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Fact or Fiction? #2
Fact or Fiction? ist zurück mit Ausgabe Nummer zwei. Erneut diskutieren mehrere Redakteure in der MLB-Kolumne kontroverse Behauptungen und begründen ihre Meinung.
In dieser Ausgabe stehen die Überraschungsteams aus Oakland und Arizona im Mittelpunkt sowie Greg Maddux. Weitere Themen behandeln den Trade um Erik Bedard und die Zukunft des Pitching-Phänomens Yu Darvish.
Herzlich willkommen zur zweiten Ausgabe von Fact or Fiction? Eine kontroverse Behauptung wird in den Raum gestellt, und anschließend begründet der jeweilige Redakteur, ob diese Behauptung für ihn Fact (wahr) oder Fiction (falsch) ist. Heute sind Basti, Johannes, Mirko, Sven und Thomas meine Gäste aus dem MLBInsider.de-Team.
Euch allen viel Spaß beim Lesen!
1. Fact or Fiction: Die Oakland Athletics werden bald einen Einbruch erleiden und die Saison mit einer negativen Bilanz beenden.
Basti: Fact. Die Athletics sind solide in die Saison gestartet, liegen derzeit bei etwa .500 und haben Kontakt zum Spitzenreiter der AL West, den LA Angels. Allerdings müssen sie verletzungsfrei bleiben und weiterhin Topleistungen bringen, um eine Chance zu haben mit den Angels mithalten zu können. Es bleibt abzuwarten, ob die beiden relativ unerfahrenen Pitcher Dana Eveland und Greg Smith weiterhin ihre solide Form in der Rotation bestätigen können und ich vermute doch stark, dass sie gegen Ende der Saison abbauen werden. Die Athletics werden nicht das bisherige Niveau halten können und ich sehe nicht, dass sie am Ende der Saison mehr Spiele gewinnen, als sie verlieren.
Johannes: Fact. General Manager Billy Beane und Manager Bob Geren hatten vor der
Saison gehofft, dass ihre Truppe irgendwann so gut spielen würde, wie
sie es jetzt tut. Doch der überraschend gute Start lässt wenig Raum für
Verbesserungen. Prompt ist der erste Abwärtstrend erkennbar: Von den
vergangenen zehn Partien gewannen die Athletics nur drei. Rich Harden
stellte sein Können mehrfach unter Beweis, beschäftigt aber zu oft die
medizinische Abteilung der A's. Außerdem bleibt abzuwarten, ob Greg
Smith und Dana Eveland ihre gute Frühform über die lange Saison hinweg
halten. Die Rückkehr von Eric Chavez und jene des verlorenen Sohnes
Frank Thomas sollte immerhin etwas Stabilität bringen. Somit ist eine
ausgeglichene Bilanz nach 162 Spielen nicht ausgeschlossen.
Mirko: Fact. Sie haben zwar einen guten Start hingelegt, werden dieses Niveau
aber nicht auf Dauer halten können. Vor allem bei Rich Harden haben
sich schon wieder Verletzungssorgen eingeschlichen, aber auch der Rest
der Rotation ist nicht frei von Sorgen. Hinzu kommt das die Konkurrenz
in der AL West doch beträchtlich ist. Auf lange Sicht einer ganzen
Saison dürften die Mariners und die LA Angels stärker sein und somit
auch dafür sorgen, dass die Athletics Probleme bekommen.
Sven: Fact. Ich bezweifle das die A’s solch starke Leistung wie bisher über 162 Spiele bringen können. Die erfahrenen Spieler, die das junge Team führen haben fast alle große Probleme mit Verletzungen, spätestens wenn der ein oder andere ausfällt und es mehrere Niederlagen in Folge gibt, wird es zu einem Einbruch kommen. Sollten jedoch Spieler wie Rich Harden, Bobby Crosby und Mike Sweeney es schaffen eine komplette Saison fit zu bleiben, könnte der Höhenflug von Oakland anhalten. Erste Anzeichen der Verletzungsprobleme gab es jedoch schon, Harden konnten bisher nur in vier Spielen auf dem Mound stehen und mit Eric Chavez fehlt bereits die ganze Saison der Gold Glove Third Baseman.
