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Montag, 01. März 2010
 

Chapman und Strasburg in vergleichbarer Situation

In Cincinnati kennt der Hype um Aroldis Chapman keine Grenzen. Der Clip ist schon ein paar Tage alt und zeigt den Kubaner beim Batting Practice. Mehr Clips gibt es auch im YouTube Channel cnatiTV

Das Video hat im Grunde keine wirkliche Aussagekraft und dient nur zur Illustration. In den letzten Tagen wurde viel darüber spekuliert, ob Aroldis Chapman und sein amerikanisches Pendant Stephen Strasburg die Saison in den Big Leagues oder in den Minors beginnen sollen. Ihre Situation ist dabei durchaus vergleichbar.

Beide Pitcher verfügen über Fastballs im Bereich von 100 MPH. Beide sind auch in der Entwicklung durch ihre diversen Einsätze in Kuba, Arizona, bzw. International durchaus weiter, als vergleichbare College-Pitcher. Strasburg hat mehr Kontrolle, aber weniger Erfahrung. Chapman ist eher etwas wild, dafür aber erfahrener und athletischer.  Sie sollten in den Minors normalerweise keine Schwierigkeiten haben. Die Frage ist nun, wie hoch der Lerneffekt dort sein wird oder ob es nicht besser wäre, sie gleich in der MLB einzusetzen.

Chapman und Strasburg haben aber eine weitere Sache gemeinsam. Cincinnati und Washington sind trotz aller Fortschritte sicherlich noch nicht so weit, die Playoffs in Angriff zu nehmen. Beide Teams könnten aber 2011 durchaus eine Rolle spielen. Bei den Reds wird dort zum einen Edinson Volquez wieder fit sein und zum anderen dürften Top-Talente wie Mike Leake, Yonder Alonso und Todd Frazier ebenfalls den Sprung geschafft haben, bzw. kurz davor sein.

Ähnlich sieht es bei den Nats aus. Auch sie haben mit Jordan Zimmermann einen jungen, talentierten aber auch verletzten Pitcher, der in diesem Jahr nicht wirklich zur Verfügung stehen wird. Zudem werden Catcher Jesus Flores und Pitcher Ross Detwiler verspätet in die Saison starten. Auch sie haben mit Drew Storen, Ian Desmond und Justin Maxwell junge Spieler, die spätestens 2011 eine Rolle spielen werden.

Worauf möchte ich nun hinaus? Ganz einfach, für die Reds und Nats ist 2010 ein (weiteres) Übergangsjahr, ob nun Chapman oder Strasburg die gesamte Saison im Major-League-Kader verbringen oder nicht. Natürlich werden sie mit den beiden Hoffnungsträgern die eine oder andere Eintrittskarte mehr an den Mann bringen können, doch ansonsten stehen sie nicht unter Zeitdruck.

Zumindest die ersten zwei Monate sollten die beiden Pitcher daher in den Minors verbringen. Sie können sich an das Profigeschäft gewöhnen und die Teams ihre Innings besser kontrollieren, als wenn sie die gesamte Saison in der MLB pitchen würden. Dass aber beide irgendwann im Laufe des Jahres Big-League-Luft schnappen werden, daran besteht kein Zweifel.

Übrigens, Zimmermanns Saison 2009 müsste eigentlich als Warnung wahrgenommen werden. Er sollte eigentlich in den Minors beginnen, doch im Spring Training war er so dominant, dass er sofort in die Rotation rutschte. Wer weiß, ob er nicht das Jahr gesund überstanden hätte, wenn die Nationals den ursprünglichen Plan umgesetzt hätten.

 
Autor: Philipp Würfel
 
 

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Donnerstag, 25. Februar 2010
 

Mark Gwires Bruder und HGH-Tests

Interview des verstoßenen Bruders bei ESPN

Jay McGwire

Nach Jason Giambi, Andy Pettitte und Alex Rodriguez in den Vorjahren, hat auch das Spring Training 2010 seine Dopinggeschichte. Allerdings nicht mit denselben Riesenschlagzeilen. Mark McGwires „Geständnis“ fand zwar schon vor einigen Wochen statt, nun wird das Thema aber sicherlich wieder aufgewärmt.

Denn am Montag erscheint das nun schon seit längerer Zeit erwartete Buch seines Bruders Jay McGwire, der darin die Dopingpraktiken des Sluggers eingehend beschreibt. Viel Neues wird man sicherlich nicht hören, schließlich kaufte Mark McGwire es niemand ab, dass er HGH und andere Mittelchen nur zur Regeneration nach Verletzungen nutzte.

Aber nicht nur der neue Hitting Coach der Cardinals wird wohl noch ein paar unangenehme Fragen beantworten müssen. Auch sein Manager Tony La Russa dürfte mal wieder in den Mittelpunkt rücken, schließlich ist es schwer nachvollziehen, wie er von dem Ganzen während seiner Zeit in Oakland und später auch in St. Louis nichts mitbekommen haben soll.

