Around Waveland Avenue - Die Saison der Cubs
Ein doch enttäuschender Monat Juni geht für die Cubs zu Ende. Mit einer Bilanz von 25-24 Spielen hatte man den Monat begonnen. Nachdem man im Juni nur eine Bilanz von 11-14 Spielen aufzuweisen hat, ist man nun insgesamt bei einer negativen Bilanz von 36-38 Spielen angelangt. Aber dennoch besteht noch Hoffnung auf die Playoffs, da die NL-Central noch sehr eng zusammen ist und die Cubs nur 4.5 Spiele Rückstand auf den Divisionsführer Brewers haben.
Ein Großteil der Hoffnungen stützt sich auf den zur Zeit noch verletzten Aramis Ramirez. Insgesamt haben die Cubs momentan enorme Probleme in der Offense. Mit der baldigen Rückkehr von Ramirez wird die Hoffnung verbunden, dass die Offense der Cubs sich wieder leichter tut Runs auf die Anzeigetafel zu bringen. Denn Alfonso Soriano, Milton Bradley, Kosuke Fukodome und Geovany Soto haben bisher alle nicht so recht zu überzeugen gewusst. Ramirez dürfte am Montag wieder einsatzbereit sein. Man darf dann also gespannt sein, ob es aufwärts geht.
Insgesamt darf man aber Zweifel haben. Der Juni war der erste Monat mit einer negativen Bilanz seit August 2007. Und die Offense ist nicht das einzige Problem, dass die Cubs zur Zeit haben. Auch beim Pitching gibt es immer wieder Aussetzer. Mal sind es die Starter, die Probleme haben ihr Team im Spiel zu halten, mal sind es die Reliever, die Probleme haben. Darauf wurde ja bereits in der letzten Kolumne eingegangen. Im Grunde hat sich an den Problemen im Bullpen nichts geändert.
Vor dem All Star Break haben die Cubs fast nur noch Heimspiele. Nachdem heute die Serie bei den Pirates abgeschlossen wird, erwartet man die Brewers, die Braves und die Cardinals im Wrigley Field. Letztere haben vor kurzem den ehemaligen Publikumsliebling der Cubs, Mark DeRosa, verpflichtet. Es dürfte sicher eine emotionale Rückkehr für den Allrounder werden. Man darf gespannt sein, wie er vom Publikum empfangen wird, jetzt wo er vom Erzrivalen unter Vertrag steht. Wobei er sich gestern wohl leicht verletzt hat und noch fraglich ist, wann er wieder spielen kann.
Auf ein Thema abseits des Platzes muss man derzeit auch noch eingehen. Die Auseinandersetzung zwischen Manager Lou Piniella und Outfielder Milton Bradley, die für reichlich Wirbel gesorgt hat. Bradley hatte nach einem schlechtem Auftritt an der Platte seinen Helm ins Dugout gefeuert. Daraufhin wurde er von Manager Piniella direkt nach Hause geschickt. Was folgte war natürlich ein ziemlicher Wirbel in den Medien. Inzwischen hat sich der Rauch wohl aber etwas gelegt. Piniella entschuldigte sich bei Bradley für einige Aussagen, die er nach dem Zwischenfall getätigt hatte, nicht aber dafür, dass er ihn nach Hause geschickt hatte. Danach hat sich die Lage entspannt. Für die Cubs bleibt die Hoffnung, dass nicht zurück bleibt und Bradley seinen Rhythmus findet und vor allem offensiv beginnt, bessere Zahlen zu produzieren.
Mirko Rentzsch
Mirko Rentzsch ist 34 Jahre alt. Bei Baseballinsider.de schreibt der große Fan der Chicago Cubs die Kolumne Around Waveland Avenue. Der Sportbegeisterte studiert Geographie, Politik, Publizistik und Kommunikationswissenschaften in seiner Heimatstadt Göttingen.