Thomas: Fact. Die Mannschaft ist ohne Zweifel besser als man es vor der Saison erwarten durfte. Doch sowohl die Offensive als auch vor allem das Pitching spielen aktuell wohl am oberen Limit. Spieler wie Emil Brown, Mark Ellis und Bobby Crosby sind einfach nicht genug um dauerhaft konkurrenzfähig zu sein. Auch die Verpflichtung von Frank Thomas wird das nicht ändern. Das Pitching ist bisher mit das Beste, was die Liga zu bieten hat, wird auf Dauer aber nicht gut genug sein, um mit dieser Offensive im Rücken ausreichend Spiele gewinnen zu können. Und sobald Rich Harden einmal drei Spiele ohne Verletzung übersteht, wird wohl auch er Teil eines Trades werden. Gemessen an den Erwartungen werden die Athletics eine gute Saison spielen, für mehr als eine ausgeglichene Bilanz wird es aber nicht reichen.
2. Fact or Fiction: Greg Maddux ist einer der besten zehn Pitcher in der Geschichte der MLB.
Basti: Fact. Maddux gehört meiner Meinung nach definitiv in diesen elitären Pitcher-Kreis. Immerhin war er der erste Pitcher, der 17 Saison hintereinander mindestens 15 Siege erreichte und damit den Uralt-Rekord von Cy Young brechen konnte. Seine große Stärke ist die Kontrolle und Genauigkeit seiner Pitches, mit denen er die Hitter regelmäßig zur Verzweiflung bringt. In den 90er Jahren hatte er wohl seine stärkste Zeit, wo er die meisten Siege in den Major Leagues verbuchen konnte. Durch seine Konstanz Jahr für Jahr hat es Maddux einfach meiner Meinung nach verdient, sich zu den Besten der Besten zählen zu dürfen.
Johannes: Fiction. Wird der Spielbetrieb der MLB mit Madduxs 350. Sieg etwa eingestellt? Nein, die Geschichte geht weiter und wird jeden Tag neu geschrieben. Wer heute schon die zehn besten Pitcher aller Zeiten kürt, missbilligt die Leistungen der zukünftigen Pitcherstars. Um Missverständnissen vorzubeugen: Greg Maddux ist zweifelsohne einer der Besten seiner Zunft. Er hat wie kaum ein anderer verstanden, den Ball und seinen Gegner am Schlagmal zu kontrollieren. Die Gütemaßstäbe und Einsatzzeiten für die Pitcher verändern sich aber ständig, so dass eine ewige Bestenliste ohnehin schwer zu ermitteln ist.
Mirko: Fact. Jedenfalls für den Moment. Maddux ist erst der neunte Pitcher, der 350 Wins aufzuweisen hat. Hinzu kommen vier NL Cy Young Awards, ein World Series Ring und 17 Gold Glove Awards. Diese Zahlen zeugen von einer außergewöhnlichen Karriere. Das einzige Problem, das Maddux hat, ist vielleicht die Art, wie er pitcht. Eben nicht so spektakulär wie andere. Das sollte aber kein Kriterium sein, ihn nicht als einen der besten Pitcher aller Zeiten zu bezeichnen. Die Zahlen sprechen für ihn.
