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Samstag, 07. Juni 2008
 

Hört mir auf!

Yankee Stadium glich heute einem Irrenhaus und ich weiß nicht, ob ich schon mal ein wahnsinnigeres Spiel gesehen hab. Die Royals erzielten fünf Runs gegen Andy Pettitte, die Yankees glichen aus, gingen dann sogar durch einen erneuten Upper Deck Shot vom „Giambino“ in Führung und Pettitte gab erst den Ausgleich und dann insgesamt zehn Runs ab – zehn Runs in 6 2/3 Innings! Ganz ehrlich, ich weiß nicht, ob Pettitte jemals so schlecht war und ich weiß auch nicht, ob ich schon einmal ein Spiel sah, in dem der Starter überhaupt die Möglichkeit bekam, zehn Runs abzugeben…

Die Yankees kamen letztlich wieder zurück und glichen im Achten durch ein Two-Run Single von Damon – seinem  fünften Hit im Spiel – aus. Im neunten Inning kam dann Mariano Rivera ins Spiel und sollte das Ergebnis halten, um dann das Spiel zu gewinnen, doch irgendwie kam es, wie es kommen musste und der Super Closer gab seinen erst zweiten Run der Saison ab: Ein Solo Homer von David DeJesus und die Royals lagen wieder vorne. Spätestens jetzt wurde ich so langsam wahnsinnig!

Doch dann glich Jorge Posada mit dem nächsten Home Run aus und nach einem Walk von Wilson Betemit und dem chaotischen Infield Single vom „Melkman“, kam wieder Johnny Damon an die Platte, der sich nach seinem 0-5 Tag gestern von seinem Schnauzer trennte. Er schlug in ein Ground Rule Double, war somit 6-6 – es ist sein erstes Six-Hit-Game überhaupt – und die Yankees gewannen doch noch.

Also viel schlimmer kann es eigentlich nicht mehr kommen für meine Nerven, doch irgendwie befürchte ich schon wieder Schlimmes für morgen, wenn Joba Chamberlain seinen nächsten Versuch startet, als Starter zu pitchen… 

 
Autor: Marcus Blumberg
 
 

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Mittwoch, 04. Juni 2008
 

Jobas erster Start - eigentlich planmäßig!

Ok, Jobas erster Start verlief eher kurz und für einige sicher enttäuschend, doch eigentlich lief doch alles nach Plan…

Man muss es ja realistisch sehen und demnach befindet sich Joba immer noch in der Vorbereitungsphase, die jeder Starting Pitcher normalerweise im Spring Training durchläuft: Beim ersten Auftritt wirft man 30 Pitches, beim zweiten ca. 45, dann steigert man sich auf ca. 55 und dann eben auf 60 bis etwa 70. Und genau an diesem Punkt ist der junge Rechtshänder der Yankees jetzt. In seinem nächsten Auftritt wird er sicherlich die 80er Marke anpeilen und danach sollte er dann bereit sein, um als vollwertiger Starter aufzutreten! Und in dieser Phase, in der er gerade ist, kann es schon mal vorkommen, dass die Innings eher lang werden und damit weniger solcher zustande kommen, doch normalerweise passiert das ja im Rahmen des Spring Trainings, wo es keine Rolle spielt, ob man gewinnt oder verliert…
 
Die Yankees haben es aber in Kauf genommen, dass sie vielleicht das ein oder andere Spiel auf dem Weg Chamberlains in die Rotation verlieren könnten, weil er eben noch nicht so lange auf dem Mound stehen darf und der Bullpen evtl. somit überlastet werden könnte. Doch im Nachhinein wird man wahrscheinlich zu dem Schluss kommen, dass der Ertrag dieser Entscheidung am Ende höher sein wird, als die „Anlaufkosten“, die man zurzeit zahlt. 

 
Autor: Marcus Blumberg
 
 

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Dienstag, 03. Juni 2008
 

Vorschau auf Jobas ersten Start

Hier mal ein kleiner, nicht ganz ernst zu nehmender Vorbericht zum ersten Auftritt von Joba Chamberlain als Starter am heutigen Abend gegen die Toronto Blue Jays...

Larry Dobrow von CBS Sportsline
 
Autor: Marcus Blumberg
 
 

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Mittwoch, 28. Mai 2008
 

Gesucht: Ein Platz für Joba

Heute wird Joba Chamberlain wieder pitchen und dabei idealerweise 55 bis 60 Pitches werfen, was ihn schon verdammt nah an die Rotation heran bringt. Die nächste Frage wird dann in ein bis zwei Wochen sein, wessen Spot er denn letztlich einnehmen wird. Manager Joe Girardi hat zwar verlauten lassen, dass er vorrübergehend seine Rotation auf sechs Mann erweitern könnte, aber da dies nicht der Weisheit letzter Schluss ist – man würde etwa Ace Chien-Ming Wang einige Starts nehmen – muss zwangsläufig jemand seinen Platz räumen…

Doch wer könnte das sein? Wang sicher nicht und auch Andy Pettitte und Mike Mussina scheinen unantastbar, sind diese drei doch die einzigen ohne Inning-Limitierungen. Da bleiben also nur noch Darrell Rasner und Ian Kennedy: Rasner präsentierte sich bisher immer zuverlässig und scheint zumindest bis zur Rückkehr von Phil Hughes (vielleicht sogar darüber hinaus) seinen Platz sicher zu haben, während Kennedy weiterhin daran arbeitet, einen schlechten Start nach dem anderen hinzulegen und seinen guten Auftritt gegen die Orioles in der letzten Woche konnte er gestern Nacht auch erfolgreich vergessen machen, indem er gegen den selben Gegner nun vier Runs in drei Innings abgab und danach mal wieder fertig war.

