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Donalds Diary #1

 
Autor: Donald Lutz Donnerstag, 21. August 2008
 

Herzlich Willkommen zur ersten Ausgabe von Donald Lutz‘ Diary. Er wird regelmäßig bei MLBI.de über seine Erfahrungen aus den Minor Leagues berichten.

Hey!

Ich berichte heute darüber, was in dieser Woche alles so passiert ist bei uns.

lutz1_300x225.jpgUnser Spielplan ist wöchentlich derselbe: Wir (die Gulf Coast League Reds, Anm. der Red.) spielen gegen die GCL Pirates, die GCL Orioles, die Red Sox und die Twins. Die Reihenfolge dieser Spiele bleibt immer die gleiche, nur spielen wir in der einen Woche zu Hause, dafür ist das nächste Spiel dann auswärts. Jedes Mal wenn wir gegen Boston (GCL Red Sox, Anm. der Red) spielen kann ich mich mit Jennell Hudson unterhalten und Neuigkeiten austauschen – und natürlich mal wieder deutsch sprechen! :-) Bei den Twins kenne ich auch noch einige Spieler aus früheren Spielzeiten in Europa, wie die Spieler aus Tschechien, Italien und Frankreich.

Für mein Team läuft es momentan nicht so toll. Insbesondere gegen die Pirates, welche die Liga anführen, haben wir seit einigen Wochen Probleme zu gewinnen. Die Twins leisten auch großen Widerstand und gegen die Boston Red Sox (also deren GCL Team, Anm. der Red) ist es sehr ausgeglichen – einmal gewinnen wir, im nächsten Spiel dann sie. Immerhin gewinnen wir gegen die GCL Orioles so gut wie jedes Spiel. Es ist ja nicht so, dass wir kein gutes Baseball zeigen, sondern viele Spiele sind einfach sehr eng und teilweise fehlt uns der Clutch-Hit im achten Inning, um aufzuholen oder in Führung zu gehen.

Bei "weiter" gibt es mehr.

Bei mir selbst harzt es im Moment ebenfalls. Mein Schlagdurchschnitt ist leider auf .235 gesunken. Jedoch treffe ich immerhin die Bälle nicht schlecht, sie fliegen leider zurzeit zu häufig direkt auf den Gegner oder die Defense macht starke Spielzüge. Im Baseball ist es halt einfach so, dass man alles richtig machen kann und trotzdem scheitert.

Zu meinem Glück kommt es im ersten Jahr noch nicht so sehr auf die einzelnen Statistiken an. Unsere Coaches wollen vor allem qualitativ gute At-Bats sehen, wobei es darum geht, ob wir gute Schwünge nehmen oder auf gute Pitches schwingen. Die größte Aufmerksamkeit gilt jedoch dem Situational Hitting. Beispielswiese sollen die Läufer bei weniger als zwei Outs zur nächsten Base gebracht werden. Wenn also ein Mitspieler auf der zweiten Base steht und noch keine zwei Outs auf dem Scoreboard sind, dann müssen wir versuchen den Ball auf die rechte Seite zu schlagen, sodass der Runner auf die nächste Base vorrücken kann.

Des Weiteren wird auch auf das Wissen, wie der gegnerische Pitcher gegen einen selbst wirft, Wert gelegt. Für mich als Lefty heißt das, dass viele Würfe nach außen kommen, wenn meine Mitspieler auf der zweiten oder dritten Base stehen, denn der Gegner will ja nicht, dass ich nach rechts schlagen kann. Ich trete dann näher an die Homeplate heran, sodass diese Würfe nicht mehr „outside“, sondern für mein Empfinden mehr in der Mitte sind.

Ich habe jetzt noch acht Spiele hier mit den Reds bevor ich nach Hause zurück kehre, um mit der Deutschen U21 in Spanien die Europameisterschaft zu bestreiten.

Ah ja, in den vergangenen Tagen war ein Hurrikan in unserer Region unterwegs und daher hatten wir ausnahmsweise spielfrei. Zum Glück hat dieser Sturm uns nicht erwischt und zog vorbei ohne größeren Schaden anzurichten. Aber Kai Gronauer hat mir berichtet, dass es bei ihm ziemlich stark geregnet und gestürmt hat.

Ja das wäre es mal fürs Erste!

Beste Grüße nach Deutschland,
Euer Donald

Kommentare
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Patrick Krämer
(88.68.195.xxx) 21-08-2008 13:02
Hey Donald,



find ich klasse das DU dich hier bei uns meldest. Weiterhin viel Erfolg drüben.



Gruß

Patrick
 
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