Sven: Fact. 350 Siege, über 20 Jahre in der MLB, vier Cy Young Awards, 17 Gold Gloves und eine World Series, wieviele Pitcher können ähnliches aufweisen? Aber nicht nur die Titelsammlung von Maddux ist beeindruckend, wer kann sich Baseball ohne ihn überhaupt vorstellen? Es kommt einem vor als sei er schon immer da gewesen und wenn man ihn pitchen sieht, kommt einem nie der Gedanke, daß er jemals weg sein wird. Maddux gelingt es seit Jahren immer weiter Siege zu sammeln, obwohl ihm dies, jedes Jahr aufs neue, viele nicht zutrauen. Er entwickelt sein Spiel immer weiter und findet ständig neue Wege gegnerische Schlagmänner aus dem Spiel zu bekommen. Er ist einer, wenn nicht sogar der Pitcher, mit der besten Kontrolle über die Bälle die er wirft und man merkt bei jedem Pitch, das er genau weiß warum er ihn wirft.
Thomas: Fact, obwohl es natürlich immer schwer ist Spieler verschiedener Generationen miteinander zu vergleichen, da die Statistiken unter ungleichen Bedingungen zustande kamen. Maddux wird Roger Clemens von Platz acht der Liste der Pitcher mit den meisten Wins in der Geschichte verdrängen und damit der Pitcher sein, der am meisten Siege seit 1965 errungen hat. Und das in einer Zeit, in der Wins aufgrund der Entwicklung des Spiels immer schwerer zu erzielen sind. Auch in Strikeouts, von denen er über 3300 auf seinem Konto hat, wird er noch unter die besten Zehn aller Zeiten vorstoßen. Zudem weist er ein Karriere-ERA von 3.12 auf, obwohl er in den letzten fünf Jahren deutlich nachgelassen hat. Wenn man dann noch bedenkt, dass er der überragende Pitcher einer Ära war, in der Steroide weit verbreitet waren und die Stadien immer offensiv-freundlicher wurden, macht das seine Leistungen um so bemerkenswerter. Seit 1988 erzielte er nie weniger als dreizehn Wins in einer Saison, 176 seiner 350 Siege erzielte er alleine während der neunziger Jahre. Wer auf seiner Position über 20 Jahre immer zu den Besten zählt und über fast ein Jahrzehnt der Beste überhaupt ist, der gehört auch zu den besten Zehn aller Zeiten.
3. Fact or Fiction: Auch wenn Erik Bedard bisher erstklassige Leistungen in Seattle zeigt,
war der Trade in der Offseason für die Baltimore Orioles besser.
Basti: Fact. Erik Bedard wurde für insgesamt fünf Spieler von den Orioles zu den Mariners getauscht. Von diesen fünf Spielern sind George Sherrill und Adam Jones im aktuellen Major League Team der Orioles: George Sherrill zählt derzeit zu den besten Closern der Liga, und Adam Jones ist ein junger und sehr talentierter Outfielder, der 2007 bei den Mariners zum zweiten Mal in Folge zum Spieler des Jahres gewählt wurde, auf die gesamte Organisation bezogen. Nun ist er im Jahre 2008 der reguläre Centerfielder der Orioles und braucht sicherlich noch ein bisschen Zeit sich in den Major Leagues zu etablieren. Desweiteren gaben die Mariners drei Minor League Pitcher an die Orioles ab, die in ihren bisherigen Minor League Starts überzeugen konnten. Der Tausch hat den Orioles mehr gebracht als den Mariners. Diese haben nun mit Bedard zwar ein Pitching Ace, jedoch ist das Gesamt-Paket an Spielern, was die Orioles im Tausch dafür bekommen haben, auf lange Sicht profitabler, sollten sich die Minor League Pitcher in den kommenden Jahren auf Major League Niveau spielen können.
Johannes: Fiction. Zumindest lässt sich diese Aussage noch nicht vollständig bestätigen. Der Bedard-Transfer war an sich ein richtiger Schritt, weil Orioles-General Manager Andy MacPhail einem zusammengewürfelten Team eine neue Perspektive verschaffen musste. Aber die passablen Leistungen der Orioles in der laufenden Spielzeit haben nur bedingt etwas mit Bedards Tauschmaterial zu tun: George Sherrill leistet als neuer Closer zwar sehr gute Arbeit. Adam Jones hat aber noch leichte Anlaufschwierigkeiten. Und die Nachwuchspitcher Chris Tillman, Kam Mickolio und Tony Butler haben auf Doppel-A und Single-A gute bis ordentliche Starts hingelegt, jedoch noch kein Inning in den Major Lagues geworfen. Ob sich der Bedard-Transfer gelohnt hat, wird die Zeit noch zeigen.