Allerdings rückt er ein wenig von seinen Erklärungen der Vorjahre ab und versucht darzustellen, dass er damals nichts merkte, weil Kreatin so beliebt war. Zu seiner Verteidigung muss man aber sagen, dass auch andere Manager wie Joe Torre oder Jim Lefevre ähnliche Aussagen zu dieser Zeit treffen und bewusst oder unbewusst die Augen verschlossen.

HGH-Tests

Wo wir gerade beim Thema sind. Seit dieser Woche werden mal wieder HGH-Nachweistests diskutiert. Am Montag war bekannt geworden, dass ein Rugby-Spieler als erster Sportler positiv auf das Wachstumshormon getestet wurde. Das dies nun ausgerechnet ein Spieler aus dem doch so sauberen neuen Olympischen Sport ist, wäre eigentlich Grund genug für einen weiteren Artikel. Aber das Thema ist nun durch.

Zurück zum Wesentlichen. MLB und NFL ließen öffentlich, wie auch durch Hintergrund-Kanäle verlauten, dass sie nun versuchen werden, diesen HGH-Test in ihr Anti-Doping-Programm aufzunehmen. Erst letzte Woche landeten 42 weitere leistungssteigernde und Stimulanzien auf der MLB-Verbotsliste. Schon in diesem Jahr werden wohl die Minor Leaguer auf HGH getestet werden. Schließlich braucht die MLB dafür nicht die Einwilligung der Spielergewerkschaft.

Eine Reaktion der MLBPA ließ ebenfalls nicht lange auf sich warten. Im Gegensatz zum Pendant aus der NFL, stehen sie dem HGH-Test aber durchaus offen gegenüber, auch wenn noch ein paar Fragen zuvor geklärt werden müssten. Viel Gegenwehr braucht man aber nicht erwarten. Die Spieler sind durchaus an einem Test interessiert und standen in den letzten Jahren dem Anti-Doping-Kampf nicht wirklich im Weg.

Nun kommt aber das große ABER. Es ist durchaus möglich, dass der HGH-Test nur PR-technisch ein Erfolg sein wird. So wie es momentan aussieht, kann man nämlich einen potentiellen Sünder nur erwischen, wenn er das Mittelchen in den letzten 36-48 Stunden zu sich genommen hat. Und inwieweit die Tests dann greifen, muss man abwarten. Bestes Beispiel dafür ist die Tatsache, dass es den Test wohl schon seit einiger Zeit gibt, es den ersten positiven Fall mit anschließender Sperre aber erst jetzt gab. Eine ähnliche „Erfolgsstory“ wie beim EPO-Doping der Radsportler darf man daher nicht erwarten.

Mehr zu dem Thema auch in einem Interview zwischen Maury Brown und Will Carroll

 
Autor: Philipp Würfel
 
 

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Dienstag, 23. Februar 2010
 

Sabermetrics Library

Steve Slowinski, der normalerweise über die Tampa Bay Rays bloggt, hat eine neue Website an den Start gebracht, die Anfängern, wie auch Fortgeschrittenen eine Art Bibliothek zu den modernen Statistiken der Sabermetrics bereitstellt. Wer sich bei diesen Stats noch unsicher ist, sollte dort unbedingt einmal vorbeischauen.

Saberlibrary.com

 
Autor: Philipp Würfel
 
 

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Dienstag, 23. Februar 2010
 

Ryan Franklin mit ziemlich dummer Einstellung

Cardinals-Closer Ryan Franklin sorgt zu Beginn des Spring Trainings für unrühmliche Schlagzeilen. Kurz zum Hintergrund: Die MLB hat in Folge der Aktionen von Plaxico Burress, Gilbert Arenas und Javaris Crittenton im Winter beschlossen, bzw. festgelegt, dass für Waffen im Clubhouse kein Platz ist. Für den Normalbürger sicherlich eine logische und richtige Entscheidung.

Franklin gehört nicht dazu. Gegenüber der St. Louis Post-Dispatch ließ er verlauten, dass er enttäuscht ist, dass er nun seine Waffen nicht mehr in den Ballpark mitbringen darf. Weiter meinte er, dass er es schon als Kind gelernt habe, richtig damit umzugehen und dies auch an seine Kinder weitergegeben habe.

Warum er unbedingt zu einem Baseballspiel seine Waffen mitbringen würde, darüber schweigt er sich aus. Bei manchen Spielern zweifelt man manchmal, ob sie ihr Gehirn auch einmal einschalten.

