verkorksten letzten Saison war das in New York nötig. Die Red Sox waren stark und werden stark bleiben. Da auch die Rays in der AL East wieder mitmischen könnten, kann man eine sehr interessante Saison erwarten.
Ich bedanke mich bei meinen Kollegen für das Mitarbeiten an der Kolumne und bei euch für das Lesen. Wir sind gespannt auf eure Meinungen zu den diskutierten Themen. Vielleicht war auch einigen Lesern zu viel Fiction dabei :) Lasst es uns hören. Schreibt einfach bei den Kommentaren zum Artikel zu einer oder zu mehreren Aussagen eure Meinung. Fact or Fiction? wird wie gewohnt mit der nächsten und neunten in vier Wochen zurückkehren.
zu holen, auch wenn GM Omar Minaya nicht abgeneigt wäre.
Letztlich haben die Mets aber größere Sorgen und die heißen Pitching. Sie brauchen mind. noch einen
Starting Pitcher und die könnten teuer werden, zumal sie sich für Oliver Perez und Derek Lowe
interessieren, deren Agent Scott Boras ist...
Ob in den Playoffs ein Sabathia, Burnett, Wang, Chamberlain tatsächlich stärker sind als
Beckett, Lester, Matsuzake, Smoltz.
Ich sage nein.
Und ein A-Rod hat im Gegensatz zu Ortiz oder Youkills in den Playoffs immer enttäuscht.
Von daher ganz klar Fiction.
Die Yankees mögen wohl die Division gewinnen. In den Playoffs sehe ich die RedSox vorne.
spielfähig wäre...
Und nebenbei sieht Boston gegen Burnett kein Land...
aus, dass Tex dem kompletten LineUp der Yankees einen Push geben wird. Wenn dann noch für Swisher
oder Nady ein guter/sehr guter OF verpflichtet werden, dann Gute Nacht Red Sox. Ach und bitte
vergesst die Tampa Bay Rays nicht. Vielleicht sehen wir gar keinen der roten Socken in den PO!!!
:grin
Finde auch, dass die Yankees der Liga nicht schaden, obwohl ich es persönlich lieber sehen würde,
wenn auch kleinere Teams solche Topstars verpflichten könnten.
Es ist dafür umso schöner ein solches Starensemble versagen zu sehen...
Sample-Size von 6 Spielen gegen Boston. Zudem wird Burnett als Ground-ball Pitcher so seine Probleme
mit der Double-Play Crew der Yankees haben. Ich bin gespannt.
Dazu ist die Saison einfach zu lang.
Sicher kann Smoltz im Okt. wieder verletzt sein. Das kann ein Burnett aber auch. Und ob Sabathia
nach seiner Hammersaison mit über 260 Inning nahtlos an seine 07-er Leistungen anknüpfen kann ist
auch nicht sicher.
Und wie auch erwähnt, sind die Rays nicht zu vergessen.
Verlierer der AL sind die BoSox für mich nicht. Sie spielen in der schwersten Division, aber das
taten sie in der Vergangehnheit auch und gewannen dennoch 2x die WS.
Verierer sind für mich eher Teams wie Toronto die Burnett an einen direkten Divisionsrivalen
verloren haben, Seattle bei denen nicht erkennbar ist, ...
nicht!
PS: Zudem ist die Defense der Yankees bei weitem nicht so schlecht, wie sie immer wieder gemacht
wird.
Groundout-Flyout-Verhältnis von 1.44, in manchen Jahren sogar >2.
Wo du die acht Starts gegen die Sox herbekommst, kann ich nicht nachvollziehen. Seine Bilanz ist 5-0
in sechs Starts. (http://msn.foxsports.com/mlb/story/8816036/)
Nils Braselmann
Nils Braselmann ist Betreiber und Chefredakteur von Baseballinsider.de und AFinsider.de und bei den Portalen für Public Relations verantwortlich. Zudem ist er für die monatliche Ausgabe von Fact or Fiction? zuständig. Der 26jährige aus Westfalen ist CEO von Nur Original Productions, Europas größtem Sport-DVD-Shop und studiert nebenbei Amerikanistik und Germanistik in Marburg.
Seine Freizeit verbringt der Sportbegeisterte mit Tennis, dem 1.FC Köln, US-Sports, Freunden und Sportwagen.





Naja wenn Johnson den Ball ins Spiel bringt, gehts 1-0 für Arizona aus. Aber so isses halt, wenn...
(07-09-2010 13:55)Basti
Wir wollen die Yankees und die Redsox mal bitte nicht in den selben Topf werfen. Ob Gonzalez
(07-09-2010 13:51)Halladay32
Das Spiel am Montag hat mal wieder gezeigt, wie stark das pitching seien muss damit die Giants di...
(07-09-2010 13:00)Nico
Ist doch klar, dass man als Yankees Fan die NL West als quasi AAAA-Liga ansieht
(06-09-2010 19:55)Basti
Und so kann man eben auch keine Spiele gewinnen, nicht mal in der NL West. oha, hier sitzt einer<...
(06-09-2010 14:42)Tulo