Mirko: Fact. Die Orioles haben doch auch einiges für Bedard bekommen. Insgesamt fünf Spieler, darunter den Top-Outfield Prospect Adam Jones und drei Minor League Pitcher. Bedard ist zwar auch ein sehr guter Pitcher, aber der Preis scheint mir etwas zu hoch. Und letztlich wäre es den Orioles eh schwer gefallen, ihn auf Dauer zu halten. Für meine Begriffe haben sie gut daran getan ihr Rebuilding weiter zu betreiben.
Sven: Fiction. Adam Jones und George Sherrill sind sofort solide Spieler für die Orioles geworden, dazu noch eine ganz Reihe talentierte Spieler die der Deal die Mariners gekostet hat. Trotzdem ist Seattle das Team, das mehr von diesem Trade hat. Diese Offseason gab es nicht viele Top-Pitcher auf dem Markt und da die Mariners die AL West gewinnen wollen, war es logisch das man viel für einen Star zahlen musste. Der Höhenflug von Baltimore hat eher weniger mit den Spielern die man für Bedard bekommen hat zu tun. Sicher ist die Leistung von Closer Sherrill nicht zu verachten, doch wer weiß wo die Orioles mit Bedard stehen würden. Sicher nicht schlechter...
Thomas: Fact. Schon vor der Saison sahen die Orioles wie der Gewinner dieses Tauschgeschäfts aus und der bisherige Saisonverlauf hat diesen Eindruck noch bestätigt. Adam Jones wird von vielen als kommender All-Star gesehen, George Sherrill ist sofort zu einem verässlichen Closer geworden, Chris Tillman gilt als das größte Pitching-Talent der Orioles-Organisation und Tony Butler und Kam Mickolio sind auch solide. Dennoch war auch die Entscheidung der Mariners zum Zeitpunkt des Trades die richtige. Um eine ernste Rolle in der American League spielen zu können, mussten sie etwas riskieren und einen hohen Preis bezahlen. Der schwache Start der Mariners lässt den Trade jetzt schlechter aussehen als er war, und sollte Seattle die Wende doch noch schaffen, wird sich dieser Trade als Gewinn für beide Seiten erweisen.
4. Fact or Fiction: Die Arizona Diamondbacks werden ihre gute Form halten und die National League West gewinnen.
Basti: Fact. Die Saison ist zwar noch relativ jung, aber ich sehe in der National League West derzeit kein Team, das die Diamondbacks von Platz 1 verdrängen kann. Die Rotation mit Brandon Webb, Dan Haren, Micah Owings und Randy Johnson ist bisher gut in die Saison gestartet, aber gleichzeitig verfügt Arizona über eine hervorragende Offense mit vielen jungen schlagstarken Leuten. Wenn diese das hohe Niveau weiterhin kompensieren können und das Pitching sich nicht großartig verschlechtert, dann werden sie unangefochten die NL West dieses Jahr für sich entscheiden, zumal es auch einfach an Konkurrenz mangelt.
Johannes: Fact. Die Diamondbacks verfügen in dieser Spielzeit über eine ausgezeichnete Mischung aus Veteranen, Superstars und aufregenden Talenten. Randy Johnson wird mit den Jahren zwar nicht besser und gesünder, ist aber immer für ein paar starke Einsätze gut. Brandon Webb ist in Cy Young-Award-Form. Dan Haren und Micah Owings verleihen dem Starter-Aufgebot zusätzlich an Substanz. Im Feld ergänzen sich Jungspunde wie Chris Young und Justin Upton optimal mit Routiniers wie Orlando Hudson. Wenn jetzt noch der Bullpen geschlossen auf konstant hohem Niveau wirft, winkt die Divisionskrone am Saisonende.