 
Autor: Philipp Würfel
 
 

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Mittwoch, 17. Februar 2010
 

Verducci Effect 2010 lässt Böses vorahnen für 10 Pitcher

Rick_Porcello

Seit nun mehr gut zehn Jahren widmet sich Tom Verducci von Sports Illustrated dem sogenannten „Year-after-Effect“ oder auch „Verducci-Effect“. Dabei handelt es sich um nichts anderes, als eine Theorie von Verducci und Pitching-Guru Rick Peterson, dass Pitcher im Alter bis 25 Jahren pro Saison höchstens 30 Innings mehr im Vergleich zum Vorjahr werfen sollten. Wenn sie diese Grenze überschreiten, steigt ihr Verletzungsrisiko sprunghaft an, bzw. ein deutlicher Leistungsabfall wird wahrscheinlicher.

Mittlerweile hält sich wohl so ziemlich jedes Team in der MLB an diese Theorie, schließlich wurden einige Clubs in der Vergangenheit schon bitter bestraft, wenn sie ihre Jungstars über dem Limit pitchen ließen. Den Anfang machten 1998 die Oakland Athletics, die für ihr Vertrauen in ihren damaligen Pitching Coach Peterson mit dem Trio Mark Mulder, Tim Hudson und Barry Zito belohnt wurden. Jeder der drei wurde am Anfang der Karriere behutsam aufgebaut, bis sie schließlich in der Lage waren 200 Innings in einer Saison werfen zu können.

Am Dienstag veröffentlichte Verducci die Liste der gefährdeten Pitcher für 2010:

  • Cesar Carillo (Padres)
  • Bud Norris (Astros)
  • Mat Latos (Padres)
  • Joba Chamberlain (Yankees)
  • Homer Bailey (Reds)
  • Josh Johnson (Marlins)
  • Rick Porcello (Tigers)
  • Max Scherzer (Diamondbacks/Tigers)
  • Felix Hernandez (Mariners)
  • Wade Davis (Rays)

Natürlich heißt das nun nicht, dass diese zehn Pitcher unbedingt einbrechen müssen oder sie den Arzt öfters aufsuchen müssen, als andere. Wie auch Verducci es ausdrückt, es ist keine Vorhersage, sondern nur eine Richtlinie. Jeder Pitcher ist anders gepolt. Allerdings sollte man sich die Namen ein wenig merken und wenn dann doch etwas Derartiges auftritt, weiß man zumindest wo die Ursache zu finden ist. Vor allem die beiden Jüngsten auf der Liste, Mat Latos (22) und Rick Porcello (21) sind gefährdet.

Wie sahen die Listen der letzten Jahre aus? Für die Saison 2009 verpasste Verducci Jon Lester, Cole Hamels, Chad Billingsley, Tim Lincecum, Clayton Kershaw, Dana Eveland, Mike Pelfrey, John Danks, Jair Jurrjens und Jon Niese den roten Stempel. Lincecum, Kershaw und Lester schafften es relativ problemlos durch die Saison. Bei Jurrjens entscheidet das MRT. Er hatte schon gegen Saisonende über Ermüdungserscheinungen geklagt. Der Rest landete entweder auf der DL oder hatte eine weniger gute Saison.

Für die Saison 2008 waren es Ian Kennedy, Fausto Carmona, Ubaldo Jimenez, Tom Gorzelanny, Dustin McGowan, Chad Gaudin und Yovani Gallardo. Von den sieben konnte nur „Freak“ Jimenez dem Verducci-Effect entfliehen und kam ohne Verletzung, bzw. einem niedrigeren ERA durch die Saison.

Zum Schluss noch der Blick auf 2007. Dort traf es Cole Hamels, Justin Verlander, Anibal Sanchez, Jered Weaver, Sean Marshall, Scott Olsen, Jeremy Bonderman, Adam Loewen, Scott Mathieson und Boof Bonser. Verlander wurde 2008 noch verschont, kassierte dafür aber in der Saison darauf die Quittung. Hamels stand vor 2009 schon einmal vor zwei Jahren auf der Liste, war da aber ebenfalls eher die Ausnahme der Regel. Der Rest hat zum Teil noch bis heute Probleme. Einer davon (Loewen), ist mittlerweile Outfielder.

Das Ganze kann man sicherlich beliebig in die Vergangenheit hinein fortsetzen. Pitcher wie Francisco Liriano, Scott Kazmir oder das Negativbeispiel schlechthin Mark Prior mussten für die hohe Belastung so früh in ihrer Karriere bezahlen.

Vielleicht bleibt dies im Hinterkopf, wenn das nächste Mal über Innings-Limits diskutiert wird.

 
Autor: Philipp Würfel
 
 

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Sonntag, 14. Februar 2010
 

Verletzt beim Werbedreh

Brad Bergesen von den Orioles verletzte sich bei einem Werbedreh (siehe Clip) im Dezember an der Schulter und wird daher voraussichtlich erst zehn Tage nach Beginn des Spring Trainings in das normale Programm einsteigen können. Der 24-Jährige war einer der wenigen Lichtblicke in Baltimore im letzten Jahr. Mal schauen, wie sich die 31 Sekunden auf seine Leistungen in dieser Saison auswirken werden.

h/t Deadspin

 
Autor: Philipp Würfel
 
 

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