Geben wir ihm also noch ca. zwei Wochen und dann dürfte sein Major League Aufenthalt wohl erst einmal beendet sein. 

 

 
Autor: Marcus Blumberg
 
 

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Samstag, 24. Mai 2008
 

A Tale of three Lefties

Gestern Nacht sahen wir drei Premieren und bei allen dreien war jeweils ein Linkshänder der Hauptdarsteller…

Doug Davis

Ich kann es nicht oft genug sagen: Hut ab vor Doug Davis! Der „Lefty“ der Diamondbacks hat nur knapp einen Monat nach seiner Krebs-OP sein Comeback gegeben und dabei in sieben Innings die Gastgeber aus Atlanta dominiert und somit sein erstes Spiel nach der OP gewonnen. Er ist krebsfrei und ich hoffe inständig, dass das auch so bleibt!

Andy Pettitte


Andy Pettitte hatte jetzt eine etwas längere Schwächephase und verlor dabei vier „Decisions“ in Serie. Zudem wartete er seit letztem Dezember auf einen Sieg im heimischen Yankee Stadium, wo es eigentlich kaum jemanden gibt, der dort eine bessere Bilanz aufweisen kann. Dieser Bann ist jetzt gebrochen, denn gestern Nacht besiegte er die Seattle Mariners und strikete sogar neun Mann aus. Aus Sicht der Yankees bleibt nur zu hoffen, dass er jetzt wieder in der Spur ist, denn gerade er wird gebraucht, um die Saison erfolgreich zu gestalten.

Barry Zito

Vor ein paar Wochen noch wurde er in den Bullpen verbannt, allerdings nur symbolisch, denn tatsächlich hatte er keinen einzigen Relief Auftritt, sondern verpasste nur einen Start. Dennoch war Barry Zitos Bilanz vor dem gestrigen Spiel der Giants bei den Florida Marlins 0-8, obwohl er aufsteigende Tendenzen zeigte. Gestern ließ er dann in 6 1/3 Innings nur einen Run zu und bekam endlich einmal Run Support von seinen Kollegen, so dass er sich letztlich über seinen ersten Sieg in diesem Jahr freuen durfte – was für eine Durststrecke. 

 
Autor: Marcus Blumberg
 
 

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Dienstag, 20. Mai 2008
 

Rund um die Liga

Sorry, dass ich so lange nichts geschrieben hab, aber die Uni ist gerade ziemlich stressig und da ich gerade ein wenig Zeit hab, äußere ich mich mal wieder…

Lesters No-No

Was soll man sagen? Sowas ist eine prototypische „Feel Good Story“! Krebserkrankung, dann der lange Weg zurück gefolgt von seinem starken Auftritt in der letzten World Series und nun der No-Hitter. Er ist nun gesund und sportlich auf einem guten Level – was kann man mehr wollen?!

Es war der 18. „No-No“ in der Geschichte der Red Sox und das ausgerechnet im altehrwürdigen Fenway Park. Ich denke, das ist aller Ehren wert und man kann ihm nur gratulieren.

Berkman, Jones und die Jagd nach .400

Bei Chipper Jones ist es ja „nur“ das Gerede über die Möglichkeit, der erste Spieler werden zu können, der seit Ted Williams im Jahr 1941 einen Schlagdurchschnitt von mindestens .400 über eine gesamte Saison schafft. Bei Lance Berkman spricht man ja sogar von der „Triple Crown“, die seit Carl Yastrzemski im Jahr 1967 niemand mehr gewann.

Beides ist also extrem schwierig und ich möchte sogar sagen, fast unmöglich zu erreichen, aber ich denke zumindest, dass Chipper das Zeug dazu hätte, den Batting Titel zu gewinnen, schließlich schlägt er von beiden Seiten der Platte konstant gut.

Big Unit auf dem Weg zu 300

Randy Johnson gewann seine letzten vier „Decisions“ und hat nun 288 Siege, zwölf noch bis 300. Bleibt er gesund, sollte er diese Marke knacken und damit in die Geschichte eingehen als letzter Pitcher, dem dies gelang. Er wirft zwar nicht mehr so hart wie früher, aber er hat sich endlich darauf eingestellt und schafft es wieder, den Gegner zu dominieren. Bestes Beispiel dafür war sein Start am letzten Sonntag gegen die Tigers, gegen die er sieben Innings pitchte und dabei keinen Run zuließ. Es war sein längster Auftritt seit mehr als einem Jahr und sicher sein bester der Saison. Ich werde das weiter im Auge behalten und auch hier im Blog immer wieder darauf zurückkommen! 

 
Autor: Marcus Blumberg
 
 

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