Mirko: Fact. Arizona hat kaum Schwächen im gesamten Kader. Vor allem die Rotation und der Bullpen sind top. Sie sind eindeutig das stärkste Team der National League und mein Top-Kandidat für die Teilnahme an der World Series.
Sven: Fact. Letzte Saison hieß es auch, die D’backs werden einbrechen und am Ende konnte man die NL West gewinnen. Dieses mal ist das Team aus Phoenix sogar noch stärker, da die jungen Talente des letzten Jahres mehr Erfahrung haben. Außerdem sind die vermeintlich stärksten Konkurrenten im Westen nicht gut in die Saison gestartet, die Rockies und Padres liegen weit hinter den Erwartungen zurück und die Dodgers haben sich gerade erst gefangen. Mitlerweile hat Arizona schon einen ordentlichen Vorsprung rausgespielt und ich bezweifle das sie sich den noch nehmen lassen.
Thomas: Fact. Auch wenn die Diamondbacks in den letzten Wochen ein wenig nachgelassen haben, werden sie ihre Division gewinnen. Die Lineup ist jung und gefährlich, das Starting Pitching ist mit Brandon Webb, Dan Haren, Micah Owings, Randy Johnson und Max Scherzer eines der besten der Major League und der Bullpen ist mit Qualls, Pena und Lyon sehr zuverlässig. Vor allem aber gibt es im Westen, außer vielleicht den Dodgers, keine ernstzunehmenden Konkurrenten.
5. Fact or Fiction: Es lohnt sich für ein MLB-Team auch mehr als 50 Millionen Dollar für
die Rechte für Pitching-Phänomen Yu Darvish zu bezahlen, um ihn zu
verpflichten.
Basti: Fiction. Ich war schon bei den knapp 50 Millionen Dollar, die die Red Sox für Vertragsverhandlungen mit Daisuke Matsusaka ausgaben, sehr skeptisch und kann es mir einfach nicht vorstellen, dass sich so etwas wirklich lohnt. Darvishs Statistiken aus dem Jahr 2007 sehen zwar viel versprechend aus, aber man sollte abwarten, ob er diese Form über mehrere Saisons hinaus halten kann. Ich gehe trotz alle dem davon aus, dass die Yankees und Red Sox als Big Market Teams wieder beide um Darvish buhlen werden, wenn er ein Free Agent für die Major Leagues wird.
Johannes: Fiction. Darvishs rasanter Aufstieg von der Schulbank in die japanische Profiliga zeugt von großem Talent. Aber der 21-jährige brauchte seine Zeit, bis er sich an die große Bühne gewöhnt hatte. Trotz mittlerweile beeindruckender Zahlen (1.82 ERA, 15-5, 200 IP in 2007) muss er sein außerordentliches Potential über einen längeren Zeitraum erst einmal konstant abrufen. Außerdem ist Darvish abseits des Baseballfeldes kein Kind von Traurigkeit. Als 18-Jähriger verbannte man ihn aus dem Schulteam, weil er unerlaubterweise beim Rauchen erwischt wurde. Seit einem halben Jahr ist er mit einer bekannten japanischen Schauspielerin liiert. 50 Millionen sind zum derzeitigen Zeitpunkt eine zu hohe Summe für ein vielversprechendes Talent.
Mirko: Fact und Fiction. Das kommt stark auf das MLB-Team an, dass das macht. Für ein Big-Market Team, wie die Yankees oder die Red Sox sollte die Summe kein Problem darstellen. Es scheint unbestritten, dass er ein super Talent ist und sicher ein Top-Pitcher in der MLB werden kann. Hinzu kommt noch, dass man mit ihm sicherlich abseits des Spielfeldes einen Menge Geld verdienen kann. Für das Marketing eines Teams dürfte sich eine Verpflichtung positiv auswirken. Dies gilt aber hauptsächlich für die großen Teams der MLB.
