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Das Dopinggeständnis
Doch allzu positiv sollte ihm das nicht angerechnet werden,denn nachdem man bereits erwischt worden ist, ist ein Geständnis einfach kein echtes Geständnis mehr. Er hat sich bestimmt besser verhalten als Barry Bonds, Roger Clemens (und Mark McGwire), mehr aber auch nicht. Schließlich konnte er auch nicht weiter leugnen, wenn er sich nicht auf ähnlich dünnes Eis wie die eben genannten Herren begeben wollte und sogar eine Freiheitsstrafe hätte riskieren müssen.
Insgesamt wirkt sein Geständnis ein wenig zu konstruiert und zu selbstentschuldigend. Schuld waren die damaligen Zeiten, der Druck, seine Naivität...nicht aber seine Gier, sein übertriebener Ehrgeiz und seine persönliche Entscheidung auf diese Mittel zurückzugreifen. Er wusste auch nicht mehr, was er eigentlich nahm, obwohl er im selben Interview auch sagte, dass die Frage damals nicht war, ob man ein Mittel einnahm, sondern welches. Das wiederum klingt nach einer bewussten Entscheidung für eine bestimmte Substanz. Zudem ist es natürlich sehr praktisch zu erzählen, dass man das Doping einige Wochen nach der Entnahme der positiven Probe aufgehört hat, weil man es nicht mehr braucht. Das erinnert schon ein bisschen an Fälle aus dem Radsport, in denen eine Kleinigkeit zugegeben wurde, um vom größeren Vergehen abzulenken und als einsichtiger Sünder dazustehen.
Eigentlich ja auch eine vernünftige Taktik: Man räumt Fehlverhalten vor dem besagten Zeitpunkt ein, um die Zeit danach von jeglichem Verdacht reinzuwaschen. Unglaubwürdig wird das Ganze allerdings dann, wenn das alles nicht so recht zum Rest der Geschichte passen will. Der Mann geht nach den drei erfolgreichsten Jahren seiner Karriere, allesamt unter dem Einfluss von Doping, von den Texas Rangers zu den Yankees nach New York und plötzlich soll aller Druck von ihm abfallen und A-Rod zu der Einsicht kommen, dass er Doping nicht mehr braucht? Wieso sollte er gerade in New York den Druck nicht mehr spüren und sich keine Sorgen um einen möglichen Leistungsabfall machen? Klingt schon sehr merkwürdig. Und warum hören zufällig alle dann mit dem Doping auf, wenn ihnen gerade die verhängnisvolle Probe abgenommen worden ist, von deren positivem Ergebnis sie zu dem Zeitpunkt ja noch gar nicht sicher ausgehen konnten? Warum gibt niemals einer zu, dass er auch über einen (nachgewiesenen) Zeitpunkt hinaus gedopt hat? Das würde meiner Meinung nach echte Größe und Glaubwürdigkeit zeigen.
Aber vielleicht sagt er ja diesmal die Wahrheit und er hat tatsächlich kurz nach der Positvprobe aufgehört. Sehr wahrscheinlich ist das allerdings nicht. A-Rod war nicht der einzige Dopingsünder dieser Zeit und wird es auch mit Sicherheit nicht bleiben - vielleicht gibt es schon in Kürze 103 weitere. Dennoch sollte man nicht jetzt schon wieder darüber reden, dass A-Rod rehabilitiert und die Vergangenheit abgeschlossen ist. Vielleicht hat er sich durch das rasche Geständnis die Hoffnung auf die Aufnahme in die Hall of Fame erhalten, selbstverständlich sollte das allerdings in Fällen von Dopingsündern nicht sein.
Bei allem begründeten Pessimismus, sollte man nicht vergessen, dass es noch immer weit mehr unbelastete Spieler als begründet verdächtige oder gar überführte gibt. "Jeder hat doch..." kann vielleicht dann als Entschuldigung in Erwägung gezogen werden, wenn die Schuld der anderen ebenfalls erwiesen ist, doch meiner Meinung nach wäre selbst dann jeder Spieler gleichermaßen verurteilenswert und nicht dadurch entschuldig.
Thomas Kuhnert
Thomas Kuhnert ist 29 Jahre alt und seit Beginn an Mitglied der Redaktion von MLBInsider.de. Zusammen mit Michael Koch moderiert er regelmäßig den seiteneigenen Podcast MLBI-Report. Seine Magisterarbeit schrieb er über die Bedeutung Jackie Robinsons für die amerikanische Bürgerrechtsbewegung und schloss 2008 das Studium der Neueren und Neuesten Geschichte und Amerikanistik an der Universität Tübingen ab. Bei den Stuttgart Reds spielte er acht Jahre lang aktiv Baseball. Ursprünglich aus Stuttgart stammend wohnt er derzeit in Tübingen.
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Dann mal gute Nacht Mets, sollten die es wirklich so doll treiben. Aber selbst die werden kein Ge...
(09-02-2012 18:28)Nico
Solche "Bad contract swaps" a la Milton Bradley gegen Carlos Silva gibt's normalerweise n...
(09-02-2012 16:24)Rene
Es branden immer mal wieder Spekulationen auf, wonach die METS Jason Bay für Burnett traden könnt...
(09-02-2012 15:54)USSFSteeler
Ich glaub so einfach geht das gar nicht
(09-02-2012 09:09)Basti
wegen mir kann er nach japan
(09-02-2012 08:59)wordass