Sven: Fiction. Matzusaka in Boston hat gezeigt, das ein teurer Japaner nicht notgedrungen sofort überragende Leistung bringt. Auch wenn Pitching momentan sehr teuer ist, ist es meiner Meinung nach ein zu hohes Risiko soviel Geld zu investieren, besonders da es über kurz oder lang nicht mehr so extremes Medieninteresse aus Japan an den Spielern in der MLB geben wird, da mittlerweile fast jedes Team Spieler aus dem Land der aufgehenden Sonne im Kader hat. Bald wird dies nichts besonderes mehr sein, wie damals als Ichiro und Matsui in die USA kamen und die Japaner werden den Teams nicht mehr so viel extra Einnahmen aus dem asiatischen Markt bescheren, wie die ersten die den Sprung gewagt haben. Wenn man sich jedoch anguckt, wie einige Teams zur Zeit mit Geld um sich werfen, wird sich wohl ein Club finden der mehr als 50 Millionen für Darvish zahlen wird.
Thomas: Fiction. Obwohl ich mir sicher bin, dass bei Wechselabsichten Darvishs irgendein Club zwischen 50 und 70 Millionen bezahlen wird, kann ein 21-jähriger Pitcher, der noch nie in den Majors gespielt hat, gar nicht soviel wert sein. Inklusive Gehalt müsste man wohl mindestens 120 Millionen für sechs bis sieben Jahre zahlen müssen. Da bewegt man sich schon in der Größenordnung der Verträge von Johan Santana und Carlos Zambrano, bei denen man aber auch wusste, wofür man bezahlt. Matsuzaka konnte die Erwartungen und die 102 Millionen bis jetzt noch nicht rechtfertigen und Igawa war ein Desaster auf ganzer Linie. Und wer weiß, welche Belastungen der Wurfarm Darvishs schon ertragen musste, wenn er im Alter von 21 Jahren bereits drei Saisons gespielt hat. Bei allem unbestreitbaren Potenzial, ist das Risiko einfach zu groß.
An dieser Stelle möchte ich meinen Kollegen noch für das Mitwirken an der Kolumne danken. Gespannt sind wir nun auf eure Meinungen zu den diskutierten Themen. Schreibt einfach bei den Kommentaren zum Artikel zu einer oder zu mehreren Aussagen eure Meinung. Fact or Fiction? kehrt im Juni mit der dritten Ausgabe zurück.
Nils Braselmann
Nils Braselmann ist Betreiber und Chefredakteur von Baseballinsider.de und AFinsider.de und bei den Portalen für Public Relations verantwortlich. Zudem ist er für die monatliche Ausgabe von Fact or Fiction? zuständig. Der 26jährige aus Westfalen ist CEO von Nur Original Productions, Europas größtem Sport-DVD-Shop und studiert nebenbei Amerikanistik und Germanistik in Marburg.
Seine Freizeit verbringt der Sportbegeisterte mit Tennis, dem 1.FC Köln, US-Sports, Freunden und Sportwagen.

Dann mal gute Nacht Mets, sollten die es wirklich so doll treiben. Aber selbst die werden kein Ge...
(09-02-2012 18:28)Nico
Solche "Bad contract swaps" a la Milton Bradley gegen Carlos Silva gibt's normalerweise n...
(09-02-2012 16:24)Rene
Es branden immer mal wieder Spekulationen auf, wonach die METS Jason Bay für Burnett traden könnt...
(09-02-2012 15:54)USSFSteeler
Ich glaub so einfach geht das gar nicht
(09-02-2012 09:09)Basti
wegen mir kann er nach japan
(09-02-2012 08:59)wordass